Wer bist du eigentlich, wenn du aufhörst, dich mit der Geschichte zu verwechseln, die du dir jeden Tag über dich selbst erzählst? Eine Folge über Anatta, eine der ältesten buddhistischen Lehren, und die überraschende Freiheit, die entsteht, wenn man aufhört, sich wie einen Fels zu verteidigen.
Ausführliche Version (für die Episodenbeschreibung):
Wer bist du? Die meisten antworten mit einer Liste: Beruf, Rollen, Eigenschaften. Diese Liste fühlt sich fest an, fast wie ein Fundament. Und genau an diesem Fundament rüttelt eine der zentralen, im Westen aber kaum bekannten Lehren des Buddhismus: Anatta, das Nicht-Selbst. Sie behauptet nicht, dass es dich nicht gibt, sondern etwas Feineres: Was wir für ein festes, durchgehendes Ich halten, ist bei genauerem Hinsehen eher ein Prozess als ein Ding. Kein Fels, sondern eine Welle.
In dieser Folge spricht Danny Fuchs darüber, warum wir uns in Konflikten so oft nicht für eine Sache, sondern für ein Bild von uns selbst verteidigen, was das buddhistische Bild von Welle und Fluss über unsere Identität verrät, und warum Kritik weniger bedrohlich wird, sobald man merkt, dass ein Fehler nie den ganzen Menschen infrage stellt. Ganz offen, auch mit eigenen Erfahrungen: Auch nach Jahren der Praxis ist das für Danny selbst noch eine tägliche Übung, kein abgeschlossenes Kapitel.
Eine Folge über Identität, Selbstbild und die stille, fast tröstliche Erkenntnis, dass man sich verändern, irren und dazulernen darf, ohne dabei etwas von sich selbst zu verlieren.
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