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BackstageClassical

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著者: Axel Brüggemann
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概要

Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne. 社会科学
エピソード
  • Guten Morgen, Oper der Zukunft!
    2026/03/17
    Die deutsche Opernlandschaft ringt nach neuen Modellen für die Zukunft. Während einige Häuser Rekordauslastungen melden, kämpfen andere mit maroder Bausubstanz, schrumpfenden Budgets und Legitimationskrisen. Führende Intendanten wie Viktor Schoner, Tobias Kratzer, Matthias Schulz oder Serge Dorny und Stefan Herheim debattieren im Podcast von BackstageClassical die Neuausrichtung des Genres – weg von der Von der »Bedeutungsbesoffenheit« hin zu mehr gesellschaftlicher Relevanz. Die Bayerische Staatsoper in München verzeichnet unter Serge Dorny eine Auslastung von 99 Prozent. Im Kontrast dazu zwingen leere Stadtkassen in Berlin und Leipzig zu Einschnitten. Tarifsteigerungen und explodierende Energiekosten verschärfen die Lage und werfen die Frage auf, wozu die Gesellschaft in digitalen Krisenzeiten noch opulente Opernmaschinerien brauche. Matthias Schulz, ehemals Intendant der Berliner Staatsoper, nun am Opernhaus Zürich, denkt, dass alte Selbstverständlichkeiten vorbei sind. »Die Budgets der Häuser stehen sehr unter Druck«, sagte er, man müsse »sehr handfest erklären, warum es uns braucht« und dürfe nicht »bedeutungsbesoffen« agieren. Während in Berlin grundsätzlich debattiert würde, herrsche in Zürich noch ein »extrem hoher Konsens« über kulturelle Ankerpunkte. Milliardengrab oder Standortfaktor?
Viele Nachkriegsbauten zerfallen; in Stuttgart wird die Sanierung auf zwei Milliarden Euro kalkuliert. Intendant Viktor Schoner verteidigt das: »Über Schloss Neuschwanstein diskutiert ja auch keiner, ob man das renovieren oder erhalten soll.« Die Oper sei ein Standortfaktor für Talente bei Bosch, Mercedes oder Allianz und ein »Identifikationsort in der Downtown-Situation einer bürgerlichen Stadt«. Vom „Krawalltheater“ zur Umarmung
Tobias Kratzer, Intendant der Hamburgischen Staatsoper, denkt Oper ganzheitlich – von Garderobe bis Pausensnack. »In dem Moment, wo ich jetzt vom Regisseur zum Intendanten gewechselt bin, denke ich diese Aspekte adäquat mit«, sagte er. »Die Zeiten des Krawalls um des Krawalls willen sind vorbei«; das Publikum suche »Umarmung, Trost und das Menschliche«. Schoner betont Provokantes wie Sancta von Florentina Holzinger: »Wir müssen raus aus unserer Bubble und gleichzeitig für Qualität und [...] L’art pour l’art kämpfen«. Strukturelle Fesseln
Stefan Herheim am Theater an der Wien kritisiert starre Abläufe: Das System ersticke die Kunst. Er fordert Leidenschaft und künstlerisches Handeln sowie eine »größere demokratische Idee für Oper als gemeinsames Projekt«. Nachwuchs und Marketing
Aviel Cahn, designierter Intendant der Deutschen Oper Berlin, sieht Bildungspflichten: »Früher gab es Lehrer und Schulen, die das von selber konnten. Heute müssen wir das für die Schulen machen.« Mehr Marketing sei nötig: »Man muss auch viel mehr ins Marketing investieren, in die Kommunikation als früher.« Zukunftsvision
Serge Dorny und Schulz setzen auf Ensembles mit Stars wie Jonas Kaufmann als Identifikationsfiguren. Die Häuser müssen sich als regionale Diskussionsorte behaupten. Der Vorhang zur Zukunft der Oper sei erst aufgegangen, hieß es. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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    31 分
  • Guten Morgen, Hedwig Kainberger!
    2026/03/12
    Die Feuilletonredakteurin der Salzburger Nachrichten, Hedwig Kainberger, sieht die Salzburger Festspiele in einer tiefgreifenden Führungskrise. Im Podcast von BackstageClassical spricht sie von einem »massiven, drastischen und tiefgehenden Streit« zwischen Intendant Markus Hinterhäuser und dem Kuratorium. Der Konflikt markiere einen »tiefen Vertrauensbruch« im Innersten des Festivals. Auslöser sei nicht eine einzelne Personalentscheidung, sondern eine grundsätzliche Zerrüttung der Arbeitsbasis. Die Nominierung der früheren Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann zur Schauspielleiterin sei lediglich »der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat«. Das Kuratorium werfe Hinterhäuser mangelnde Verständigung und fehlende Loyalität vor. Kainberger zufolge entwickelt sich der Streit inzwischen auch zu einer juristischen Auseinandersetzung. Im Zentrum steht eine Vertragsklausel, die für die geplante dritte Amtszeit des Intendanten ab 2026 ein »Wohlverhalten« gegenüber dem Präsidium und Dritten fordert. »Das Kuratorium sagt, der Intendant erfüllt nicht die Bedingung des Wohlverhaltens«, erklärt sie. Hinterhäuser trage als Arbeitgeber Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und habe zugleich eine Loyalitätspflicht gegenüber dem Eigentümer der Festspiele. Kritisch bewertet Kainberger zudem das Verhalten beider Seiten in der Kommunikation. »Weder das Kuratorium noch der Intendant sind sehr offen in der Kommunikation«, sagt sie. Viele Vorwürfe beruhten auf Gerüchten, eine unabhängige Klärung sei erschwert, da Hinterhäuser seit Wochen schweigt und das Kuratorium keine Details nennt, um »keine Schmutzwäsche zu waschen«. Für die entscheidende Sitzung des Kuratoriums am 20. März erwartet Kainberger keine Wende. Sie spricht sich für einen klaren Schnitt aus: »Ich glaube, dass die beiden sich zu beider Seite Schmerzlinderung am 21. März trennen sollten.« Trotz der aktuellen Spannungen zeigt sich Kainberger optimistisch, dass die Institution selbst nicht gefährdet ist: »Am 21. März werden nicht die Salzburger Festspiele in der Salzach versinken«, sagt sie. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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    30 分
  • Takt & taktlos: American Nightmares
    2026/02/26
    In der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Takt und Taktlos“ debattieren die Musikjournalisten Hanna Schmidt und Axel Brügemann über die zunehmende Spannung zwischen Kunst und politischer Realität. Im Zentrum der Diskussion stehen das kommende Lucerne Festival, provokante Bühneninszenierungen sowie die schwindende Unabhängigkeit des Kulturjournalismus. Für Aufsehen sorgt die Entscheidung des neuen Intendanten des Lucerne Festivals, Sebastian Nordmann, seine erste Saison unter das Motto „American Dreams“ zu stellen. Die Podcaster kritisieren diese Wahl angesichts der politischen Lage in den USA unter Donald Trump als „naiv“ und potenziell nostalgisches „Wokewashing“. Besonders die Aussage Nordmanns, das Thema nicht politisch diskutieren zu wollen, stößt auf Unverständnis. Angesichts katastrophaler Bedingungen für die freie Kunst in den USA sei ein unpolitischer Umgang mit dem „amerikanischen Traum“ eine „sozialdarwinistische Lüge“. Die Debatte beleuchtet zudem, wie die Realität die Kunst einholt. In Hamburg feierte die Oper „Monsters Paradise“ von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek Premiere, die einen Trump-ähnlichen Herrscher als „Riesenbaby“ karikiert. Während Schmidt darin eine Kunst sieht, die sich bereits in die Dystopie ergeben hat, diskutiert Brügemann über die Plakativität solcher Werke. Noch drastischer verlief die Premiere des Stücks „Katharina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ am Schauspielhaus Bochum. Dort kam es zu Tumulten und Handgreiflichkeiten, als Zuschauer versuchten, einen Schauspieler, der einen 15-minütigen Faschisten-Monolog hielt, von der Bühne zu zerren. Die Podcaster werten dies als Zeichen einer Gesellschaft, in der die Grenze zwischen künstlerischer Rolle und Realität verschwimmt, da das Bedürfnis nach antifaschistischem Widerstand im Alltag kaum noch Ventile finde. Stille der Hochkultur und Krise des Journalismus Brügemann kritisiert zudem die „Vakuumstille“ vieler Klassikstars gegenüber autoritären Entwicklungen. Während Rockgrößen wie Bruce Springsteen politisch Stellung bezögen, herrsche in der Hochkultur oft eine Art „innere Emigration“ vor. Parallel dazu wird die Prekarität des Klassikjournalismus thematisiert. Es gebe eine problematische Vermischung von unabhängiger Berichterstattung und bezahlter PR-Arbeit, da viele Journalisten mittlerweile direkt auf der Gehaltsliste großer Häuser oder Festivals stünden. Trotz der Abwanderung des Diskurses in soziale Nischen und PR-getriebene Formate zeigen sich die Autoren vorsichtig optimistisch, dass der kritische Diskurs in der „Nische“ überleben wird. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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    40 分
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