エピソード

  • Interview mit Jonas - mit Unsicherheiten in eine neue Beziehung / 112
    2026/06/14
    In dieser ganz besonderen Episode unseres Podcasts habe ich einen mutigen Gast auf der Couch – bzw. am Mikrofon. Wir blicken gemeinsam hinter die Kulissen einer therapeutischen Reise, die zeigt, wie aus dem Versuch, Schmerz zu vermeiden, oft das größte Gefängnis entsteht. Schon früh in seiner Jugend begleiteten ihn tief sitzende Ängste und soziale Unsicherheiten. Sein damaliger Rettungsanker? Cannabiskonsum. Was anfangs als vermeintlich funktionale "Verdrängungsmaßnahme" half, um den inneren Sturm zu beruhigen, entpuppte sich im Laufe der Jahre als dysfunktionale Sackgasse. Der Nebel des Konsums betäubte zwar die Angst, aber er trennte ihn auch schleichend von dem, was ihm im Herzen eigentlich am wichtigsten war: echte Nähe und eine liebevolle Partnerschaft. Eine Folge voller verletzlicher Einblicke, Aha-Momente und praktischer ACT-Inspiration für jeden, der das Gefühl hat, festzustecken. Hört rein!
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    34 分
  • Interview mit Christine - Ich bin nicht mein Gedanke / 111
    2026/05/31
    Manchmal verschmelzen wir mit unseren sich-aufdrängenden gedanken, dass wir uns bei Unsicherheiten immer wieder aufgefordert fühlen, wiederholt zu kontrollieren. Jedoch stellen wir fest, dass diese Unsicherheiten trotz mehrfacher Kontrollen nicht weggehen. Statt in diesem Teufelskreis zu verbleiben, hat Christine durch die Akzeptanz und Commitmenttherapie gelernt auch unangenehme Gedanken und das Gefühl der Unsicherheit zu akzeptieren, sich nicht mit den Gedanken zu identifizieren, um Freiheiten zu haben, sich ihren Werten und Bedürfnissen wieder etwas zu nähern. Hört in dieser Folge, wie es ihr gelungen war, und hört im Anschluss anders Interview, wie der aktuelle Stand in meiner psychotherapeutischen Praxis ist. Liebe Grüße, Christopher Schön
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    38 分
  • Defusion - Benenn Deine Monster / 110
    2026/05/17
    Die Synergie zwischen kognitiver Defusion und Akzeptanz findet ihre phänomenologische Vollendung in der Metapher der Monster-Benennung. Wenn wir uns im Zustand der Fusion befinden, wirken unsere inneren Widerstände, Ängste und Selbstentwertungen wie übermächtige, Bedrohungen, die uns in eine defensive Lähmung oder in den Modus der Erlebnisvermeidung zwingen. Die Defusionstechnik bricht diese hypnotische Trance des Verstandes auf, indem sie Distanz zwischen das Erleben und den Erleber bringt. Wir hören auf, die Angst zu "sein", und beginnen, die Angst zu "beobachten". Das „Benennen der Monster“ ist hierbei ein Akt der radikalen Entmystifizierung. Indem wir einem diffusen Gefühl oder einem quälenden Gedanken einen Namen geben – etwa „Ah, da sind wieder das Angst-, Wut- oder Grübel-Monster“ –, transformieren wir die ontologische Qualität des Erlebnisses. Aus einer absoluten Wahrheit wird ein diskretes, beobachtbares mentales Ereignis. Diese sprachliche Umstrukturierung nimmt dem Monster die Macht, unser Verhalten zu diktieren. Wir begegnen ihm nicht mehr mit dem Schwert des Widerstands, was es nur stärken würde, sondern mit der Weite der Akzeptanz. Wir erlauben dem Monster, im Raum unseres Bewusstseins präsent zu sein, ohne ihm das Steuer unseres Lebensbusses zu überlassen. Der entscheidende Vorteil dieser Kombination liegt in der emotionalen Entlastung und der wiedergewonnenen Handlungsfreiheit. Akzeptanz ohne Defusion wäre ein bloßes Erdulden einer Übermacht; Defusion ohne Akzeptanz wäre ein intellektuelles Spiel, um den Schmerz wegzuschieben. Erst zusammen ermöglichen sie es uns, mit den Monstern an Bord in die Richtung unserer Werte zu steuern. Wir erkennen, dass diese inneren Dämonen oft nur Wächter unserer tiefsten Sehnsüchte sind, die durch die Benennung ihre bedrohliche Maske verlieren. In dieser wertfreien Beobachtung liegt die transzendente Kraft der ACT: Wir werden zum weiten Himmel, in dem die Monster wie vorüberziehende, teils skurrile Wolkenformationen erscheinen, während unser Wesenskern unversehrt bleibt. #defusion #akzeptanz #monsterbenennen #psychischewiderstandskraft #acttraining Mach Dir einen schönen Tag und bleiben Sie @schoen_achtsam. 🏄 Ihr, Christopher Schön
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    10 分
  • Interview mit Molley - Wert der Nächstenliebe / 109
    2026/05/03
    In dieser Podcast-Folge tauchen wir tief in die Welt des Influencers Molley ein, der mit seinem markanten Slogan Liebeimmer weit mehr als nur ein griffiges Schlagwort geschaffen hat. Durch eine gezielte Analyse seiner Aussagen auf Instagram wird deutlich, dass hinter der sympathischen Fassade eine klare Werteorientierung steckt, die den Kern seiner Community-Arbeit bildet. Molley nutzt seine Plattform, um eine Botschaft der bedingungslosen annehmenden Grundeinstellung und Beständigkeit zu verbreiten, wobei der Begriff Liebeimmer als Kompass in einer oft schnelllebigen und oberflächlichen Social-Media-Landschaft fungiert. Die Beschreibung beleuchtet, wie er persönliche Überzeugungen mit unternehmerischem Handeln verknüpft und dabei Authentizität als oberstes Gebot bewahrt. Wir diskutieren, wie dieser eingängige Slogan als täglicher Reminder für seine Follower dient, Herausforderungen mit Herz und Offenheit zu begegnen, und warum eine feste Verankerung in eigenen Werten gerade in der jetzigen Welt einen entscheidenden Unterschied macht. Danke Molley.
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    30 分
  • Sonderfolge: THERAPISSED!!! - Mein Umgang mit meinen inneren Monstern / 108
    2026/04/25
    In der derzeitigen Situation in der mir massive finanzielle Einbußen durch Einsparungen drohen, melden sich meine inneren Monster sehr laut. Bei allen Sorgen, Wut erleben und Unverständnis gilt es auch für mich, mein Commitment gemäß meiner Werte auszurichten. In der heutige Folge lass ich euch einen offenen Einblick in meine Innenwelt zukommen. Psychische Erkrankungen gehören bereits heute zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Gerade deshalb ist eine starke ambulante psychotherapeutische Versorgung entscheidend für die Stabilität unseres Gesundheitssystems und unserer Gesellschaft. Unsere Forderungen 1. Honorarkürzungen sofort zurücknehmen – Versorgung darf nicht kaputtgespart werden. 2. Keine Budgetierung von Psychotherapie – Ohne sichere Honorare sterben Praxen! 3. Zusätzliche Kassensitze schaffen – Der Bedarf ist lange bekannt – ausreichend umgesetzt wurde er nicht (2019 gab es ca. 800 Neuzulassungen – benötigt waren mind. 2400 laut BPtK). 4. Weiterbildung finanzieren durch Kostenübernahme von GKV und Bund – wie bei allen anderen Facharztgruppen auch. Ohne Nachwuchs keine Versorgung. 5. Faire Vergütung psychotherapeutischer Leistungen – Angleich zu anderen Facharztgruppen (wie vom BSG angeordnet): plus ca. 30 %; jährliche Anpassung bei steigenden Kosten. 6. Direkter Zugang zur Psychotherapie muss bleiben – Keine zusätzlichen Hürden für Patient*innen und keine Gefährdung des Therapieerfolgs durch mangelnde Passung. 7. Echte Therapie statt Ersatz durch Apps oder KI – Digitale Angebote können unterstützen, aber nicht behandeln. Bitte unterstützt unsere Bewegung. Vielen Dank. Christopher Schön
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    16 分
  • Interview mit Michele - Den ersten Knopf meines Anzugs öffnen / 107
    2026/04/19
    Das verinnerlichte Korsett unserer Existenz besteht aus jenen subtilen, oft unbewussten Introjekten und rigiden Narrativen, die wir im Laufe unserer Sozialisation als vermeintlich unumstößliche Wahrheiten integriert haben. Diese psychische Einengung manifestiert sich in der Akzeptanz- und Commitment-Therapie vor allem als kognitive Fusion – ein Zustand, in dem wir mit unseren Gedanken verschmelzen und sie als absolute Realität missverstehen, anstatt sie als flüchtige mentale Ereignisse zu erkennen. Um dieses Korsett zu lockern, bedarf es einer konsequenten De-Konstruktion jener sprachlichen Strukturen, die unser Handeln durch imperativische Konzepte wie „ich muss“ oder „ich darf nicht“ einschränken. Der erste Schritt zur Befreiung liegt in der Kultivierung des beobachtenden Selbst, jener transzendenten Instanz, die jenseits des konzeptualisierten Selbst existiert. Indem wir den Fokus von den Inhalten unseres Denkens auf den Kontext des Erlebens verschieben, schaffen wir den notwendigen psychologischen Raum, in dem das Korsett an Spannung verliert. Wir praktizieren die Defusion, indem wir die Sprache entmystifizieren und unsere Gedanken als das benennen, was sie sind: auditive oder visuelle Repräsentationen in einem ständigen Fluss. Dies ermöglicht es uns, die konzeptuelle Rigidität durch eine flexible Antwortbereitschaft zu ersetzen, die sich nicht mehr an alten Skripten, sondern an der funktionalen Analyse der gegenwärtigen Situation orientiert. Die endgültige Ablösung vom verinnerlichten Korsett erfolgt durch die Hinwendung zum wertebasierten Handeln. Anstatt unsere Energie in den vergeblichen Versuch der emotionalen Kontrolle oder der Vermeidung von Unbehagen zu investieren, wählen wir bewusst Verhaltensweisen, die unseren tiefsten ontologischen Überzeugungen entsprechen. In diesem Moment transformiert sich das Korsett von einem Instrument der Unterdrückung in eine bloße historische Randnotiz unseres Bewusstseins. Wir entscheiden uns für die radikale Präsenz im Hier und Jetzt und akzeptieren die Fragilität, die mit der Aufgabe der alten Schutzmechanismen einhergeht, um eine Existenz zu führen, die nicht länger durch Angst begrenzt, sondern durch Sinnhaftigkeit geweitet wird.
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    33 分
  • Interview mit Erik Nyberg - Mentale Gesundheit im Profi-Basketball / 107
    2026/04/05
    Erik Nyberg navigiert durch die Herausforderungen des Profisports und seines Berufs als Physiotherapeut mit einer bemerkenswerten inneren Haltung. In diesem Interview war ich beeindruckt, wie er emotionale Rückschläge nicht als Selbstwert-beeinträchtigende Faktoren gelten lässt, sondern mit Commitment seinen Werten näher gekommen war. Sein Selbstwert wird nicht durch Statistiken, sondern durch den erreichten Team Erfolg definiert. Sein Commitment hilft ihm bei seiner Doppelbelastung. Diesen Wert des Durchhaltevermögens,lebt er nicht nur selbst, sondern will dieses an jüngere Spieler weitergeben. Ich konnte lernen, wie er während des Spiels, insbesondere bei Freiwürfen, mit seinen Routinen einen funktionellen Umgang mit unangenehmen Störfaktoren (externe Reize oder Sorgen, Gedanken) findet. Ich bin dankbar für diesen offenen Austausch mit Einblick in seinen Alltag, Und es sind so viele Elemente der Akzeptanz und Commitmenttherapie enthalten, dass ich positiv beeindruckt war. Vielen Dank Erik.
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    1 時間 16 分
  • Interview mit Sebastian Gri - Therapeutische Allianz / 106
    2026/03/22
    Die therapeutische Allianz ist wie ein gemeinsames Navigationssystem: Der Therapeut mag die Karte lesen können, aber der Patient hält das Lenkrad fest in der Hand, während beide entscheiden, wohin die Reise gehen soll. In dem Interview mit Sebastian Gri, niedergelassener Physiotherapeut, gehen wir die Frage nach wie eine therapeutische Allianz mit den Patient*Innen aufgebaut werden kann. 1. Akzeptanz und „Legitimierung der Erfahrung: In der ACT geht es darum, Raum für schwierige Empfindungen zu schaffen. 2. Gegenwärtigkeit und „Kommunikation“: ACT betont die Verbindung zum Hier und Jetzt. In der therapeutischen Allianz wirkt Kommunikation als Katalysator, um diese Verbindung herzustellen 3. Das beobachtende Selbst und der „therapeutische Raum“: Wir schaffen in der Therapie einen sicheren Ort, an dem sich die Patient*Innen entfalten können. 4. Defusion und „Legitimierung des Biologischen“: So wie wir uns in der ACT von hilfreichen oder weniger hilfreichen Gedanken distanzieren, hilft Sebastian dabei, bisherige Überzeugungen neu zu konzeptualisieren 5. Werte und „Die Reise teilen“: In der ACT definieren wir, was im Leben wirklich zählt. 6. Engagiertes Handeln und „Förderung der Autonomie“: Der ACT-Prozess des Handelns spiegelt sich im Ziel der „Fostering autonomy“ wider.Es geht darum, dass durch Selbstreflexion und gesteigerte Selbstwirksamkeit gelernt wird, das Leben wieder eigenständig zu gestalten.
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    49 分