Ein Thema, das in der Gesellschaft viel tabuisiert wird: Adipositas. Darüber klärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ auf!
Adipositas ist die Bezeichnung dafür, dass das Körperfett sich über das normale Maß hin vermehrt hat. Es wird gemessen nach dem BMI (Body Mass Index):
Übergewicht: 25 bis 29,9
Adipositas I: 30 bis 34,9
Adipositas II: 35 bis 39,9
Schwere Adipositas: ab 40
Das Problem daran sind vor allem die möglichen Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkbeschwerden und Arthrose.
Andrea betont, dass Übergewicht nicht stigmatisiert werden sollte mit einem „die Dicken essen zu viel“. Es gibt verschiedenste Einflussfaktoren, beispielsweise Bewegungsmangel, hormonelle oder genetische Einflüsse (Bsp: Schilddrüsenunterfunktion), psychische Komponenten (Stress, Frustessen, Schlafmangel) und Medikamente (Antidepressiva, Kortisonpräparate).
Adipositas ist somit eine chronische Erkrankung, die einer gezielten Therapie bedarf.
Sie nutzt für die Diagnostik gerne das Tool eines Ernährungstagebuchs. Hierbei sollen die Patient:innen 14 Tage lang alles aufschreiben, was sie essen und finden so oft schon selbst Ernährungsfallen, in die sie tappen. Ein häufiges Problem sind auch zuckerreiche Getränke.
Andrea erklärt auch die Therapie der Adipositas.
Der Start ist immer eine Lebensstiländerung. Oft gibt es Verhaltensweisen, die noch aus der Kindheit stammen, welche aufgelöst werden müssen.
Die Krankenkassen bieten teilweise Programme zum Abnehmen an, hierfür ist aber ein bestimmter BMI notwendig. Andrea bietet in ihrer Praxis eine Adipositas-Themensprechstunde an, welche allerdings eine IGeL-Leistung ist. Diese Investition zahlt sich aber langfristig aus!
Hierbei unterstützt sie durch ernährungsmedizinische Beratung.
Ein neuer Ansatz ist die medikamentöse Therapie, die „Abnehmspritze“.
Eigentlich ist diese für die Diabetes-Behandlung entwickelt worden, die Wirkstoffe beeinflussen allerdings das Sättigungsgefühl und helfen so bei Gewichtsverlust.
Doch auch hier ist es wichtig, den Lebensstil parallel zu ändern!
Bei schwerer Adipositas bietet sich teilweise ein chirurgischer Eingriff an, beispielsweise ein Magenbypass.
Ergänzend kann Psychotherapie helfen, denn manchmal ist Adipositas ein Schutz der Psyche, beispielsweise bei Missbrauch oder krassen Formen der psychischen Unterdrückung. Essen ist dann ein tröstendes Mittel, eine fundierte psychische Aufarbeitung ist dann enorm wichtig.
Zusätzlich können Ergotherapie und auch Hypnose helfen.
Viele dieser Maßnahmen sehen auf den ersten Blick nach Lifestyle-Medizin aus und müssen auch selbst bezahlt werden. Doch es sind präventive Investitionen, die eurer eigenen Gesundheit guttun.
Lasst euch unbedingt in eurer eigenen Hausarztpraxis beraten!
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