Es gibt diesen einen Menschen, bei dem du dich kaum wiedererkennst. Du bist sonst souverän und klar – und dann kommt er dir nah, und plötzlich klammerst du, machst dicht oder reagierst auf eine Kleinigkeit, als ginge es um dein Leben. Hinterher denkst du: Das war doch gar nicht ich.
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In dieser Folge – dem Auftakt der zweiten Staffel von Kokonzeit – geht es darum, warum das passiert. Warum Nähe uns nicht zu unserer besten Version macht, sondern das Älteste in uns nach oben holt. Und warum das kein Rückschritt ist, sondern eine Einladung.
Wir nehmen dafür einen Gedanken von John Bowlby zur Hand, dem Begründer der Bindungsforschung. Er hat gezeigt, dass wir uns aus unseren allerersten Beziehungen ein inneres Modell von Nähe bauen – eine tiefe Vorstellung davon, ob Verbindung sicher ist oder gefährlich. Dieses Modell tragen wir ein Leben lang mit uns, und es springt immer dann an, wenn uns jemand wirklich nah kommt.
Eine persönliche Folge darüber, warum gerade die Menschen, die uns am nächsten sind, unsere ältesten Wunden berühren – und warum genau dort auch die Heilung beginnen kann.
🎧 Kokonzeit – dem inneren Wandel zuhören. Über das Werden und das Lebendige in uns.
💬 Bei welchem Menschen wirst du jemand, den du eigentlich nicht sein willst? Und wie alt fühlt sich das Gefühl an, das da hochkommt? Schreib es in die Kommentare.
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