エピソード

  • 43 I HiKoPod I Sprachenpolitik der Preußen und Habsburger im geteilten Polen
    2026/05/14
    Nach den drei polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert verfolgten das Königreich Preußen sowie die Habsburgermonarchie eine jeweils eigene Sprachenpolitik in den von ihnen annektierten Territorien. In den Diskursen über Sprachvermittlung und die Ausgestaltung des Schulwesens zeigten sich oftmals Absichten einer ‚Nationalerziehung‘, sie lassen aber auch die zugrundeliegenden geistigen Strömungen sowie lokalen Traditionen durchscheinen. Benedikt Stimmer, Preisträger des HiKo_21 − Nachwuchspreises 2026, hat die Schul- und Sprachenpolitik der beiden deutschsprachigen Teilungsmächte in den ehemaligen polnischen Gebieten in seiner Dissertation geschichtswissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Jannes Bergmann gibt er Einblicke in den Wandel des Schulsystems sowie der Bedeutung der (Mutter-)Sprache im 18. Jahrhundert. Er zeichnet die Maßnahmen nach, mit denen Preußen und Österreich die deutsche Sprache vor Ort als Herrschaftsinstrument einzusetzen versuchten, und er zeigt die Veränderungsprozesse im Umgang mit dem Polnischen. Zudem beleuchtet er die Spuren, die diese Politik langfristig im kulturellen Gedächtnis der Polen und Polinnen hinterlassen hat − auch über die Zeit der Teilung hinaus.
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    42 分
  • 42 I HiKoPod I Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom
    2026/04/30
    Die Geschichte Berlins ist untrennbar mit der Dynastie der Hohenzollern verbunden, die als Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg, preußische Könige und deutsche Kaiser maßgeblich zum Aufstieg der heutigen Metropole an der Spree beitrugen. Unter dem Berliner Dom befindet sich die Hohenzollerngruft, in der viele Mitglieder der Familie ihre letzte Ruhe fanden. Nach zehn Jahren Planung und sechs Jahren Sanierung ist dieser bedeutende Ort nun wieder für Besucher*innen zugänglich. Die Dombaumeisterin des Berliner Doms, Sonja Tubbesing, gibt im Gespräch mit Jannes Bergmann Einblicke in die Geschichte des Bauwerks und der Gruft. Sie spricht über die dort vorhandenen ebenso wie die dort nicht aufgenommenen Bestattungen und beleuchtet die unterschiedlichen Materialien und Gestaltungen der insgesamt 91 Särge. Zudem geht der Blick ins Ausland, wo der Vergleich mit anderen bedeutenden europäischen Grablegen die Besonderheiten der Hohenzollerngruft deutlich werden lässt. Spannend berichtet sie auch von den Maßnahmen der Sanierung und erklärt, welche Schäden vorhanden waren und warum die neu eröffnete Gruft unbedingt einen Besuch wert ist. © Foto: Christian Muhrbeck und Boris Streubel
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    41 分
  • 41 I HiKoPod I Wilhelm I. und Augusta. Das erste deutsche Kaiserpaar neu betrachtet
    2026/02/23
    Bis heute stehen der erste Deutsche Kaiser Wilhelm I. und seine Ehefrau Kaiserin Augusta im Schatten des ‚Eisernen Kanzlers‘ Otto von Bismarck. Drei jüngst erschienene Bücher werfen jedoch neues Licht auf das fast vergessene Monarchenpaar und eine angeblich ausgeforschte Epoche der deutschen Geschichte. Kann wirklich von einer ‚Ära Bismarck‘ gesprochen werden? War Wilhelm I. ein schwacher oder starker Herrscher? Welche Rolle spielte Augusta an seiner Seite? Diesen und anderen Fragen gehen Susanne Bauer, Jan Markert und Frederik Frank Sterkenburgh in ihren Kurzvorträgen nach. Im Anschluss an die Präsentation ihrer auf umfangreichen Quellenrecherchen basierenden Dissertationen diskutieren sie gemeinsam mit Bärbel Holtz unter der Moderation von Daniel Stienen über eine historische Neubewertung von Kaiser, Kaiserin und Hohenzollernmonarchie.
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    1 時間 26 分
  • 40 ǀ HiKoPod I Babylon Berlin. Mythos und historischer Hintergrund
    2025/12/22
    Im Sommer 2026 soll die fünfte und letzte Staffel der Erfolgsserie ‚Babylon Berlin‘ veröffentlicht werden. Aus diesem Anlass taucht Hanno Hochmuth im Gespräch mit Jannes Bergmann in den Mythos von Berlin als Sündenbabel und verruchte Metropole ein. Es wird der Bogen geschlagen von der Weimarer Republik zu den multiplen Krisen der Gegenwart – von der jungen Demokratie, die dem massiven Druck von rechts nicht standhielt, zu den heutigen Herausforderungen. Wenngleich Geschichte sich nicht wiederholt und Historiker*innen vor vermeintlichen Analogien warnen, so ist doch unsere Erinnerungskultur nicht davor gefeit, Parallelen entdecken zu wollen. Die gehäufte Wiederkehr von 100. Jahrestagen wichtiger Ereignisse der Weimarer Republik begünstigt diesen Trend. Hanno Hochmuth ordnet die Geschichten um Gereon Rath und Charlotte Ritter sowohl historisch als auch medienkritisch ein. Er offenbart wissenswerte Details zur Berliner Stadtgeschichte, unter anderem rund um den heutigen Rosa-Luxemburg-Platz. Nicht zuletzt trennt er geschickt zwischen den von Volker Kutscher detailgetreu recherchierten Romanen und der dramaturgisch notwendigen Zuspitzung, wie sie in der Filmserie nötig ist.
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    49 分
  • 39 I HiKoPod I 1945. Kriegsende und Neubeginn 4 I Gewalt und Mobilität
    2025/12/15
    In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs führten die militärische Lage und die Pläne des NS-Regimes zu einer besonderen Form erhöhter Mobilität und extremer Gewalt – zu den Todesmärschen. Janine Fubel beschreibt im Gespräch mit Jannes Bergmann das Schicksal der vielen Menschen, die 1945 in Brandenburg und darüber hinaus aus den Konzentrations- und Arbeitslagern in Bewegung gesetzt wurden. Sie beleuchtet insbesondere die Vorgänge im Konzentrationslager Sachsenhausen. Dabei geht sie auf die Häftlinge ebenso ein wie auf das Wachpersonal, die ansässige Zivilbevölkerung sowie die Flüchtlinge aus anderen Teilen des Deutschen Reichs. Letztgenannte waren als Zeugen, Mitwirkende oder Helfer an diesen Verbrechen beteiligt. In einem Fazit wird der historiografische sowie erinnerungskulturelle Umgang mit diesem letzten Abschnitt des Holocausts erörtert, wobei der Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart geschlagen wird. Vor 80 Jahren endete in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg, den Nazideutschland entfesselt hatte. Der 8. Mai 1945 war aber nicht nur ein Endpunkt, sondern gleichzeitig ein Neubeginn. Um die Zäsuren und Kontinuitäten geschichtswissenschaftlich einzuordnen, widmet sich die Sonderreihe ausgewählten Ereignissen, wie sie die Menschen in Berlin und Brandenburg im Jahr 1945 unmittelbar durchlebten. Titelbild: Lager im Freien bei Wittstock, April 1945; Foto: Willy Pfister. © ICRC Genf, V-P-HIST-01548-08.
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    51 分
  • 38 I HiKoPod I Stadtgeschichte Eberswalde & Kreisarchiv Barnim
    2025/12/09
    Etwa 30 Kilometer nordöstlich der Berliner Stadtgrenze, am Rande des Barnim, liegt die Stadt Eberswalde. An ihrer Stadtgeschichte lassen sich – wie in anderen Orten auch – die großen politischen Ereignisse in der Mark Brandenburg und darüber hinaus im Kleinen ablesen. Die entscheidenden Quellen zur Erforschung solcher Stadt- und Lokalgeschichten liegen in der Regel in kommunalen Archiven, wie hier im Kreisarchiv Barnim. Im Gespräch mit Jannes Bergmann unternehmen Brigitta Heine und Lucas Lebrenz als Eberswalder Stadtarchivar*innen einen historischen Parforceritt durch das ‚märkische Wuppertal‘ oder die ‚Waldstadt‘, wie Eberswalde auch genannt wurde. Sie zeichnen die Stadtgeschichte von ihren Anfängen im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus bis zu ihrer Entwicklung zum märkischen Industriezentrum nach. Außerdem berichten sie aus ihrer Arbeit im Kreisarchiv Barnim und sprechen über Chancen, Herausforderungen und verborgene Schätze in kleineren Archiven am Schnittpunkt zwischen lokaler Überlieferung und historischer Öffentlichkeitsarbeit.
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    53 分
  • 37 I HiKoPod I Max Weber und die Großstadt Berlin
    2025/11/25
    In ihrem neuen Buch ‘Das Berlin Max Webers. Erfahrungswelten einer Großstadt‚ widmen sich die Historikerin Rita Aldenhoff-Hübinger und der Historiker Gangolf Hübinger der deutschen Hauptstadt im Kaiserreich und ihrem Einfluss auf die Entwicklung des berühmten Soziologen. Im Gespräch mit Jannes Bergmann folgen die beiden ausgewiesenen Expert*innen der Max-Weber-Forschung dessen Spuren in der Metropole, mit ihren sozialen und politischen Spannungen. Dabei geht es von seiner Schulzeit in Charlottenburg am humanistischen Gymnasium über die Anfänge seines juristischen Berufslebens bis zu den akademischen Zirkeln, in denen sich Weber bewegte. Der historische wie geografische Rundgang spürt so den Einflüssen der Großstadt und ihrer groß- sowie bildungsbürgerlichen Milieus auf Max Weber nach und verdeutlicht, wie diese sein späteres Denken prägten.
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    48 分
  • 36 I HiKoPod I 1945. Kriegsende und Neubeginn 3 I Das Geheime Staatsarchiv 1945
    2025/11/10
    Das Jahr 1945 stellte eine große Zäsur in der Geschichte des Geheimen Staatarchivs Preußischer Kulturbesitz dar. Im Gespräch mit Jannes Bergmann schildert Ulrike Höroldt die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die Mitarbeiter*innen, den Betriebsalltag und die sogenannten ‘Chaostage’ nach Kriegsende mit Plünderungen und Versorgungsmängeln. Auch die Auslagerungen der Bestände, die größtenteils erst nach dem Ende der deutschen Teilung wieder zusammengeführt werden konnten, kommen zur Sprache. Vor 80 Jahren endete in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg, den Nazideutschland entfesselt hatte. Der 8. Mai 1945 war aber nicht nur ein Endpunkt, sondern gleichzeitig ein Neubeginn. Um die Zäsuren und Kontinuitäten geschichtswissenschaftlich einzuordnen, widmet sich die Sonderreihe ausgewählten Ereignissen, wie sie die Menschen in Berlin und Brandenburg im Jahr 1945 unmittelbar durchlebten.
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    35 分