エピソード

  • Krise können: Wahr ist, was für wahr gehalten wird. (#89)
    2026/11/02
    Die Fakten liegen auf dem Tisch. Intern ist die Sache klar. Und trotzdem kippt draußen die Stimmung. Dann fällt häufig dieser Satz: „Aber das sind doch nicht die Fakten!“ Stimmt. Nur hilft das in der Krise oft erstaunlich wenig. Denn Öffentlichkeit reagiert nicht allein auf Wahrheit, sondern auf Wahrnehmung. Was plausibel erscheint, wird für wahr gehalten. Was oft genug wiederholt wird, entfaltet Wirkung. Und was sich einmal als Erzählung festgesetzt hat, lässt sich nur schwer wieder einfangen. Im sechsten und letzten Teil von „Krise können“ zeigt Dr. Thorsten Klein, warum Emotionen Fakten schlagen können, welche Rolle klassische und soziale Medien dabei spielen und weshalb mehr Informationen nicht automatisch mehr Klarheit schaffen. Es geht um Deutungslücken, plausible Erzählungen und einen der gefährlichsten Irrtümer in der Krisenkommunikation: den Glauben, man müsse nur genug erklären. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was ist wahr? Sondern: Was wird gerade für wahr gehalten? Denn Wahrheit allein schützt nicht vor einer Krise. Wahrnehmung entscheidet über ihren Verlauf.
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    12 分
  • Krise können: Ein Satz kann die Krise kippen (#88)
    2026/10/19
    In einer Krise schauen alle auf die Führungskraft. Auf ihre Entscheidungen – vor allem aber auf ihre Worte. Denn plötzlich wird jeder Satz bewertet, jede Pause interpretiert und jede Nuance verstärkt. In der Krise zählt nicht die Absicht einer Kommunikation. Es zählt ihre Wirkung. In dieser Folge von „Krise können“ zeigt Dr. Thorsten Klein, warum Krisen nicht nur Führungstests, sondern vor allem Kommunikationstests sind – und weshalb drei Momente besonders gefährlich werden können: der erste Satz, die erste Nachfrage und die erste Korrektur. An einem konkreten Krisenfall zeigt er, wie eine einzige ungesicherte Aussage zum Ausgangspunkt einer Eskalation werden kann – und warum Kommunikation spätestens dann selbst zum Ereignis wird. Was es stattdessen braucht: sprachliche Reduktion, klare Themen, kontrollierte Pausen und eindeutige Aussagen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wie wirke ich? Sondern: Welche Wirkung löst mein nächster Satz aus?
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    11 分
  • Krise können: Kommunikation, die Vertrauen schafft (#87)
    2026/10/05
    Ein schwerer Vorwurf steht im Raum. Die Faktenlage ist unklar. Die ersten Medien fragen an. Und intern weiß niemand so recht, wer eigentlich sprechen darf. Was jetzt? Warten, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen? Schweigen? Oder sofort reagieren? In dieser Folge von „Kommunikation MACHT Einfluss“ geht es um eine der schwierigsten Situationen für Unternehmen und Organisationen: kommunizieren zu müssen, obwohl man noch nicht alles weiß. Die Folge basiert auf einem Webinar, das Dr. Thorsten Klein an der Universität des Saarlandes gehalten hat. An konkreten Fällen zeigt er, warum sich Krisenkommunikation durch Social Media grundlegend verändert hat – und warum wir von der klassischen Ergebniskommunikation zur Prozesskommunikation wechseln müssen. Jetzt reinhören!
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    37 分
  • Krise können: Transparenz beruhigt das eigene Gewissen und nicht die Lage (#86)
    2026/09/21
    In der Krise kommt der Reflex fast automatisch: Wir müssen jetzt transparent sein. Alles offenlegen. Alles erklären. Nichts zurückhalten. Doch genau das kann gefährlich werden. Denn jede Information, die einmal öffentlich ist, entwickelt ein Eigenleben. Sie wird aus dem Kontext gerissen, bewertet, weitergedreht – und möglicherweise gegen das Unternehmen verwendet. Wer Transparenz mit Kontrolle verwechselt, riskiert deshalb genau das, was in der Krise besonders wichtig ist: die Deutungshoheit. In dieser Folge von „Krise können“ erklärt Dr. Thorsten Klein, warum totale Transparenz kein Schutzschild ist, weshalb Öffentlichkeit als Verstärker wirkt und warum Krisenkommunikation stattdessen kontrollierte Offenheit braucht. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was dürfen wir sagen? Sondern vor allem: Was dürfen wir jetzt noch nicht sagen? Denn in der Krise zählt nicht maximale Offenheit. Es zählt, welche Wirkung Kommunikation entfaltet.
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    11 分
  • Krise können: 7 Warnsignale, die Unternehmen gerne übersehen (#85)
    2026/09/07
    Krisen kommen selten aus dem Nichts. Meist waren die Warnsignale längst da – sie wurden nur nicht als solche erkannt. Ein wichtiger Kunde beschwert sich zum dritten Mal. Überstunden werden zum Dauerzustand. Nach oben werden schlechte Nachrichten geschönt. Für komplexe Probleme finden wir plötzlich erstaunlich einfache Erklärungen. Und wenn es kritisch wird, entscheidet irgendwann der Rang statt derjenige, der wirklich Ahnung hat. Das Problem ist nicht, dass Unternehmen keine Warnsignale bekommen. Sie gewöhnen sich an sie. In dieser Folge von „Krise können“ geht es deshalb um sieben Warnsignale organisationaler Krisenblindheit. Grundlage ist ein Vortrag, den ich für die Universität des Saarlandes gehalten habe. jetzt die neue Folge hören!
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    37 分
  • Krise können: Wer sich erklärt, verliert (#84)
    2026/08/24
    In der Krise kommt der Reflex fast automatisch: Ich muss das jetzt erklären. Schließlich will man Klarheit schaffen, Verantwortung zeigen, Gerüchte verhindern. Doch genau darin kann der erste kommunikative Kontrollverlust liegen. In der nächsten Folge meiner Reihe „Krise können“ zeige ich, warum vorschnelle Erklärungen neue Angriffsflächen schaffen, Widersprüche produzieren und die Deutungshoheit aus der eigenen Hand geben können. An konkreten Fällen aus meiner Arbeit in der Krisenkommunikation erkläre ich die drei besonders gefährlichen Formen: die vorschnelle, die emotionale und die umfassende Erklärung. Und ich zeige die Alternative: Prozesskommunikation statt Rechtfertigung. Was gilt jetzt? Was wird geprüft? Was passiert als Nächstes? Und wann können wir belastbar wieder sprechen? Denn in der Krise gewinnt nicht, wer besonders viel erklärt. Sondern wer weiß, was wann gesagt werden muss – und was besser noch nicht. Krise können – für Menschen, die Verantwortung tragen, wenn der Druck steigt. Jetzt reinhören!
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    10 分
  • Krise können: Wem können wir noch glauben? - Mit Mary Abdelaziz-Ditzow (#83)
    2026/08/10
    Wie entstehen eigentlich Nachrichten? Warum berichten unterschiedliche Medien über dasselbe Ereignis völlig verschieden? Und gibt es überhaupt die eine Wahrheit? In dieser besonderen Live-Ausgabe von Kommunikation MACHT Einfluss begrüße ich die Journalistin und Autorin Mary Abdelaziz-Ditzow in der Villa Lessing in Saarbrücken. Gemeinsam werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt – dorthin, wo Themen ausgewählt, Schlagzeilen formuliert und Perspektiven gesetzt werden. Wir sprechen über Framing, Nachrichtenagenturen, Algorithmen, konstruktiven Journalismus und darüber, warum Journalisten heute unter einem enormen Spannungsfeld zwischen Verantwortung, Erwartung und öffentlichem Druck arbeiten. Dabei geht es nicht um einfache Antworten, sondern um die Fähigkeit, Informationen kritisch einzuordnen und unterschiedliche Perspektiven auszuhalten. Gerade für Führungskräfte ist das entscheidend. Denn wer Verantwortung trägt, muss verstehen, wie Wahrnehmung entsteht – und warum Kommunikation oft schon lange vor dem ersten gesprochenen Wort beginnt. Ein Gespräch über Medien, Meinung und Orientierung in einer Zeit, in der Informationen im Überfluss vorhanden sind, Vertrauen aber immer knapper wird. Jetzt reinhören!
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    1 時間 32 分
  • Wenn Du erfolgreich bist und Dich trotzdem alleine fühlst - mit Bernhard Moestl (#82)
    2026/07/27
    Diese Episode ist kein Gespräch über Kommunikation. Sie ist ein Gespräch über innere Haltung. Über Entscheidungen. Und über die Frage, wie wir unter Druck Menschen bleiben. Zehn Fragen. Zehn Antworten. Und wahrscheinlich mehr Denkanstöße als in manchem ganzen Buch. Bernhard Moestl spricht ungewöhnlich offen über seine eigenen Zweifel, warum er nicht kämpft, sondern Probleme löst, weshalb Respekt wichtiger ist als Angst und warum Erfolg oft einsamer macht, als viele glauben. Er erklärt, weshalb Führung immer bei der Verantwortung für das eigene Leben beginnt – und warum der entscheidende Satz seines Lebens nicht einmal von ihm selbst stammt. Jetzt reinhören!
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    25 分