Folge 10 - Laut sein reicht nicht
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Erstmal ein kleiner Ausblick: Vielleicht gibt es bald eine Sonderfolge vom Conquest – live aus dem Zelt, mit Schweiß, Laager und einem Reisemikrofon. Aber erst mal sitzt man noch bequem.
Dann wird es grundsätzlich. Micha hat sich aufgeregt. Und das zu Recht.
Den Anfang macht LinkedIn – diese merkwürdige Parallelwelt, in der alle gleichzeitig ihre Zertifikate in die Kamera halten, Company Meetings als Offenbarung feiern und Diesel-Dieter in der Kommentarspalte die Welt erklärt. Wir sprechen über Fake-Positivismus, automatisierte Recruiter-Nachrichten und die seltsame Dynamik einer Plattform, die eigentlich professionell sein sollte, sich aber oft anfühlt wie Facebook in Anzug.
Und dann die eigentliche Geschichte. Micha bekommt eine Anfrage auf LinkedIn: ein Webinar, 15 Minuten Marktforschung, ganz unverbindlich. Was folgt, ist eine Reise durch schwarze Hintergründe, goldene Schrift, KI-generierte Slides und das Versprechen von 30 bis 50k im Monat – wenn man nur bereit ist, das Coaching aus dem Coaching zu streichen. Keine Einzelgespräche mehr. Keine Beziehung zum Klienten. Lieber Selbstlernvideos, Gruppencalls und KI – alles schön skalierbar.
Wir reden darüber, was das mit einem Beruf macht, der im Kern zutiefst menschlich ist. Und über den Satz, der Micha am meisten getroffen hat: Coaches werden nicht erfolgreich, weil sie Kompetenz haben, sondern weil sie laut sind.
Außerdem: Was KI wirklich kann und was nicht. Warum Anders einen Tisch gebaut hat, der 12 cm zu niedrig war. Wie Micha mit Claude Arduino-Code schreibt. Und was passiert, wenn man Duolingo einfach ignoriert, bis die Eule aufgibt.
🔗 Links
- 📬 Micha kontaktieren: mindshiftcoach.de