エピソード

  • Dark Software Factory: Wenn niemand mehr den Code liest
    2026/09/16

    In der Fertigung heisst Dark Factory: Das Licht kann ausbleiben, weil niemand mehr auf dem Boden steht. Übertragen auf Software heisst es: Ziel rein, fertige Software raus, und kein Mensch prüft dazwischen. In dieser Folge von Prompt & Proper ordnen Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) ein, wie weit das heute wirklich trägt, wo die Analogie zur Fabrik bricht und warum die Spezifikation gerade wichtiger wird als der Code.


    Themen der Folge:

    • Fünf Stufen des AI-Codings, von Autocomplete bis zur Dark Factory auf Stufe fünf
    • Warum die meisten Firmen heute auf Stufe vier stehen und dort der Mensch noch reviewt
    • Wo die Analogie zur Fertigung trägt und wo nicht: repetitive Prozesse gegen offene Entwicklungsarbeit
    • Bis wohin akzeptiert man Fehler und eigenmächtige Entscheidungen der Maschine?
    • Eine Dark Factory schreibt ihre eigene Spezifikation und prüft sich gegen sie selbst
    • Warum Spezifikation und Tests nicht vom selben Modell kommen sollten
    • Kritische Systeme bleiben beim Menschen, unkritische Teile werden generiert
    • Gleicher Kontext für alle Agenten, sonst entstehen 50 Inseln

    "Ich muss ehrlich sagen, ich habe den Code nicht angeschaut. Es interessiert mich gar nicht."

    Prompt & Proper ist der deutschsprachige Podcast über künstliche Intelligenz in Unternehmen. Alle zwei Wochen, praxisnah, ohne Marketing-Sprech.

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    29 分
  • Wie man ein Unternehmen KI-transformiert: Erst Vision und Leadership, Technologie zuletzt
    2026/09/02

    Die häufigste Frage bei der KI-Transformation ist die Tooling-Frage. Dabei transformiert kein Tool eine Organisation, entscheidend ist die Nutzung. Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) drehen die üblichen Maturity-Frameworks um: erst Vision, Leadership und Skills, Technologie und Daten zuletzt. Dazu Romanos AI-Maturity-Matrix, ein Transformations-Framework aus der Praxis und der eigentliche Hebel: transformative Leader, die als Leuchttürme vorangehen.


    Themen der Folge:

    • Kein Tool transformiert eine Organisation, entscheidend ist die Nutzung (SAP-Vergleich)
    • Maturity-Frameworks umdrehen: erst Vision, Leadership und Skills, dann Technologie und Daten
    • Die AI-Maturity-Matrix: Stufen 0 (keine Nutzung) bis 3 (transformativ) über Rollen hinweg
    • Das Transformations-Framework: Assessment, AI Vision Workshop, Roadmap, Use-Case-Portfolio
    • Jeder Use Case zahlt auf ein strategisches Ziel und ein Unternehmens-KPI ein
    • Drei Schlüssel: AI-Plattform, dezentrale AI-Champions, Organisation entlang der Wertschöpfungskette
    • Das Vision-Problem: oft zu vage, zu tool-verhaftet oder ultrabreit
    • Ganztägige Schulung der Geschäftsleitung für AI-Fluency statt generalistischer Kurse

    "SAP transformiert auch keine Firma. Es ist die Nutzung des Tools."

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    23 分
  • AI-First oder AI-Enabled? Warum der Name eurer KI-Strategie zweitrangig ist
    2026/08/26

    AI-First, AI-Native, AI-Enabled, AI-Ready, AI-Shaped oder AI-Augmented? Romano soll als Chief AI Officer eine KI-Strategie aufsetzen, und schon die Benennung wird schwierig. Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) gehen den Begriffs-Zoo durch und kommen zum Punkt: Der Name ist zweitrangig, entscheidend ist die Substanz dahinter. Und trotzdem wollen Firmen den Namen, weil "wir machen was mit KI" mehr Buy-in und Budget bringt als "wir digitalisieren weiter".


    Themen der Folge:

    • Der Begriffs-Zoo: AI-First, AI-Native, AI-Enabled, AI-Ready, AI-Shaped, AI-Augmented
    • AI-First priorisiert Technologie über den strukturellen Wandel und hängt am Hype
    • Die Gefahr, den bestehenden Prozess mit AI-Glitter zu überziehen, ohne die Organisation zu ändern
    • AI-Enabled und AI-Ready setzen beim Fundament an: Datenqualität, Guardrails, digitale Ethik
    • AI-Augmented als gemeinsamer Favorit: der Mensch macht mit KI, vor allem in der Softwareentwicklung
    • Individuelle Businessprozesse sind oft nicht einmal gemappt
    • Der Reifegrad des Unternehmens entscheidet über den passenden Begriff
    • Warum Firmen den Namen wollen: Buy-in, Aufmerksamkeit und Budget

    "Ich bin AI-First. Was heisst denn das jetzt? Ist dann der Human Second?"

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    21 分
  • Die PoC-Falle: Warum über 90 Prozent der KI-Piloten nie in Produktion gehen
    2026/08/19

    Klassisch blieben rund 70 Prozent aller Proof of Concepts vor der Produktion stecken. Mit KI liegt die Quote jenseits von 90 Prozent. Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) zeigen, warum PoCs selten an der Technologie sterben: Es fehlen der strategisch verankerte Business Case, saubere Daten, das produktive Fundament und eine Kultur, die Experimente in den Alltag überführt.


    Themen der Folge:

    • PoC-Quote: klassisch rund 70 Prozent, mit KI jenseits von 90 Prozent
    • Niedrige Einstiegshürde und Hype führen zu deutlich mehr AI-PoCs
    • "Wir wollen KI haben" ist keine Strategie: der Business Case muss auf ein strategisches Ziel einzahlen
    • Die drei Elemente Technologie, Strategie und Kultur, und warum die Technologie am wenigsten Sorgen macht
    • Halluzination als Grundeigenschaft des LLM: Harness mit Checks statt 100-Prozent-Garantie
    • Datenqualität als PoC-Killer: der Chatbot auf dem SharePoint voller Datenmüll
    • Fehlendes Fundament: der Sprung über die Digitalisierung baut auf Sand (Hotdog-Stand-Analogie)
    • KI ist mehr als generative KI: rund 90 Prozent der Wertgenerierung durch klassische KI

    "Usage ist nicht gleich Adoption."

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    25 分
  • Killt KI 40 Prozent aller Jobs? Warum die Schlagzeile ein Marketing-Pitch ist
    2026/08/12

    Die CEOs der grossen KI-Firmen behaupten, KI vernichte bis zu 40 Prozent aller Jobs. Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) ordnen die Schlagzeile als Marketing-Pitch ein und liefern die ökonomische Erklärung: Nach billigem Covid-Geld wurde massiv eingestellt, jetzt steigen die Zinsen und Überkapazität wird abgebaut. KI ist die bequeme Erzählung für Entlassungen, die ohnehin kommen würden. Der wirklich spannende Teil ist der strukturelle Wandel dahinter.


    Themen der Folge:

    • Das 40%-Narrativ als Marketing-Pitch, verstärkt durch die KI-Echokammer
    • Zinslogik als eigentlicher Treiber der Layoffs, viele begannen vor dem ChatGPT-Release
    • Studienlage: Yale, Brookings und KOF sehen keinen Massenjobverlust, Stanford weniger Junioren
    • KI-Augmentation wirkt exponentiell und bei Senioren stärker als bei Junioren
    • Rollen werden breiter, Teams kollabieren auf 3 plus minus 2 Personen mit Agenten
    • Neue Engpässe: Pull-Request-Review und die Frage, welches Feature überhaupt sinnvoll ist
    • Feature-Validierung über Hypothesen und Leading Indicators vor dem Bauen
    • DORA-Metriken (Lead Time, Deployment-Frequenz, MTTR, Failure Rate) statt Token oder Ticketzahlen

    "Mehr Outcome ist nicht gleich mehr guter Outcome."

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    29 分
  • KI und Jobs jenseits der Entwickler: Ein kaputter Prozess bleibt ein kaputter Prozess
    2026/08/05

    In Management, Legal und Office könnte KI 60 bis 90 Prozent der Aufgaben abdecken. Genutzt werden oft keine 30 Prozent. Nach der Folge über Entwickler-Jobs schauen Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) auf alle anderen Berufe und erklären, warum diese Lücke selten an der Technik liegt: Der Knackpunkt sind historisch gewachsene Prozesse, bei denen niemand weiss, wer sie überhaupt ändern darf.


    Themen der Folge:

    • Bürojobs mit repetitiven, nicht wertschöpfenden Aufgaben sind prädestiniert für Automatisierung
    • Erst das Requirement herunterbrechen, ohne Automatisierung starten, zuletzt nur das Minimum automatisieren
    • Warnbeispiel customer-facing KI: fehlerhaftes Angebot beim Kunden und warum Human in the Loop bleibt
    • Die Lücke zwischen Potenzial und Nutzung: 60 bis 90 Prozent möglich, unter 30 Prozent genutzt
    • Prozess-Ownership als eigentlicher Knackpunkt: wer darf einen gewachsenen Prozess anpassen?
    • Modelle releasen in hoher Kadenz und werden bei komplexen Tasks deutlich besser
    • Hoher Impact in HR (Recruiting, Onboarding) und Marketing (Texte und Bilder je Kulturkreis)
    • Geheimtipp für Bewerbungen: mit derselben Modellfamilie schreiben, die das HR-Screening nutzt

    "Die Tooling-Frage sollte immer, immer, immer nachgelagert sein."

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    24 分
  • Agentic Coding und die Token-Kosten: Warum der Faktor 10 ein Mythos ist
    2026/07/29

    Agentic Coding soll die Entwicklung um den Faktor 10 beschleunigen. Realistisch sind 20 bis 30 Prozent über die ganze Wertschöpfungskette, und gleichzeitig steigen die Token-Kosten spürbar. Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post) sortieren, wo KI in der Softwareentwicklung wirklich Zeit spart, warum das Coden dabei der kleinste Hebel ist, und was die wackelige Ökonomie dahinter für eure Plattform-Entscheidungen bedeutet.


    Themen der Folge:

    • Faktor 10 ist Marketing, realistisch 20 bis 30 Prozent über die ganze Wertschöpfungskette
    • Coding ist nur rund 10 Prozent, der Hebel liegt davor (Requirements) und danach (Qualität, Betrieb)
    • Warum Code-Zeilen, Tickets und Tokenverbrauch keine sinnvollen KPIs sind
    • Token-Pricing bei GitHub Copilot: 50 US-Dollar pro Stunde und Entwickler ohne Monitoring
    • Die Makro-Rechnung: über 700 Milliarden Investment gegen rund 150 Milliarden Revenue
    • Warum beide mit einem Platzen der Blase rechnen
    • AI-Plattform als Gateway: Governance, Kostenverrechnung, Modell-Routing
    • Lokale Hardware am Edge und Vertrauen als Engpass

    "Verbrauch von Tokens ist kein KPI. Anzahl Pull Requests ist kein KPI. Anzahl abgearbeiteter Tickets, definitiv kein KPI."

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    26 分
  • Der Riesen-Use-Case-Irrtum: Warum KI-Projekte scheitern, bevor sie starten
    2026/07/20

    Viele KI-Projekte scheitern, bevor sie überhaupt starten. Der Grund ist ein Denkfehler: die Jagd nach dem einen grossen Use Case, dem Leuchtturm-Projekt. In der ersten Folge von Prompt & Proper erklären Romano Roth (Zühlke) und Steffen Ochsenreither (Die Post), warum klein anfangen fast immer gewinnt, was einen guten ersten Use Case ausmacht und warum der grösste Engpass nicht die Technologie ist, sondern die Organisation.


    Themen der Folge:

    • Warum das Management-Signal "wir machen jetzt KI" meistens im Nichts endet
    • Requirement herunterbrechen und zuerst ohne Automatisierung starten
    • Wie Digitalisierung, Agilität und KI-Transformation gleichzeitig die Organisation überladen
    • Prozesse hinterfragen statt nur digitalisieren
    • Accountability und P&L ins Team, dorthin wo Information und Arbeit sind
    • Kriterien für den ersten Use Case: klarer Zweck, in Wochen live, geringes Risiko
    • Warum die Tool-Frage ganz ans Ende gehört

    "Kleine Dinge sind leicht zu tun, aber genauso leicht sein zu lassen."

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    21 分