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43 I HiKoPod I Sprachenpolitik der Preußen und Habsburger im geteilten Polen

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概要

Nach den drei polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert verfolgten das Königreich Preußen sowie die Habsburgermonarchie eine jeweils eigene Sprachenpolitik in den von ihnen annektierten Territorien. In den Diskursen über Sprachvermittlung und die Ausgestaltung des Schulwesens zeigten sich oftmals Absichten einer ‚Nationalerziehung‘, sie lassen aber auch die zugrundeliegenden geistigen Strömungen sowie lokalen Traditionen durchscheinen. Benedikt Stimmer, Preisträger des HiKo_21 − Nachwuchspreises 2026, hat die Schul- und Sprachenpolitik der beiden deutschsprachigen Teilungsmächte in den ehemaligen polnischen Gebieten in seiner Dissertation geschichtswissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Jannes Bergmann gibt er Einblicke in den Wandel des Schulsystems sowie der Bedeutung der (Mutter-)Sprache im 18. Jahrhundert. Er zeichnet die Maßnahmen nach, mit denen Preußen und Österreich die deutsche Sprache vor Ort als Herrschaftsinstrument einzusetzen versuchten, und er zeigt die Veränderungsprozesse im Umgang mit dem Polnischen. Zudem beleuchtet er die Spuren, die diese Politik langfristig im kulturellen Gedächtnis der Polen und Polinnen hinterlassen hat − auch über die Zeit der Teilung hinaus.
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