エピソード

  • Jobcrafting mit Nico Rose: Arbeit gestalten statt nur erledigen
    2026/10/21
    Michelangelo soll gesagt haben, er habe den Engel im Marmor gesehen und so lange gemeißelt, bis er ihn befreit hatte. Ob der Satz wirklich von ihm stammt, ist offen; das Bild passt trotzdem. Die eigene Figur entsteht weniger durch das, was man hinzufügt, als durch das, was man wegschlägt. Genau darum geht es beim Jobcrafting. In dieser Folge spreche ich mit Dr. Nico Rose. Er ist Wirtschaftspsychologe, eine der bekanntesten Stimmen der Positiven Psychologie im deutschsprachigen Raum, Autor von „Arbeit besser machen“ und nach eigener Bezeichnung „Sinnput-Geber“. Wir fragen, wie Menschen ihren Job von innen heraus umbauen können, ohne zu kündigen und ohne auf die nächste Umstrukturierung zu warten. Amy Wrzesniewski und Jane Dutton haben das Phänomen 2001 beschrieben: Menschen gestalten ihre Arbeit über ihre Aufgaben, über ihre Beziehungen und über die Bedeutung, die sie ihrer Tätigkeit geben. Oft geschieht das still und ohne offizielle Erlaubnis. Darum geht es: Sinn: Woran erkenne ich, dass meine Arbeit für mich Bedeutung hat, auch wenn die Stellenbeschreibung etwas anderes sagt? Stärken: Warum lohnt es sich mehr, Aufgaben um die eigenen Stärken herum zu bauen, als ständig an den Schwächen zu arbeiten? Energie: Welche Tätigkeiten laden auf, welche ziehen Kraft ab? Und wie wird aus dieser Beobachtung eine konkrete Veränderung? KI als Meißel: Wenn Maschinen ganze Aufgabenblöcke übernehmen, stellt sich die Frage neu: Was bleibt übrig, und was davon will ich behalten? Personal und Führung: Was können HR und Führungskräfte tun, damit Jobcrafting Teil der Organisationsgestaltung wird? Für wen: Für alle, die spüren, dass ihr Job nicht mehr ganz passt, aber nicht gleich alles hinwerfen wollen. Und für Personalerinnen und Personaler, die Stellen weniger als feste Form verstehen wollen, sondern als Rohling, den Menschen bearbeiten. Weitergedacht: KI nimmt uns gerade viele Aufgaben ab; das ist ein Meißel, den wir uns nicht ausgesucht haben. Die Frage ist, ob wir zusehen, was dabei abfällt, oder selbst entscheiden, welche Figur entstehen soll. Sinn kommt dabei selten als fertiger Input von außen. Wir müssen ihn uns selbst herausmeißeln.
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    1 時間 11 分
  • Neurobiologie der Veränderung
    2026/09/15
    Unser Gehirn ist modern und konservativ zugleich. Wir wollen unsere kleine Welt bewahren und sind doch manchmal neugierig auf Neues. Doch wie funktioniert Veränderung im Kopf genau? Svenja Hofert im Gespräch mit dem Neurowissenschaftler Dr. Dr. Damir del Monte über das, was im Kopf passiert, wenn sich etwas ändern soll, und populäre Neuro-Mythen.
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    1 時間 29 分
  • Trivialisierte Psychokonzepte und die Folgen
    2026/07/29
    Das “innere Kind” steht stellvertretend für ein größeres Muster im Geschäft mit der Psyche. Dieses erfasst längst nicht mehr nur die Coachingbranche, sondern auch Therapie. Gefährlich wird es, wenn solche Konzepte am Ende mehr schaden als nutzen. Ein Gespräch zum Weiterdenken mit der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. Diana Pflichthofer. Hörenswert für alle, die Psychologie in Unternehmen bringen - und interessierte Laien.
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    1 時間 4 分
  • Vorsicht, Etiketten
    2026/07/01
    Ein Teamleiter, Anfang 40, sagt von sich selbst: Ich bin ADHSler. Beiläufig, fast wie eine Selbstverständlichkeit. Seine Führungskraft weiß nicht mehr, was sie noch fordern darf; das Etikett steht im Raum, und mit ihm das Ende des Nachdenkens. In dieser ersten Solo-Episode geht es um eine Beobachtung, die Svenja Hofert zunehmend in Workshops, Coachings und Gesprächen mit Führungskräften macht: Diagnosen wie ADHS erklären immer öfter alles - und verstehen dabei wenig. Nicht weil ADHS nicht real wäre, sondern weil hinter denselben Symptomen sehr viel verschiedenes stecken kann: komplexes Trauma, Hochbegabung, Introversion, Postkonventionalität. Und weil ein Begriff, der Identität wird, aufhört, eine Frage zu sein. Svenja führt durch drei Fallen, die Coaches, Beraterinnen, HR-Fachkräfte und Führungskräfte kennen sollten; sie stellt ein praktisches Dreiebenen-Modell vor, das verhindert, zu früh in die falsche Schublade zu greifen; und sie gibt zwei Fragen mit, die im nächsten Gespräch mehr öffnen als jede Diagnose. Für alle, die professionell mit Menschen arbeiten - und merken, dass in ihrem Umfeld plötzlich irgendwie jeder ein Etikett trägt.
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    19 分
  • Führung braucht Veränderung
    2026/06/10
    Mit Daniel Dubbel, der als Manager über viele Jahre Teil einer agilen Transformation war, blicke ich zurück auf die Learnings für Führung im Wandel. Was würde er heute anders machen? Wir sprechen über das, was bei der Transformation wirklich zählt: nicht die Modelle, sondern die Entscheidungen dahinter. Er sagt, Weiterbildung sollte verpflichtend sein. Denn Führung ist nicht nur Veränderung, sie braucht auch Veränderung.
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    53 分
  • Hat KI Persönlichkeit?
    2026/05/06
    Hat KI eine Persönlichkeit? Hat sie sogar meine Persönlichkeit oder eine komplementäre, die mich also ausgleicht? All das sei möglich, sagt mein heutiger Gesprächspartner Dr. Martin Puppatz, der dazu forscht und Instrumente für die Praxis von Unternehmen entwickelt.
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    1 時間 5 分
  • Narzisstische Führungskräfte
    2026/04/09
    Wie zeigt sich Narzissmus im Führungs- und Businesskontext? Im Podcast sprechen die Narzissmusforscher Pablo Hagemeyer und Ramzi Fatfouta mit Svenja Hofert über Narzissmus in Führungsrollen. Im Mittelpunkt stehen zwei Perspektiven, die sich ergänzen: Hagemeyer nähert sich dem Thema tiefenpsychologisch, mit klinischer Erfahrung und unter Einbezug eines jungianischen Verständnisses von Narzissmus. Fatfouta bringt die Sicht der empirischen Persönlichkeitspsychologie ein und ordnet Narzissmus entlang aktueller Forschung ein. Die Folge beleuchtet, wie sich unterschiedliche Formen von Narzissmus in Führung zeigen, wo sie funktional sein können und wann sie für Organisationen problematisch werden.
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    1 時間 27 分
  • Neurodiversität & Stärkenentwicklung: Autismus, ADHS, IQ & mehr
    2026/03/11
    Die aktuellen Umbrüche in der Arbeitswelt fordern einen neuen Blick auf die Interpretation dessen, was wir als Stärken bewerten. Denn Veränderung, nicht selten verbunden mit Kreativität und Neudenken, wird oft von ganz anderen Menschen getrieben als jenen, die die klassische Karriereleiter hochgewandert sind. Es ist also auch ein Führungsthema. Dieser Hypothese auf der Spur spricht Svenja Hofert mit Prof. Dr. André Frank Zimpel über Stärken, die erst in den letzten Jahren mehr und mehr m Fokus liegen. Es geht um Neurodiversität und Neurodivergenz. Tangiert werden Synästhesien, Autismus, ADHS, Hochintellifenz und die Frage, warum gesellschaftliche Bewertungen viele Stärken unsichtbar machen – oder sogar als Schwäche interpretieren.
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    1 時間 28 分