エピソード

  • Schöner wär's - Wenn Schulen keine AU's fordern würden | Andrea und Anna erklären
    2025/11/27

    Warum können Ärzt:innen nicht einfach eine AU für Schülerinnen und Schüler schreiben? Und warum wird das trotzdem oft von Schulen gefordert?

    Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.

    Auf euch wartet eine Sonderfolge „Schöner wär’s“, wieder mit der VERAH-Schwester Anna List.

    Das Thema AU und Atteste ist bei den beiden im Alltag gerade sehr präsent. Und deswegen richtet sich diese Folge auch explizit an die Schulleitungen. Diese fordern nämlich immer wieder, dass Schüler:innen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Atteste vorlegen.

    Doch was ist eigentlich eine AU?

    Eine AU, kurz für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, ist ein ärztliches Dokument, das einen bestimmten Zweck erfüllt. Die Grundlage hierfür ist die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss).

    Als Ärzt:in darf man diese ausstellen, wenn jemand nicht arbeitsfähig ist. Arbeitsfähig bzw. erwerbsfähig sind Schüler:innen aber nicht!

    Dazu kommt das Landesschulgesetz Sachsen-Anhalt. In diesem steht, dass die Entschuldigungspflicht bei den Eltern liegt, meist reicht hier etwas Schriftliches. Die Schule entscheidet daraufhin, ob das Fehlen der Schüler:in entschuldigt ist.

    Ärzt:innen stellen somit keine Schulbefreiungen aus.


    Ein ärztliches Attest sollte nur erstellt werden müssen, wenn die Schule dies explizit verlangt, z.B. wenn ein:e Schüler:in häufig fehlt.

    Über das Attest können die Ärzt:innen keine Legitimation für die Schule ausstellen, sondern nur eine medizinische Information.


    Warum müssen Atteste privat bezahlt werden?

    Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur Leistungen, die medizinisch notwendig sind. Hier gilt das WANZ-Prinzip (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig).

    Atteste sind nur eine verwaltende Information und nicht Teil einer medizinisch notwendigen Behandlung.


    Das erklärt die Berufsordnung für Ärzte, in der steht, dass Leistungen in Rechnung gestellt werden müssen. Da die GKV diese Leistung nicht zahlt, sind die Eltern der Schüler:innen die Rechnungsempfänger. Es entsteht eine IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung).

    In der MBOÄ (Muster Berufsordnung der Ärzte) steht, dass diese sich nach der GoÄ, der Gebührenordnung für Ärzte richten.

    Es darf somit ein Aufwand von 5 bis 15€ abgerechnet werden.


    Schule und Arbeitsrecht funktionieren völlig unterschiedliche. Eine AU ist ja auch eine Information an die Betriebe und die Sozialversicherungsträger, im Schulrecht ist die medizinische Dokumentation eine andere.


    Deswegen appellieren Andrea und Anna an die Schulen:

    Bitte akzeptiert die Krankschreibungen der Eltern. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann ist es sinnvoll, ein ausführliches Gespräch zu führen, auch gemeinsam mit Vertrauenslehrer:innen.



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319

    続きを読む 一部表示
    12 分
  • Adipositas – wie entsteht sie und wie kann sie therapiert werden? | Dr. Andrea Morawe
    2025/11/20

    Ein Thema, das in der Gesellschaft viel tabuisiert wird: Adipositas. Darüber klärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ auf!

    Adipositas ist die Bezeichnung dafür, dass das Körperfett sich über das normale Maß hin vermehrt hat. Es wird gemessen nach dem BMI (Body Mass Index):

    Übergewicht: 25 bis 29,9

    Adipositas I: 30 bis 34,9

    Adipositas II: 35 bis 39,9

    Schwere Adipositas: ab 40

    Das Problem daran sind vor allem die möglichen Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkbeschwerden und Arthrose.

    Andrea betont, dass Übergewicht nicht stigmatisiert werden sollte mit einem „die Dicken essen zu viel“. Es gibt verschiedenste Einflussfaktoren, beispielsweise Bewegungsmangel, hormonelle oder genetische Einflüsse (Bsp: Schilddrüsenunterfunktion), psychische Komponenten (Stress, Frustessen, Schlafmangel) und Medikamente (Antidepressiva, Kortisonpräparate).


    Adipositas ist somit eine chronische Erkrankung, die einer gezielten Therapie bedarf.

    Sie nutzt für die Diagnostik gerne das Tool eines Ernährungstagebuchs. Hierbei sollen die Patient:innen 14 Tage lang alles aufschreiben, was sie essen und finden so oft schon selbst Ernährungsfallen, in die sie tappen. Ein häufiges Problem sind auch zuckerreiche Getränke.


    Andrea erklärt auch die Therapie der Adipositas.

    Der Start ist immer eine Lebensstiländerung. Oft gibt es Verhaltensweisen, die noch aus der Kindheit stammen, welche aufgelöst werden müssen.

    Die Krankenkassen bieten teilweise Programme zum Abnehmen an, hierfür ist aber ein bestimmter BMI notwendig. Andrea bietet in ihrer Praxis eine Adipositas-Themensprechstunde an, welche allerdings eine IGeL-Leistung ist. Diese Investition zahlt sich aber langfristig aus!

    Hierbei unterstützt sie durch ernährungsmedizinische Beratung.


    Ein neuer Ansatz ist die medikamentöse Therapie, die „Abnehmspritze“.

    Eigentlich ist diese für die Diabetes-Behandlung entwickelt worden, die Wirkstoffe beeinflussen allerdings das Sättigungsgefühl und helfen so bei Gewichtsverlust.

    Doch auch hier ist es wichtig, den Lebensstil parallel zu ändern!


    Bei schwerer Adipositas bietet sich teilweise ein chirurgischer Eingriff an, beispielsweise ein Magenbypass.

    Ergänzend kann Psychotherapie helfen, denn manchmal ist Adipositas ein Schutz der Psyche, beispielsweise bei Missbrauch oder krassen Formen der psychischen Unterdrückung. Essen ist dann ein tröstendes Mittel, eine fundierte psychische Aufarbeitung ist dann enorm wichtig.

    Zusätzlich können Ergotherapie und auch Hypnose helfen.


    Viele dieser Maßnahmen sehen auf den ersten Blick nach Lifestyle-Medizin aus und müssen auch selbst bezahlt werden. Doch es sind präventive Investitionen, die eurer eigenen Gesundheit guttun.


    Lasst euch unbedingt in eurer eigenen Hausarztpraxis beraten!



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319

    続きを読む 一部表示
    26 分
  • Weniger Praxen, mehr Verantwortung: So verändert sich die Medizin - Andrea Morawe erzählt
    2025/11/13

    Welche Hürden gibt es im aktuellen Gesundheitswesen, vor allem im ländlichen Raum? Und was muss sich verändern, um Versorgung langfristig sicherzustellen?

    Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.

    Wer auf dem Land lebt, kennt es: Man muss längere Strecken hinter sich bringen, um beispielsweise einkaufen gehen zu können. Für den Besuch beim Arzt gilt das gleiche.

    Früher gab es in jedem Dorf eine kleine Praxis oder eine Gemeindeschwester – das hat sich aber verändert. Die Anzahl der Praxen nimmt kontinuierlich ab, die Anzahl der älter werdenden Patient:innen nimmt zu.

    Die Behandlung und Versorgung werden dadurch nicht schlechter, sie müssen nur anders organisiert werden. Andrea erzählt, welche Anpassungen es gibt und beginnt mit der VERAH (Versorgungsassistentin in der hausärztlichen Praxis). Diese ist in vielen Praxen auf dem Land etabliert, ist extrem spezialisiert und betreut Patient:innen auch außerhalb der Praxis bei Hausbesuchen. Sie übernimmt dabei Wundmanagement, Überprüfung der Medikamenteneinnahme, Blutdruck- und Blutzucker-Messungen. Damit ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis und Patient:innen. Besonders für ältere und geriatrische Patient:innen ist das ein enormer Vorteil.

    In manchen Praxen machen VERAHs und PCM (Primary Care Manager) auch teamgeführte Infektsprechstunden.

    Zusätzlich gibt es digitale Helfer, denn Medizin kann auch zum Teil digital stattfinden. Dies passiert beispielsweise über Videosprechstunden oder über Gesundheits-Apps und DIGAs.

    Auch die ePA, die elektronische Patientenakte findet Andrea sehr gut, denn sie sorgt für einen guten Überblick und unterstützt die Kommunikation zwischen Haus- und Fachärzt:innen.

    Auch das Telemonitoring für Patient:innen mit Herzinsuffizienz darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben!

    Dann gibt es noch digitale Assistenzsysteme. Andrea beispielsweise hat in ihrer Praxis eine Online-Rezeption etabliert. Diese ist eine Entlastung für das Team, denn die dahinterliegende KI nimmt das Telefon ab, sortiert die Anrufe, erkennt Notfälle und gibt die Anliegen strukturiert an das Praxisteam weiter. Das ist somit nicht nur für die Mitarbeitenden von Andrea, sondern auch für die Patient:innen ein echter Mehrwert.

    Übrigens sind diese Systeme private Investitionen und werden nicht von den Kassen oder dem Bund unterstützt.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die eigene Verantwortung, welche Patient:innen für ihre Gesundheit übernehmen sollten. Zusätzlich zu den Behandlungen, welche durch die Kasse finanziert werden, gibt es ergänzend die IGeL-Leistungen, also die individuellen Gesundheitsleistungen. Diese sind kein Luxusgut, sondern eine sinnvolle Investition in die eigene Vorsorge.


    Nicht nur die Praxisinhaber:innen, sondern auch die Patient:innen müssen verstehen, dass sich die Versorgung verändert. Medizin wird immer mehr zur Teamarbeit und benötigt digitale Unterstützung.

    Frust und Meckern bringen uns nicht weiter, wir müssen uns drauf einlassen. Nur so können wir die Versorgung auf dem Land sicherstellen.



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast:

    続きを読む 一部表示
    22 分
  • Prävention beginnt im Alltag - Dr. Andrea Morawe erklärt
    2025/11/06

    Prävention – das ist ein Herzensthema von Dr. Andrea Morawe. Die Hausärztin erklärt in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen, was eigentlich hinter Prävention steckt, was Ärzt:innen darunter verstehen und was sie sich von den Krankenkassen und auch der Politik wünscht, um das Land gesünder zu machen.

    Prävention dient dazu, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie frühzeitig zu erkennen. Das Ziel ist dabei, dass kein erheblicher Schaden bei den Patient:innen entsteht.

    Prävention wird dabei in 4 Teile eingeteilt:

    Primärprävention: Alles, was vorbeugend gemacht werden kann, bevor es zur Entstehung einer Krankheit kommt, beispielsweise Impfungen, gesunde Ernährung, Bewegung und auch eine Zuckersteuer.

    Sekundärprävention: Dazu gehören Screenings wie beispielsweise Krebsvorsorge oder Check ups. Dieser Punkt ist wichtig, wenn eine Krankheit schon eingetreten ist, sie aber frühzeitig erkannt werden soll, sodass man schnell intervenieren kann.

    Tertiärprävention: Hierbei sollen Rückfälle oder Folgeerkrankungen vermieden werden. Denn viele Krankheiten ziehen weitere Folgeerkrankungen durch die Erstkrankheit nach sich. Dafür werden Patient:innen in Chronikerprogrammen, sogenannten DMPs (Disease Management Programs) betreut.

    Quartärprävention: Dies ist ein Schutz vor Überdiagnostik oder unnötigen, medizinischen Leistungen. Für Patient:innen ist das oft schwierig zu fassen, hierbei hilft die Hausarztpraxis: Was ist überhaupt notwendig?

    Andrea hat einen Wunsch an die Politik: Die Zuckersteuer. Dies wäre eine starke Primärprävention auf gesellschaftlicher Ebene und würde gesundes Verhalten leichter machen. In Mexiko und Großbritannien gibt es so etwas bereits, hier müssen Hersteller Abgaben zahlen, wenn sie zu viel Zucker in ein Produkt tun. Dadurch ist in Großbritannien die durchschnittliche Zuckermenge in Softdrinks um 30% gesunken.

    In Deutschland setzt die Politik auf freiwillige Selbstverpflichtung, was Andrea für nicht besonders schlau hält. Denn in Deutschland nehmen wir definitiv zu viel Zucker zu uns.

    Sie erklärt uns auch noch einiges zu Vorsorgeuntersuchungen: Gesundheits-Check ups, der BhA1c-Test für die Langzeit-Blutzuckerbestimmung, Leberwerte und ein Ultraschall der Bauchorgane. Dies kann alles dabei helfen, einen Einblick über den eigenen Gesundheitszustand, v.a. in Bezug auf Zucker, zu bekommen. Diese Leistungen werden nicht alle von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind somit IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen).

    Wichtig für die Patient:innen ist: Diese Untersuchungen sind oft gar nicht so teuer!

    Für Andrea sind diese ein Ausdruck davon, dass Patient:innen eigenverantwortlich mit ihrem Körper umgehen.

    Vorsorge ist keine Frage der Versicherungsart, sondern einer subjektive Haltung.

    Zum Schluss erklärt Andrea noch die 5 Säulen der Primärprävention:

    Ernährung (hat einen Einfluss von 80%, wenn man Übergewicht reduzieren möchte)

    Bewegung (und damit ist gar kein krasser Sport gemeint, sondern 150 Minuten Bewegung pro Woche)

    Mentale Gesundheit (und dabei besonders die Reduktion von negativem Stress)

    Gesunder Schlaf

    Verantwortung (nicht rauchen, wenig Alkohol, aktuelle Impfungen).


    Sie appelliert auch an die Ärzt:innen: Schaut regelmäßig ins Impfbuch der Patient:innen und beratet sie rundum.



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify:

    続きを読む 一部表示
    29 分
  • Landarztquote – was ist das und wie funktioniert sie?
    2025/10/30

    Was ist die Landarztquote und warum ist sie sinnvoll? Das erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.

    Denn die Landarztquote versucht, die ambulante, medizinische Versorgung zu verbessern und in den nächsten Jahren sicherzustellen.

    Sie richtet sich an junge Menschen mit Abitur, die studieren wollen, eventuell aber nicht den NC haben, den sie für ein Medizinstudium bräuchten.

    Das Bundesland vergibt dabei einen gewissen Anteil der Studienplätze in der Humanmedizin an Bewerber.innen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine besondere Verpflichtung eingehen, denn sie müssen unterschreiben, dass sie in der hausärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt tätig werden wollen. Dabei wird das Studium an der Universität in Halle oder Magdeburg absolviert. Nach der abgeschlossenen Facharztweiterbildung (Allgemeinmedizin) wird man dann für mindestens 10 Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einem unterversorgten oder drohend unterversorgten Gebiet tätig. Die Hoffnung des Landes ist, dass die Menschen sich in diesen 10 Jahren in der Region heimisch fühlen und auch darüber hinaus nicht abwandern.

    Doch was bedeutet es, ein unterversorgtes Gebiet zu sein?

    Diese Einordnung richtet sich nach der Bedarfsplanung, welche erklärt, wie viele Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen man in einer Region benötigt. In Ballungsräumen ist ohne Bedarfsplanung nämlich möglich, dass eine Überversorgung entsteht – in ländlichen Gebieten, welche auf den ersten Blick eher unattraktiv wirken, entsteht oft eine Unterversorgung.

    Dabei ist der Versorgungsgrad die zentrale Kennzahl: Das Verhältnis von tatsächlicher zu errechnet erforderlicher Arzt-Zahl.

    Dabei sind 100% eine angemessene Versorgung, unterversorgt ist ein Gebiet bei 75% und drohend unterversorgt bei 75-100%.

    Die KV Sachsen-Anhalt legt diese Zahl fest auf Basis von Versorgungsanalysen, welche dann im Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bewertet wird. Sobald es einen Beschluss hierzu gibt, dürfen Fördermaßnahmen, wie die Landarztquote, greifen.

    In Sachsen-Anhalt ist ein Drittel der hausärztlichen Planungsbereiche unterversorgt oder drohend unterversorgt.

    Andrea erklärt, wie der Bewerbungsablauf für die Landarztquote funktioniert. Neben einem Abitur benötigst du nämlich auch ein Motivationsschreiben, eine Verpflichtungserklärung und deine Studierfähigkeit wird getestet. Deine Abitur-Note zählt dabei nur mit 10% in den Prozess ein.


    Andrea betont, wie willkommen neue Allgemeinmediziner:innen in Sachsen-Anhalt sind und wie toll diese Tätigkeit ist.

    Wenn du dazu Fragen hast, dann schreib Andrea gerne!



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319

    続きを読む 一部表示
    23 分
  • Allgemeinmedizin: Liebe auf den zweiten Blick | Anke Ebert
    2025/10/23

    Wie kann der Weg in die Allgemeinmedizin aussehen? Wie wird man Hausärztin/Hausarzt? Und wie funktioniert das, wenn man schon einen Facharzt hat?

    Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit Anke Ebert, Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin in einer Landarztpraxis.

    Die beiden kennen sich schon seit über 10 Jahren, da sie gemeinsam in einer Klinik im chirurgischen Bereich und in der Notaufnahme gearbeitet haben.

    Anke fand diese Station in ihrem Leben sehr wichtig, denn in der Chirurgie lernt man ein sehr breites Feld. Allerdings ist es schwierig dabei, Familie und Beruf zu vereinbaren.

    Auch Andrea hat die Chirurgie sehr erfüllt und sie hat es geliebt, in der Notaufnahme zu arbeiten. Allerdings war auch für sie die Vereinbarkeit ein großes Problem. Hier hat der klinische Bereich definitiv Nachholbedarf, denn es fehlt an Flexibilität und der Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten.

    Andrea und Anke haben sich beide dann auf den zweiten Blick in die Allgemeinmedizin verliebt. Sie mögen daran, dass sie viel Dankbarkeit der Patient:innen erfahren und diese lange begleiten. In der Notaufnahme hat man oft nur eine Momentaufnahme der Patient:innen.

    Allerdings sind sie sich einig: Es würde allen gut tun, auch mal „die andere Seite“ zu sehen und jeweils im ambulanten und stationären Bereich zu arbeiten.

    Andrea genießt, dass sie nun selbstbestimmter arbeiten kann.

    Zudem mag sie, dass man in der Allgemeinmedizin viele Möglichkeiten hat, sich noch fortzubilden und neue Erkenntnisse in den Praxisalltag einzubinden.

    Anke macht gerade eine Fortbildung in der manuellen Therapie.

    Weiter geht es damit, wie man überhaupt in die Allgemeinmedizin kommt.

    Die Initiativen Kompass und Kosta unterstützen in Sachsen-Anhalt hierbei und helfen auch dabei, ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Denn darum muss man sich im ambulanten Bereich selbst kümmern!

    Auch die Ärztekammer ist ein Unterstützer, sowie die KV, bei der es Förderung für Weiterbildungsassistent:innen gibt. Zudem kann man einen Quereinstieg machen, wenn man bereits einen Facharzt hat. Dadurch verkürzt sich die Zeit für den Einstieg in die Allgemeinmedizin.

    Andrea lenkt das Thema nochmal auf das marode Gesundheitssystem. Dieses hat Wunden an allen Ecken und Enden – und es gibt zu wenig Pflaster. Durch die aktuellen Diskussionen werden Ärzt:innen gegeneinander aufgehetzt, wichtiger wäre aber eine reibungslose Zusammenarbeit.

    Hier gilt wieder: Ein gutes Netzwerk kann helfen!

    Für Andrea sind Gesundheit und Bildung die Grundpfeiler der Demokratie und einer funktionierenden Gesellschaft.


    Kompass: https://kompas-weiterbildung.de/

    Kosta: https://www.kosta-lsa.de/



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319


    続きを読む 一部表示
    35 分
  • Zwei Ärztinnen zwischen Bürokratie, Krankenkassen-Wahnsinn und Berufung | Laura Dalhaus
    2025/10/16

    Wie funktioniert die ambulante Versorgung, vor allem im ländlichen Raum? Welchen Herausforderungen stehen Hausärzt:innen gegenüber und was haben Arbeitsbedingungen, Entlassmanagement und Ambulantisierung damit zu tun?

    Für diese Fragestellungen hat sich Dr. Andrea Morawe jemanden eingeladen, die für sie selbst ein richtiger Star ist: Dr. Laura Dalhaus. Diese ist bekannt durch ihre Social Media-Aktivitäten, die Berufspolitik und den eigenen Podcast „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“.

    Laura ist auch Hausärztin auf dem Land. Die beiden kennen sich über Fortbildungen und waren direkt auf einer Wellenlänge.

    Wenn man sich im ländlichen Raum niederlässt, steht man erstmal vor Herausforderungen. Zum Beispiel weiß man gar nicht, was nun vergütet wird und was nicht.

    Es gibt beispielsweise Pauschbeträge mit Minutenwerten. Und da findet man dann schnell raus: Die geplanten 9 Minuten im Quartal reichen vorne und hinten nicht.

    Laura war relativ entsetzt über Zahlen der Krankenkassen: Patient:innen bekommen für 208€ die komplette hausärztliche Versorgung, die Verwaltung kostet 170€ - der Unterschied ist für sie viel zu klein.

    Auf der anderen Seite gibt es einen Bonus von bis zu 10.000 € im Jahr, diesen bekommt man aber nicht, wenn man zu viele Labore abnimmt. Wenn man das aber macht, dann macht man eigentlich gute Medizin.

    Für Laura ist wichtig zu betonen, dass sie zwar selbstständig ist und das finanzielle, juristische und medizinische Risiko trägt, gleichzeitig aber durch KV, Krankenkassen und Politik in ihren Preisen beschränkt ist.

    Diese Herausforderungen sind Patient:innen allerdings nicht klar. Diese haben oft die Erwartungshaltung, dass Ärzt:innen schon alles Notwendige machen – und diese oft das Gefühl, unseriös zu sein, wenn sie etwas als IGeL-Leistung verkaufen.

    Eigentlich sollte die Politik darüber aufklären – macht sie aber nicht.

    Laura glaubt auch nicht, dass die Politik eine Reform schafft. Wir haben viel zu viele Krankenkassen und bürokratisieren uns zu Tode dabei. Andrea bringt das Beispiel, dass man an einem alten Trabi auch nicht Ewigkeiten rumschrauben kann – irgendwann muss ein neues Auto her.

    Sie ist ein Fan von einer Grundversicherung für alle. Die hohe Komplexität des Jobs sorgt auch dafür, dass ältere Ärzt:innen nicht mehr weitermachen wollen.

    Die beiden sprechen auch über die Ambulantisierung. Die Zustände in Krankenhäusern sind teilweise fatal, es geht viel um Geld, nicht um die Patient:innen. Ist ja auch kein Wunder, wenn Konzerne dahinter stehen. Hier fehlt es auch an gutem Entlassmanagement, teilweise werden einfach keine Arztbriefe mehr geschrieben.

    Viele Arzt-Patienten-Kontakte könnte man sich sparen, wenn mehr kommuniziert werden würde.

    Laura würde auch für kein Geld der Welt mehr in einer Klinik arbeiten.

    Hier haben sich auch die Arbeitsbedingungen verändert: In 24h-Diensten gibt es keine Schlaf-Pausen mehr. Darunter leidet auch die Fortbildung.

    Doch gibt es einen Lichtblick? Laura hat mit ihrem Kollegen Heinz Giesen das Buch „Operation am offenen Herzen“ geschrieben, ein Businessplan für ein neues Gesundheitssystem. Die Reaktionen waren dafür allerdings minimal. Social Media hat bisher am meisten bewirkt.

    Für Andrea ist es wichtig, dass die Patient:innen umdenken und ihre Gesundheit mehr selbst in die Hand nehmen.

    Trotz all der Widrigkeiten sind beide sehr glücklich mit ihrem Beruf und würden nichts lieber machen wollen.

    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/


    Zum Podcast auf YouTube:

    続きを読む 一部表示
    1 時間 5 分
  • Weiterbildung, Netzwerk und Gynäkologie in der Hausarztpraxis | Theresa Buuck
    2025/10/09

    Hausärzt:innen sollten auch von Hausärzt:innen lernen!

    Das sagt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.

    Für diese sitzt sie mit Theresa Buuck zusammen. Diese ist auch Landärztin, aber in Neubukow zwischen Rostock und Wismar.

    An einem Ort sind sie, weil sie gerade an einer IHF-Fortbildung in Würzburg teilnehmen. Das Wochenende ist von Frauen für Frauen organisiert – ein Women-Power-Wochenende, bei dem Andrea ganz begeistert vom tollen Austausch und dem Gefühl von Vertrautheit ist.

    Das IHF, also das Institut für hausärztliche Fortbildung, macht auch Fortbildungen für VERAHs und MFAs. Besonders hervorzuheben ist hierbei nicht nur, dass man sich weiterbildet, sondern auch, dass man sein Netzwerk dabei ausbaut.

    Beispielsweise hat Andrea bei einer Fortbildungsveranstaltung Laura Dalhaus kennengelernt, durch die sie wieder ein weiteres Netzwerk erschließen konnte.

    Durch so eine Community vergisst man auch mal die Herausforderungen, denen man in einer landärztlichen Praxis gegenübersteht.

    Doch was sind diese Herausforderungen?

    Als Landärzt:in hat man viel in der eigenen Hand und ist sehr nah an den Patient:innen dran. Auch diese haben ein starkes Vertrauensverhältnis und schätzen die Arbeit der Ärzt:innen sehr wert.

    Theresa hat es vorher nie gewollt, mittlerweile betreut sie allerdings auch Kinder in ihrer Praxis.

    Bei der IHF-Fortbildung hat Theresa über Gynäkologie in der Hausarztpraxis gesprochen. Auf den ersten Blick passt das gar nicht zusammen. Für Theresa war es aber ein logischer Schritt, auch Leistungen aus der Gynäkologie anzubieten, als die ansässige Gynäkologin im Ort aufhörte und die Versorgung so nicht mehr gesichert war. Sie arbeitete sich in das Thema ein und merkte, dass es sehr gut bei den Patient:innen ankam.

    In Großbritannien beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass Hausärzt:innen auch gynäkologische Leistungen mitanbieten.

    Andrea hat das Thema Endometriose sehr nachdenklich gemacht. Viele Symptome hierbei sind nicht greifbar.

    Für die Patient:innen geht es nach Theresas Erfahrung aber nicht immer nur darum, direkt Lösungen zu finden, sondern auch darum, ernstgenommen und wertgeschätzt zu werden.

    Dabei sieht sie die Rolle der Hausärzt:innen auch als Educator. Die Gesundheitskompetenz nimmt ab, und da finden Andrea und Theresa es gut, wenn ihre Patient:innen auch Fragen stellen!

    Die Lösung finden diese nämlich sonst im Internet – und hier gibt es viele „schwarze Schafe“, die mit gefährlichem Halbwissen glänzen und eigentlich nur Produkte verkaufen wollen.

    An die Hausärzt:innen geben sie noch mit, dass es sinnvoll ist, auch mal auf dem Überweisungsschein mehr Informationen einzutragen, sodass die Fachärzt:innen einen besseren Überblick über die Patient:innen bekommen.

    Allgemeinmedizin ist eben keine Alleinmedizin!



    Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


    Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/



    Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


    Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu


    Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319

    続きを読む 一部表示
    27 分