• Abgelenkt genießen?
    2026/10/22
    Die Schokolade ist weg, die Serienfolge vorbei, das Handy schon wieder in der Hand – und trotzdem fühlt es sich an, als hätte es nicht gereicht. Liegt das wirklich nur an mangelnder Selbstkontrolle? Ein europäisches Forschungsteam hat einen überraschenden Mitspieler entdeckt und dafür Menschen beim Mittagessen Tetris spielen lassen. Ursula und Alex sprechen darüber, was dieser Befund für Scham und Schuldgefühle rund um „zu viel“ bedeutet. Außerdem geht es darum, warum manche Pausen nicht erholen und wie eine kleine Beobachtungsfrage im Alltag den Unterschied machen kann. www.hypnowriting.at www.jaegerwaldau.at Murphy, S. L., van Meer, F., van Dillen, L., van Steenbergen, H. & Hofmann, W. (2024). Underwhelming pleasures: Toward a self-regulatory account of hedonic compensation and overconsumption. Journal of Personality and Social Psychology.
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  • Was bringt es, sich selbst beim Namen zu nennen?
    2026/10/08
    „Ich gehe in den Garten" oder „Alex geht in den Garten"? Klingt nach einer Spielerei, ist aber Gegenstand spannender Forschung. In dieser Folge von Kopfzerbrechen geht es um Studien, die untersucht haben, was passiert, wenn wir in belastenden Momenten im Selbstgespräch unseren eigenen Namen statt des Wortes „ich" verwenden. Die Forschung hat dabei nicht nur gefragt, ob das wirkt, sondern auch, wie viel Anstrengung es kostet und was dabei im Gehirn geschieht. Ursula und Alex sprechen darüber, was sich daraus für die therapeutische Arbeit ableiten lässt, etwa für Schreibinterventionen und hypnosystemische Ideen rund um Assoziieren und Dissoziieren. Sie fragen auch, wann ein distanzierter Sprachgebrauch hilfreich ist und wann es sich lohnt, wieder mehr „Ich" zuzulassen. Dazu gibt es kleine Anregungen, die sich schnell im Alltag ausprobieren lassen, zum Beispiel vor einem schwierigen Gespräch oder beim abendlichen Grübeln. Viel Freude beim Reinhören! www.jaegerwaldau.at www.hypnowriting.at Kross, E., Bruehlman-Senecal, E., Park, J., Burson, A., Dougherty, A., Shablack, H., Bremner, R., Moser, J. & Ayduk, O. (2014). Self-talk as a regulatory mechanism: How you do it matters. Journal of Personality and Social Psychology, 106(2), 304–324.
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  • Nein sagen: Wie schlimm ist eine Absage wirklich?
    2026/09/24
    Du brauchst dringend einen ruhigen Abend, und trotzdem fühlt sich die Absage an die Einladung zum Abendessen falsch an? In dieser Folge von Kopfzerbrechen geht es um eine Studie aus den USA (2023). Sie fragt, wie berechtigt die Sorge ist, andere zu kränken oder die Beziehung zu belasten, wenn wir Nein sagen. Ursula und Alex sprechen darüber, was die Untersuchungen zeigen und wo ihre Grenzen liegen. Sie erklären, warum das Ergebnis nicht als Freifahrtschein für jede Absage taugt und warum verbindliche Zusagen genauso wichtig sein können. Für die Praxis gibt es Ideen, wie sich Perspektivenwechsel durch Schreiben, Leere-Stuhl-Arbeit oder Lego Serious Play erlebbar machen lassen. Für den Alltag gibt es Anregungen, wie sich dichte Phasen im Freundeskreis gut kommunizieren lassen. Viel Freude beim Reinhören! www.hypnowriting.at www.jaegerwaldau.at Givi J, Kirk CP. Saying no: The negative ramifications from invitation declines are less severe than we think. J Pers Soc Psychol. 2024 Jun;126(6):1103-1115. doi: 10.1037/pspi0000443. Epub 2023 Dec 11. PMID: 38079463.
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  • "I feel stuck" - Warum dich das Kleine mehr zermürbt als das Große
    2026/09/17
    Warum erholen wir uns von manchen schweren Kränkungen schneller als von kleinen, andauernden Ärgernissen? Alex und Ursula nehmen sich einen sperrigen Fachbegriff vor, der gerade auf LinkedIn und YouTube die Runde macht. Dahinter steckt ein Prinzip, das in der therapeutischen Praxis ständig auftaucht: das Gefühl des Feststeckens, das oft gar nichts mit Willensschwäche zu tun hat. www.jaegerwaldau.at www.hypnowriting.at Gilbert, D. T., Lieberman, M. D., Morewedge, C. K., & Wilson, T. D. (2004). The Peculiar Longevity of Things Not So Bad. Psychological Science, 15(1), 14–19.
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  • Warum uns fremder Rat mehr belastet als die eigene Entscheidung
    2026/09/10
    Geteilte Verantwortung, geteiltes Leid? Eine aktuelle Studie aus 2025 zeigt ein anderes Bild. Ursula bringt eine Untersuchung mit, die mit Lotterien und jeder Menge Selbstvorwürfen arbeitet – und die für die therapeutische Praxis einiges an Sprengstoff birgt, wenn es um Entscheidungsfindung, Beratung und den Umgang mit dem eigenen Bauchgefühl geht. www.hypnowriting.at www.jaegerwaldau.at Woolley, K., & Sah, S. (2025). Kicking Yourself: Going Against Your Inclinations Leads to Greater Feelings of Control and Culpability. Personality and Social Psychology Bulletin. https://doi.org/10.1177/01461672251319380
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  • Warum "Beruhig dich" das Schlechteste ist, was du vor einer Prüfung sagen kannst
    2026/09/03
    Drei Experimente — ein Karaoke-Auftritt, eine überzeugende Rede vor Fremden und ein Mathetest — und eine einzige, verblüffend simple Wortänderung, die messbar bessere Leistung bringt. www.jaegerwaldau.at www.hypnowriting.at Brooks, A. W. (2014). Get excited: Reappraising pre-performance anxiety as excitement. Journal of Experimental Psychology: General, 143(3), 1144–1158. https://doi.org/10.1037/a0035325
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  • Alte Erinnerungen, neue Verbundenheit: Ein Werkzeug für die Praxis
    2026/08/20
    In dieser Folge stellt Ursula eine druckfrische Studie aus dem Jahr 2026 vor, die einen unerwarteten Umweg zu einem sehr vertrauten Ziel nimmt. Ausgangspunkt ist ein Gefühl, das oft zu Unrecht als bloßes Schwelgen in der Vergangenheit abgetan wird – dabei steckt weit mehr dahinter. www.hypnowriting.at www.jaegerwaldau.at Green, J. D., Wildschut, T., Sedikides, C., Kneuer, M. A., Hedgebeth, M. V., Di Lauro, I. L., & Barrientos, S. A. (2026). Nostalgia enhances gratitude by fostering social connectedness. Personality and Individual Differences, 252, 113602. https://doi.org/10.1016/j.paid.2025.113602
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  • Ich bin Wähler - Warum ein Wort entscheidet ob du dranbleibst
    2026/08/06
    In dieser Folge nehmen Alex und Ursula eine klassische Studie aus dem Umfeld US-amerikanischer Wahlen unter die Lupe – und stoßen dabei auf ein Prinzip, das weit über die Wahlurne hinausreicht. Es geht um Sprache, Identität und die Frage, warum manche Menschen scheinbar mühelos alte Gewohnheiten loslassen, während andere sich Schritt für Schritt durchkämpfen müssen. www.jaegerwaldau.at www.hypnowriting.at Bryan, C. J., Walton, G. M., Rogers, T., & Dweck, C. S. (2011). Motivating voter turnout by invoking the self. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(31), 12653–12656. https://doi.org/10.1073/pnas.1103343108
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