In dieser Folge sprechen Tine Weiß und Ben Schuster darüber, wie wir in der EFT mit dem arbeiten können, was gerade im Raum zwischen den Partner:innen passiert. Ein Blick, eine kleine Bewegung, eine Veränderung im Tonfall oder ein plötzliches Zurückziehen können bereits Hinweise darauf sein, dass der Bindungszyklus aktiviert wurde.
Anstatt solche Momente zu übergehen und weiter in der Geschichte zu bleiben, können wir innehalten und genau diesen Live-Trigger nutzen. Denn wenn der Zyklus unmittelbar vor unseren Augen entsteht, haben wir die Möglichkeit, direkt mit dem gegenwärtigen emotionalen Erleben zu arbeiten und die Partner:innen wieder miteinander in Kontakt zu bringen.
Tine und Ben sprechen darüber, wie wir solche kleinen Signale wahrnehmen können, warum unsere eigene Resonanz dabei eine wichtige Rolle spielt und wie wir entscheiden können, wann ein Trigger zum Ausgangspunkt für einen neuen Tango wird und wann es eher darum geht, zu containen und beide Partner:innen wieder ins Boot zu holen.
Dabei geht es auch um die Herausforderung, während eines Tangos beide Partner:innen im Blick zu behalten – und darum, keine Angst vor Triggern zu haben, sondern ihren Wert für den therapeutischen Prozess zu erkennen.
Kapitel:
00:00 – Was gerade vor unseren Augen passiert Warum die gegenwärtigen Momente im Raum wichtige Möglichkeiten für die EFT-Arbeit bieten.
04:27 – Die kleinen Signale erkennen: Körpersprache, Blick und Ton Wie Mini-Trigger sichtbar werden und warum die Reaktion des Partners oft wichtiger ist als der konkrete Auslöser.
08:13 – Live-Trigger statt Story: Den Prozess ins Hier und Jetzt holen Wie ein kurzer Moment den gesamten Prozess verdichten und unmittelbar erlebbar machen kann.
11:18 – Wenn wir etwas verpassen: Unsere eigene Wahrnehmung schulen Warum es völlig normal ist, Signale zu übersehen – und wie wir lernen können, den Raum stärker mit unserem ganzen System wahrzunehmen.
15:05 – Vom reaktiven Moment zur primären Emotion Warum Live-Trigger besonders wertvoll sind, um authentisches emotionales Erleben zu erreichen und mit dem Zyklus zu arbeiten.
17:45 – Tango, Containment und beide Partner:innen im Blick behalten Wann ein Trigger zum neuen Fokus wird und wann es wichtiger ist, zu containen, den Fokus zu halten und beide Partner:innen im Toleranzfenster zu behalten.
23:44 – Live-Trigger sind Gold wert Ein Abschlussplädoyer dafür, Trigger nicht nur als Störung, sondern als wertvolle Möglichkeit für die EFT-Arbeit zu sehen.
Über die Hosts
Christine Weiß ist zertifizierte EFT-Therapeutin, Supervisorin und Trainerin nach Sue Johnson. Sie bildet Therapeut in der Emotionsfokussierten Therapie aus und bietet Supervisionen sowie Fortbildungen an.
Ben Schuster ist zertifizierter EFT-Therapeut und Supervisor nach Sue Johnson. Er begleitet Paare in seiner Praxis, bietet EFT-Supervisionen sowie Paarseminare an und engagiert sich für die Verbreitung der emotionsfokussierten Paartherapie im deutschsprachigen Raum.
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