エピソード

  • Medien im Krieg. Bericht von der Jahrestagung 2026 der Sektion Medienpädagogik (DGfE)
    2026/09/23

    Die DGfE-Sektion Medienpädagogik hat dieses Jahr ihre Tagung in Wien unter dem Thema „Medien im Krieg“ ausgerichtet. Madeleine berichtet Stefan von Vorträgen, Diskussionen und Sessions. Zentrale Themen sind digitale Öffentlichkeit, kritische Medienpädagogik, KI in Kriegsführung und Kommunikation über Gewalt. Christian Fuchs’ Keynote thematisiert Demokratie, digitalen Kapitalismus und Krieg als Kommunikationsform. Weitere Beiträge behandeln Social-Media-Regulierung für Minderjährige, Hochschulbildung in Sub-Sahara-Afrika sowie Herausforderungen wissenschaftlicher Qualifikationsphasen wie Workload, Befristung und Vereinbarkeit. Eine zweite Keynote von Jeff Share hebt die Bedeutung von Sprache in politischen und medialen Kontexten hervor. Abschließend geht es um KI-Kompetenz, Prüfungsformate und rechtliche Unsicherheiten beim Einsatz von KI in Lehre und Forschung.

    DGfE Sektion Medienpädagogik

    Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.

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    31 分
  • Gegenwirken statt bewahren. Kindheit in der digitalen Welt
    2026/09/09

    In dem Gespräch mit dem Erziehungswissenschaftler Ulf Sauerbrey geht es um theoretische Grundlagen medienpädagogischen Handelns, frühe Medienbildung und Wissenschaftskommunikation. Sauerbrey hinterfragt den etablierten Begriff der „Bewahrpädagogik“ und schlägt auf Grundlage allgemeinpädagogischer Theorie eine präzisere Unterscheidung zwischen Gegenwirken (Verhindern und Unterbinden) und Unterstützen (Ermöglichen und Veranlassen) vor. Dadurch sollen medienpädagogische Praktiken differenzierter beschrieben und reflektiert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der frühen Medienbildung. Kritisiert wird insbesondere ein zu enges Verständnis digitaler Medien als bloße Werkzeuge; Bildungspläne sollten komplexere Medienbegriffe berücksichtigen. Abschließend diskutiert Sauerbrey kritisch die Rolle wissenschaftlicher Ratgeber. Wissenschaft solle primär Erkenntnisse und Handlungsoptionen vermitteln, da konkrete Erziehungsratschläge immer normative Annahmen enthalten und individuelle Lebensbedingungen kaum berücksichtigen können.

    Ulf Sauerbrey

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    48 分
  • Frühkindliche Leseförderung
    2026/08/26

    Im Podcast spricht Sabine Bonewitz von der Stiftung Lesen über frühkindliche Leseförderung. Vorlesen könne bereits bei Babys beginnen und fördere Sprache, Nähe, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Das bundesweite Programm „Lesestart“ verteilt Bücher über Kinderarztpraxen, Bibliotheken und weitere Netzwerke, um besonders Familien mit wenig Buchkontakt zu erreichen. Trotz langsamer Verbesserungen werde in vielen Haushalten weiterhin zu selten vorgelesen. Bonnewitz plädiert für dialogisches, spielerisches und undogmatisches Vorlesen, das Interessen, Alter und Mehrsprachigkeit der Kinder berücksichtigt. Pädagogische Fachkräfte erhalten Fortbildungen und Materialien. Kinderbücher sollten Vielfalt abbilden und Identifikation ermöglichen.

    Lesestart 1-2-3

    Sabine Bonewitz Interview

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    38 分
  • Dieter Baacke. Werk und Wirkung
    2026/08/12

    Das Gespräch mit Alessandro Barberi geht über das Erbe von Dieter Baacke, einer Gründungsfigur der Medienpädagogik. Durch die systematische Analyse seines Werks wird die Bedeutung der „kommunikativen Kompetenz“ herausgearbeitet, die als anthropologische Konstante unabhängig von technologischen Neuerungen verstanden wird. Der Diskurs verbindet medienpädagogische Theorie mit Germanistik, Systemtheorie und Aufklärungsideen. Ein zentraler Punkt ist die Abkehr von rein systemischen Funktionen hin zur individuellen Spontaneität und Emanzipation. In Bezug auf die Gegenwart reflektieren die Beteiligten die Herausforderungen durch digitalen Kapitalismus und künstliche Intelligenz (KI). Dabei wird betont, dass Maschinen keine „hermeneutische Tiefendimension“ besitzen. Baackes visionärer Ansatz dient als Grundlage, um menschliche Souveränität und Handlungsorientierung in einer digitalisierten Welt zu bewahren.

    Alessandro Barberi

    Dieter Baacke: Medienkompetenz als pädagogisches Konzept

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    43 分
  • Mehr als nur Bildschirmzeit - Exessive Mediennutzung verstehen
    2026/07/29

    Im Podcast-Gespräch stellt Anneke Elsner ihre Dissertation zur problematischen Mediennutzung aus medienpädagogischer Perspektive vor. Sie erläutert den Begriff der Gaming Disorder (ICD-11), grenzt ihn vom Suchtbegriff ab und betont den Leidensdruck als zentrales Kriterium. In ihrer qualitativen Studie führt sie narrativ-biografische Interviews mit volljährigen Betroffenen und deren Zugehörigen (Eltern, Geschwister, Partner), ergänzt durch egozentrische Netzwerkkarten. Erste Befunde zeigen die große Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entstehung und den Verlauf exzessiver Mediennutzung. Als medienpädagogische Empfehlung rät Elsner, nicht nur auf die Dauer der Mediennutzung zu achten, sondern vor allem auf die zugrundeliegenden Motive – also das ‚Warum‘ hinter dem Medienverhalten.

    Anneke Elsner

    DAK Mediensucht-Studie 2026

    Klicksafe fragt...: Haben wir ein Problem mit Mediensucht? (Podcast)

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    38 分
  • Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen
    2026/07/15

    Claudia Lampert erläutert im Gespräch die Arbeit einer interdisziplinären Expertenkommission zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Deren Bericht „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen“ betrachtet digitale Medien nicht nur aus Schutzperspektive, sondern verbindet Schutz, Befähigung und Teilhabe. Im Gespräch wird betont, dass pauschale Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche zu kurz greifen, weil Risiken nicht allein durch Accounts entstehen und Verbote leicht umgangen werden können. Stattdessen müssten Anbieter stärker über bestehende europäische Regelungen in Verantwortung genommen werden. Weitere zentrale Themen sind frühe Mediennutzung in Familien, Medienbildung über alle Altersphasen hinweg, Kommunikationsräume für Kinder, KI-Kompetenzen wie ein „KI-Seepferdchen“. Weiterhin wird die Notwendigkeit von Forschung, Monitoring und gemeinsamer Umsetzung der im Bericht aufgestellten Handlungsempfehlungen durch Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Eltern, Plattformen und Jugendliche.

    Claudia Lampert

    Bericht "Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen"

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    39 分
  • What/All about data
    2026/07/01

    Ulrike Krein erläutert, dass Daten per se nicht neutral sind, sondern stets kontextgebunden und performativ wirken – beeinflusst durch Annahmen, die in Technologien eingeschrieben sind. Datafizierung in Schule reicht von Noten bis zu Lern-Apps und wird oft mit Optimierungsversprechen verbunden. Anhand des EU-Erasmus-Projekts *Data Ready* (fünf Länder) zeigt Krein, dass Datenkompetenz im Schulbereich kaum breit verankert ist und vor allem als kritische Reflexionsfähigkeit verstanden wird. Sie plädiert für eine fächerübergreifende Implementierung von Data Literacy statt Delegation an einzelne Fächer. Lehrkräfte sollten lernen, professionell mit Ungewissheit umzugehen – ein strukturelles Merkmal pädagogischer Arbeit.

    Ulrike Krein

    Data-Ready EU Erasmus+-Projekt

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    38 分
  • Was bewegt die Schüler:innen?
    2026/06/17

    Mit zwei Schülerinnen aus Bad Kreuznach sprechen wir anlässlich des Tags der offenen Uni an der JGU Mainz über aktuelle Themen aus dem Schulalltag. Wir diskutieren, warum pauschale Handyverbote abgelehnt werden: Statt Verboten fordert die Beiden mehr Medienkompetenz. Ein zentrales Thema ist der Umgang mit KI: Beide Schülerinnen schildern, wie KI das Vertrauensverhältnis zu Lehrkräften belastet und wie sie selbst KI verantwortungsvoll zum Lernen nutzen. Abschließend äußern sie sich zu ihren Studienplänen und wünschen sich eine Schule, die weniger auf Konkurrenz und starre Benotung setzt – und mehr auf gemeinsames, kooperatives Lernen.

    Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.

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    35 分