エピソード

  • Klimakrise - wenn Meditation nicht reicht (Summer Special)
    2026/08/07

    Diese Folge ist ein Sommer-Special anstelle einer regulären Folge: Statt eines neuen biografischen Gesprächs treffen sich Dapel Rahel Gertsch – buddhistische Dharmalehrerin mit Schwerpunkt Ökodharma, bereits einmal zu Gast bei Meditationsszene Schweiz – und Lukas diesmal zu einem Gespräch unter Freunden statt zu einem klassischen Interview. Sie widmen sich einem Thema, das im ersten Gespräch kaum Platz hatte: der ökologischen Krise. Getroffen haben sie sich im Botanischen Garten Zürich, mitten in einer Hitzewelle im Juni 2026.

    Anders als in einem klassischen Interview erzählen in dieser Folge beide: Lukas von seinem «Oh-shit-Moment» 2019, und Dapel von ihrem eigenen Weg: von einem früh vorhandenen Umweltinteresse über die Bedeutung dieses Themas in ihrer Zeit als Nonne bis zur Arbeit von Joanna Macy. Im Zentrum steht die Frage, wie man mit den Gefühlen der Klimakrise umgeht, ohne in Ohnmacht oder spirituellem Bypass zu landen – und wie buddhistische und meditative Werkzeuge dabei helfen können, aus einem Ort der Kraft statt des Mangels zu handeln.

    Wir sprechen über:

    • 😱 Der «Oh-shit-Moment»– wann die Klimakrise für beide wirklich real wurde
    • 🌲 Kindheit zwischen Yanomami-Schulvortrag, Waldsterben und Tschernobyl
    • ☸️ Böntraditionen im tibetischen Buddhismus – Naturgeister, Rituale und Klöster als Umweltbildner
    • 🌱 Vom monastischen Rückzug zur erneuten Öffnung für die ökologische Krise
    • 💧 Angst, Trauer und Ohnmacht – der emotionale Verlauf einer Klimakrisen-Konfrontation
    • 🧭 Warum Fakten allein nichts verändern – und welche Werkzeuge es auf der Gefühlsebene braucht
    • 🔥 Wut als Energie – zwischen Mitgefühl, Handlungskraft und Ausbrennen
    • 🧘 Spiritueller Bypass – wenn Meditation zur Weltflucht statt zur Erdung wird
    • 📖 Verzicht, Wachstum und die Geschichten, die wir uns über Wohlstand erzählen
    • 🌊 Die Wasser-Metapher und die Polykrise – was wir von indigenen Völkern lernen können
    • 🌀 Joanna Macys Spiralarbeit und das Öko-Sattva-Training
    • ⏳ Vergänglichkeit als Trost und als Falle
    • 🤝 Nachbarschaft, Gemeinschaft und lokale Resilienz als konkrete Antwort

    Ein Gespräch, das weniger fertige Antworten liefert als Räume öffnet. Platz für Trauer, für Wut, für Dankbarkeit und für die Frage, was jede und jeder von uns gerade dort beitragen kann, wo er oder sie steht.

    Weitere Informationen:

    • bodhibaum.ch
    • oneearthsangha.org – Ressourcen-Sammlung zu spirituellen Wegen und Klimakrise
    • www.theweek.ooo – Online-Kurs
    • Online-Kurse, Bücher und Audio zum Umgang mit der Krise in Rubrik «Action» auf meiner Website
    • Bücher: ÖkoDharma von David Loy; Active Hope von Joanna Macy & Chris Jonstone; Generation Dread von Britt Wray


    🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:02:30 Warum ausgerechnet die Klimakrise?

    00:04:56 Dapels Weg zur Umweltfrage

    00:06:14 Von den Yanomami zu Lukas' Oh-Shit-Moment

    00:10:43 Welchen Platz hat die Natur im Kloster?

    00:15:27 Dapels Oh-Shit-Moment

    00:17:48 Nicht jeder kann sich Klimasorgen leisten

    00:20:01 Wie mit starken Gefühlen umgehen?

    00:28:31 Andere ins Thema involvieren

    00:35:50 Wo beginnt Veränderung? Die Rolle der Spiritualität

    00:45:03 Kann Meditation passiv machen?

    00:50:03 Darf man wütend sein?

    00:56:12 Vergänglichkeit: Trost oder Bypass?

    01:04:52 "The Week": Warum Gemeinschaft trägt

    01:16:15 Bücher, Kurse, Werkzeuge: was wirklich hilft

    01:21:52 Wir können die Zukunft mitgestalten

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    1 時間 28 分
  • Mystik, Vipassana und Mahamudra mit Heidi Pfäffli-Bachmann
    2026/07/03

    Heidi Pfäffli-Bachmann ist Meditationslehrerin in der frühbuddhistischen Tradition und lebt in Luzern. Ausgebildet als Primarlehrerin, arbeitete sie als Heilpädagogin, studierte später Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Luzern und war Gründungsmitglied der Philosophischen Praxis Schweiz. Seit über zwanzig Jahren ist die frühbuddhistische Tradition ihr meditatives Zuhause; ihr Hauptlehrer ist Sayadaw U Vivekananda. Sie verbrachte viereinhalb Monate in seinem Kloster in Lumbini und assistierte über mehrere Jahre bei Retreats im Pian dei Ciliegi in Norditalien. Ausgebildet ist sie zudem als MBSR-Lehrerin am Institut für Achtsamkeit bei Linda Lehrhaupt. Aktuell vertieft sie sich im Teacher Training am Ekayana-Institut bei Lama Tilmann Lhündrup.

    Im Gespräch erzählt Heidi von einem Weg, der sich nicht planen liess. Von der Faszination, mit der sie als Kind den singenden Nonnen in Eschenbach lauschte, über die Lektüre der christlichen Mystiker:innen in der Jugend und Jahre als Heilpädagogin und Philosophin bis hin zum Einstieg in die systematische Meditationspraxis. Wir sprechen über die Vertiefung dieser Praxis bei Sayadaw U Vivekananda – über Retreats in Norditalien, viereinhalb Monate im Kloster in Lumbini und das, was man als Assistentin sieht. Und über die Frage, warum dogmatische Vorstellungen in der Praxis eher hindern als helfen – und warum sich die Praxis von selbst entfaltet, wenn man sie lässt.

    Wir sprechen über:

    🏔️ Kindheit in Eschenbach – das Zisterzienserinnenkloster und der Gesang vom Himmel

    📖 Lektüre der Mystiker:innen in der Jugend – Meister Eckhart, Teresa von Ávila und eine schwere Krise

    🔍 Die Suche – Sesshin, hinduistische Tradition und warum Vipassana blieb

    🪷 Sayadaw U Vivekananda – erste Begegnung, Pian dei Ciliegi und viereinhalb Monate in Lumbini

    👁 Was man als Assistentin sieht, das man als Schülerin nicht sieht

    🌱 Dogmatische Vorstellungen als Hindernis – Praxis als etwas, das sich von selbst entfaltet

    🧘 MBSR – die Ausbildung bei Linda Lehrhaupt und der MBSR-Kreis Luzern

    ⚖️ Vita activa und Vita contemplativa – wie beides zusammengeht

    ☸️ Mahamudra als Wiedererkennen – der Dharma-Grundkurs bei Lama Tilmann Lhündrup

    🌧️ Meditation als kein Regenschutz – und was sie trotzdem trägt

    Ein Gespräch über einen Weg, der sich nicht planen liess – und über eine Praxis, die trägt, ohne alles zu versprechen.

    Weitere Informationen: achtsamamfluss.ch

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    Inhalt:

    00:00:00 Intro

    00:02:32 Biografie

    00:04:06 Mystik als Kind

    00:09:58 Primarlehrerin und Heilpädagogin

    00:15:01 Familie und Studium

    00:22:58 Erste Begegnung mit Zen

    00:25:46 Theravada und Abhidharma bei Rewata Dhamma

    00:28:13 Die Bewegung der Philosophischen Praxis

    00:39:17 Der Tod ihres Mannes – und die Vertiefung der Praxis

    00:52:11 Erleuchtung: Ziel oder Hindernis?

    00:59:43 Einsichtsstufen – und die Gefahr, sie zu konstruieren

    01:06:09 Vorträge als Textauslegung

    01:07:04 Die ersten Schritte als Assistentin

    01:09:47 Weitere prägende Lehrende

    01:12:48 MBSR-Ausbildung und die Rolle der Ethik

    01:20:51 Der Weg zum Mahamudra

    01:27:30 Wenn die Praxis den Alltag durchdringt

    01:33:39 Das Zendo am Fluss und Heidis Angebote

    01:36:26 Zum Schluss: Ein Wegweiser für die eigene Praxis

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    1 時間 41 分
  • Rituale, Körper und Stille mit Jürg Fassbind
    2026/06/05

    Jürg Fassbind ist Organisationsberater, Coach und diplomierter Ritualfachmann. Aufgewachsen in einem dichten katholischen Festkalender in Schwyz, fand er über Umwege – Beinahe-Burnout, Suchphase, christliche Mystik, Lassalle-Haus – zu einer Praxis, die Meditation, Alltag und Ritualarbeit verbindet. Seit 2016 ist er selbstständig. Im September 2025 erschien sein Buch «Rituale in Teams und Organisationen – Innehalten, Verbinden, Transformieren» im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

    Wir sprechen darüber, wie ein einziges Ritual während der 9/11-Anschläge Jürg für immer überzeugt hat, dass Rituale in Organisationen wirken – und was seither seinen Weg geprägt hat.

    Wir sprechen über:

    • 🕯️ Ritual vs. Routine – warum Intention alles verändert
    • 🫀 Körper, Seele, Herz – warum ein Ritual nicht im Kopf gemacht werden kann
    • 💥 9/11 in Wien – wie ein Ritual eine ganze Gruppe verwandelte
    • 🔄 Übergangsrituale – Ankommen, Abschliessen, Neubeginn in Teams
    • ⚠️ Manipulation – wo die Grenze liegt, wenn Führungspersonen Rituale einsetzen
    • 🌱 Veränderung braucht Irritation – warum Transformation unbequem sein muss
    • 🍂 Organisationen im Jahresrhythmus – warum Herbst und Winter auch sein dürfen
    • 🤝 Stille als verbindendes Element – Erfahrungen aus den Sommerwochen mit Niklaus Brantschen
    • 🌲 Alltag als Praxis – Gehmeditation, Schwellen und Innehalten vor dem Rotlicht
    • 📖 Das Buch – Entstehung und was Jürg damit bewegen möchte

    Ein Gespräch über die Kraft des Innehaltens – und darüber, wie kleine, bewusste Gesten mitten im Alltag etwas Wesentliches berühren können.

    🔗 Weitere Informationen:

    • www.juergfassbind.ch
    • www.fachschule-rituale.ch
    • www.ritualverband.ch
    • www.pilgerkapellehaggenegg.ch

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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:01:59 Wer ist Jürg Fassbind?

    00:04:36 Aufgewachsen in einer Welt voller Rituale

    00:06:51 Der Hühnerhautmoment als Ministrant

    00:11:01 Die spirituelle Suche beginnt

    00:15:47 Warum Geschichte – und nicht Theologie?

    00:20:04 Meditation, Beruf und die Rückkehr zum Katholizismus

    00:30:23 11. September 2001: Rituale in der Krise

    00:35:33 Rituale im Business – geht das überhaupt?

    00:38:48 Vom Manager zum diplomierten Ritualfachmann

    00:46:06 Was ist eigentlich ein Ritual?

    00:53:44 Ein Ritual bei einer Trennung – ein konkretes Beispiel

    00:57:25 Rituale in Organisationen

    01:01:33 Die unsichtbaren Rituale in Unternehmen

    01:03:42 Das Rad der Balance: Frühling, Sommer, Herbst, Winter

    01:07:57 Rituelle Interventionen und Change-Rituale – was ist der Unterschied?

    01:16:43 Was das Buchschreiben mit Jürg gemacht hat

    01:19:58 Heikle Begriffe: weglassen oder stehen lassen?

    01:25:22 Zusammenarbeit mit Zen-Meister Niklaus Brantschen

    01:32:00 Jürgs eigene Morgenpraxis

    01:34:35 Rituale im öffentlichen Raum – das neue Herzensprojekt

    01:40:16 Jürgs Angebot und wie ihr ihn erreicht

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    1 時間 44 分
  • Schamanismus, Geister und Samadhi mit Philip Trumpler
    2026/05/01

    Philip Trumpler, geboren 1972 in Zürich, machte eine kaufmännische Lehre – und brach dann aus allem aus. Mit 19 erlebte er seine ersten Astralreisen und verbrachte Zeit als Laie im ältesten Kloster des Bergs Athos. Danach reiste er nach Westafrika, wo er in Ghana und Gabun in spiritistische und initiatorische Traditionen eingeweiht wurde. Es folgten Mexiko, der peruanische Amazonas und nach weiteren Stationen schliesslich der Himalaya, wo er mit 39 seinen Guru fand und in Kriya Yoga initiiert wurde. Heute lebt er auf Madagaskar, wo er in den Stamm der Mikea aufgenommen wurde – einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften der Insel.


    Im Gespräch erzählt Philip von einem Leben zwischen den Welten. Er beschreibt, wie er als Kind Geister sah, wie man ihm sagte, das gebe es nicht – und wie er diesen Faden mit 19 wieder aufnahm. Was alle Stationen verbindet, ist eine beharrliche Neugier: Philip will nicht glauben, sondern sehen. Und was er sieht, ist so weit ausserhalb des Normalen, dass er es selbst kaum fassen kann – ohne aber daran zu zweifeln.


    Wir sprechen über:

    🌿 Kindheit und Vergessen – Geister sehen und schweigen lernen

    ✨ Astralreisen und der Himmel – Engelwesen, Lichtfrequenzen und Rückkehr

    ⛪ Megisti Lavra – Askese, Herzgebet und der direkte Zugang

    👻 Poltergeist und Geisterkontakt – wenn Dosis nichts mehr bedeutet

    🥁 Ghana und die Ashanti – Spiritismus, Hilfsgeister und eine Meerjungfrau

    🌑 Gabun und der Mbiri-Kult – Iboga und die Begegnung im Ahnenland

    🌵 Die Huichol in Mexiko – Zufall, Zugehörigkeit und die Pilgerfahrt nach Wirikuta

    🐍 Die Shipibo im Amazonas – Diäta, Ayahuasca und Chips aus einer verzauberten Welt

    🏔️ Der Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee und gibt die Diksha

    🧘 Kriya Yoga – derselbe Raum, andere Werkzeuge

    🌲 Die Mikea auf Madagaskar – aufgenommen als «der weisse Mikea»

    🌍 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

    Die Erfahrungen, die Philip beschreibt, liegen weit ausserhalb meines Erfahrungshorizonts. Ich begegne ihnen so, wie ich allen Erfahrungen im Podcast zu begegnen versuche: neugierig, ohne Vorurteil – und ohne Bestätigung.

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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:01:58 Philip Trumpler – Biografie

    00:03:05 Als Kind Geister gesehen – und vergessen

    00:08:39 Askese im ältesten Kloster des Bergs Athos

    00:12:03 Ein Poltergeist in der Stereoanlage

    00:18:58 Ghana – Initiation bei den Ashanti

    00:27:41 Geister haben Charaktere, Macken und Grenzen

    00:31:37 Gabun – vier Tage Iboga-Initiation beim Mbiri-Kult

    00:40:22 Was eine Einweihung an Pflichten mitbringt

    00:42:54 Geister können Gutes tun – und Böses

    00:45:30 Mexiko – gestrandet bei den Huichol

    00:54:49 Den Tod kennen – aus eigener Erfahrung

    00:56:52 Die Pilgerfahrt nach Wirikuta

    00:59:54 Peru – Ayahuasca, Diäta und Chips aus einer verzauberten Welt

    01:12:21 Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee

    01:21:03 Meditation und Psychedelika – derselbe Raum, andere Werkzeuge

    01:25:41 Madagaskar – aufgenommen als weisser Mikea

    01:30:43 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

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    1 時間 37 分
  • Stille, Erschütterung und Engagement mit Dapel Rahel Gertsch
    2026/04/03

    Dapel Rahel Gertsch, geboren 1980, ist buddhistische Dharma- und Meditationslehrerin. Sie begann ihre Praxis im Meditationszentrum Beatenberg bei Fred von Allmen. 2006, nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama, gab sie ihren Beruf als Primarlehrerin auf und reiste mit einem One-Way-Ticket nach Indien. 2008 wurde sie zur Nonne ordiniert. Über 15 Jahre lebte sie in der Gemeinschaft «Dharmadatta», die sie mitgegründet hatte – in Indien, Mexiko und den USA. Nach einer tiefen Erschütterung in ihrer Tradition und einer Erkrankung an Long Covid kehrte sie 2024 in die Schweiz zurück. 2026 legte sie die Robe ab. Heute lehrt sie mit Fokus auf Ökodharma. Zu ihren Quellen zählen Joanna Macy und David Loy. Das Meditationszentrum Beatenberg bleibt ihre spirituelle Heimat.

    Im Gespräch erzählt Dapel von einer Reise, die im Schulzimmer begann und in die radikale Hingabe eines klösterlichen Lebens führte. Sie beschreibt den Weg zur Ordination, das Leben ohne Privatsphäre und die Kraft, die sie über viele Jahre trug. Ein zentrales Thema ist der Bruch des Vertrauens: Wie geht man um mit Missbrauch in der eigenen Linie? Wie zerbricht ein Ideal – und was bleibt? Wir sprechen über das Loslassen der Robe, der Rolle und der Gesundheit. Und darüber, wie gerade Krankheit und Krisen zu einer tieferen Praxis führen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ökodharma: Wie können buddhistische Methoden uns helfen, der Klimakrise mit Präsenz statt Ohnmacht zu begegnen?

    Wir sprechen über:

    🪑 Der Einstieg im Beatenberg – Fred von Allmen und die Freiheit der Stille
    🎨 Vom Dadaismus zum Dharma – Kunst, Präsenz und der Ruf der Meditation
    🧘‍♀️ Die Praxis der Grünen Tara – Archetypen und die Kraft der Visualisierung
    🏔️ One-Way-Ticket nach Indien – Unterweisungen beim Dalai Lama und Ordination
    🏠 Leben in der Gemeinschaft «Dharmadatta» – Zwischen Indien, Mexiko und den USA
    ⚖️ Machtmissbrauch und Erschütterung – Wenn das Fundament der Tradition wackelt
    🤒 Long Covid als Lehrmeister – Pacing, Körperweisheit und radikales Vereinfachen
    🧥 Das Ablegen der Robe – Identität, Abschied und ein neuer Weg im Alltag
    🌿 Ökodharma – Handeln ohne Anhaften am Ergebnis in Zeiten der Polykrise

    Ein Gespräch über den Mut zur Veränderung, die Integration von Schattenseiten und die Suche nach einem Dharma, der sich mitten in den Herausforderungen unserer Welt verkörpert.

    📌 Weitere Informationen: https://www.bodhibaum.ch


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    Inhalt

    00:00:00 Intro
    00:02:09 Wer ist Dapel Rahel Gertsch?
    00:05:05 Was bedeutet der Name «Dapel»?
    00:06:48 Erster Kontakt mit Meditation
    00:14:02 Sylvia Wetzel und feministische Traditionen
    00:22:07 Die Begegnung mit dem Dalai Lama als Wendepunkt
    00:28:44 Entscheidung zur Ordination als buddhistische Nonne
    00:36:23 15 Jahre Gemeinschaft Dharmadatta
    00:49:08 Von Indien nach Mexiko: Dharma auf Spanisch
    00:54:05 Wie Sprache und Kultur die Lehre verändern
    00:58:59 Weiterzug in die USA
    01:00:59 Erschütterung, Krise und Long Covid
    01:16:15 Verlassen der Gemeinschaft und Rückkehr in die Schweiz
    01:21:13 Ablegen der Robe nach 18 Jahren
    01:28:28 ÖkoDharma: Von Ohnmacht zu weisem Mut
    01:47:40 Infos und Angebote von Dapel

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    1 時間 53 分
  • Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk
    2026/03/06

    Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012 das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet. Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.

    Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?

    Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers. Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag verkörpert.

    Wir sprechen über:

    🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt Philosophie🧭 Einstieg in Zen – Krise, Suche und der Sprung ins Sesshin⚖️ Mushotoku – Ziellosigkeit und Motivation im Spannungsfeld🤝 Sangha – Gemeinschaft, Verantwortung und Alltagspraxis🧑‍🏫 Meister–Schüler-Beziehung – Nähe, Reibung und Emanzipation🕯️ Krankheit & Tod – Begleitung des Lehrers und Abschied🚲 Pilgerschaft auf zwei Rädern – langsames Loslassen des Lehrers⛩️ Zen in Japan – Ausbildungstempel, Rituale und Grenzerfahrungen📜 Dharma-Übertragung (Shihō) – Verantwortung ohne Rezept🎶 Zen & Kunst – Begegnungen mit Musik und Improvisation

    Ein Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden will.

    📌 Weitere Informationen:

    🌐 ⁠https://www.zen-zurich.ch⁠🎬 ⁠https://www.youtube.com/@myosanfunk⁠


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    Inhalt:

    00:00:00 Intro
    00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk
    00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?
    00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung
    00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?
    00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen
    00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku
    00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter
    00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten
    00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise
    00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel
    01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag
    01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis
    01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung
    01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis
    01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten



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    1 時間 58 分
  • Pflege, Einsicht und Herzqualitäten mit Ingeborg Mösching
    2026/02/06

    Ingeborg Mösching (*1953) ist Meditationslehrerin, MBSR-Lehrerin und ehemalige Pflegefachfrau. Über viele Jahre arbeitete sie mit schwerkranken und sterbenden Menschen und integrierte Achtsamkeit später auch in klinische Kontexte, unter anderem am Universitätsspital Basel. Ihre Meditationspraxis begann 1986 in der christlichen Zen-Tradition und vertiefte sich später in Vipassana und den Herzqualitäten (Brahma-Vihāras). Prägend waren lange Schweigeretreats – unter anderem an der Insight Meditation Society und im Kloster Shwe Oo Min in Myanmar – sowie die Schulung und Autorisierung durch Fred von Allmen.

    Im Gespräch sprechen wir über Pflege als Schulungsraum, über lange Retreats und das Üben von Gleichmut im Angesicht von Leid. Ingeborg beschreibt eindrücklich, was sie unter «Nicht-Einsteigen» versteht – ein praktisches Loslassen von Identifikation, ohne Verdrängen. Es geht um Einsicht als gelebte Erfahrung, um Herzqualitäten jenseits von Idealisierung und um eine Meditationspraxis, die nicht auf aussergewöhnliche Zustände zielt, sondern im Alltag trägt.

    Wir sprechen über:

    🧒 Kindheit & Sinnsuche – frühe Grundfragen, religiöse Prägung und innere Zuflucht

    🔥 Krise als Wendepunkt – Trennung, Überforderung und die ersten Retreat-Erfahrungen

    🩺 Pflege als Praxisfeld – Nähe zu Leid, Sterben und Mitgefühl im Alltag

    Lange Retreats – Monate im Schweigen, alte Muster und tiefere Einsicht

    🌊 «Nicht einsteigen» – Gefühle halten, ohne Identifikation oder Verdrängen

    🪷 Herzqualitäten (Brahma-Viharas) – Metta, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut

    ⚖️ Gleichmut – Kapazität für Unangenehmes jenseits von Gleichgültigkeit

    🇲🇲 Sayadaw U Tejaniya – Geistzustand, rechte Haltung und entspannte Praxis

    🧭 Praxis im Alltag – Rolltreppe, Ungeduld und die Erinnerung an die Absicht

    🧑‍🏫 Linie und Ethik – Autorisierung, Verantwortung und Demut im Unterrichten

    🧠 Körper, Trauma und Nervensystem – Somatic Experiencing als Ergänzung

    🩹 Schmerz & Einsicht – Neuroplastizität, Konditionierung und Anatta

    Ein Gespräch über Praxis ohne Heilsversprechen – und darüber, wie sich Vertrauen, Freude und Verantwortung über Jahrzehnte vertiefen können.

    📌 Weitere Informationen zu Ingeborg Mösching:

    🔗 https://www.ingeborgmoesching.ch


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    Inhalt:

    00:00:00 Intro

    00:02:21 Biografischer Hintergrund

    00:05:08 Frühe existenzielle Fragen

    00:15:03 Einstieg in Zen- und Vipassana-Meditation

    00:20:25 Lange Retreats und Praxisintensität

    00:21:28 Warum lange Retreats?

    00:24:48 Konditionierungen und meditative Einsicht

    00:30:05 Erleuchtung und Befreiung vom Leiden

    00:32:24 Herzqualitäten, Gleichmut und Abgrenzung

    00:38:07 Brahmaviharas und Geisteskultivierung

    00:45:18 Praxis im Stil von Sayadaw U Tejaniya

    00:55:47 Kontinuität der Praxis im Alltag

    01:01:23 Geburt und Tod als Erfahrungsräume

    01:04:46 Tod als Teil der Praxis

    01:11:25 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin

    01:14:35 Lehrerlaubnis, Linie und Verantwortung

    01:18:47 MBSR, Somatic Experiencing und Integration

    01:23:46 Veränderung der Praxis über die Jahre

    01:30:49 Angebote von Ingeborg Mösching

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    1 時間 34 分
  • Spiritualität, Psychotherapie und Stabilität mit Ulla Schoch
    2026/01/02

    Ulla Schoch ist Psychotherapeutin, klinische Psychologin und Ritualbegleiterin. Sie hat viele Jahre in psychiatrischen Institutionen gearbeitet und führt heute eine eigene Praxis in Zürich. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit hat sie sich intensiv mit spirituellen Traditionen auseinandergesetzt – von christlicher Mystik über den kaschmirischen Shivaismus bis hin zum tibetischen Buddhismus und Zen in der Sōtō-Tradition. Ein zentrales Leitmotiv ihres Weges ist Krishnamurtis Satz: «Truth is a pathless land.»

    Im Gespräch spricht Ulla offen und persönlich über ihren spirituellen Werdegang, über die lange Trennung von Therapie und Spiritualität in ihrem Berufsleben und über die Frage, wie Meditation, Selbsterkenntnis und psychische Stabilität zusammenhängen. Sie erzählt von prägenden Jahren in Indien, vom Verlust ihres Mannes, von der Bedeutung von Struktur und Praxis im Alltag – und davon, warum Spiritualität ohne psychologische Arbeit aus ihrer Sicht riskant sein kann.

    Ein differenziertes, ehrliches Gespräch über Meditation jenseits von Wellness, über Leid, Verantwortung und Reife – und über die Notwendigkeit, spirituelle Praxis und psychotherapeutische Arbeit zusammenzudenken.

    Wir sprechen über:

    🧭 Spirituelle Biografie – christliche Prägung, Suche, Brüche und Übergänge

    🕉️ Indien & kaschmirischer Shivaismus – gegenstandslose Meditation, Sanskrit und das göttliche Prinzip

    🧘 Buddhismus als Praxis – Leid als Ausgangspunkt, Anwendbarkeit im klinischen Alltag

    🪷 Zen & Lehrerfrage – Zugehörigkeit, Praxisgemeinschaft und menschliche Meister

    🧠 Therapie & Selbsterkenntnis – Veränderung, Struktur und emotionale Stabilität

    ⚠️ Risiken der Meditation – Überforderung, Retreats und die Bedeutung von Begleitung

    🕯️ Ritual & Alltag – Struktur, Rhythmen, kleine Anker und gelebte Praxis

    🌀 Astrologie & I Ging – Zyklen, Demut und der Umgang mit dem Nicht-Wissen

    🌱 Entwicklung ohne Ziel – Geduld, Unvollkommenheit und lebenslange Praxis

    🤍 Integration – warum Meditation Psychotherapie nicht ersetzt, sondern ergänzt

    Ein Gespräch über Wachheit ohne Heilsversprechen, über spirituelle Praxis mit Bodenhaftung – und darüber, was es heisst, mit dem eigenen Leben zu leben, ohne es lösen zu wollen.

    📌 Weitere Informationen zu Ulla Schoch:

    🔗 https://www.praxisfuertherapie.ch


    🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

    Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

    Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠


    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:02:04 Biografische Hintergründe und beruflicher Weg

    00:04:45 Krishnamurti und das Prinzip des weglosen Pfades

    00:06:29 Christliche Prägung als spirituelle Grundlage

    00:09:57 Indien, Hinduismus und kaschmirischer Shivaismus

    00:19:15 Körper, Seele und psychische Struktur

    00:26:43 Partnerschaft, Verlust und Trauererfahrung

    00:32:26 Buddhismus und kognitive Verhaltenstherapie

    00:35:01 Übergang vom tibetischen Buddhismus zum Zen

    00:41:42 Einflüsse von Brad Warner und Zen-Praxis

    00:48:03 Emotionale Prozesse in der Meditation

    00:56:52 Zen-Praxis und die Erfahrung des Ziellosen

    00:58:39 Akzeptanz und Leben mit dem Gegebenen

    01:00:28 Alltagsaktivitäten und meditative Qualität

    01:01:37 Gemeinschaft und Praxisumfeld

    01:03:49 Wiedereintritt in die reformierte Kirche

    01:05:37 Pluralität und Grenzen kirchlicher Angebote

    01:07:42 Astrologie, I-Ging und zyklische Perspektiven

    01:15:43 Rituale, Rhythmen und alltägliche Verankerung

    01:20:17 Spiritualität im Alltag und innere Praxis

    01:34:36 Weiterführende Informationen zu Ulla

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    1 時間 38 分