エピソード

  • 27. Patientin Psychiatrie und die Gesellschaft - wer formt wen? J. Brüning gen. Brinkmann im Gespräch mit Peter Brieger und Stefan Weinmann
    2026/04/29

    Am Anfang meiner psychiatrischen Arbeit dachte ich: „Alles ist klar und überschaubar.“ Psychische Erkrankungen beruhen auf pathologischen neurobiologischen Prozessen und können anhand der Klassifikations-systeme ICD und DSM diagnostiziert und nach Leitlinie behandelt werden.

    Aber die Wechselwirkung zwischen Menschen und ihrem Umfeld scheint doch maßgebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und den Verlauf von Erkrankungen zu haben. Wie sinnvoll ist es da, Menschen außerhalb ihrer Umgebung und Mitmenschen zu behandeln, wenn sie in genau dieses Umfeld zurückkehren sollen? Zudem ist es einerseits zwar erfreulich, dass man in Jahre 2026 offener über seelische Probleme sprechen kann, gleichzeitig wird damit aber oft die Verantwortung abgegeben. Zum einen an die Erkrankung, die „krankes Verhalten“, „schlechte Gefühle“ und Einschränkungen im Leben verursacht und zudem an die Psychiatrie und die Therapierenden, die sich darum kümmern sollen. Was ist die Aufgabe und Verantwortung der Gesellschaft in Bezug auf gesunde Anforderungen und Lebensweisen? Welche Wechselwirkung gibt es zwischen den beiden Systemen, denn längst prägen Psychiatrie und Psychologie unsere Sprache, unser Denken und somit unser Miteinander?

    Es ist also an derZeit darüber zu sprechen…und das tun wir in der heutigen Folge von Patientin Psychiatrie mit Peter Brieger, einem der einflussreichsten Psychiater Deutschlands. Er ist Ärztlicher Direktor kbo-Isar-Amper-Klinikum München, einer der größten psychiatrischen Kliniken Deutschlands. Außerdem ist er im Vorstand der Aktion Psychisch Kranke, die sich seit Jahrzehnten für die Verbesserung der psychiatrischen Versorgungsysteme einsetzt. Mit dabei ist auch der Psychiater Stefan Weinmann. Er arbeitet als Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Leiter der Psychiatrischen Institutsambulanz am universitären Zentrum für Integrative Psychiatrie in Lübeck. Peter Brieger und Stefan Weinmann sind beide im wissenschaftlichen Beirat des Psychiatrie Verlages, in dem beide auch zu gesellschaftlichen Fragen publiziert haben.

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    1 時間 2 分
  • 26. Vertiefungspodcast - Patientin Psychiatrie auf Psilocybin, J. Schlimme im Gespräch mit Linda Kunz und J. Brüning gen. Brinkmann
    2026/04/01

    https://www.zi-mannheim.de/institut/news-detail/psilocybin-mit-psychotherapie-zeigt-bedeutsame-wirkung-bei-behandlungsresistenten-depressionen.html

    Mertens LJ, Koslowski M, Betzler F. et al. Efficacy and safety of psilocybin in treatment-resistant major depression: the EPISODE randomized clinical trial. JAMA Psychiatry. Published online March 18, 2026. doi:10.1001/jamapsychiatry.2026.0132

    https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/10.1001/jamapsychiatry.2026.0132

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    46 分
  • 25. Patientin Psychiatrie - Ist Männlichkeit das Problem? J. Brüning gen. Brinkmann im Gespräch mit Björn Süfke
    2026/03/04

    In den psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachgebieten herrscht bislang ein deutlicher, aber abnehmender Frauenüberschuss – sowohl auf Seiten der Therapierenden, als auch bei den Therapierten. In diesem Zusammenhang gibt es zahlreiche Vorurteile, wie z.B. „Frauen sind in der Psychiatrie – Männern im Gefängnis.“

    Es scheint an der Zeit, damit etwas aufzuräumen. Im heutigen Männergespräch bei Patientin Psychiatrie rede ich heute als Psychiater mit dem bekannten Psychotherapeuten, Buchautor und Referenten, dem „Männerflüsterer“ Björn Süfke aus Bielefeld über toxische Männlichkeit, die männliche Form der Depression, die männliche Prägung des Fachgebietes Psychiatrie, aber auch über James Bond und die Gewalterfahrungen von Männern.

    Literatur:

    W Neumann, B Süfke, Den Mann zur Sprache bringen: Psychotherapie mit Männern, DGVT-Verlag, 2004.

    B Süfke, Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer, Goldmann, 2010.

    B Süfke, Männer: Was es heute heißt, ein Mann zu sein, Goldmann, 2018.

    K Theweleit, Männerfanasien (Neuausgabe), Matthes und Seitz Berlin, 2019.

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    50 分
  • 24. Patientin Psychiatrie - School of Borderline? J. Brüning gen. Brinkmann im Gespräch mit Christian Stiglmayr und Johanna Wächter
    2026/02/04

    „Schweres Selbstverletzungen, Wutausbrüche, manipulatives Verhalten um nicht Verlassen zu werden und dann noch die ständigen Drohungen mit Suizid.

    Menschen mit einer Borderline-Störung sind keine Patient:innen, um die sich Behandelnde und Einrichtungen reißen. Ganz im Gegenteil, manche können eine ganze Station alleine auf Trapp halten.“ So oder so ähnlich stellen sich viele Außenstehende oder Behandelnde die Betroffenen vor. Aber stimmt das? Sind Borderliner wirklich „Patients from hell“ oder fühlt sich das Leben dieser Menschen nicht eher so an.

    Im psychiatrischen Stationsalltag nehmen sie tatsächlich viel Raum ein, da sich krisenhafte Aufnahmen aneinanderreihen und kompetente ambulante Hilfe selten ist.

    Aber vielleicht ist das Problem auch eine ganze Ecke hausgemacht. Vielleicht ist die Psychiatrie umgekehrt eine echte „School of Borderline“, wo junge Menschen nicht lernen, ihre Emotionen zu regulieren und ihr Leben aufzubauen, sondern wie man mit maximal selbstschädigendem Verhalten auch maximal Ressourcen bindet.

    M. Bohus: DBT-Skill-Training - Das PatientenManual. Schattauer, 2024.

    M. Bohus: Borderline-Störung (Fortschritte in der Psychotherapie), Hogrefe, 2019.

    B. Dulz, S. Herpetz, O. Kernberg, U: Sachsse: Handbuch der Borderline Störungen. Schattauer, 2. Aufl., 2011.

    M. Linehan: Dialektisch-Behaviourale Therapie der Boderline-Persönlichkeitsstörung. CIP-Medien, 2008.

    C. Stiglmayr: Die Dialektisch-Behaviorale Therapie. PSYCH up2date 2017; 11: 151–164 151.

    C. E. Stiglmayr, T. Grathwol, M. M. Linehan, G. Ihorst, J. Fahrenberg, M. Bohus: Aversive tension in patients with borderline personality disorder: a computer-based controlled field study. Acta Psychiatr Scand 2004: 110: 1–8. DOI: 10.1111/j.1600-0447.2004.00466.x

    Stiglmayr et al. Borderline Personality Disorder and Emotion Dysregulation 2014, 1:20 http://www.bpded.com/content/1/1/20

    Wagner, S. Roepke, P. Marschall, C. Stiglmayr, B. Renneberg, D. Gieb, C. Dambacher, S. Matthies, H. Salbach-Andrae, S. Fleßa & T. Fydrich: Krankheitskosten der Borderline Persönlichkeitsstörung aus gesellschaftlicher Perspektive. Societal cost-of-illness of borderline personality disorder. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 42. Jahrgang / Heft 4, 2013.

    CHRISTIAN E. STIGLMAYR, The Experience of Tension in Patients with Borderline Personality Disorder Compared to Other Patient Groups and Healthy Controls. Journal of Social and Clinical Psychology, Vol. 27, No. 5, 2008, pp. 425–446

    A. Streeck-Fischer: Jugendliche zwischen Krise und Störung. Schattauer, 2021.

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    58 分
  • 23. Patientin Psychiatrie ist narzisstisch - C. Stiglmayr und J. Brüning gen. Brinkmann im Gespräch mit Class-Hinrich Lammers
    2026/01/07

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/interview-mit-prof-dr-med-claas-hinrich-lammers-klinikdirektor-in-hamburg-ochsenzoll-neugierig-auf-narzisstische-patienten-ca022036-45bc-40ab-b2b0-e4ccee2c2e66

    Doering S, Hartmann HP, Kernberg OF, Narzissmus, 2. akt. und erw. Aufl., Schattauer, 2021.

    Hilbig BE, Moshagen M, Zettler I, Dark Factor - Die Essenz des Bösen in uns, Ariston, 2025.

    Kohut H, Narzißmus - Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißstischer Persönlichkeitsstörungen, Suhrkamp, 16. Aufl. 2014.

    Lammers CH, Beziehungsgestaltung mit narzisstischen Menschen, Psychiatrie-Verlag, 2021.

    Lasch C, Das Zeitalter des Narzißmus, DTV, 1986.

    Oberleiter S, Stickel P, Pietschning J, A Farewell to the Narcissism Epidemic? A Cross-Temporal Meta-Analysis of Global NPI Scores (1982-2023), Journal of Personality, 2024.

    https://doi.org/10.1111/jopy.12982

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    59 分
  • 22. Patientin Psychiatrie betreibt Selbstfürsorge - Eine weihnachtliche Teamintervision
    2025/12/20

    Das gab es bei uns noch nicht - alle zusammen in einem Podcast. Wir sprechen in unserer moderierten Teamsitzung darüber, wie wir uns psychisch und körperlich gesund halten und was wir nicht nur Kolleg:innen empfehlen, um auf sich selbst gut zu achten.

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    45 分
  • 21. Patientin Forensische Psychiatrie - Ein Gespräch über die schlechtesten und besten Seiten des Menschen zwischen J. Brüning gen. Brinkmann und Carl-Ernst von Schönfeld
    2025/12/10

    In den vergangenen Podcasts haben wir immer wieder gehört, dass Gewalterfahrungen das Risiko psychisch krank zu werden stark erhöhen. Aber was passiert, wenn psychisch erkrankte Menschen selbst zu Täter:innen werden? Auch darum muss sich die Psychiatrie kümmern. Schließlich hat sie von der Gesellschaft eine klare, aber fast nicht zu bewältigende Aufgabe bekommen, für die der Schwerpunkt „Forensische Psychiatrie“ entwickelt wurde.

    Die Forensische Psychiatrie soll verstehen, warum psychisch Kranke oder Suchterkrankte Straftaten begehen, soll ihre allgemeine Gefährlichkeit und Wiederholungsgefahr einschätzen und sie behandeln und/oder verwahren. Das erfordert nicht nur besondere Kenntnisse, sondern auch starke Nerven und sehr viel Erfahrung.

    In Folge 8 befand sich Patientin Psychiatrie bereits mit einem Bein im Knast. Heute sprechen wir mit Carl-Ernst von Schönfeld, einem Psychiater, der viel Zeit mit beiden Beinen im Gefängnis verbracht hat.

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    45 分
  • 20. Patientin Psychiatrie ist achtsam. J. Brüning gen. Brinkmann im Gespräch mit dem klinischen Neuropsychologen Thomas Beblo über die Kunst der Absichtslosigkeit
    2025/11/27

    An sich ist das Wort weniger als der Gedanke, der Gedanke weniger als die Erfahrung.

    Literatur:

    Allgemein

    Bohus Martin (2024). DBT-Skillstraining, Schattauer.

    Burkhard Alois (2018). Achtsamkeit - Entscheidung für einen neuen Weg, 2. Aufl., Schauttauer.

    Chödron, Pema (2013). Meditieren – Freundschaft schließen mit sich selbst. Kösel.

    Herrigel Eugen (1992). Der Zenweg, 12. Aufl., 1992, O.W. Barth.

    Herrigel Eugen (1968). Zen in der Kunst des Bogenschießens, 16. Aufl., O.W. Barth.

    Kornfield, Jack (2008). Das weise Herz. Goldmann-Verlag.

    Kabat-Zinn, Jon (2013). Gesund durch Meditation (Full Catastrophe Living). Knaur MensSana TB

    Achtsamkeit

    Kabat-Zinn, Jon (2013). Gesund durch Meditation (Full Catastrophe Living). Knaur MensSana TB

    Lehrhaupt, L. & Meinert, P. (2010). Stress bewältigen mit Achtsamkeit. Kösel

    Michalak, J., Heidenreich, T. & Meibert, P. (2018). Achtsamkeit üben. Hogrefe.

    Segal V., Williams, M.G., Teasdale, J.D. (2008, 2015). Die achtsamkeitsbasierte cognitive Therapie der Depresssion: Ein neuer Ansatz zur Rückfallprävention. DGVT Verlag

    Williams, M., Teasdale, J., Zindel, S., Kabat-Zinn, J. (2009). Der achtsame Weg durch die Depression, Arbor-Verlag.

    Mitgefühl

    Germer, C. (2015). Der achtsame Weg zum Selbstmitgefühl. Arbor.

    Jaenicke, C. (2006). Das Risiko der Verbundenheit – Intersubjektivitätstheorie in der Praxis. Klett-Cotta.

    Kolts, R. (2017). CFT leicht gemacht - Eine Einführung in die Praxis der Compassion Focused Therapie. Arbor.

    Neff, K. (2012). Selbstmitgefühl. Kailash.

    Neff, K. & Germer, C. (2018). The Mindful Self-Compassion Workbook: A Proven Way to Accept Yourself, Build Inner Strength, and Thrive (Das Achtsame Arbeitsbuch für Selbstmitgefühl: Eine bewährte Methode, sich selbst zu akzeptieren, innere Stärke aufzubauen und aufzublühen. Guilford Press.

    Regel, U.Y. (2016). Tonglen Praxis. Mitgefühl aussenden und Leid annehmen. Nymphenburger.

    Singer, T. (2013). Mitgefühl in Alltag und Forschung. www.compassion-training.org

    Liebende Güte

    Frick, A., Thinnes, I., & Stangier, U. (2020). Metta-based group meditation and individual cognitive behavioral therapy (MeCBT) for chronic depression: study protocol for a randomized controlled trial. Trials, 21, 1-14.

    Ricard, M. (2016). Allumfassende Nächstenliebe: Altruismus – die Antwort auf die Herausforderung unserer Zeit. Edition Blumenau.

    Salzberg, S. (2006). Metta Meditation. Arbor Verlag.

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    44 分