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(Un)sichtbar Chronisch

(Un)sichtbar Chronisch

著者: Andrea und Marc Löffler
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„Du siehst doch gar nicht krank aus!“ – Doch was, wenn unsichtbare Krankheiten wie Morbus Menière, Hashimoto oder Migräne den Alltag bestimmen? Andrea, Physiotherapeutin und Resilienz-Trainerin, ist selbst betroffen. Gemeinsam mit ihrem Mann Marc spricht sie über den Weg zurück ins Leben. Hier findest du authentische Einblicke, Expertenwissen und mentale Strategien, um trotz chronischer Erkrankung wieder sichtbar zu werden. Von Tipps für den Arztbesuch bis zum Umgang mit Hilflosigkeit – wir schenken dir Kraft und Mut. Jeden 2. Dienstag neu! Dieser Podcast ersetzt keine ärztliche Beratung.Andrea und Marc Löffler 衛生・健康的な生活
エピソード
  • #28 - Ines' Weg aus der Neurodermitis
    2026/09/01

    Ines Gerecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychosomatik. Sie arbeitet online aus Berlin und begleitet Menschen dabei, hinter ihre Symptome zu schauen — auf das, was seelisch darunter liegt.

    Ines kennt den Weg aus eigener Erfahrung. Mit 19 hatte sie Neurodermitis am ganzen Körper, das Gesicht offen, Kortison half nicht mehr. Ihre erste Heilpraktikerin fragte nicht nach der Haut, sondern nach ihrer Familie — und riet ihr auszuziehen. „Eben hatte ich noch ein Hautproblem, jetzt habe ich ein Immobilienproblem", dachte Ines damals. Rückblickend war es der Anfang von allem.

    Wir sprechen über Prägungen, die über Generationen weitergegeben werden. Über Kinder als Symptomträger im Familiensystem. Über den Unterschied zwischen Schuld haben und sich schuldig fühlen. Und über Ines' Beobachtung aus zehn Jahren Praxis: dass hinter Migräne oft Perfektionismus und ein hoher innerer Leistungsdruck stehen.

    Ich habe an einigen Stellen bewusst nachgehakt — etwa bei der Frage, wie weit der seelische Anteil bei Infektionen, bei Kindern oder bei Krebs reicht. Ines betont dabei klar: Es geht nie um Schuld, und die schulmedizinische Abklärung steht immer an erster Stelle. Ohne Kortisoncreme, sagt sie, wäre sie damals nie in der Lage gewesen, überhaupt auf die seelische Ebene zu schauen.

    Ein Thema, das uns beide besonders beschäftigt: Was tun, wenn Ärztinnen und Ärzte nichts finden und alles als „psychosomatisch" abtun? Ines' Antwort: bei sich bleiben, nicht an der eigenen Wahrnehmung zweifeln, weitere Meinungen einholen.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Was Psychosomatik für Ines bedeutet — und warum sie Schulmedizin und seelische Arbeit als „sowohl als auch" versteht
    • Warum das Wort Schuld in ihrer Arbeit keinen Platz hat
    • Kinder als Spiegel und Symptomträger im Familiensystem
    • Epigenetik: Was wir von Eltern, Großeltern und Urgroßeltern in uns tragen
    • Nutzen und Preis: Warum wir an Mustern festhalten, die uns eigentlich schaden
    • Der eigene „Seismograf" — welches Symptom bei Dir zuerst anspringt und was es Dir zeigt
    • Warum Akzeptanz kein Ziel ist, das man erreicht — und man auch den Widerstand annehmen darf
    • Ines' Weg: von 18 Jahren Versicherung zur eigenen Praxis
    • Was tun, wenn Ärzte nichts finden und alles ins Psychische schieben
    • Ihre Einladung zum Schluss: Wie fühlst Du Dich mit Deinem Symptom — und woher kennst Du dieses Gefühl?


    Ines findest Du hier: https://inesgerecht.de/

    🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp

    Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de

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    51 分
  • #27 - Wenn die Migräne aussieht wie ein Schlaganfall — Josis Geschichte
    2026/08/11

    „Nur eine Migräne" — Josi über 18 Schmerztage im Monat und den Kampf um Anerkennung

    Josi ist 23, kommt aus Bremen und lebt mit chronischer Migräne. 18 bis 19 Schmerztage im Monat, davon gut 15 Migränetage. Mit und ohne Aura. Und medikamentös austherapiert — sie hat alles durchprobiert, was es gibt.

    In dieser Folge erzählt Josi von ihrer ersten Attacke im Sportunterricht mit 13, als sie dachte, sie würde blind. Von den zehn oder elf Notaufnahme-Besuchen, weil ihre Symptome wie ein Schlaganfall aussahen — hängende Gesichtshälfte, Beine, die nicht funktionieren, Worte, die nicht mehr kommen. Und von dem Satz, den sie danach jedes Mal hört: „Ist alles super, ist nur eine Migräne."

    Wir sprechen darüber, wie ein Leben aussieht, das komplett auf Routine gebaut ist — und was passiert, wenn man an einem guten Tag doch mal länger sitzen bleibt. Über einen Ex-Freund, der mit ihr Schluss machte, weil sie sich „nur anstelle". Und über ihren jetzigen Partner, dem sie von Anfang an gesagt hat: Lern erst mich und meine Attacken kennen, dann entscheiden wir.

    Und dann wird es politisch: Josi kämpft seit zweieinhalb Jahren um ihren Grad der Behinderung. Der Begutachtungstermin ist drei Stunden Fahrt entfernt, ihr Partner muss sich freinehmen, ein Hotel steht im Raum. Wenn sie an dem Tag eine Attacke hat, wartet sie ein weiteres Jahr. Ihre Ärztin sagt: Am besten geht es Dir bis November genauso schlecht wie jetzt.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Chronische Migräne: ab wann gilt sie als chronisch, und was heißt das im Alltag
    • Josis erste Attacke im Sportunterricht — und wie ihre Mutter die Diagnose auf die Spur brachte
    • Warum Migräne-Symptome regelmäßig in der Notaufnahme landen
    • Austherapiert mit 23: Antikörperspritzen, Gepante, Betablocker — nichts hat gehalten
    • Der schmale Grat der Spontanität: Warum ein guter Tag den nächsten kosten kann
    • Josis Trigger: blaues Blaulicht, schrille Töne, Temperaturwechsel
    • Ihr Akut-Gadget: Kühlpack auf der Stirn, Wärmflasche im Nacken
    • Warum bei ihr leise Musik läuft statt völliger Stille
    • Schmerzmittelentzug in der Schmerzklinik Kiel — wie das war
    • Zweieinhalb Jahre Kampf um den Grad der Behinderung
    • Warum Physiotherapie an einer 72-Stunden-Absagefrist scheitert
    • Josis Tipps: Etappen statt Marathon, und ein Umfeld, das trägt

    Eine Folge für alle, die schon mal „nur eine Migräne" gehört haben. Und für alle, die verstehen wollen, wie viel Kraft es kostet, in Deutschland als chronisch krank anerkannt zu werden.

    🆕 Neu: Zu jeder Folge gibt es jetzt die Tipps & Tricks als kompakte PDF-Seite zum Download: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/

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    42 分
  • #26 - Wer profitiert davon, dass wir uns schämen? Tanias politischer Blick auf chronische Erkrankung
    2026/08/04

    „Jeder will ein Dorf haben, aber keiner will das Dorf sein" — Tania über chronische Migräne, Scham und Solidarität

    Tania ist 40, lebt seit elf Jahren mit chronischer Migräne — und macht auf Instagram etwas, das mich sofort bewegt hat: Sie spricht nicht nur über ihre Erkrankung, sondern über die politischen Strukturen dahinter. Ihr Account heißt @chronischpolitisch, und genau darum geht es in dieser Folge.

    Tania lebt mit therapieresistenter chronischer Migräne, täglichem Dauerkopfschmerz und regelmäßigen Status Migrenosus — Attacken, die länger als 72 Stunden dauern und irgendwann auf keine Medikation mehr ansprechen. Sie erzählt, wie sie gelernt hat, damit umzugehen: mit einem Mantra, das sie sich laut vorsagt — „Es hört irgendwann auf. Bleib cool."

    Und über Tanias radikale Erkenntnis: Die Scham verschwindet nur, wenn wir darüber reden. Nicht wir Betroffenen sollten uns schämen — das System, das uns im Stich lässt, sollte es.

    Tania bringt eine Perspektive mit, die ich in unserem Podcast so noch nicht hatte: Kapitalismus und Patriarchat als Ursachen dafür, dass wir uns für unsere Erkrankung schämen. Und ihre Vision: eine solidarische Gemeinschaft, in der wir uns brauchen dürfen.

    Was Dich in dieser Folge erwartet:

    • Der Unterschied zwischen episodischer und chronischer Migräne — und was Status Migrenosus wirklich bedeutet
    • Tanias Mantra für die schweren Momente
    • Warum radikale Akzeptanz kein Aufgeben ist
    • Leben mit chronischer Migräne und Kleinkind: Was Priorität hat und was nicht mehr geht
    • Grenzen setzen als jahrelanger Lernprozess — und warum es sich lohnt
    • Warum unsichtbare Behinderung so schwer verstanden wird
    • „Wer profitiert davon, dass ich mich schäme?" — Tanias politische Analyse
    • Neun von zehn Behinderungen werden im Laufe des Lebens erworben, nicht angeboren
    • Der Schamforscher Dr. Stephan Marks: Warum Reden das einzige Mittel ist
    • Der Unterschied zwischen Scham (Gefühl) und Schuld (Fakt)
    • Migräne-Mythen: Warum Schokolade und Käse NICHT die Auslöser sind
    • Was Tania sich von der Politik wünscht: „Weniger über uns, mehr mit uns"
    • Die Angry Cripples-Bewegung und was chronisch Erkrankte davon lernen können

    Tanias Kanal: @chronischpolitisch auf Instagram

    🆕 Neu: Ab sofort gibt es die Tipps und Tricks aus jeder Podcast-Folge zum Download! Hier der Link: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/

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    45 分
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