Lösungsorientierung ist eine innere Haltung: Du suchst neue Chancen und richtest die Energie auf beeinflussbare Aktivitäten.
Heike Meißner, leitende Neuropsychologin im Rehazentrum Quellenhof Bad Wildbad, führt im Interview aus, wie Du diese Haltung erlangen kannst.
Wer ein Problem lösen möchte, braucht Abstand, um Ideen zur Lösung entwickeln zu können. Die Konzentration geht weg vom Problem, hin zur Lösung. Zum Beispiel, mit MS "ein selbstständiges Leben in meiner Wohnung führen".
Stelle dir Fragen: Wann war das Problem nicht da, was war da anders? Wodurch erkenne ich, dass mein Problem gelöst ist?
Denke frei, notiere alle Ideen, die du hast, am besten in Form eines Brainstormings. Das heißt, alle Lösungsvorschläge, egal, wie verrückt sie klingen, sind zunächst "erlaubt".
Dann wählst Du die Ideen aus und überprüfst sie auf ihre Umsetzbarkeit.
Dokumentiere Deine Fortschritte. Jeder Schritt in Richtung Lösung ist hilfreich. Und traue Dich, andere Menschen in Deinem Umfeld einzubeziehen und deren Wahrnehmung im Hinblick auf Veränderungen zu hören. Oft sieht man selbst die Entwicklungsschritte nicht, oder ist ungeduldig.
Nicht zuletzt ist auch die Einbindung von professioneller Hilfe eine Option, von der Problem-Trance zur Lösungsorientierung zu kommen.
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