エピソード

  • Die große Veruntreuung
    2026/03/22
    Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat berechnet, dass 86 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen im Jahr 2025 zweckentfremdet wurden. Das Münchner ifo Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Ausgaben, die zuvor aus dem Kernhaushalt finanziert wurden, wanderten ins Sondervermögen und die frei gewordenen Mittel flossen in konsumtive Ausgaben.Die gefährlichste Konsequenz ist nicht die Schuldenhöhe selbst. Es ist der nachlassende Reformdruck. Solange frisches Geld fließt, wird die Politik weder den Sozialstaat noch die Energiepolitik noch die Bürokratie grundlegend anfassen. Die Schulden kaufen Zeit – aber sie kaufen keine Lösungen.Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass die deutschen Fiskalpläne auf Annahmen zu Wachstum und Inflation beruhen, die über den Expertenprognosen lägen. Träten niedrigere Werte ein, werde das Defizit „deutlich höher" ausfallen als geplant.Prof. Dr. Lars Feld, seit 2010 Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, hat eine solche negative Dynamik in seinem neuen Buch „Schuldenwende" vorhergesagt. Im Gespräch mit Daniel Stelter stellt er klar, warum die Abkehr von der bisher eher zurückhaltenden deutschen Verschuldungspolitik sich als gefährlicher Irrweg erweist.Hinweis – ABSTURZ – So retten wir Deutschland, das neue Buch von Daniel Stelter erscheint am 20. April 2026. Jetzt bestellbar unter Thalia, Amazon, geniallokal oder überall, wo es Bücher gibt.HörerserviceBuch Schuldenwende - Der gefährliche Irrweg der Finanzpolitik von Lars Feld: https://is.gd/2I9Vu6IWF-Studie Can Advanced Economies Avoid Debt Distress?: https://is.gd/5WgukA OECD-Studie Global Debt Report 2026 – Sustaining Debt Market Resilience Under Growing Pressure: https://is.gd/vByi8s beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle bto-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 Euro. Mehr unter: handelsblatt.com/mehrperspektivenWerbepartner – Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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    1 時間 19 分
  • Europäische Traumtänzerei
    2026/03/18

    Wir befinden uns in einem globalen Wirtschaftskrieg, zu dessen Realität auch gehört, dass er immer wieder von militärisch geführten Kriegen flankiert wird – so wie derzeit im Iran. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland und Europa das erkennen und entsprechend handeln.

    In Folge #306 „Globaler Wirtschaftskrieg" sprach Daniel Stelter mit dem Frankfurter Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Werner Plumpe über die historischen Muster von Wirtschaftskriegen. Plumpes zentrale These: Wirtschaftskriege sind der Normalzustand – nicht die Ausnahme. Kooperationsphasen sind historisch selten und immer fragil.

    Acht Monate später haben die Ereignisse seine Analyse auf fast beängstigende Weise bestätigt. Plumpe hatte argumentiert, dass Wirtschaftskriege inflationär wirken. Sie sind Preistreiber, weil sie Knappheiten erhöhen und Kosten verteuern. Genau das spielt sich jetzt in Echtzeit ab. Zeit für ein bto REFRESH!

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    1 時間 3 分
  • Economic Statecraft – Neuordnung der Weltwirtschaft
    2026/03/15

    Die Welt befindet sich im Umbruch. Und wer die wirtschaftspolitischen Schlagzeilen der letzten Monate verfolgt, könnte meinen, es ginge um Zölle, Handelskriege, vielleicht noch um den Dollar. Doch was, wenn das alles nur die Oberfläche ist? Was, wenn hinter den scheinbar chaotischen Entscheidungen der Trump-Administration ein System steckt – eine Grand Strategy, die weit über klassische Wirtschaftspolitik hinausgeht?

    Trumps “Grand Strategy” dreht sich um China. Die chinesischen Schiffbaukapazitäten übersteigen die amerikanischen um ein Vielfaches. In fünf bis zehn Jahren dürfte Chinas Marine die US Navy überflügeln. Das Zeitfenster schließt sich. Also handelt Washington auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig – Venezuela, dann Iran. Das Ziel sei, Chinas Zugang zu Rohstoffen und Energie zu erschweren.

    Das ist nur eine der Thesen von Michael Every, Senior Global Strategist bei der niederländischen Rabobank, dem Gesprächspartner von Daniel Stelter in dieser Episode.

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    1 時間 30 分
  • Energie ist die Achillesferse der Wirtschaft
    2026/03/11

    Am 28. Februar 2026 haben die USA und Israel mit koordinierten Luftangriffen auf den Iran begonnen und damit die größte amerikanische Militäroperation im Nahen Osten seit dem Irakkrieg 2003 gestartet. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Frachtschifffahrtsrouten der Welt, ist seitdem faktisch geschlossen. Durch dieses maritime Nadelöhr fließen rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels und bedeutende Mengen Flüssigerdgas. Innerhalb der ersten Woche nach dem Angriff ist der Ölpreis um mehr als 25 Prozent gestiegen. Für Deutschland – ohnehin geschwächt durch die höchsten Energiekosten aller großen Industrieländer – ist das der nächste Schock.

    In Folge #267 „Energie ist Wohlstand“ hat der Mannheimer Ökonom Prof. Tom Krebs detailliert gezeigt, was zu hohe Energiepreise Deutschland kosten: 175 Milliarden Euro Wohlstandsverlust pro Jahr, Deindustrialisierung in Schlüsselsektoren und eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Asien. Seine Kernthese hat angesichts der Ereignisse im Mittleren Osten nichts an Aktualität verloren – im Gegenteil. Zeit für ein bto REFRESH!

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    Studie What if? The Economic Effects for Germany of a Stop of Energy Imports from Russia: https://is.gd/OPQzsj

    Beitrag Putting energy back into economics von Steve Keen: https://is.gd/Np2A7X

    Studie A Note on the Role of Energy in Production zur Bedeutung von Energie für das BIP: https://is.gd/p3ZFRT

    Buch Fehldiagnose - Wie Ökonomen die Wirtschaft ruinieren und die Gesellschaft spalten von Tom Krebs: https://is.gd/cAHOux

    Die BDEW Strompreisanalyse Januar 2026: https://is.gd/fl6DPw

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    1 時間 3 分
  • Die Iran-Frage dreht sich um China
    2026/03/08

    Der Krieg mit dem Iran ist Teil der geopolitischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China. Die EU ist dabei immer mehr zur Rolle des Zuschauers verdammt, aufgrund mangelnder wirtschaftlicher, militärischer und damit (geo)politischer Macht. Wie sehr China zu einem technologischen Rivalen geworden ist, konnte Bundeskanzler Merz bei seinem Besuch von Unitree Robotics in Hangzhou live erleben.

    Eine aktuelle Studie des Think Tanks Bruegel stellt die Gründe für den Innovationsrückstand Europas klar heraus: Europa leistet sich, so die Experten, „fragmentierte Exzellenz“ – starke Forschung in Inseln, aber zu wenig Skalierung und Kommerzialisierung. China dagegen bündelt Ressourcen in klar definierten Schlüsseltechnologien, koppelt Förderungen an industrielle Ziele und schafft so Wachstumsbranchen, die das Zeug haben, Weltmärkte zu dominieren.

    Welche Reformen Europa braucht, erklärt Dr. Alicia García-Herrero im Gespräch mit Daniel Stelter. Die spanische Wirtschaftswissenschaftlerin ist außerordentliche Professorin an der Hong Kong University of Science and Technology, Senior Fellow beim Brüsseler Thinktank Bruegel, Chefökonomin für die Region Asien-Pazifik bei der französischen Investmentbank Natixis und eine ausgewiesene China-Expertin.

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    Der Kommentar The Iran Question Is All About China: https://is.gd/I6etCl

    Die Bruegel-Studie What can Europe learn from China’s critical-tech innovation push? zum chinesischen Innovations-Push: https://is.gd/vFXogU

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    1 時間 20 分
  • Endlich deutsches Gas fördern
    2026/03/04

    Bundeswirtschaftsministerin Reiche plädiert für die Förderung von Gas aus heimischen Lagerstätten. Eine klima- und geopolitisch richtige Forderung, schließlich ist Flüssiggas ähnlich umweltschädlich wie Kohle und die nationalen Vorkommen machen uns unabhängiger von den Verwerfungen in der Welt.

    Dass das sogenannte Fracking in Deutschland risikoarm betrieben werden kann, hat Professor Dr. Hans-Joachim Kümpel, Geophysiker und langjähriger Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, in Episode 161 Zu viel Angst vorm Fracking mit Daniel Stelter diskutiert. Doch nicht nur das, Fracking kann auch einen signifikanten Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland leisten. Angesichts der jüngsten weltpolitischen Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten, die gravierende Auswirkungen auf wichtige Transportwege für Gas und Öl haben, ist es höchste Zeit für ein bto REFRESH!

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    47 分
  • Divergierender Währungsraum
    2026/03/01

    Der Euro war von Beginn an kein optimaler Währungsraum: sehr unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen, Produktivitätsniveaus, Staatsfinanzen und Arbeitsmärkte wurden unter einer einheitlichen Geldpolitik zusammengefasst. Das Ventil der Wechselkursanpassung zum Ausgleich von wirtschaftlichen Divergenzen entfiel.

    Die Hoffnung der Euro-Befürworter war damals, dass die gemeinsame Währung den Druck erzeugen würde, den es braucht, um zu einer wirtschaftlichen Konvergenz zu führen.

    In einem 2018 erschienenen Papier rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) vor, dass es statt der erhofften Konvergenz zu einem massiven Auseinanderlaufen der wirtschaftlichen Entwicklung gekommen ist. Wer jetzt glaubt, dass es seit 2018 besser geworden ist, wird durch eine aktuelle Studie des Flossbach von Storch Research Institute eines Schlechteren belehrt. Die Unterschiede bei Wachstum, Inflation, Schulden, Leistungsbilanzen und Löhnen wachsen weiter. Auf den Punkt gebracht: Ein Zins für 21 Länder funktioniert nicht, wenn Wirtschaftsstrukturen und Politik so auseinanderdriften.

    Daniel Stelter im Gespräch mit Gunther Schnabl, Professor für Wirtschaftspolitik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Leipzig und Direktor des Flossbach von Storch Research Institute. Schnabl ist neben Moritz Peifer einer der Autoren der Studie Der Euro als optimaler Währungsraum? Eine Bestandsaufnahme.

    Hörerservice

    Studie Economic Convergence in the Euro Area: Coming Together or Drifting Apart? des IWF zur Divergenz der Eurozone: https://is.gd/CpomkZ

    Studie Der Euro als optimaler Währungsraum? Eine Bestandsaufnahme: https://is.gd/Fs9Q33

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    1 時間 19 分
  • Mehr Verteidigung ohne Schuldenunion
    2026/02/25

    Russlands Angriffskrieg und das Zittern um die Verlässlichkeit des Partners USA zwingen Europa, seine Verteidigung massiv auszubauen. Schätzungen sprechen von rund 250 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr für die EU. In Paris und Rom sieht man darin den Hebel für die nächste Stufe der Schulden- und Transferunion. Doch das ist nicht der einzige Weg und für Deutschland ganz sicher nicht der beste. Wie es anders gehen kann, diskutierte Daniel Stelter in Episode 284 mit Rob Murray, Senior Fellow beim Atlantic Council und Assistant Professor of Practice an der Johns Hopkins University. Das Konzept einer Defense, Security and Resilience Bank, einer globalen Verteidigungsbank, die Verteidigungsausgaben finanziert, ohne Deutschland in eine Haftungsunion zu ziehen, erhält durch die jüngsten Debatten erneut Aktualität. Zeit für ein bto REFRESH.

    Hörerservice

    Studie Defending Europe Without the US: First Estimates of What is Needed: https://is.gd/ikTDpl

    Studie Guns and Growth: The Economic Consequences of Defense Buildups: https://is.gd/c67ALi

    Konzept Global Defense Bank: https://is.gd/OUh0i9

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    53 分