エピソード

  • Wenn der Staat die Preise treibt
    2026/09/02

    Staatsschulden sind inflationär, sobald die Bevölkerung beginnt daran zu zweifeln, ob der Staat seinen künftigen Verpflichtungen nachkommen kann oder will. Das ist die Kernthese des wissenschaftlichen Rahmens „Die fiskalische Theorie des Preisniveaus” (a. d. Eng.: The Fiscal Theory of the Price Level), den der Stanford-Ökonom Prof. Dr. John Cochrane geschaffen hat.

    Die aktuelle Entwicklung scheint die These zu stützen. Je mehr die Zweifel zunehmen – und sie müssen es, angesichts der enormen ungedeckten Versprechen der westlichen Länder für ihre alternden Gesellschaften – desto größer sind die Gefahren für den Geldwert.

    Bereits vor drei Jahren war Professor Cochrane zu Gast bei bto. Der Anlass war damals das amerikanische Debt-Ceiling-Theater – die wiederkehrenden, stark dramatisierten politischen Machtkämpfe in Washington um die Anhebung der US-Staatsschuldengrenze – Kämpfe, die oft mehr nach Wahlkampf-Inszenierung als nach seriöser Fiskalpolitik aussehen. Damals lagen die US-amerikanischen Staatsschulden (debt ceilings) bei 31,4 Billionen Dollar und Cochrane prognostizierte mehrere Szenarien, die heute – nach dem Zinsschock – mit besonderer Wucht wieder einzutreten scheinen. Es ist also höchste Zeit für ein bto REFRESH!

    In dieser Folge gibt es eine Kombination der stärksten Passagen aus dem damaligen Experteninterview mit aktuellen Einordnungen von Daniel Stelter zu dem, was seither eingetreten ist. Am Ende der Episode folgt das komplette Interview im englischen Original.

    Hinweis
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    Hörerservice
    bto-Episode #191 Staat treibt Inflation (21.5.2023), Daniel Stelter im Gespräch mit John H. Cochrane: https://t1p.de/0qbnk

    Buch The Fiscal Theory of the Price Level (Januar 2023) von John H. Cochrane: https://t1p.de/5bi3z

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    1 時間 25 分
  • Gefährliche Zinswende
    2026/08/30

    Die geldpolitische Welt traf sich in der letzten Augustwoche 2026 beim Notenbankenforum im amerikanischen Jackson Hole und erlebte in Echtzeit einen Zinsschock. Die 30-jährige US-Rendite hatte am Montag zuvor mit 5,31 Prozent den höchsten Stand seit dem Vorabend der Finanzkrise 2007 markiert. Deutsche 30-jährige liegen bei 3,76 Prozent, dem höchsten Stand seit 2011. Japanische 30-jährige haben in ihrer 27-jährigen Geschichte erstmals die Vier-Prozent-Marke gerissen. Britische Gilts rentieren so hoch wie zuletzt 1998.

    Für Schuldner, allen voran die Staaten, wird die Zinswende zum Problem. Die durchschnittliche Schuldenquote der sieben größten Industriestaaten ist von 74 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2000 auf 123 Prozent gestiegen. Ein immer größerer Teil der Staatshaushalte fließt nun in den Schuldendienst. Zugleich zeigt sich die Politik in den USA, Japan und Frankreich als unwillig, die Staatsausgaben einzuschränken, was die Defizite auf immer neue Höchststände treibt. Bis 2040 erwartet der IWF einen Schuldenstand bis zu 150 Prozent. Kein Wunder, dass nach einer Studie der University of Southern California Bond-Investoren, Wähler und Personen mit Finanz- oder Wirtschaftsstudium das Risiko einer US-Staatsschuldenkrise innerhalb von zehn Jahren im Durchschnitt auf knapp 50 Prozent beziffern.

    Klar, dass die Politik versucht, das Problem zu unterdrücken. Doch kann das gelingen – und was sind die Folgen? Dieser Frage gehen wir in dieser Episode nach. Grundlage ist unser Gespräch von 2022 mit dem Wirtschaftshistoriker Paul Schmelzing, dessen 700-Jahre-Studie zu Realzinsen exakt das historische Muster liefert, das wir heute erleben.

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    Hörerservice
    Studie Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020) von Prof. Dr. Paul Schmelzing: https://t1p.de/firub

    bto-Episode #123 Nie mehr Zinsen? (13.2.2022), Daniel Stelter im Gespräch mit Paul Schmelzing: https://t1p.de/95nbq

    bto-Episode #176 Ernsthafte Bedrohung des Geldwerts (5.2.2023): https://t1p.de/d7x61

    bto-Episode #355 Finanzkrise reloaded (18.1.2026): https://t1p.de/g4mhx

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    58 分
  • Europa verschläft die Geldrevolution
    2026/08/26

    Professor Dr. Philipp Sandner war der wichtigste deutsche Ökonom im Feld Blockchain, Kryptoassets und digitaler Euro. Er hat im Jahr 2017 das Centre for Digital Economics an der Frankfurt School gegründet und in wenigen Jahren zu einer der führenden europäischen Forschungsstellen in diesem Bereich gemacht. Am 16. Januar 2024 ist Philipp Sandner völlig unerwartet verstorben. Er wurde nur 43 Jahre alt und hinterließ seine Ehefrau und zwei Töchter.

    Im Sommer 2023 war Philipp Sandner bei bto in Episode 199 zu Gast. Wir sprachen über digitales Zentralbankgeld, über Bitcoin und über private Alternativen zum Zentralbankgeld. Damals war das Thema für viele Zuhörer noch sehr fern. Heute, drei Jahre später, sitzt die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, in der zyprischen Hauptstadt Nikosia bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankgouverneure und lehnt Vorschläge für Euro-Stablecoins ab. Die USA – im Gegensatz – fördern Dollar-Stablecoins mit dem dafür geschaffenen Gesetz GENIUS Act.

    Sandner hatte all das kommen sehen. Und er hat drei Monate vor seinem Tod, im Oktober 2023, in einem Beitrag auf der Onlineplattform Medium eine Warnung an Europa formuliert. Sie ist heute aktueller denn je. Zeit für ein bto REFRESH.

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    Beitrag Prioritäten für Europa und Deutschland: Der Euro muss auf die Blockchain — Identitäten ebenfalls (15.10.2023) von Prof. Dr. Philipp Sandner und Jonas Groß in Medium: https://bit.ly/3Uhx37A

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    1 時間 13 分
  • Chance vertan: EZB gegen Stablecoin-Reform
    2026/08/23

    Der Stablecoin ist eine digitale Kryptowährung, deren Wert fest an einen stabilen Basiswert – meist an klassische Staatswährungen wie den US-Dollar oder den Euro – gekoppelt ist. Bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankgouverneure im Mai 2026 in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia präsentierten die Ökonomen Prof. Dr. Lucrezia Reichlin und Dr. Jeromin Zettelmeyer vom Brüsseler Thinktank Bruegel einen Vorschlag zur Reform der europäischen Stablecoin-Regulierung. Die Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) war eindeutig ablehnend. Ob das die richtige Antwort auf die digitale Machtfrage im Währungssystem gewesen ist, muss allerdings bezweifelt werden.

    Die USA verfolgen eine andere Strategie. Das 2025 verabschiedete US-Bundesgesetz GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act) fördert Dollar-Stablecoins aktiv. US-Finanzminister Scott Bessent macht deutlich, worum es geht: „Wir werden dafür sorgen, dass der US-Dollar die dominierende Reservewährung der Welt bleibt, und wir werden dazu Stablecoins nutzen.“ Stablecoins sind für Washington kein Krypto-Kuriosum, sondern ein Instrument der währungspolitischen Machterhaltung – und ein zusätzlicher Abnehmer für US-Staatsanleihen.

    Warum das wichtig ist? Weil sich hier die Machtfrage im digitalen Geldsystem entscheidet. Es geht um die Dominanz in der Infrastruktur des Finanzsystems der kommenden Jahrzehnte.

    Daniel Stelter spricht mit den Autoren des Bruegel-Papers: der früheren EZB-Forschungsdirektorin Lucrezia Reichlin und dem Direktor des Bruegel-Instituts, Jeromin Zettelmeyer.

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    Beitrag A new strategy to contain stablecoin risks in the European Union von Lucrezia Reichlin, Bo Sangers und Jeromin Zettelmeyer im Bruegel Policy Brief 09 (Mai 2026): https://tinyurl.com/4ydxfj8j

    US-Stablecoin-Gesetz GENIUS Act (Public Law 119-27, 2025): https://tinyurl.com/36umybu5

    Rede Empowering Europe: boosting strategic autonomy through the digital euro von Piero Cipollone (EZB) (8.4.2025): https://tinyurl.com/3wtbrpu2

    Bruegel Analysis The EU should embrace decentralised finance and make it safe von Lucrezia Reichlin (15.12.2025): https://tinyurl.com/2s4jtd3n

    Beitrag A Nobel laureate on why stablecoins may be nothing of the sort von Jean Tirole in The Economist (29.9.2025): https://tinyurl.com/bp9r3d4w

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    1 時間 29 分
  • Inflation mit Ansage
    2026/08/19

    Am 22. März 2021 starb der amerikanische Wirtschaftsanwalt Ronald H. Marcks. Nur wenig später, im Frühsommer 2021, stand die Rückkehr der Inflation kurz bevor. Die einen sagten, dies sei nur ein vorübergehendes Phänomen. Die anderen warnten früh vor strukturell höheren Preisen. 2026 – fünf Jahre später – wissen wir, die Inflation ist zurückgekommen. Die Verbraucherpreise stiegen in den Jahren 2022 und 2023 zweistellig. Und die Vermögenspreisinflation hat sich seit 2005 zu einem Preisanstieg von 75 Prozent für Vermögensgüter aufgetürmt – bei gerade einmal 15 Prozent Reallohnzuwachs im gleichen Zeitraum. Beides war kein Zufall, sondern die Folge von zu viel Geld.

    Bereits im Juni 2021 diskutierte Daniel Stelter in Episode 83 mit dem britischen Ökonomen Professor Tim Congdon die Frage: Ist der Preisanstieg nach Corona nur vorübergehend – wegen Lieferengpässen und Wiedereröffnung – oder beginnt eine länger anhaltende Inflationsphase? Congdon plädierte für letzteres. Stelter erweiterte die Argumentation um den Beleg, wie ein solcher Prozess aussieht. Was hat das aber alles mit Marcks zu tun? Nun, Marcks lieferte – unter dem Pseudonym Jens O. Parsson – mit seinem schon 1974 erschienenen Buch “Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations” die historische Illustration für den Mechanismus vor der eigentlichen Inflation – also für genau das, was vor, während und nach Corona geldpolitisch geschehen ist. Zeit für ein bto REFRESH!

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    Buch Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations (1974) von Jens O. Parsson (Ronald H. Marcks: https://tinyurl.com/ybmtcw4r

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    53 分
  • Vermögen schlägt Einkommen
    2026/08/16

    John Burn-Murdoch, Chief Data Reporter der Financial Times, hat es auf den Punkt gebracht: „Wir sind von der Welt des Einkommens in die Welt des Vermögens übergegangen.“ (a.d.Eng./Red.) Das mittlere Vermögen der Haushalte in Großbritannien, den USA, Deutschland und Frankreich hat sich seit Mitte der 1990er real verdoppelt. Die mittleren Einkommen sind im selben Zeitraum nur um rund 30 Prozent gestiegen. Wer sich vor einer Generation vom unteren ins obere Vermögensquartil sparen wollte, brauchte 20 Jahre. Heute braucht man 40.

    Genau in diesem Rahmen liegt auch der neue Bericht zum Vermögenspreisindex des Flossbach von Storch Research Institute. Er dokumentiert, dass die Vermögenspreise in Deutschland seit 2005 um 75 Prozent gestiegen sind, die Reallöhne aber nur um 15 Prozent. Die Verteilungswirkung ist brutal: Die untere Mittelschicht hat in 20 Jahren einen Vermögenspreisanstieg von 17 Prozent erlebt, die wohlhabendsten Haushalte einen von 86 Prozent.

    Über diese Analyse und ihre Folgen spricht Daniel Stelter mit dem Wirtschaftsmathematiker und Senior Research Analyst beim Flossbach von Storch Research Institute in Köln, Dr. Philipp Immenkötter.

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    Hörerservice
    Beitrag We've moved from income world to wealth world (31.07.2026) von John Burn-Murdoch in Financial Times (Bezahlschranke): https://tinyurl.com/3ctwbkxs

    Analyse Vermögenspreise steigen weiter – Vermögenspreisindex Deutschland Q1-2026 (26.05.2026) von Philipp Immenkötter, Flossbach von Storch Research Institute: https://tinyurl.com/543hhc7d

    Monatsbericht Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023 (April 2025) der Deutschen Bundebank: https://tinyurl.com/mrkw2m4h

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    1 時間 7 分
  • Die Demografie macht alles schlimmer
    2026/08/12
    Unter dem Titel The Great Demographic Reversal (dt. Die große demografische Wende) veröffentlichten die Ökonomen Charles Goodhart und Manoj Pradhan im Jahr 2020 ein vielbeachtetes Buch. Im Februar 2021 waren die beiden zu Gast im bto-Podcast. Die These aus ihrem Buch war provokant: Die Zeit der niedrigen Inflation ist historisch beendet, weil zwei einmalige Angebotsschocks – der Eintritt Chinas und Osteuropas in den Welthandel plus der Anstieg der weiblichen Erwerbsbeteiligung – auslaufen. Die Demografie kehrt sich um, das Arbeitsangebot schrumpft, die Abhängigenquote verschlechtert sich. Inflation, Zinsen und Löhne müssen strukturell höher sein.Sieben Jahre später haben Goodhart und Pradhan ein Nachfolgebuch vorgelegt: The Unanchored Central Banker. Die These wurde verschärft: Die Fiskalpolitik ist so unsustainable geworden, dass Geldpolitik in ihrer bekannten Form nicht mehr funktionieren kann. Notenbanken werden gezwungen sein, häufiger in Bondmärkte einzugreifen. Und Goodhart, geboren 1936, sagt in seinem aktuellen Interview: „Von nun an wird die demografische Entwicklung das Leben immer schlimmer und schlimmer machen. (a. d. eng./Red.)“ Inzwischen liegen zwei aktuelle deutsche Publikationen vor – beide aus dem Juli 2026 –, die Goodharts These direkt bestätigen: der ifo Schnelldienst (70 Prozent für Rente und Gesundheit) und eine Kronberger-Kreis-Studie (Tragfähigkeit der Eurozone durch demografischen Druck ernsthaft gefährdet). Zeit für ein bto REFRESH.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerserviceBuch The Great Demographic Reversal – Ageing Societies, Waning Inequality, and an Inflation Revival (2020) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/ynfa5tzk Buch The Unanchored Central Banker — Fiscal Dominance and the Future of Monetary Policy (2026) von Charles Goodhart und Manoj Pradhan: https://tinyurl.com/8rue2rc3 Pressemitteilung Mehr als zwei Drittel aller Sozialausgaben fließen in Rente und Gesundheit ( 2.7.2026) des ifo Instituts München: https://tinyurl.com/3j43cs9s Studie Ist der Euro zukunftsfest? (Juli 2026) des Kronberger Kreis (Feld/Fuest/Haucap/Hey/Wieland/Wigger): https://tinyurl.com/386864bz beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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    1 時間 52 分
  • Innovationskiller Kündigungsschutz
    2026/08/09
    Der Innovationsforscher Olivier Coste und der Ökonom Yann Coatanlem waren im Februar 2025 zu Gast bei bto und stellten in Episode 280 eine damals noch wenig beachtete These vor: Europas Innovationslücke gegenüber den USA erklärt sich am wenigsten aus Kultur oder Kapital – sie ist eine direkte Folge der Kosten des Scheiterns. Dort, wo Restrukturierung teuer und langwierig ist, wird nicht disruptiv investiert. Heute, eineinhalb Jahre später, wird die These breit diskutiert und ist sogar ein bisschen Regierungspolitik geworden.Das ifo Institut München publizierte die deutsche Übersetzung der Cost-of-Failure-Analyse der beiden Franzosen Anfang 2026. Und am 2. Juli 2026 hat die schwarz-rote Koalition ein Reformpaket verabschiedet, das erstmals seit Jahrzehnten den Kündigungsschutz für Gutverdiener lockert. Aber die Schwelle liegt bei 177.450 Euro Jahreseinkommen – weit über der Empfehlung. Was aus seiner wissenschaftlichen Idee geworden ist, bespricht Daniel Stelter in einem Update mit Olivier Coste. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Gegenposition von Professor Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerserviceWorking Paper Cost of Failure, Disruptive Innovation and Targeted Flexicurity (Oktober 2025) von Olivier Coste und Yann Coatanlem: https://tinyurl.com/4aeda296 Aufsatz Überwindung von Europas Innovationsschwäche: Kosten des Scheiterns, disruptive Innovation und gezielte Flexicurity (Januar 2026) von Yann Coatanlem und Olivier Coste in ifo Schnelldienst: https://tinyurl.com/mn7n5vxa Beitrag Warum nicht mal Jobwechsel auf Probe? (30. Juni 2026) von Prof. Dr. Enzo Weber in DIE ZEIT: https://tinyurl.com/4ms3nxx6 Beitrag Zweifel an den Plänen der Koalition zum Kündigungsschutz (31. Juli 2026) in Süddeutsche Zeitung: https://tinyurl.com/4a3zyxjv Kolumne Der wahre Grund für Europas Innovationsrückstand (5. Februar 2025) von Daniel Stelter in Handelsblatt: https://tinyurl.com/y9dzatcm beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Das Handelsblatt ordnet ein, was aktuelle Wirtschafts- und Politikthemen konkret bedeuten – klar, relevant und auf den Punkt – und jetzt zum Vorteilspreis: 12 Monate lang mit 50 % Rabatt. Ein Angebot für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken wollen. Für kurze Zeit unter: handelsblatt.com/rabatt50. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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    1 時間 10 分