エピソード

  • #271 Schwierige Persönlichkeiten - Wenn immer die anderen Schuld sind
    2026/07/29

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    Manche Kollegen haben für jedes Problem eine Erklärung und fast immer liegt sie bei den anderen.

    Die Führungskraft hat nicht klar genug kommuniziert. Das Team zieht nicht mit. Die Verwaltung blockiert. Die Kollegin hat Informationen zurückgehalten. Die Rahmenbedingungen sind schlecht. Und überhaupt könne man selbst ja nichts tun.

    Natürlich gibt es Situationen, in denen andere tatsächlich Fehler machen. Auch schlechte Strukturen, unklare Entscheidungen und schwierige Führung lassen sich nicht einfach wegdenken. Problematisch wird es jedoch dann, wenn der eigene Anteil grundsätzlich nicht mehr vorkommt.

    Denn wer die Verantwortung immer nach außen verlagert, schützt sich vielleicht kurzfristig vor unangenehmen Fragen. Langfristig entstehen jedoch Stillstand, Ärger und immer wieder dieselben Konflikte.

    In dieser Folge geht es darum, wie du mit Kollegen oder Mitarbeitenden umgehen kannst, bei denen grundsätzlich die anderen schuld sind. Wie kannst du reagieren, ohne in endlose Klagen und Rechtfertigungsschleifen hineingezogen zu werden? Welche Fragen bringen ein Gespräch wieder in Richtung Handlung? Und wo solltest du als Führungskraft klarer werden?

    Hör doch mal rein.

    Mehr über meine Arbeit als Klinik-, Führungs- und Konfliktcoach findest du unter www.cobaugh.de.

    Du möchtest herausfinden, ob eine Zusammenarbeit zu deinem Anliegen passt? Dann vereinbare gerne ein kostenloses Sondierungsgespräch mit mir.

    Buchempfehlungen:

    Eigenverantwortung: Das Beste was dir passieren kann

    von Susan Omondi und Alexandra Lang

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    Schlechte Chefs und faule Mitarbeiter

    von Thomas Erikson

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    Schwierige Menschen am Arbeitsplatz

    von Heidrun Schüler-Lubienetzki

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    18 分
  • #270 Wenn plötzlich nichts mehr sicher ist. Berufliche Unsicherheit aushalten
    2026/07/15

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    Berufliche Unsicherheit klingt zunächst nach einem sachlichen Thema. Nach Auftragslage, Marktveränderung, neuen Gesetzen oder technologischer Entwicklung. In Wirklichkeit trifft sie uns oft an einer ganz anderen Stelle. Sie rüttelt an unserem Selbstverständnis, an unserer Planung und manchmal auch an der Frage, ob das, was uns viele Jahre getragen hat, morgen noch genauso viel wert ist.

    Ich kenne diese Situation gerade selbst. Entscheidungen im Gesundheitswesen führen dazu, dass Kliniken Ausgaben stoppen, Aufträge zurückziehen oder gar nicht erst vergeben. Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz ganze Berufsfelder. Was gestern noch sicher wirkte, steht plötzlich zur Diskussion. Und auch wenn man seit Jahrzehnten selbstständig ist und schon viele schwierige Phasen erlebt hat, schützt Erfahrung nicht automatisch vor Verunsicherung.

    Im Gegenteil. Manchmal bringt die aktuelle Situation gleich noch die Erinnerungen an frühere Krisen mit. Dann geht es nicht mehr nur um das, was gerade passiert. Es meldet sich alles gleichzeitig. Existenzangst, Selbstzweifel, Wut, Aktionismus und der Wunsch, einfach nur zu wissen, wie es weitergeht.

    In dieser Folge geht es nicht darum, Unsicherheit schönzureden oder mit schnellen Durchhalteparolen zu beantworten. Es geht um die Frage, wie man handlungsfähig bleibt, obwohl vieles offen ist. Wie man sich innerlich sortiert, ohne vorschnell alles infrage zu stellen. Und wie man mit dieser emotionalen Achterbahn umgehen kann, ohne so zu tun, als hätte man jederzeit einen klaren Plan.

    Eine Folge für alle, die gerade merken, dass berufliche Stabilität keine Selbstverständlichkeit mehr ist und die trotzdem nicht in Schockstarre, Dauergrübeln oder blinden Aktionismus verfallen wollen.

    Hör doch mal rein.

    Buchempfehlungen:

    Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft

    von Christina Berndt

    https://kurzlinks.de/r2ip

    Leben ohne Angst: Wie wir in schwierigen Zeiten innere Stärke und Zuversicht finden

    von Dietrich Grönemeyer

    https://kurzlinks.de/21le

    Alles, was dazwischenliegt: Von der Kunst, innere Widersprüche und Mehrdeutigkeit auszuhalten

    von Nesibe Kahraman

    https://kurzlinks.de/0z3p

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    21 分
  • #269 Wenn die Guten müde werden
    2026/07/01

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    In vielen Teams bekommen nicht unbedingt die Verlässlichsten die meiste Aufmerksamkeit, sondern häufig diejenigen, die laut sind, viel einfordern, Widerstand leisten oder immer wieder Probleme verursachen.

    Daneben gibt es jedoch die Menschen, die den Alltag oft still stabilisieren: Sie springen ein, denken mit, fangen Stimmungen auf, übernehmen zusätzliche Aufgaben und machen dabei selten großes Aufheben um sich selbst. Lange wirkt das für ein Team angenehm, für Führungskräfte entlastend und für die Organisation praktisch. Genau darin liegt jedoch die Gefahr.

    Denn wer immer funktioniert, wird schnell zur stillen Ressource. Aus Verlässlichkeit wird Erwartung, aus Hilfsbereitschaft wird Selbstverständlichkeit, und aus Loyalität kann irgendwann Erschöpfung werden. Besonders in Kliniken, in denen Druck, Personalmangel und Daueranspannung längst zum Alltag gehören, geraten ausgerechnet die Menschen leicht aus dem Blick, die den Betrieb oft mit ihrer Haltung, ihrer Erfahrung und ihrer inneren Stabilität zusammenhalten.

    In dieser Folge geht es um stille Leistungsträger, um die Frage, warum sie so häufig übersehen werden und weshalb ein gelegentliches „Danke“ nicht ausreicht, wenn Menschen dauerhaft mehr tragen als andere. Es geht auch darum, warum Führung nicht nur darin besteht, schwierige Mitarbeitende zu beruhigen oder Konflikte zu bearbeiten, sondern auch darin, die Verlässlichen zu schützen, bevor sie innerlich auf Abstand gehen.

    Denn die Guten gehen selten mit großem Knall. Oft werden sie erst leiser, dann distanzierter und irgendwann sind sie weg. Nicht, weil sie zu wenig belastbar waren, sondern weil zu lange niemand gesehen hat, wie viel sie getragen haben.

    Hör doch mal rein.

    Buchempfehlungen:

    Die Wertschätzungskette: Warum wir uns Chefs ohne Empathie nicht leisten können

    von Sven H. Korndörffer

    https://shorturl.at/Nbnki

    Praxishandbuch Gesunde Führung

    von Martin Lange u.a.

    https://shorturl.at/ETnk0

    Low Performer und schwierige Mitarbeiter erfolgreich führen

    von Pascal Croset u.a.

    https://kurzlinks.de/jk08

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    16 分
  • #268 Anonyme Kritik: hilfreich oder feige?
    2026/06/17

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    Anonyme Kritik kann ein wichtiges Frühwarnsignal sein. Sie kann sichtbar machen, was sonst unausgesprochen bleibt. Gerade in hierarchischen Systemen, in Kliniken, Teams oder Organisationen, in denen Menschen Angst vor Konsequenzen haben, kann Anonymität ein notwendiger Schutzraum sein.

    Aber genau hier beginnt auch das Problem. Denn Kritik ohne Absender ist schwer zu bearbeiten. Sie steht im Raum, aber sie hat kein Gesicht. Sie kann Hinweise geben, aber selten echte Klärung schaffen. Wer kritisiert wird, kann oft nicht nachfragen: Was genau ist gemeint? Wann ist das passiert? Was hätte anders laufen sollen? Und wer erlebt das überhaupt so?

    In dieser Folge geht es um die Frage, wann anonyme Kritik hilfreich ist und wann sie zur bequemen Vermeidung wird. Denn nicht jede anonyme Rückmeldung ist mutig. Manchmal schützt sie Menschen, die sich sonst nicht äußern würden. Manchmal entlastet sie aber auch diejenigen, die Kritik äußern wollen, ohne Verantwortung für die eigene Wahrnehmung zu übernehmen. Wenn Kritik dauerhaft anonym bleibt, verhindert sie oft genau das, was sie erreichen will: Entwicklung, Klärung und Veränderung.

    Diese Folge ist ein Plädoyer für mehr Differenzierung: Anonyme Kritik kann ein Anfang sein. Aber sie darf kein Ersatz für Verantwortung, konkrete Beispiele und faire Rückmeldung werden. Denn Kritik braucht nicht nur Ehrlichkeit. Sie braucht auch Mut und Fairness.

    Hör doch mal rein.

    Buchempfehlungen:

    Kritik äußern – Kritik nehmen

    von Marieta Koopmans

    https://sl1nk.com/9orzgzd

    Feedback sicher geben und nehmen

    von Dr. Marvin Behrendt u.a.

    https://l1nq.com/ldadlkc

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  • #267 Konfliktfähigkeit heißt nicht emotionslos zu sein
    2026/06/03

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    Konflikte beginnen selten erst im Gespräch. Oft beginnen sie viel früher. In uns selbst. Mit Herzklopfen, Ärger, Kränkung, Unsicherheit oder diesem inneren Impuls, entweder sofort zurückzuschlagen oder lieber gar nichts mehr zu sagen.

    In dieser Folge geht es um eine Fähigkeit, über die viel zu wenig gesprochen wird: den Umgang mit den eigenen Emotionen im Konflikt. Denn konfliktfähig zu sein bedeutet nicht, immer ruhig, souverän und perfekt sortiert zu wirken. Es bedeutet auch nicht, alles herunterzuschlucken oder sich hinter Sachlichkeit zu verstecken.

    Emotionen sind im Konflikt nicht das Problem. Problematisch wird es erst, wenn sie unbemerkt das Steuer übernehmen. Dann wird aus Ärger ein Angriff, aus Kränkung Rückzug, aus Unsicherheit Kontrolle oder aus Angst eine Härte, die man später vielleicht bereut.

    Ich spreche darüber, warum Emotionen so stark werden können, weshalb „professionell bleiben“ oft falsch verstanden wird und warum es einen Unterschied macht, ob ich meine Emotion wahrnehme oder von ihr geführt werde.

    Es geht um die kleine, aber entscheidende Pause zwischen Reiz und Reaktion. Um innere Sortierung. Um Sätze, die helfen können, ohne den Konflikt weiter anzuheizen. Und um die Frage, wie man ehrlich mit sich selbst bleibt, ohne die eigene Emotion zur Waffe zu machen.

    Diese Folge ist für alle, die Konflikte nicht länger nur „sachlich lösen“ wollen, während innerlich längst alles brodelt. Denn manchmal beginnt die eigentliche Klärung nicht beim Gegenüber. Sondern bei der Frage: Was passiert gerade mit mir?

    Hör doch mal rein.

    Buchempfehlungen:

    Die Kunst des Konflikts: Konflikte schüren und beruhigen lernen

    von Klaus Eidenschink

    https://sl1nk.com/yjo4wnc

    Der Klassiker neu aufgelegt:

    Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation

    von Friedrich Glasl

    https://sl1nk.com/nyid0b9

    Emotionsorientierte Konfliktbearbeitung

    von Elisa Streuli u.a.

    https://sl1nk.com/klj4z8j

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  • #266 Veränderung klingt gut. Solange sie nichts kostet
    2026/05/20

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    Veränderung klingt oft gut. Zumindest so lange, wie sie abstrakt bleibt.

    Fast alle wünschen sich, dass sich etwas bewegt. In Teams, in Organisationen, in der Führung, in der Kommunikation, in der Zusammenarbeit. Es soll moderner werden, klarer, ehrlicher, flexibler, wertschätzender oder effizienter. Viele nicken sofort, wenn von Wandel die Rede ist. Viele sagen sogar: „Ja, genau, so kann es nicht weitergehen.“

    Doch interessant wird es an dem Punkt, an dem Veränderung nicht mehr nur ein schönes Wort ist. Sondern eine persönliche Zumutung.

    Denn plötzlich geht es nicht mehr nur darum, dass „die anderen“ sich verändern sollen. Nicht nur die Führung. Nicht nur das Team. Nicht nur die Organisation. Sondern auch das eigene Verhalten, die eigenen Routinen, die eigene Bequemlichkeit, die eigene Art zu kommunizieren oder Konflikte zu vermeiden. Und genau dort steigen viele innerlich wieder aus.

    In dieser Folge geht es um die unbequeme Wahrheit, dass Veränderung selten leicht ist. Sie klingt oft nach Entwicklung, Chance und Aufbruch. Tatsächlich fühlt sie sich am Anfang aber häufig nach Unsicherheit, Kontrollverlust, Anstrengung oder sogar Kränkung an. Denn wer sich wirklich verändert, muss manchmal anerkennen, dass der bisherige Weg nicht mehr reicht.

    Warum sprechen so viele Menschen gern über Veränderung, solange sie selbst nicht betroffen sind? Warum wird aus Zustimmung so schnell Widerstand, sobald es konkret wird? Und warum ist es manchmal ehrlicher zu sagen: „Ja, das wird schwierig“, statt Veränderung künstlich schönzureden?

    Diese Folge lädt dazu ein, etwas genauer hinzuschauen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit der Frage, die im Berufsalltag oft zu selten gestellt wird: Wo wünsche ich mir Veränderung, bin aber selbst noch nicht bereit, meinen eigenen Anteil anzuschauen?

    Vielleicht beginnt echter Wandel genau dort. Nicht bei den großen Konzepten. Nicht bei den nächsten Workshops. Sondern in dem Moment, in dem wir aufhören, Veränderung nur von anderen zu erwarten.

    Hör doch mal rein.

    Buchempfehlungen:

    Change: Wie Unternehmen in unbeständigen Zeiten herausragende Ergebnisse erzielen

    von John Kotter u.a.

    https://l1nq.com/zvys9u1

    Der Change-Code: Wie Führungskräfte Menschen für Veränderungen begeistern und Unternehmen gewinnen

    von Dieter Lederer

    https://l1nq.com/3jkbfsu

    Gemeinsam denken, wirksam verändern

    von Stephanie Borgert

    https://sl1nk.com/ex0gnfo

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  • #265 Führungskräfte können nicht immer gerecht sein
    2026/05/06

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    Führungskräfte wollen fair sein. Viele sogar um jeden Preis. Und genau da beginnt das Problem. Denn die Vorstellung, immer gerecht handeln zu können, klingt gut, fühlt sich richtig an und ist im Alltag doch kaum haltbar.

    In dieser Folge geht es um eine unbequeme Wahrheit, die im Berufsalltag oft verdrängt wird. Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind geprägt von Druck, von Personalsituationen, von Erfahrung, von Sympathien und manchmal auch von schlichten Zwängen, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

    Was passiert eigentlich, wenn Führungskräfte versuchen, es allen recht zu machen? Wenn sie Fairness mit Gleichbehandlung verwechseln und dabei übersehen, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Führung brauchen? Genau hier entstehen Spannungen, die selten offen ausgesprochen werden. Statt Klarheit wächst unterschwellige Unzufriedenheit. Teams beobachten sehr genau, vergleichen, bewerten und ziehen ihre eigenen Schlüsse. Und nicht selten wird aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit eine Führung, die unklar, vorsichtig oder sogar widersprüchlich wirkt.

    Diese Folge nimmt dich mit in typische Situationen, in denen Führungskräfte entscheiden müssen, obwohl es keine perfekte Lösung gibt. Es geht um den inneren Konflikt zwischen Anspruch und Realität, um die Angst vor Vorwürfen und darum, warum manche Entscheidungen sich einfach nicht gerecht anfühlen können. Und trotzdem notwendig sind.

    Wenn du führen willst, musst du bereit sein, genau das auszuhalten. Nicht jede Entscheidung wird auf Zustimmung stoßen. Nicht jede Maßnahme wird als fair empfunden werden. Die entscheidende Frage ist nicht, ob du immer gerecht bist. Sondern ob du nachvollziehbar, klar und verantwortungsvoll handelst. Genau darüber spreche ich in dieser Folge.

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  • #264 Wenn man gerne arbeitet, ist man mittlerweile schon fast ein Exot
    2026/04/15

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    Wenn jemand sagt, er arbeitet gerne, passiert oft etwas Merkwürdiges. Es wird nicht bewundert, sondern hinterfragt. Meint der das ernst? Hat der nichts Besseres im Leben? Oder schlimmer noch: Was stimmt mit dem nicht?

    In dieser Folge geht es genau um dieses Phänomen. Um eine leise Verschiebung, die ich vielerorts beobachte. Engagement wirkt plötzlich verdächtig. Einsatz wird schnell als Übertreibung gesehen. Und wer nicht sofort nach der Rente schielt, sondern sagt, dass er gerne bleibt, wird schief angeschaut.

    Ich erlebe Gespräche, in denen Menschen sich fast rechtfertigen müssen, dass sie ihren Job mögen. Dass sie sich reinhängen. Dass sie nicht auf die Bremse treten wollen, nur weil es gerade zum Ton passt. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber denen, die mehr machen als unbedingt nötig.

    Was steckt dahinter? Ist es Neid? Erschöpfung? Oder hat sich unser Verständnis von Arbeit grundlegend verschoben? Was passiert mit einer Kultur, in der Engagement eher gebremst als gefördert wird? Was macht das mit denen, die wirklich wollen? Und wie lange halten die das aus?

    Diese Folge ist keine Lobeshymne auf Dauerleistung. Aber sie ist auch keine Einladung, sich nach unten anzupassen. Vielleicht erkennst du dich wieder. Vielleicht erkennst du dein Team wieder. Oder du merkst, dass du längst angefangen hast, dich selbst kleiner zu machen, als du eigentlich bist.

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