エピソード

  • #28 - Ines' Weg aus der Neurodermitis
    2026/09/01

    Ines Gerecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychosomatik. Sie arbeitet online aus Berlin und begleitet Menschen dabei, hinter ihre Symptome zu schauen — auf das, was seelisch darunter liegt.

    Ines kennt den Weg aus eigener Erfahrung. Mit 19 hatte sie Neurodermitis am ganzen Körper, das Gesicht offen, Kortison half nicht mehr. Ihre erste Heilpraktikerin fragte nicht nach der Haut, sondern nach ihrer Familie — und riet ihr auszuziehen. „Eben hatte ich noch ein Hautproblem, jetzt habe ich ein Immobilienproblem", dachte Ines damals. Rückblickend war es der Anfang von allem.

    Wir sprechen über Prägungen, die über Generationen weitergegeben werden. Über Kinder als Symptomträger im Familiensystem. Über den Unterschied zwischen Schuld haben und sich schuldig fühlen. Und über Ines' Beobachtung aus zehn Jahren Praxis: dass hinter Migräne oft Perfektionismus und ein hoher innerer Leistungsdruck stehen.

    Ich habe an einigen Stellen bewusst nachgehakt — etwa bei der Frage, wie weit der seelische Anteil bei Infektionen, bei Kindern oder bei Krebs reicht. Ines betont dabei klar: Es geht nie um Schuld, und die schulmedizinische Abklärung steht immer an erster Stelle. Ohne Kortisoncreme, sagt sie, wäre sie damals nie in der Lage gewesen, überhaupt auf die seelische Ebene zu schauen.

    Ein Thema, das uns beide besonders beschäftigt: Was tun, wenn Ärztinnen und Ärzte nichts finden und alles als „psychosomatisch" abtun? Ines' Antwort: bei sich bleiben, nicht an der eigenen Wahrnehmung zweifeln, weitere Meinungen einholen.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Was Psychosomatik für Ines bedeutet — und warum sie Schulmedizin und seelische Arbeit als „sowohl als auch" versteht
    • Warum das Wort Schuld in ihrer Arbeit keinen Platz hat
    • Kinder als Spiegel und Symptomträger im Familiensystem
    • Epigenetik: Was wir von Eltern, Großeltern und Urgroßeltern in uns tragen
    • Nutzen und Preis: Warum wir an Mustern festhalten, die uns eigentlich schaden
    • Der eigene „Seismograf" — welches Symptom bei Dir zuerst anspringt und was es Dir zeigt
    • Warum Akzeptanz kein Ziel ist, das man erreicht — und man auch den Widerstand annehmen darf
    • Ines' Weg: von 18 Jahren Versicherung zur eigenen Praxis
    • Was tun, wenn Ärzte nichts finden und alles ins Psychische schieben
    • Ihre Einladung zum Schluss: Wie fühlst Du Dich mit Deinem Symptom — und woher kennst Du dieses Gefühl?


    Ines findest Du hier: https://inesgerecht.de/

    🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

    続きを読む 一部表示
    51 分
  • #27 - Wenn die Migräne aussieht wie ein Schlaganfall — Josis Geschichte
    2026/08/11

    „Nur eine Migräne" — Josi über 18 Schmerztage im Monat und den Kampf um Anerkennung

    Josi ist 23, kommt aus Bremen und lebt mit chronischer Migräne. 18 bis 19 Schmerztage im Monat, davon gut 15 Migränetage. Mit und ohne Aura. Und medikamentös austherapiert — sie hat alles durchprobiert, was es gibt.

    In dieser Folge erzählt Josi von ihrer ersten Attacke im Sportunterricht mit 13, als sie dachte, sie würde blind. Von den zehn oder elf Notaufnahme-Besuchen, weil ihre Symptome wie ein Schlaganfall aussahen — hängende Gesichtshälfte, Beine, die nicht funktionieren, Worte, die nicht mehr kommen. Und von dem Satz, den sie danach jedes Mal hört: „Ist alles super, ist nur eine Migräne."

    Wir sprechen darüber, wie ein Leben aussieht, das komplett auf Routine gebaut ist — und was passiert, wenn man an einem guten Tag doch mal länger sitzen bleibt. Über einen Ex-Freund, der mit ihr Schluss machte, weil sie sich „nur anstelle". Und über ihren jetzigen Partner, dem sie von Anfang an gesagt hat: Lern erst mich und meine Attacken kennen, dann entscheiden wir.

    Und dann wird es politisch: Josi kämpft seit zweieinhalb Jahren um ihren Grad der Behinderung. Der Begutachtungstermin ist drei Stunden Fahrt entfernt, ihr Partner muss sich freinehmen, ein Hotel steht im Raum. Wenn sie an dem Tag eine Attacke hat, wartet sie ein weiteres Jahr. Ihre Ärztin sagt: Am besten geht es Dir bis November genauso schlecht wie jetzt.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Chronische Migräne: ab wann gilt sie als chronisch, und was heißt das im Alltag
    • Josis erste Attacke im Sportunterricht — und wie ihre Mutter die Diagnose auf die Spur brachte
    • Warum Migräne-Symptome regelmäßig in der Notaufnahme landen
    • Austherapiert mit 23: Antikörperspritzen, Gepante, Betablocker — nichts hat gehalten
    • Der schmale Grat der Spontanität: Warum ein guter Tag den nächsten kosten kann
    • Josis Trigger: blaues Blaulicht, schrille Töne, Temperaturwechsel
    • Ihr Akut-Gadget: Kühlpack auf der Stirn, Wärmflasche im Nacken
    • Warum bei ihr leise Musik läuft statt völliger Stille
    • Schmerzmittelentzug in der Schmerzklinik Kiel — wie das war
    • Zweieinhalb Jahre Kampf um den Grad der Behinderung
    • Warum Physiotherapie an einer 72-Stunden-Absagefrist scheitert
    • Josis Tipps: Etappen statt Marathon, und ein Umfeld, das trägt

    Eine Folge für alle, die schon mal „nur eine Migräne" gehört haben. Und für alle, die verstehen wollen, wie viel Kraft es kostet, in Deutschland als chronisch krank anerkannt zu werden.

    🆕 Neu: Zu jeder Folge gibt es jetzt die Tipps & Tricks als kompakte PDF-Seite zum Download: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

    続きを読む 一部表示
    42 分
  • #26 - Wer profitiert davon, dass wir uns schämen? Tanias politischer Blick auf chronische Erkrankung
    2026/08/04

    „Jeder will ein Dorf haben, aber keiner will das Dorf sein" — Tania über chronische Migräne, Scham und Solidarität

    Tania ist 40, lebt seit elf Jahren mit chronischer Migräne — und macht auf Instagram etwas, das mich sofort bewegt hat: Sie spricht nicht nur über ihre Erkrankung, sondern über die politischen Strukturen dahinter. Ihr Account heißt @chronischpolitisch, und genau darum geht es in dieser Folge.

    Tania lebt mit therapieresistenter chronischer Migräne, täglichem Dauerkopfschmerz und regelmäßigen Status Migrenosus — Attacken, die länger als 72 Stunden dauern und irgendwann auf keine Medikation mehr ansprechen. Sie erzählt, wie sie gelernt hat, damit umzugehen: mit einem Mantra, das sie sich laut vorsagt — „Es hört irgendwann auf. Bleib cool."

    Und über Tanias radikale Erkenntnis: Die Scham verschwindet nur, wenn wir darüber reden. Nicht wir Betroffenen sollten uns schämen — das System, das uns im Stich lässt, sollte es.

    Tania bringt eine Perspektive mit, die ich in unserem Podcast so noch nicht hatte: Kapitalismus und Patriarchat als Ursachen dafür, dass wir uns für unsere Erkrankung schämen. Und ihre Vision: eine solidarische Gemeinschaft, in der wir uns brauchen dürfen.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Der Unterschied zwischen episodischer und chronischer Migräne — und was Status Migrenosus wirklich bedeutet
    • Tanias Mantra für die schweren Momente
    • Warum radikale Akzeptanz kein Aufgeben ist
    • Leben mit chronischer Migräne und Kleinkind: Was Priorität hat und was nicht mehr geht
    • Grenzen setzen als jahrelanger Lernprozess — und warum es sich lohnt
    • Warum unsichtbare Behinderung so schwer verstanden wird
    • „Wer profitiert davon, dass ich mich schäme?" — Tanias politische Analyse
    • Neun von zehn Behinderungen werden im Laufe des Lebens erworben, nicht angeboren
    • Der Schamforscher Dr. Stephan Marks: Warum Reden das einzige Mittel ist
    • Der Unterschied zwischen Scham (Gefühl) und Schuld (Fakt)
    • Migräne-Mythen: Warum Schokolade und Käse NICHT die Auslöser sind
    • Was Tania sich von der Politik wünscht: „Weniger über uns, mehr mit uns"
    • Die Angry Cripples-Bewegung und was chronisch Erkrankte davon lernen können

    Tanias Kanal: @chronischpolitisch auf Instagram

    🆕 Neu: Ab sofort gibt es die Tipps und Tricks aus jeder Podcast-Folge zum Download! Hier der Link: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

    続きを読む 一部表示
    45 分
  • #25 - Q10, Wetterwechsel und Kauderwelsch — Mein Leben mit Migräne
    2026/07/28

    Migräne im Deep Dive — Was hilft wirklich zwischen Attacke und Alltag?

    Eigentlich hätten wir heute eine Interviewgästin gehabt. Aber wie es mit unsichtbaren chronischen Erkrankungen so ist: Man wacht auf, hat eine Migräne-Attacke, und der Tag ist gelaufen. Genau darum passt das Thema heute umso besser — denn Josefine ist selbst wegen einer akuten Migräne-Attacke ausgefallen. Also machen Marc und ich eine spontane Deep-Dive-Folge zum Thema Migräne.

    Wir tauchen tiefer ein, als wir es in den bisherigen Migräne-Folgen konnten. Ich erzähle, wie es sich bei mir tatsächlich abspielt: mal mit Aura, mal ohne. Mal sind es nur „Pünktchen" beim Arbeiten am Laptop, mal wird plötzlich alles unerträglich hell. Und manchmal wird es richtig gruselig — wenn ich meinem Sohn ein Schlaflied singen möchte und nur noch Kauderwelsch rauskommt.

    Wir sprechen über die Migräne-Brille mit Blaufilter, die mir im Alltag Entlastung gibt. Über meine Prophylaxe mit Q10, Magnesium und Vitamin B. Über Wetterfühligkeit als vielleicht größten Trigger bei mir. Und darüber, warum ich als Selbstständige manchmal froh bin, meine Zeit selbst einteilen zu können — auch wenn das im Krankheitsfall seine eigenen Tücken hat.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Migräne mit und ohne Aura — und warum jede Attacke anders aussehen kann
    • Episodische vs. chronische Migräne: Der Unterschied und was er im Alltag bedeutet
    • Was Migräne-Brillen mit Blaufilter leisten können und wo Du sie bekommst
    • Meine Hormonhypothese: Warum ich in der Vormenopause mehr Attacken habe
    • Prophylaxe im Detail: Q10 für die Mitochondrien, Magnesium, Vitamin B, Ausdauertraining
    • Warum Krafttraining ab 30 ein Muss ist — auch bei Migräne
    • Meine wichtigsten Trigger: Licht, Geräusche, Wetterwechsel, Parfüm, Schlafmangel
    • Akutmedikation: Triptane, NSAR und die neuen Gepante seit Sommer 2024
    • Wenn nichts mehr geht: Warum Migräne laut WHO zu den behinderndsten Erkrankungen zählt
    • Angestellt oder selbstständig mit Migräne — was ist eigentlich einfacher?
    • Warum ich früher immer arbeiten gegangen bin — und heute anders damit umgehe
    • Drei-Dinge-Übung: Wie Du auch an schlechten Tagen den Fokus verschieben kannst


    Wichtig: Wir sind kein medizinischer Podcast. Sprich bitte immer mit Deiner Ärztin oder Deinem Apotheker, bevor Du Medikamente oder Nahrungsergänzung ausprobierst. Die Erfahrungen hier sind persönliche Erfahrungen und Impulse.


    ⚡ Sonderangebot bis 31.07.: 50 % Rabatt auf mein Coaching. Schnell sein lohnt sich!

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de

    Neu: Wir sind jetzt auch auf YouTube. Hier der Link: https://www.youtube.com/@UnsichtbarChronisch

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    続きを読む 一部表示
    35 分
  • #24 - „Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über PTBS nach sexualisierter Gewalt
    2026/07/21

    „Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über posttraumatische Belastungsstörung nach sexualisierter Gewalt

    ⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um sexualisierte Gewalt in der Kindheit und ihre Folgen. Wenn Dich das Thema belastet, hör bitte nur, wenn Du Dich sicher fühlst. Hilfetelefone findest Du unten in den Show Notes.

    Sabine ist 43, arbeitet für die Bundesagentur für Arbeit und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Ursache: ein sexueller Übergriff in ihrer Kindheit. Eine Erfahrung, die man nicht sieht — und die sie ihr Leben lang begleitet.

    In dieser Folge erzählt Sabine offen, wie es ist, mit einer PTBS durch den Alltag zu gehen. Warum sie sich als Kind nicht wehren konnte — und warum sie sich das nicht zum Vorwurf machen darf. Wie die Traumatherapie ihr geholfen hat, einen inneren „Tresor" zu bauen, in dem die belastenden Erinnerungen sicher verwahrt sind. Und warum sie heute manchmal einfach nur „therapiemüde" ist.

    Wir sprechen über das Freezing in bedrohlichen Situationen, über den langen Weg zurück zum Vertrauen — auch zu Männern —, über die Rolle ihres Mannes als sicherer Anker und über die Herausforderung, im Arbeitsleben zwischen Sachebene und Beziehungsebene zu navigieren. Und über einen Satz, der Sabine trägt: „Die Scham muss die Seite wechseln."

    Sabine engagiert sich heute auf LinkedIn für Inklusion und teilhabe. Aus ihrer eigenen Geschichte hat sie einen Antrieb gemacht: Anderen soll nicht passieren, was ihr passiert ist.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Wo sexualisierte Gewalt für Sabine anfängt — und was das mit Empathie zu tun hat
    • Das Freezing: Warum sich Betroffene in Bedrohungssituationen oft nicht wehren können
    • Warum Selbstvorwürfe der falsche Weg sind — und wie man sie loslässt
    • Der lange Weg zurück zum Vertrauen, gerade in männlichen Beziehungen
    • Wie Sabines Familie und ihr Mann ihr Halt geben — jeder auf seine Art
    • Anlaufstellen und erste Schritte: An wen kann man sich wenden?
    • Warum Wartezeiten für Therapieplätze zur echten Gefahr werden können
    • Sabines Strategien im Alltag: Atmen, Stopp sagen, sich Räume schaffen
    • Homeoffice als Grundsicherheitsbedürfnis — und warum sie sich dafür nicht rechtfertigen möchte
    • Der Tresor als therapeutisches Werkzeug: Wie man Belastendes sicher verwahrt
    • Was Du tun kannst, wenn Du im Umfeld jemanden vermutest, der Hilfe braucht
    • Warum Akzeptanz kein einmaliger Akt ist — sondern lebenslange Arbeit

    Wichtige Hilfetelefone:

    • Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenlos, anonym)
    • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (24/7, kostenlos, anonym)
    • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (24/7, kostenlos)
    • Weißer Ring Opfer-Telefon: 116 006


    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    続きを読む 一部表示
    50 分
  • #23 - Wenn Scham zum Käfig wird — Und wie Du wieder rauskommst
    2026/07/14

    „Ich kann das keinem zumuten, mich so zu sehen." Diesen Gedanken hatte ich jahrelang, wenn ich einen Menière-Anfall hatte. Und ich weiß, dass viele chronisch Erkrankte diesen Satz kennen. Deshalb reden Marc und ich heute über ein Gefühl, das uns kleiner macht, als wir sind: Scham.

    Scham ist kein Gefühl, mit dem wir geboren werden. Es wird uns antrainiert — durch Erziehung, durch gesellschaftliche Normen, durch das Fingerpointing um uns herum. Die gute Nachricht: Was antrainiert werden kann, kann auch abtrainiert werden. Nicht komplett, aber so weit, dass es Dich nicht mehr klein macht.

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum chronisch Erkrankte besonders oft mit Scham zu kämpfen haben. Warum das Bild „ich funktioniere nicht mehr" so tief sitzt. Und warum ich mich als Physiotherapeutin doppelt schwer damit tue, plötzlich in der Patientenrolle zu sein. Ich erzähle, wie ich mich lange nicht getraut habe zu sagen, dass ich schlecht höre — weil ich mit Mitte 20 ausgelacht wurde, als ich es das erste Mal offen aussprach.

    Marc und ich diskutieren, was wirklich hilft: Sprechen statt schweigen. Selbstmitgefühl statt Selbstverurteilung. Die Komfortzone erweitern statt sich verstecken. Und die Erkenntnis, dass eine chronische Erkrankung kein Fehler ist — Du hast sie Dir nicht ausgesucht.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Was Scham eigentlich ist und warum sie ein antrainiertes Gefühl ist
    • Warum chronisch Erkrankte besonders oft mit Scham kämpfen
    • Die Rolle des Umfelds: Wie Eltern, Partner und Kollegen Scham verstärken oder abmildern können
    • Tabu-Symptome: Warum Gerüche, „Unfälle" und psychische Erkrankungen besonders schambehaftet sind
    • Mein persönlicher Kampf: Als Therapeutin plötzlich hilflos vor Patientinnen
    • Warum die deutsche Fehlerkultur das Problem verschärft — und wir sie besser Lernkultur nennen sollten
    • Konkrete Wege raus aus der Scham: Sprechen, Selbstmitgefühl, Grenzen setzen, Coaching, Körperarbeit
    • Warum ein bisschen Scham okay ist — aber sie Dich nicht regieren darf
    • Die wichtigste Erkenntnis: Du bist nicht allein damit


    Eine Folge für alle, die sich schon mal in einem Moment ihrer Erkrankung so klein gefühlt haben, dass sie am liebsten unsichtbar geworden wären. Und die endlich einen anderen Umgang damit lernen wollen.

    Du willst dranbleiben? Tritt meinem Telegram-Kanal bei — dort teile ich regelmäßig Tipps, Motivation und Impulse rund ums Leben mit chronischen Erkrankungen (Link in den Show Notes).

    Du hast selbst eine Geschichte zu erzählen? Melde Dich gern bei uns — per Instagram (@andrea_unsichtbar_chronisch) oder per Mail an podcast@unsichtbarchronisch.de

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

    続きを読む 一部表示
    27 分
  • #21 - Meine fünfte Diagnose: Morbus Crohn — und trotzdem nicht aufgeben
    2026/06/23

    Diagnose Morbus Crohn — Wenn der Darm dauerhaft entzündet ist

    Eineinhalb Jahre Wartezeit auf die Darmspiegelung. Dann die Diagnose: Morbus Crohn. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Kontrollspiegelung im Mai etwas anderes zeigt. Hat sie nicht. Die Entzündung an der Bauhin'schen Klappe sitzt da — unverändert.

    In dieser Solo-Folge nehme ich Dich mit auf meine über 20-jährige Reise mit chronischen Darmproblemen. Von den ersten Bauchkrämpfen kurz nach der Geburt meines ersten Sohnes über das Spaziergänge-Abbrechen mit Kinderwagen bis zur ersten Darmspiegelung, die damals nichts gefunden hat. Und ich erzähle Dir, wie es ist, jetzt mit der fünften chronischen Erkrankung umzugehen.

    Wir reden offen — sehr offen — über das, worüber sonst niemand spricht: Durchfälle in der Öffentlichkeit. Die Angst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen. Den aufgeblähten Bauch, der so groß wird, dass Patientinnen mich fragen, ob ich schwanger bin. Das ständige Wechselbad zwischen Verstopfung und Durchfall.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Was Morbus Crohn ist und wie er sich von Colitis ulcerosa unterscheidet
    • Warum Autoimmunerkrankungen oft im Rudel auftreten (bei mir Hashimoto, jetzt Morbus Crohn)
    • Meine 20-Jahres-Diagnose-Odyssee: Von der ersten Darmspiegelung ohne Befund bis heute
    • Schubweise verlaufen — warum man die Krankheit zwischendurch fast vergisst
    • Die Realität jenseits der Toilette: Krämpfe, Blähungen, der schwangerschaftsähnliche Bauch
    • Mein Selbstversuch mit Weizenverzicht — und wie tückisch Weizen in Lebensmitteln versteckt ist
    • Warum „arme Du" mir nicht hilft — und was stattdessen wirklich unterstützt
    • Wie ich trotz fünf chronischer Erkrankungen lösungsorientiert bleibe
    • Wann ein Coaching sinnvoll ist und warum es kein Ersatz, aber eine wertvolle Brücke zur Psychotherapie sein kann

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    Erhalte alle Updates als Erste/r: https://t.me/unsichtbarchronisch

    Du hast selbst Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und möchtest Deine Geschichte teilen? Melde Dich gern bei uns — wir suchen Interviewpartner:innen für kommende Folgen.

    続きを読む 一部表示
    36 分
  • #20 - Drehschwindel, Taubheit, Sprachverlust — Die unsichtbaren Seiten der Migräne
    2026/06/16

    Über 30 Jahre Migräne. Neun verschiedene Migräneformen. Hirnstamm-Aura, vestibuläre Migräne, Morbus Menière — alles parallel. Ivi (@ivigrimm auf Instagram) ist eine der erfahrensten Stimmen, die ich kenne, wenn es um chronische Migräne geht. Und sie teilt heute alles, was sie weiß.

    In dieser Folge sprechen wir über Hirnstamm-Migräne — eine seltene, oft unverstandene und potenziell gefährliche Form der Migräne mit Aura. Yvi erzählt von dem Moment, in dem sie das erste Mal im Büro einen Anfall hatte und nicht mehr laufen, nicht mehr sprechen, nichts mehr koordinieren konnte. Vom Drehschwindel, der sich anfühlt wie totale Trunkenheit. Vom kompletten Kontrollverlust über den eigenen Körper. Und davon, warum die Symptome so leicht mit einem Schlaganfall verwechselt werden können.

    Wir reden offen über die dunklen Seiten: Mobbing am Arbeitsplatz, ein eineinhalbjähriger Arbeitsgerichtsprozess, Suizidgedanken, die schwere Entscheidung gegen ein eigenes Kind. Aber auch über das, was trägt: ein Ehemann, der versteht. Ein Hund aus dem spanischen Tierschutz, der wie ein Kind ist. Eine Selbsthilfegruppe, die zur Familie wurde. Und ein Neurologe, der zur Lebensader wurde.

    Und wir sprechen über das neue Medikament, das für Yvi nach 30 Jahren tatsächlich ein Wundermittel war: das Atogepant.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Was Hirnstamm-Migräne genau ist (früher: Basilarismigräne) und warum die alte Triptan-Warnung heute überholt ist
    • Die typischen Symptome: extremer Drehschwindel, Sprachstörungen, Taubheit, Bewusstseinsstörungen, grüne Aura
    • Warum Hirnstamm-Migräne so oft mit einem Schlaganfall verwechselt wird — und warum jede Erstattacke unbedingt ärztlich abgeklärt gehört
    • Yvis Notfall-Kärtchen für die Handtasche: Was draufsteht und warum es Leben retten kann
    • Über 30 Jahre Diagnose-Odyssee: Von Ibuprofen wie Bonbons bis zum Game-Changer Atogepant
    • Wie zwei Migräne-Attacken parallel laufen können — ein Aha-Moment
    • Der Kampf um den Arbeitsplatz: Was passiert, wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt
    • Warum „austherapiert" kein Wort ist, das es geben sollte
    • Topiramat-Demenz: Wenn Medikamente, die helfen sollen, neue Probleme schaffen
    • Konkrete Tipps zur Selbsthilfe, zu Selbsthilfegruppen und zum Integrationsfachdienst (IFD)
    • Yvis wichtigster Rat: Bleib zu Hause, wenn die Migräne kommt. Auch mit schlechtem Gewissen.

    Eine Folge für alle Migränikerinnen, die sich nach 30 Jahren immer noch fragen, ob sie sich „nur anstellen". Und für alle, die jemanden im Leben haben mit Hirnstamm-Migräne und endlich verstehen wollen, was da wirklich passiert.

    Wo Du Yvi findest:

    • Instagram: @ivigrim (Hauptaccount)
    • Instagram: @migraene.monster (Migräne-Schwerpunkt)
    • Selbsthilfegruppe „Gemeinsam Stark" über die Migräne Liga: www.migraeneliga.de

    Hilfreiche Anlaufstellen:

    • Integrationsfachdienst (IFD) — kostenlose Unterstützung bei Schwerbehinderung am Arbeitsplatz
    • Migräne-App der DMKG für Trigger- und Medikamenten-Tracking
    • VdK für sozialrechtliche Unterstützung

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

    Erhalte alle Updates als Erste/r: ⁠https://t.me/unsichtbarchronisch⁠

    Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch

    続きを読む 一部表示
    1 時間 32 分