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Krise können: Wahr ist, was für wahr gehalten wird. (#89)

Krise können: Wahr ist, was für wahr gehalten wird. (#89)

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概要
Die Fakten liegen auf dem Tisch. Intern ist die Sache klar. Und trotzdem kippt draußen die Stimmung. Dann fällt häufig dieser Satz: „Aber das sind doch nicht die Fakten!“ Stimmt. Nur hilft das in der Krise oft erstaunlich wenig. Denn Öffentlichkeit reagiert nicht allein auf Wahrheit, sondern auf Wahrnehmung. Was plausibel erscheint, wird für wahr gehalten. Was oft genug wiederholt wird, entfaltet Wirkung. Und was sich einmal als Erzählung festgesetzt hat, lässt sich nur schwer wieder einfangen. Im sechsten und letzten Teil von „Krise können“ zeigt Dr. Thorsten Klein, warum Emotionen Fakten schlagen können, welche Rolle klassische und soziale Medien dabei spielen und weshalb mehr Informationen nicht automatisch mehr Klarheit schaffen. Es geht um Deutungslücken, plausible Erzählungen und einen der gefährlichsten Irrtümer in der Krisenkommunikation: den Glauben, man müsse nur genug erklären. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was ist wahr? Sondern: Was wird gerade für wahr gehalten? Denn Wahrheit allein schützt nicht vor einer Krise. Wahrnehmung entscheidet über ihren Verlauf.
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