• #011 Hire and Fire - oder Familie? Zwei Extreme der Einstellungsmentalität
    2026/07/14
    In der aktuellen Solo-Folge beschäftigt sich Christian Kaya mit zwei entgegengesetzten Haltungen, die ihm in seiner Arbeit als Personalberater immer wieder begegnen: dem familiären Selbstverständnis vieler Unternehmen – gerade auch echter Familienunternehmen in der Baubranche – und der sogenannten Hire-and-Fire-Mentalität. Er zeigt anhand eigener Beobachtungen aus der Praxis, was beide Seiten auszeichnet. Ein starkes Familiengefühl fördert Loyalität und Engagement für das große Ganze, kann aber auch dazu führen, dass Personalentscheidungen über Jahre hinausgezögert werden, weil man unbewusst nach einem Familienmitglied sucht, statt nach der passenden Person für eine Rolle. Eine ausgeprägte Hire-and-Fire-Mentalität wiederum erlaubt schnelle, korrigierbare Entscheidungen, birgt aber das Risiko von Verunsicherung, internem Konkurrenzdenken und verschwiegenen Fehlern. Christian Kaya ordnet ein, wodurch eine gesunde Form von Hire and Fire von der destruktiven Variante zu unterscheiden ist, und formuliert am Ende einen konkreten Impuls für beide Unternehmenstypen: sich bewusst an der jeweils anderen Seite zu orientieren, um die eigenen blinden Flecken zu erkennen.
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  • #010 – Generalist oder Experte: Wer gehört an die Spitze der Geschäftsführung?
    2026/07/07
    Ein Architekturbüro mit rund 50 Mitarbeitenden verschiebt einen ersten Beratungstermin fünfmal in Folge. Nicht aus Desinteresse, sondern weil die Geschäftsführung selbst kalkuliert, Projekte leitet und Kundengespräche führt – für strategische Fragen bleibt keine Zeit. In dieser Folge nimmt Christian Kaya Sie mit in zwei Praxisfälle aus seiner Executive-Search-Arbeit, die auf dieselbe Frage hinauslaufen: Muss die Geschäftsführung eines Ingenieur- oder Architekturbüros oder einer mittelständischen Baufirma zwingend der fachliche Leuchtturm sein – oder braucht es ab einer gewissen Größe etwas anderes? Im ersten Fall entsteht aus einem festgefahrenen Akquiseprozess ein gemeinsamer Workshop – und daraus eine neue Rolle im Unternehmen: ein erfahrener Projektsteuerer von außen als interner Mentor für Projektleitung. Er baut die fehlende Professionalität auf und schaufelt der Geschäftsführung den Rücken für unternehmerische Themen frei. Im zweiten Fall geht es um Nachfolge in Holding-Strukturen: Wenn ein fachlich profilierter Geschäftsführer ausscheidet, stellt sich die Frage, ob die Nachbesetzung wieder denselben Weg geht – oder ob ein generalistisch aufgestellter Manager die bessere Wahl ist, während sich Fachexpertise im Team aufbaut. Christian Kaya ordnet ein, warum diese Entscheidung selten strategisch getroffen wird – und warum sie es sein sollte.
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    12 分
  • #009 Latente Unzufriedenheit – Wann ein Jobwechsel hilft und wann er das Problem nur verlagert
    2026/06/30
    Wer seinen Job aktiv kündigt, ist sichtbar. Wer vollkommen zufrieden ist, auch. Dazwischen liegt die größte Gruppe: die latent Unzufriedenen. Menschen, die nicht aktiv suchen – aber offen wären, wenn das Richtige kommt. Für Headhunter und Personalberater ist genau das die entscheidende Zielgruppe. Denn keine Stellenanzeige der Welt erreicht jemanden, der sie nicht liest. In dieser Solo-Folge teilt Christian Kaya seine Beobachtungen aus der täglichen Praxis – für beide Seiten: Wer als Führungskraft über einen Wechsel nachdenkt, findet hier Fragen zur Selbstreflexion, die helfen einzuschätzen, ob ein Wechsel das eigentliche Problem wirklich löst. Wer als Entscheider Positionen zu besetzen hat, bekommt einen ehrlichen Blick darauf, warum viele Vakanzen schon bei der Positionsdefinition scheitern – und was man dagegen tun kann.
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    21 分
  • #008 – Integrierte Projektabwicklung: Warum Bauen neu gedacht werden muss
    2026/06/23
    Egal wie krank ein System von außen wirkt – wenn es Bestand hat, hat es einen Grund. Wem nutzt es? Mit diesem Satz bringt Michael Fuchs auf den Punkt, warum sich das klassische Vergabemodell in der Bauwirtschaft so hartnäckig hält: Nachforderungsmanagement ist einkalkuliert, Schuldzuweisungen sind Teil des Spiels, und alle wissen es. Die Elbphilharmonie ist ein berühmtes Symptom – aber kein Einzelfall. Integrierte Projektabwicklung (IPA) ist der Versuch einer strukturellen Antwort darauf. Ein Vertragsmodell, das Anreize so setzt, dass kooperatives Verhalten sich wieder lohnt. In Deutschland noch relativ neu – in Australien, Norwegen und Schweden längst erprobt. Michael Fuchs ist Head of Strategic & Practice Change Management bei der Deutschen Bahn, einem der ersten großen Auftraggeber in Deutschland, der IPA aktiv einsetzt. Er war selbst auf der Baustelle dabei, als das erste IPA-Projekt der Bahn ins Stocken geriet – nicht wegen des Vertrags, sondern weil dreißig Jahre alte Verhaltensmuster stärker waren als zehn Seiten Kooperationsvereinbarung. Sein Team wurde gerufen, um genau das zu verändern. In diesem Gespräch geht es um die Mechanik von IPA, um die Psychologie des Bauens, um Verhandlungsführung, Urteilsvermögen – und um die Frage, was Unternehmen heute tun können, um sich für kooperativere Formen der Zusammenarbeit zu rüsten, auch ohne das nächste Großprojekt vor der Tür.
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    1 時間 16 分
  • #007 Das Märchen von der Leichtigkeit – Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Nachfolge in KMU
    2026/06/09
    Krankenstand reduzieren. Motivation steigern. Nachfolge gestalten. Das klingt nach drei verschiedenen Baustellen – und ist letztendlich dieselbe Frage. Marina Diané begleitet seit fast 20 Jahren Inhaber und Geschäftsführende kleiner und mittelständischer Unternehmen. Ihr Ansatz verbindet mentale und körperliche Gesundheit mit unternehmerischer Klarheit. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Führungskräfte in der Baubranche oft zu spät reagieren – und was es braucht, früher hinzuschauen. Wir reden über Präsentismus, Unternehmenskultur und den Zusammenhang zwischen Selbstfürsorge und Entscheidungsqualität. Und über die Frage, die am Ende alles verändert: Was will ich eigentlich wirklich?
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    59 分
  • #006 | Im Grunde haben alle gewonnen | mit Philipp Schindler
    2026/06/02
    Philipp Schindler ist seit 2008 im Recruiting tätig, seit 2020 bei Riverstate und Teil des Managements – und einer, der Personal vom System her denkt. In dieser Folge sprechen Christian Kaya und Philipp Schindler über das, was Personalberatung wirklich leisten kann und was sie vom reinen Vermittlungsgeschäft unterscheidet. Dabei geht es um den Unterschied zwischen dem 180-Grad- und dem 360-Grad-Modell, um Wechselmotive von Ingenieuren und Architekten, um Gegenangebote und was sie wirklich bedeuten – und darum, warum ein Kandidat, der seinen Bewerbungsprozess abbricht, trotzdem ein Erfolg sein kann. Philipp bringt einen ungewöhnlichen Hintergrund mit: Jurastudium, Freiberuflichkeit, Mediationsausbildung, Gastdozentur an der IU Berlin – und seit vielen Jahren ehrenamtliches Engagement in der Berliner Clubkommission. Diese Kombination prägt seinen Blick auf Recruiting: analytisch, systemisch, mit echtem Interesse an Menschen und ihren Lebensläufen. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie gutes Recruiting in der Bau- und Infrastrukturbranche wirklich funktioniert – jenseits von Lebenslauf-Matching und Checklisten.
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    53 分
  • #005 Vertrieb ist kein Job – sondern ein Mindset
    2026/05/26
    "Vertrieb heißt für mich, Papier ins Fax zu legen." So zitierte ein Baubranchenexperte einen seiner Kunden – aus einer Zeit, in der Aufträge von alleine kamen. Diese Zeiten sind vorbei. In dieser Solo-Folge spricht Christian Kaya über vertriebliches Denken als organisationale Kompetenz – nicht als Rollenprofil. Anlass sind zwei Beobachtungen aus der eigenen Praxis: das Fax-Zitat aus einem Experteninterview seiner MBA-Thesis und ein Bewerbungsgespräch, in dem ein Geschäftsführer seinen Projektleiter-Kandidaten gezielt nach Akquiseerfahrung fragte. Was bedeutet Vertrieb jenseits von Kaltakquise? Warum sollten auch Projektingenieure und Projektleiter vertrieblich denken? Und was hat das mit strategischer Personalplanung zu tun? Eine Folge mit konkreten Impulsfragen – für Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Fachkräfte, die Vertrieb nicht dem Zufall überlassen wollen.
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    14 分
  • #004 – 100 Beteiligte, keine gemeinsame Sprache – warum Digitalisierung im Bau an den Grundlagen scheitert
    2026/05/19
    Kein Automobilhersteller würde ein neues Modell ohne Crashtest auf den Markt bringen. In der Baubranche ist die Baustelle immer noch das Testfeld – und jede Überraschung kostet ein Vielfaches dessen, was ihre Vermeidung gekostet hätte. Dr. Michael Breitenberger verbindet zwei Welten, die in der Baubranche selten zusammengedacht werden: Bauingenieurwesen und Softwareentwicklung. Nach seiner Promotion an der TU München, Forschungsprojekten im Maschinenbau und Stationen bei der Autobahn GmbH des Bundes, als Chief Digitalization Officer bei NOKERA und als Vorstand der COPLAN AG hat er Anfang 2026 CERITUM gegründet – ein Unternehmen, das Daten-Controlling für Großbauprojekte anbietet und modellbasierte Projektkontrolle mit Methoden aus der Softwareentwicklung verbindet. In diesem Gespräch geht es um die Frage, warum die Baubranche trotz aller BIM-Bemühungen noch weit entfernt ist von dem, was in der Software- oder Automobilindustrie seit Jahrzehnten Standard ist. Michael erklärt, warum das Problem nicht im Willen der einzelnen Akteure liegt, sondern in der fehlenden gemeinsamen Sprache zwischen den Beteiligten. Er spricht über den Unterschied zwischen Symptombekämpfung und Ursachenarbeit, über Projektdenken versus Assetdenken, über Skalierungseffekte, die Faktor 100 erreichen können – und darüber, warum strukturiertes Arbeiten und Ordnung im Datenhaushalt der unterschätzteste Hebel der gesamten Branche ist. Ein Gespräch für alle, die Digitalisierung nicht als IT-Thema verstehen, sondern als strategische Weichenstellung für ihr Unternehmen.
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    1 時間 27 分