エピソード

  • Folge 11 - Ich bin ein Umarmer
    2026/08/09

    Kurzes Vorgeplänkel über das Podcast-Setup, Mikrofonkabel und den Traum vom gemeinsamen Eichentisch mit Mikrofonsarmen und Aschenbechern. Und vielleicht – vielleicht – gibt es bald eine Sonderfolge live vom Conquest. Wir sind gespannt.

    Dann geht es ans Eingemachte. Micha bringt heute ein Konzept aus der Systemischen Beratung mit, das eigentlich aus der Familientherapie kommt und inzwischen weit über romantische Beziehungen hinaus relevant ist: die fünf Sprachen der Liebe nach Gary Chapman – und ihre neurodivergente Erweiterung.

    Words of Affirmation, Quality Time, Gifts, Acts of Service, Physical Touch. Wir sprechen darüber, was diese fünf Kategorien bedeuten, wie man sie gibt und empfängt – und warum beides bei derselben Person ganz unterschiedlich aussehen kann. Micha erklärt, warum Geschenke geben und bekommen für ihn gleichermaßen unangenehm ist. Anders erzählt, warum er immer einen Schrein aus erhaltenen Geschenken baut. Und warum er seit Jahren jeden umarmt, der ihm gegenübersteht – inklusive eines fremden Pinguins in einer Lourd-Maske beim Addams-Family-Musical.

    Dann kommen die fünf neurodivergenten Varianten: Infodumping, Parallel Play, Deep Pressure, Pebbeling und Support Swapping. Und plötzlich sieht sich Anders in allen fünf gleichzeitig wieder. Wir sprechen darüber, was Neurodivergenz bedeutet – und was nicht –, warum der Begriff ein Weltenunterschied zu Defizit ist, und was das Schulsystem damit zu tun hat.

    Außerdem: das Löffel-Modell, Gewichtsdecken als Nervensystem-Regulierung, ADHS als Meme, was introvertierte Menschen an Corona heimlich genossen haben und was passiert, wenn man auf einer Nachbarschaftsfeier verzweifelt jemanden sucht, mit dem man über Bojack Horsemann reden kann.

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    1 時間 45 分
  • Folge 10 - Laut sein reicht nicht
    2026/08/02

    Erstmal ein kleiner Ausblick: Vielleicht gibt es bald eine Sonderfolge vom Conquest – live aus dem Zelt, mit Schweiß, Laager und einem Reisemikrofon. Aber erst mal sitzt man noch bequem.

    Dann wird es grundsätzlich. Micha hat sich aufgeregt. Und das zu Recht.

    Den Anfang macht LinkedIn – diese merkwürdige Parallelwelt, in der alle gleichzeitig ihre Zertifikate in die Kamera halten, Company Meetings als Offenbarung feiern und Diesel-Dieter in der Kommentarspalte die Welt erklärt. Wir sprechen über Fake-Positivismus, automatisierte Recruiter-Nachrichten und die seltsame Dynamik einer Plattform, die eigentlich professionell sein sollte, sich aber oft anfühlt wie Facebook in Anzug.

    Und dann die eigentliche Geschichte. Micha bekommt eine Anfrage auf LinkedIn: ein Webinar, 15 Minuten Marktforschung, ganz unverbindlich. Was folgt, ist eine Reise durch schwarze Hintergründe, goldene Schrift, KI-generierte Slides und das Versprechen von 30 bis 50k im Monat – wenn man nur bereit ist, das Coaching aus dem Coaching zu streichen. Keine Einzelgespräche mehr. Keine Beziehung zum Klienten. Lieber Selbstlernvideos, Gruppencalls und KI – alles schön skalierbar.

    Wir reden darüber, was das mit einem Beruf macht, der im Kern zutiefst menschlich ist. Und über den Satz, der Micha am meisten getroffen hat: Coaches werden nicht erfolgreich, weil sie Kompetenz haben, sondern weil sie laut sind.

    Außerdem: Was KI wirklich kann und was nicht. Warum Anders einen Tisch gebaut hat, der 12 cm zu niedrig war. Wie Micha mit Claude Arduino-Code schreibt. Und was passiert, wenn man Duolingo einfach ignoriert, bis die Eule aufgibt.


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    1 時間 26 分
  • Folge 9 - Karak brennt – und andere schöne Erinnerungen
    2026/07/26

    Die Lieblingsspiele-Reihe geht in die letzte Runde. Micha schließt mit Portal 1 und 2 ab – einem Spiel, das als Packungsbeilage begann und zum Popkultur-Phänomen wurde. Wir reden über GLaDOS, den Weighted Companion Cube, den Kuchen, der eine Lüge ist, und warum ein kleiner weißer Roboter namens Wheatley zu einer der besten und tragischsten Figuren der Spielegeschichte gehört.

    Anders beendet die Runde mit Homeworld – einem Echtzeit-Strategiespiel aus dem Jahr 1999, das sich anfühlt wie eine epische Raumoper. Eine Zivilisation, die entdeckt, dass sie verbannt wurde. Ein Planet, der brennt. Eine Flotte, die alles verloren hat und trotzdem weiterkämpft. Und Saugschiffchen, die feindliche Fregatten einfach klauen. Wir sprechen über Homeworld Cataclysm, verlorene Source-Codes und warum „everything is gone, Karak is burning" vielleicht der stärkste Spielmoment ist, über den wir je geredet haben.

    Außerdem: Wandern als unerwartetes Hobby, Geocaching bei Nacht, Mammutmärsche mit Blasen an den Füßen, die Mordor-Challenge und warum Schokolade von Marabou im richtigen Moment alles verändern kann.

    Am Ende: ein blitzschnelles Quickfire-Duell durch die großen Gaming-Serien – von Final Fantasy bis Assassin's Creed. Und die Ankündigung, dass die Spiele-Reihe erstmal pausiert. Was kommt als Nächstes?

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    2 時間 9 分
  • Folge 8 - Pixel, Panzer und Zeitreisen
    2026/07/19

    Die Lieblingsspiele-Reihe geht weiter – und diesmal wird es weit. Weit in den Weltraum, tief in die Moral, und mittendrin eine Entscheidung, die kein Spiel so gut gestellt hat wie dieses.

    Micha räumt erstmal auf: Freelancer gehört nicht in die Honorary Mentions – Anders holt es sich zurück auf die offizielle Liste. Wir tauchen ein in ein Raumschiffspiel, das sich damals wie eine lebendige Welt angefühlt hat: belebte Sektoren, Piratenangriffe, Hyperlanes und eine Geschichte, die einem schleichend klar macht, wer hier wirklich die Bösen sind. Und was von diesem Spiel heute noch übrig ist – spoiler: mehr als man denkt.

    Anders bringt dann Battlezone 2 mit, ein Spiel, das sich beim Auspacken wie ein Shooter anfühlt – und dann ganz ruhig anfängt, ein Strategiespiel zu werden. Aus der Ego-Perspektive Truppen kommandieren, Basen errichten, feindliche Panzer übernehmen. Alles in einer 3D-Welt, ein Jahr vor Halo. Wir sprechen auch darüber, wie es sich anfühlt, mit zwölf Jahren sowas zu spielen – und was das heute mit uns als potenzielle Eltern macht.

    Dann wechselt Micha die Frequenz vollständig: Life is Strange. Ein Spiel, das mechanisch kaum Ansprüche stellt – und emotional alles fordert. Wir spoilern die ganze Geschichte (Warnung im Intro!), reden über Zeitreisen, Schuld, toxische Freundschaften und eine Entscheidung am Ende, für die Micha tatsächlich eine halbe Stunde Pause gedrückt hat. 52 zu 48 Prozent – und warum diese Zahl so viel über uns sagt.

    Außerdem: Lieblings-Star-Trek-Captain, das arrogante Geräusch von Malzbier, die apokalyptischen Reiter der Steam-Tags, und warum wir unseren Kindern wahrscheinlich nicht dasselbe durchgehen lassen würden, was unsere Eltern uns durchgehen ließen.

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    2 時間 49 分
  • Bass_mit_Bart - Folge 7 - Licht, Schatten und alles dazwischen
    2026/07/12

    Zweiter Teil unseres Double Features: weiter geht's mit Spielen, die etwas in uns hinterlassen haben.

    Diesmal geht's nach a galaxy far, far away: Star Wars: Knights of the Old Republic. Im Mittelpunkt steht das Gesinnungssystem und die moralischen Entscheidungen, die das Spiel einem aufbürdet. Ist Gut wirklich gut, und Böse wirklich böse? Und wie leicht lässt man sich auf die dunkle Seite ziehen, nur um an die Fähigkeiten zu kommen, die man eigentlich will – obwohl man doch eigentlich der strahlende Jedi sein wollte?

    Danach erzählt Anders von einem ganz anderen Kapitel: Silent Hill: Shattered Memories – eines der ersten Horrorspiele, das er tatsächlich allein durchgespielt hat. Vielleicht auch, weil die PSP im Notfall einfach beiseitegelegt werden konnte. Wir sprechen darüber, wie sehr die eigene Erwartungshaltung an ein Spiel die Erfahrung damit formt – und wie Entwickler genau das bewusst für sich nutzen.


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    1 時間 16 分
  • Bass_mit_Bart - Folge 6 - Welten, die man nie ganz verlässt
    2026/07/05

    Erster Teil unseres Double Features: Spiele, die uns geprägt haben. Keine Rangliste, keine Top-10 – einfach das, was uns nach Gemüt einfällt, wenn wir an Spiele mit echter Bedeutung denken.

    Micha eröffnet mit einer Reise, die 1998 beginnt: das Warcraft- und World-of-Warcraft-Universum, das ihn seitdem durch verschiedene Lebensphasen begleitet. Wir sprechen darüber, wie der Wechsel vom Echtzeitstrategiespiel zum Rollenspiel eine völlig neue Art eröffnet hat, eine Welt zu erkunden – nicht mehr von oben steuern, sondern selbst durch sie hindurchgehen. Und wir reden über etwas, das viele Gamer kennen, aber selten benennen: Spiele als sicherer Hafen.

    Danach übernimmt Anders mit einer Perle, die man nicht unbedingt auf dem Schirm hat: „Die Gilde" – und sein Weg vom kleinen Schmied zum gewieften Wirtschaftsmagnaten. Wir sind selbst überrascht, wie viele Interaktionsmöglichkeiten dieses doch schon ältere Spiel bietet, und wie sehr es einem Raum gibt, eine ganze Welt aktiv mitzugestalten.

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    1 時間 31 分
  • Bass mit Bart - Folge 5 – Game On: Zwei Nerds und ihre Controller-Vergangenheit
    2026/06/28

    Diesmal wird nostalgisch. Micha und Anders kramen in den pixeligen Tiefen ihrer Kindheit und Jugend – und finden dort erstaunlich viel, das sie bis heute prägt.

    Es beginnt mit den Anfängen: die bescheidenen ersten Schritte in den 90ern, große Brüder, die plötzlich einen PC ins Haus schleppen – und die goldene Ära der Schulhof-CD-ROMs, bei der wir lieber nichts Genaues über die Herkunft der Spiele sagen.

    Dann kam der Gameboy. Und mit ihm Pokémon. Was damals wie ein Kinderspiel aussah, war für eine ganze Generation so etwas wie ein erstes soziales Netzwerk – tauschen, kämpfen, zusammen aufwachsen. Wir reden darüber, was das mit uns gemacht hat.

    Weiter geht's ins frühe Online-Gaming – eine Welt voller Lag, Headsets und Menschen, die man nie getroffen hat, aber irgendwie kannte. Und die Frage, was diese frühe digitale Sozialisation eigentlich mit unserer Entwicklung gemacht hat. Mehr als man denkt.

    Und dann: die Killerspieldebatte. Politik, Panik und die Frage, ob wir wirklich alle vom Bildschirm verdorben wurden. Spoiler: Wir sind noch da.

    Am Ende landet die Folge dort, wo es wirklich wichtig wird – bei der einzigen Frage, die zählt: Glumanda, Schiggy oder Bisasam?

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    1 時間 32 分
  • Bass mit Bart - Folge 4 - Rampenlicht: Anders' Reise durchs Theater
    2026/06/21

    Folge 4 – Rampenlicht: Anders' Reise durchs Theater

    Vorhang auf für Anders. In dieser Folge nimmt er uns mit hinter die Kulissen – und vor die Bühne. Von den nervenaufreibenden ersten Castings bis zur selbstsicheren Hauptrolle im Spotlight: eine ehrliche Geschichte über Wachstum, Zweifel und die Liebe zur Bühne.

    Wir sprechen darüber, wie es sich anfühlt, sich mit anderen Künstlern zu vergleichen – mit denen, die scheinbar mühelos das können, wofür man selbst so hart kämpft. Dieses leise, nagende Gefühl, das viele kennen, aber kaum jemand laut ausspricht.

    Und dann ist da noch das echte Showbusiness: 4 Uhr morgens aufstehen für eine Performance, stundenlang proben – und wenn es gut läuft, gibt's ein halbes Schnitzelbrötchen. Der Glamour ist real.

    Anders erzählt, wie viel Zeit und Energie er in eine Rolle gesteckt hat – und was passiert, wenn im entscheidenden Moment der Text weg ist. Einfach weg. Was das mit einem macht, wie man damit umgeht, und was man danach über sich selbst weiß, das man vorher nicht wusste.

    Und weil's nicht ohne eine ordentliche Grundsatzdiskussion geht: Sweeney Todd – geniales Musikal oder blankes Chaos? Die Meinungen gehen auseinander. Hört selbst.

    Eine Folge über Bühnenangst und Bühnengier. Über Scheitern als Teil des Prozesses. Und darüber, was Theater einem beibringt – über die Kunst und über sich selbst.

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    1 時間 31 分