エピソード

  • Polypharmazie im Alter: Warum fast jeder Zweite ein ungeeignetes Medikament bekommt | Prof. Petra Thürmann
    2026/10/12

    Fast jeder zweite ältere Mensch in Deutschland bekommt mindestens ein Medikament, das im Alter als potenziell ungeeignet gilt. Warum ist das so? Und warum fällt es Ärztinnen und Ärzten so viel schwerer, ein Medikament abzusetzen, als eines zu verschreiben?

    Über den Gast: Prof. Dr. med. Petra A. Thürmann ist Fachärztin für Klinische Pharmakologie. Sie leitet das Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, hat den Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie an der Universität Witten/Herdecke inne und ist dort Vizepräsidentin für Forschung. Bekannt wurde sie vor allem als federführende Autorin der PRISCUS-Liste, dem deutschen Standardwerk zu potenziell ungeeigneten Medikamenten im Alter.

    Darum geht’s:

    • Warum Magenschutz-Tabletten wie Pantoprazol und Omeprazol der Spitzenreiter sind, und wieso kaum jemand noch weiß, warum er sie überhaupt nimmt
    • Verschreibungskaskaden: Wie aus einer Nebenwirkung eine neue Diagnose wird und aus der Diagnose das nächste Medikament
    • Warum Schwindel und Müdigkeit im Alter über einen Sturz zum Oberschenkelhalsbruch führen können
    • Warum Frauen häufiger Nebenwirkungen bekommen als Männer
    • Deprescribing: Warum Ärzte sich vor dem Absetzen fürchten und was du bei den Medikamenten deiner Eltern oder Großeltern ansprechen kannst


    Für wen ist diese Folge?

    Für Medizinstudierende und Ärzt:innen, die mehr über Arzneimitteltherapiesicherheit im Alter erfahren wollen, und für alle, die sich um die Medikamente ihrer Eltern oder Großeltern Gedanken machen.


    Wichtig: Diese Folge ersetzt keine ärztliche Beratung. Setze Medikamente nie eigenständig ab, sondern besprich Änderungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

    Wenn dir die Folge gefallen hat: Abonniere Glans & Gloria und lass uns eine 5-Sterne-Bewertung da. Und schreib uns, wie viele Medikamente deine Oma nimmt.


    Keywords: Polypharmazie, Medikamente im Alter, PRISCUS-Liste, Deprescribing, Verschreibungskaskade, Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Nebenwirkungen im Alter, Medikationsplan, Arzneimitteltherapiesicherheit, Geriatrie, klinische Pharmakologie


    Kapitel

    00:00 Intro

    02:16 Was heißt überhaupt „ungeeignetes Medikament”?

    05:56 Polypharmazie: Ab wann wird es gefährlich?

    08:46 Verschreibungskaskaden: Wenn Nebenwirkungen zu Diagnosen werden

    13:53 Warum kleine Nebenwirkungen im Alter große Folgen haben

    17:02 Lebensverlängerung gegen Selbstständigkeit: die Gratwanderung

    19:38 Warum Frauen mehr Nebenwirkungen bekommen

    21:46 Die PRISCUS-Liste: Entstehung und Anwendung

    28:29 Sollte ich jede Verordnung hinterfragen?

    30:14 Deprescribing: Warum Absetzen so schwer ist

    35:42 Tipps gegen Non-Adhärenz für angehende Ärzt:innen

    38:32 Facharzt Klinische Pharmakologie

    40:30 Alzheimer, KI und maßgeschneiderte Therapie

    42:37 Der Wunsch der Gästin

    43:50 Fazit von Nils und Leo

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    47 分
  • Muskelabbau mit 60 umkehren: Was wirklich hilft | Prof. Dr. Dr. Jürgen Gießing
    2026/09/28

    Muskelabbau beginnt nicht erst im Rentenalter, sondern schon mit 30. Mit 80 ist im Schnitt nur noch die Hälfte der Muskelmasse übrig, die man mit 25 hatte. Prof. Dr. Dr. Jürgen Gießing, einer der führenden Forscher zu Krafttraining und Sarkopenie im Alter, erklärt, was sich davon stoppen und sogar umkehren lässt.

    In dieser Folge: Sarkopenie, Muskelabbau, Krafttraining im Alter, Kreatin Wirkung, Kreatin Dosierung, Reverse Aging.

    Wir klären: Warum ist Sarkopenie eine unterschätzte Volkskrankheit? Was passiert beim Muskelabbau auf Nervenebene? Warum korreliert Griffkraft mit dem Sterblichkeitsrisiko? Und warum hat Muskelmasse direkten Einfluss auf Diabetesrisiko, Knochendichte und Stoffwechsel?

    Außerdem im Gespräch: Kreatin jenseits vom Fitnessstudio-Klischee. Wie Kreatin wirklich wirkt, warum Vegetarier am meisten davon profitieren, welche Mythen zu Kreatin-Dosierung und Ladephase sich hartnäckig halten, und was die aktuelle Forschung zu Kreatin und Kognition wirklich zeigt, ohne Übertreibung.


    Wir verlosen 3 Exemplare von Gießings Buch zum Thema Reverse Aging.

    Alle Infos dazu unter Instagram: https://www.instagram.com/glansundgloria/


    Kein Glück gehabt? Hier kannst du das Buch auch bestellen: https://amzn.eu/d/0bpHYYAF


    Kapitel

    00:00 Einleitung: Warum Muskeltraining im Alter wichtig ist

    00:03 Einleitung: Warum Krafttraining im Alter wichtig ist

    02:00 Vorstellung Prof. Dr. Jürgen Giesing und seine Forschung

    02:32 Unterschiede im Training bei Männern und Frauen

    03:09 Wie viel Muskelabbau ist unvermeidbar?

    04:35 Der Prozess des Muskelverlusts ab 30 Jahren

    07:47 Was ist Sarkopenie und warum ist sie eine Krankheit?

    09:02 Metabolische Folgen des Muskelverlusts: Risiko für Diabetes

    11:14 Fettinfiltration und Muskelqualität im Alter

    12:36 Funktionelle Tests zur Einschätzung der Muskelgesundheit

    13:36 Effekte von Kreatin auf Muskelkraft und Regeneration

    15:14 Praktische Tipps: Muskeltraining im Alltag

    17:13 Effektives Ganzkörpertraining gegen Sarkopenie

    20:11 High Intensity Training: Effektiv und zeiteffizient

    25:40 Aktivierung der Typ-2-Fasern und deren Bedeutung

    27:06 Muskelmemory und Muskelaufbau bei Älteren

    28:34 Was passiert bei Muskeltraining im Alter?

    29:34 Alterungsprozesse und Muskelabbau: Was können wir tun?

    30:09 Trainingsempfehlungen für verschiedene Altersgruppen

    44:10 Kreatin und neurologische Effekte im Alter

    58:00 Reverse Aging: Kann man das Altern umkehren?

    01:01:58 Fazit: Muskeltraining als Schlüssel zur Langlebigkeit


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    1 時間 9 分
  • 10 bis 20 Stunden Bürokratie pro Woche: Warum dein Arzttermin so lange dauert | Susanne Dubuisson (Doctolib)
    2026/09/21

    3 von 4 Anrufen in Arztpraxen bleiben erfolglos. Praxen verlieren 10 bis 20 Stunden pro Woche an Bürokratie. Warum dein Arzttermin wirklich so lange dauert.

    Medizinische Fachangestellte verbringen ihre Zeit am Telefon statt beim Patienten, manche haben seit Jahren keinen Blutdruck mehr gemessen. Und während fast die Hälfte der Menschen in Westdeutschland länger als die gesetzlich vorgesehenen vier Wochen auf einen Facharzttermin wartet, ist das Problem selten zu wenig Kapazität, sondern zu viel Verwaltung, die diese Kapazität auffrisst.

    In dieser Folge spricht Susanne Dubuisson, Product Director bei Doctolib, mit Nils und Leo darüber, wie Praxen täglich 10 bis 20 Stunden an Admin-Arbeit verlieren, warum Wartelisten der unterschätzteste Trick für einen schnellen Termin sind und wie KI heute schon in Praxen und Kliniken eingesetzt wird, allerdings nicht für Diagnose oder Triage, sondern für Terminvergabe und Dokumentation.

    Außerdem: die Anekdote eines Arztes, der nach Einführung eines KI-Dokumentationsassistenten sagte, er habe seine Patienten "zum ersten Mal seit Jahren wieder gesehen".

    Darum geht's:

    • Warum Ärztemangel nur die halbe Wahrheit ist
    • Der Trick mit der digitalen Warteliste
    • Wie Patienten das System austricksen, um schneller dranzukommen
    • Wo KI in Praxen heute schon hilft, und wo bewusst nicht
    • Datenschutz und Regulierung bei medizinischer KI in Deutschland


    Susanne Dubuisson ist Product Director bei Doctolib und verantwortet dort das Terminmanagement für Praxen und Patient:innen in Deutschland. Sie steht im engen Austausch mit beiden Seiten der Terminvergabe und begleitet die Einführung neuer KI-gestützter Produkte wie Telefon- und Sprechstundenassistenten.


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    Diese Folge ist keine bezahlte Kooperation. Susanne Dubuisson ist Product Director bei Doctolib und ordnet die vorgestellten Funktionen entsprechend aus ihrer Rolle im Unternehmen ein


    Kapitel

    00:00 Einleitung: Digitalisierung im Gesundheitswesen

    01:32 Vorstellung von Susanne de Buisson und ihrer Rolle bei Doctolib

    03:29 Herausforderungen bei Kapazitätsmanagement in Praxen

    04:13 Effizienzsteigerung durch technologische Unterstützung

    05:26 Umgang mit No-Shows und Terminverschiebungen

    07:04 Optimierung der Praxisabläufe mit KI

    08:28 Vorteile digitaler Terminverwaltung für Patienten und Praxen

    09:46 Patientenbindung und Zufriedenheit durch digitale Tools

    12:19 Flexibilität bei Terminlängen und Praxisorganisation

    14:02 Individuelle Praxisgestaltung und Abwechslung im Alltag

    16:03 Reduktion von No-Shows durch Erinnerungen und Wartelisten

    17:13 Notfallmanagement und digitale Warteschlangen

    20:11 Qualitätskontrolle und Behandlungspfade mit KI

    24:32 Transparenz und Patientenselbstmanagement

    27:23 Kostenfreie Nutzung für Patienten

    31:26 Digitale Prozesse in großen Praxen und Krankenhäusern

    36:17 Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen bei KI-Anwendungen

    44:16 Zukunftsausblick: KI im Arzt-Patienten-Kontakt

    48:31 Bedeutung zwischenmenschlicher Kontakte trotz Digitalisierung


    Schlagwörter / Tags: Doctolib, Terminvergabe, Arztpraxis, Digitalisierung, No-Show, digitale Warteliste, Behandlungspfade, Patientennavigator, KI-Telefonassistent, Sprechstundenassistent, Praxismanagement, Gesundheitswesen, KI in der Medizin, Datenschutz, Medizinstudium, Medizin Podcast, Glans und Gloria, Susanne Dubuisson

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    52 分
  • Oktoberfest-Medizin: 910 Patienten an einem Tag – wie die Wiesn-Notaufnahme wirklich funktioniert | Dr. Philip Kampmann
    2026/09/14

    400.000 Menschen gleichzeitig auf einem Gelände, mehr als 7.000 Patient:innen in 16 Tagen, ein eigenes CT vor Ort — das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern medizinisch gesehen auch eine der größten temporären Notaufnahmen Deutschlands.

    In dieser Folge ist Dr. Philip Kampmann zu Gast bei Glans & Gloria — Facharzt für Allgemeinmedizin mit eigener Hausarztpraxis in München und seit 2018 ärztlicher Leiter der Sanitätswache Oktoberfest.

    • Warum die Theresienwiese während der Wiesn faktisch eine Stadt in der Größe von Bochum ist — mit eigener Leitstelle, eigenem CT und eigener Polizeiinspektion im „Behördenhof"
    • Wie ein Team aus 450 Sanitäter:innen und 50 Ärzt:innen organisationsübergreifend zusammenarbeitet, um an Spitzentagen über 900 Patient:innen zu versorgen
    • Warum das CT auf der Wiesn scherzhaft „das teuerste Fahrgeschäft" genannt wird — und wofür es wirklich gebraucht wird
    • Wie Notfallmedizin bei Alkoholintoxikation heute aussieht: warum Magenauspumpen längst nicht mehr Standard ist und warum die Promillezahl allein wenig aussagt
    • Welche Verletzung auf der Wiesn mit Abstand am häufigsten vorkommt — und warum splitterndes Bierkrug-Glas dabei eine größere Rolle spielt, als man denkt
    • Wie das System aus „Tragentrupps" funktioniert, mit dem Patient:innen im Schnitt in unter vier Minuten erreicht werden
    • Warum laut Dr. Kampmann nur 1 von 1.000 Wiesn-Besucher:innen überhaupt bei der Sanitätswache landet — und 999 von 1.000 ohne Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause gehen
    • Zusammenarbeit mit Polizei und „Sichere Wiesn" bei Übergriffen, K.-o.-Tropfen und rechtsmedizinischen Fragestellungen
    • Warum der Respekt gegenüber Einsatzkräften aus Sicht von Dr. Kampmann spürbar abgenommen hat
    • Wie Medizinstudierende — auch von außerhalb Münchens — über eine Famulatur oder als Sani-Unterstützung selbst mitarbeiten können

    Für alle, die schon mal auf der Wiesn waren und sich gefragt haben, was hinter den Sanitätscontainern eigentlich passiert. Für Medizinstudierende, die Notfallmedizin nicht nur im Hörsaal, sondern im Ausnahmezustand verstehen wollen. Und für alle, die im Herbst selbst auf ein Volksfest gehen und wissen wollen, worauf es wirklich ankommt.

    Dr. Philip Kampmann ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Notfallmedizin, betreibt eine eigene Hausarztpraxis in München und ist seit 2018 einer von drei ärztlichen Leitern der Sanitätswache Oktoberfest (Eicher Ambulanz).


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    Podcast-Folge zur Fusion: https://open.spotify.com/episode/2mqrULVCzkCi94NBbfCtv3?si=CdPW-Y70QL-g4jS4AcnfRw


    Kapitel

    00:00 Einleitung: Warum die medizinische Versorgung auf dem Oktoberfest so besonders ist

    00:03 Einleitung und Hauptthemen

    01:52 Aufgaben des Sanitätsdienstes bei der Wiesn

    02:22 Bewusstseinsstörungen und Behandlung bei Alkoholintoxikation

    04:06 Größe und Organisation der medizinischen Infrastruktur

    05:02 Kommunikation mit bewusstlosen Patienten

    06:58 Typische Verletzungen und Notfälle bei den Festbesuchern

    09:48 Alkoholintoxikation und Verletzungen auf der Wiesn

    10:17 Zusammenarbeit mit Polizei und Rechtsmedizin

    12:11 Einsatz des mobilen CT-Scanners bei Schädeltraumen

    15:08 Präventive Maßnahmen und Aufklärung auf dem Oktoberfest

    16:00 Teamarbeit und Personalplanung während der Wiesn

    20:00 Vorbereitung auf Massenanfall von Verletzten (ManV)

    20:02 Erfahrungen und besondere Fälle auf dem Oktoberfest

    23:09 Szenarien für Katastrophen und Großschadenslagen

    25:01 Typische Verletzungen: Schnittwunden durch Glas

    27:52 Erfolg und Herausforderungen der Wiesnmedizin

    30:09 Fazit: Was wir aus der Wiesnmedizin lernen können


    Schlagwörter / Tags: Oktoberfest, Wiesn, Notfallmedizin, Allgemeinmedizin, Sanitätswache, Rettungsdienst, Alkoholintoxikation, CT, Triage, Volksfest, München, Medizinstudium, Gesundheit, Medizin Podcast, Glans und Gloria, Dr. Philip Kampmann


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    1 時間
  • ADHS bei Erwachsenen: Modediagnose oder jahrelang übersehen? | Prof. Alexandra Philipsen
    2026/08/31

    Fast 200 Prozent mehr ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen in nur zehn Jahren. Modediagnose oder überfällige Korrektur? Wir haben mit einer der führenden ADHS-Forscherinnen Europas gesprochen: Prof. Dr. Alexandra Philipsen, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn..

    Es geht um die Frage, woran man ADHS im Erwachsenenalter überhaupt erkennt, warum Frauen im Schnitt Jahre später diagnostiziert werden, was hinter dem Krankheitsbild neurobiologisch steckt und warum es kein ADHS gibt, das erst mit 35 beginnt. Wir sprechen über ihre eigene COMPAS-Studie und was sie über die Grenzen der Psychotherapie verraten hat, über die großen Mythen rund um Stimulanzien und darüber, warum ausgerechnet der TikTok-Hype dem Thema schaden kann.

    Eine Folge für alle, die sich schon mal gefragt haben: Bin das vielleicht ich?

    Hinweis: Diese Folge ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Sie dient der Information und Aufklärung. Wer den Verdacht auf ADHS hat, sollte sich an eine ärztliche oder psychotherapeutische Fachperson wenden.


    Gast:

    Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und eine der führenden Forscherinnen zu ADHS im Erwachsenenalter in Europa. Sie leitete unter anderem die COMPAS-Studie, eine der größten deutschen Therapiestudien zu ADHS bei Erwachsenen.



    Kapitel

    00:00 Cold Open

    01:30 Hat plötzlich jeder ADHS – oder haben wir es übersehen?

    02:25 Wie Prof. Philipsen zum Thema kam

    04:24 „Verwächst sich"? Was ADHS wirklich ist

    06:37 Warum Menschen mit ADHS früher versterben

    08:26 Die medizinische Ursache: Genetik, Dopamin, Bildgebung

    13:07 ADHS bei Frauen und warum sie oft fehldiagnostiziert werden

    15:41 Wo verläuft die Grenze zum Normalen?

    20:10 Wie eine seriöse Diagnostik abläuft

    21:41 Lifestyle-Diagnose? ADHS und Social Media

    23:48 Kindheit oder Erwachsenenalter: Gibt es Late-Onset-ADHS?

    26:33 Die COMPAS-Studie: Medikament vs. Psychotherapie

    31:17 Mythen: Abhängigkeit, Persönlichkeitsveränderung, Hirndoping

    33:21 Was Stimulanzien wirklich im Gehirn machen

    35:02 Therapie im Alltag und Medikamenteneinstellung

    38:33 Die häufigsten Behandlungsfehler

    40:43 Warum manche erfolgreich sind und andere nicht

    42:59 Gesellschaftliche Wahrnehmung und der TikTok-Effekt

    44:47 Zukunft der Therapie: Neurostimulation und KI

    46:32 Fazit von Nils und Leo

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    48 分
  • Psychiatrie: Die eine Frage, die Leben retten kann | Nina Schubotz
    2026/08/17

    Fast 30 % der Erwachsenen in Deutschland sind laut DGPPN jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen — trotzdem ist die Psychiatrie eines der am stärksten stigmatisierten Fächer der Medizin. Warum eigentlich? Und wie stellt man überhaupt eine Diagnose, wenn es keinen Bluttest für eine Depression gibt?

    In dieser Folge ist Dr. Nina Schubotz zu Gast bei Glans & Gloria — Ärztin in der Aufnahme einer großen psychiatrischen Klinik in Berlin.

    • Warum Psychiatrie bis heute stigmatisiert ist — und was Social Media daran gerade verändert
    • Der Unterschied zwischen Psychiater:in und Psycholog:in — und wo der Begriff Psychotherapeut:in dazwischenkommt
    • Wie eine psychiatrische Diagnose gestellt wird, wenn Patient:innen keine Auskunft geben können oder wollen
    • Ein Vormittag in der Aufnahme: Panikattacke, Schizophrenie-Rezidiv und Demenz — an einem einzigen Tag
    • Wann und wie eine Zwangseinweisung rechtlich und medizinisch abläuft
    • Warum die Frage nach Suizidgedanken niemanden auf eine Idee bringt, sondern entlastet
    • Die Zwei-Wochen-Regel: Ab wann aus Traurigkeit eine diagnostizierbare Depression wird
    • Warum die Serotonin-Hypothese der Depression in der Forschung heute umstritten ist
    • Der Mythos „Antidepressiva machen süchtig" — und was tatsächlich beim Absetzen passiert
    • Wie Social Media Selbstdiagnosen, Lay-Diagnostik und fragwürdige Mental-Health-Coachings befeuert


    Für wen ist diese Folge?

    Für alle, die schon mal Berührungsängste mit dem Thema Psychiatrie hatten — also für die meisten von uns. Für Medizinstudierende, die sich fragen, ob das Fach etwas für sie ist. Für Angehörige, die nicht wissen, wie sie das Gespräch beginnen sollen. Und für alle, die verstehen wollen, was an gängigen Klischees über Psychopharmaka wirklich dran ist.

    Dr. Nina Schubotz arbeitet in der Aufnahme einer großen psychiatrischen Klinik in Berlin und ist in der Nachwuchsarbeit ihrer Fachgesellschaft aktiv. Sie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums psychischer Erkrankungen — von Depressionen über Psychosen bis zu Suchterkrankungen.

    Glans & Gloria ist der Podcast für alle, die Medizin wirklich verstehen wollen — zwischen Hörsaal und Klinikflur, zwischen Wissenschaft und echtem Leben.

    🎙️ Neue Folgen auf Spotify, Apple Podcasts, und überall wo es Podcasts gibt. 📲 Folge uns auf Instagram: @glansundgloria

    Schlagwörter / Tags: Psychiatrie, Psychotherapie, Depression, Antidepressiva, Serotonin, Suizidprävention, Zwangseinweisung, Stigma, Entstigmatisierung, Psychopharmaka, Psychose, Schizophrenie, bipolare Störung, Angsterkrankung, Mental Health, DGPPN, Medizinstudium, Medizin Podcast, Glans und Gloria, Dr. Nina Schubotz


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    51 分
  • Supplements: Ist da überhaupt drin, was draufsteht? | Dr. habil. Eduard Isenmann
    2026/08/03

    🎙️ Supplements sind Milliardenmarkt – aber steckt in vielen Produkten überhaupt das drin, was auf der Verpackung steht?
    Kreatin, Proteinpulver, Ashwagandha, Omega-3 oder Kollagen – kaum ein Gesundheitsthema ist so beliebt und gleichzeitig so voller Missverständnisse. Gemeinsam mit Dr. Eduard Isenmann, Ernährungswissenschaftler und Supplementforscher, schauen wir uns an, was die Wissenschaft wirklich weiß – und wo Marketing der Evidenz voraus ist.


    👨‍🔬 Dr. Eduard Isenmann forscht seit Jahren zu Nahrungsergänzungsmitteln, Leistungsfähigkeit und den molekularen Mechanismen hinter Supplementen – von Zellkultur bis Humanstudie.


    In dieser Folge sprechen wir unter anderem über:

    • 💊 Warum die Wirkung eines Inhaltsstoffs nicht automatisch bedeutet, dass jedes Supplement wirkt.
    • 🏋️ Welche Supplements aktuell die beste wissenschaftliche Evidenz haben – und welche überschätzt werden.
    • ⚠️ Warum viele Nahrungsergänzungsmittel rechtlich ganz anders reguliert sind als Arzneimittel.
    • 🌿 Was bei Ashwagandha, pflanzlichen Extrakten und Polyphenolen häufig missverstanden wird.
    • 🧪 Wie Studien zu Supplements aufgebaut sind – und warum man Ergebnisse nicht immer auf frei verkäufliche Produkte übertragen kann.
    • 👩‍⚕️ Warum Männer und Frauen in der Supplementforschung nicht einfach in einen Topf geworfen werden sollten.
    • 🧠 Was hinter dem Kreatin-Haarausfall-Mythos steckt und wie wissenschaftliche Studien richtig eingeordnet werden.

    💡 Nach dieser Folge verstehst du, warum die entscheidende Frage oft nicht lautet „Welches Supplement wirkt?”, sondern „Was steckt tatsächlich im Produkt – und in welcher Dosierung?” Außerdem lernst du, wie wissenschaftliche Evidenz entsteht und worauf du beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln achten solltest.


    🎧 Wenn dir die Folge gefallen hat, folge Glans & Gloria auf Spotify, bewerte den Podcast mit 5 Sternen und teile die Episode mit jemandem, der regelmäßig Supplements nimmt.


    Kölner-Liste: https://www.koelnerliste.com/produkt-datenbank


    Kapitel:

    00:00 Intro & Warum Supplements so faszinieren

    01:05 Welche Supplements werden überschätzt?

    05:50 Die drei Supplements mit der besten Evidenz

    10:00 Kreatin, Protein & Omega-3 – worauf sollte man achten?

    14:40 Nahrungsergänzung vs. Arzneimittel – der entscheidende Unterschied

    18:15 Das größte Problem: Ist überhaupt drin, was draufsteht?

    23:45 Ashwagandha, Pflanzenextrakte & natürliche Wirkstoffe

    27:00 Polyphenole – was sagt die Wissenschaft?

    31:20 Wie erforscht man Supplements überhaupt?

    36:15 Warum der tatsächliche Inhaltsstoff entscheidend ist

    40:25 Kann man Supplements überhaupt pauschal bewerten?

    43:10 Welche Inhaltsstoffe sind wirklich sinnvoll?

    46:30 Frauen in der Supplementforschung – warum die Daten oft fehlen

    50:30 Wie erkennt man schlechte Studien?

    53:50 Kreatin und Haarausfall – Mythos oder Wahrheit?

    56:40 Warum wir lieber an eine Pille glauben als an Bewegung

    59:40 Fazit: Worauf es bei Supplements wirklich ankommt


    Keywords: Supplements, Nahrungsergänzungsmittel, Kreatin, Proteinpulver, Ashwagandha, Omega-3, Evidenz, Ernährungswissenschaft.

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    1 時間 3 分
  • Warum schlechter Schlaf dich kränker macht, als du denkst | Dr. Theresa Toncar
    2026/07/20

    🎙️ Warum schlechter Schlaf dich kränker macht, als du denkst

    Jeder schläft – aber kaum jemand versteht, was dabei eigentlich passiert. Warum brauchen wir Schlaf wirklich? Wie viel Schlaf ist gesund? Und woran merkt man, dass aus einer schlechten Nacht eine echte Schlafstörung geworden ist?

    Gemeinsam mit Dr. Theresa Toncar, Schlafmedizinerin an der Charité Berlin, räumen wir mit den größten Mythen rund um Schlaf auf und zeigen, warum guter Schlaf weit mehr ist als bloße Erholung.

    💬 In dieser Folge erfährst du unter anderem:

    • Warum Schlafmangel dein Gehirn, dein Immunsystem und deinen Stoffwechsel beeinflusst.
    • Was während Tiefschlaf und REM-Schlaf wirklich passiert.
    • Warum Alkohol zwar beim Einschlafen helfen kann, aber die Schlafqualität verschlechtert.
    • Wann Schlafprobleme behandlungsbedürftig sind und wann ein Besuch im Schlaflabor sinnvoll ist.
    • Was Melatonin, Schlaftracker und Schlafhygiene tatsächlich bringen – und was eher Mythos als Medizin ist.
    • Warum Schichtarbeit und chronischer Schlafmangel langfristige Folgen für die Gesundheit haben können.
    • Welche einfachen, evidenzbasierten Maßnahmen deinen Schlaf schon heute verbessern können.

    💡 Nach dieser Folge verstehst du, warum Schlaf keine verlorene Zeit ist, sondern eine der wichtigsten Grundlagen für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

    Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns riesig über eine 5-Sterne-Bewertung auf Spotify. Teile die Episode mit Menschen, die ständig müde sind oder glauben, mit fünf Stunden Schlaf auszukommen – vielleicht verändert diese Folge ihren Blick auf Schlaf nachhaltig.


    Links

    Podcast - Schlafgesellschaft: https://open.spotify.com/show/6SUBOCafr8v9VBeElSI5fT?si=7ca38e12ea704dee

    Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin: https://www.dgsm.de


    Keywords: Schlaf, Schlafstörungen, Schlafmedizin, Schlafhygiene, Schlafapnoe, Melatonin, REM-Schlaf, Tiefschlaf, Schlaflabor, Schlafmangel.


    Kapitel

    00:00 Intro

    00:46 "Wer nicht schläft, wird hässlich, dick, dumm, krank und stirbt früher"

    02:03 Das Schlaflabor der Charité: Was passiert dort?

    03:20 Was der Körper jede Nacht leistet: Immunsystem, Herz, Hormone

    05:09 Die Schlafphasen erklärt: N1, N2, Tiefschlaf und REM

    06:59 "Ich schlafe nur 5 Stunden und bin fit" – stimmt das wirklich?

    09:43 Intervallschlafen: Was steckt wirklich dahinter?

    11:33 Frühaufsteher vs. Eulentyp: Genetik oder Gewohnheit?

    14:32 Wie unsere Vorfahren biphasisch geschlafen haben

    16:44 Die Müllabfuhr im Gehirn – das glymphatische System

    19:36 Schlafmangel und Demenzrisiko: Wie ernst nehmen?

    20:57 Wann ist es eine echte Schlafstörung? Die 3×3-Regel

    23:00 Die größten Schlaffehler: Alkohol, Licht, sozialer Jetlag

    24:54 Schichtarbeit und Krebsrisiko: Was die WHO sagt

    29:26 Tageslichtlampen: Sinnvoll oder Verkaufstrick?

    30:38 Polysomnographie: Was das Schlaflabor über dich verrät

    33:28 Träume: Was steckt wirklich dahinter?

    35:39 Beim Einschlafen plötzlich zucken – was ist das?

    36:42 Schlafhygiene: Was wirklich hilft – und was nicht

    39:22 Schlafmittel: Wann sinnvoll, wann gefährlich?

    45:12 Melatonin: Wie bedenkenlos ist es wirklich?

    48:44 Schlaffenster und Tipps zum Einschlafen

    50:25 Schlaftracker: Was Apple Watch & Co. wirklich messen

    52:39 Tipps für den Nachtdienst im Krankenhaus

    53:40 Sport und Schlaf: Hilft körperliche Belastung?

    54:40 Wie schläft eine Schlafmedizinerin selbst?

    55:54 Botschaft an alle, die seit Monaten schlecht schlafen

    56:04 Schlafmedizin als Fach: Lohnt es sich?

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    1 時間 1 分