• #016 Nachtrag, Gehalt, Nachfolge: Wie Sie jede Verhandlung bewusst gestalten
    2026/09/01
    Ob Nachtrag, Gehaltsgespräch oder Unternehmensnachfolge – Verhandlungen laufen selten zufällig gut. Sie werden gestaltet, lange bevor beide Seiten am Tisch sitzen. Mihai Isman berät seit über 20 Jahren Führungskräfte in strategischer Verhandlungsführung, lehrt an mehreren Hochschulen und hat mit "How to Negotiate with Stupid People" ein Buch geschrieben, das provokant beginnt und tief in die eigene Selbstreflexion führt. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum das klassische Vergabesystem im Bau- und Infrastrukturwesen die Nachtragslogik strukturell mit einpreist – und wie sich das auch mit IPA-Modellen nicht wirklich auflöst, sondern nur zeitlich nach vorne verschiebt. Wir gehen der Frage nach, welche vier Faktoren Stress in Verhandlungen tatsächlich senken, warum Vorbereitung meist unterschätzt wird, und wie ein guter Gesprächsablauf – von Smalltalk bis Protokoll – konkret aussieht, damit Sie die Steuerung behalten statt sie der anderen Seite zu überlassen. Außerdem: der Unterschied zwischen Verkaufen und Verhandeln, warum Zuhören die unterschätzteste Fähigkeit überhaupt ist, wie Sie auch in langjährig vertrauten Beziehungen – etwa bei Nachfolge, Prokura oder Gesellschafteranteilen – bewusst in einen professionelleren Verhandlungsmodus wechseln, ohne die Beziehung zu gefährden, und ein ganz praktischer Teil für alle, die selbst gerade in einem Bewerbungsprozess stecken oder eine Gehalts- bzw. Vertragsverhandlung vor sich haben – inklusive eines Rollenmodells (Lead Negotiator, Captain, Decision Maker), das die eigene Verhandlungsposition schützt.
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    1 時間 21 分
  • #015 "Unser Produkt lebt" – Warum Personalberatung mehr ist als ein Verkaufsjob
    2026/08/27
    Dieser Satz eines Branchenkollegen bringt es auf den Punkt: "Hilfe, mein Produkt kann sprechen." Christian Kaya nimmt diesen Gedanken zum Anlass für eine sehr persönliche Solo-Folge über das, was Personalberatung eigentlich ist – und was sie von klassischem Vertrieb unterscheidet. Denn wer Menschen vermittelt statt Produkte verkauft, trägt eine doppelte Verantwortung: gegenüber dem Unternehmen und gegenüber der Kandidatin oder dem Kandidaten. Und diese Verantwortung lässt sich nicht wegdelegieren, wenn ein Prozess scheitert, ein Vertrag rückgängig gemacht wird oder eine Zusage im letzten Moment platzt. In dieser Folge geht es um Unwägbarkeiten, Vertrauen, emotionale Beteiligung – und um die Frage, was es bedeutet, diesen Beruf mit Demut auszuüben.
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    19 分
  • #014 Führung braucht Kraft: Warum Leistungsfähigkeit Chefsache ist
    2026/08/18
    In "Führungskraft" steckt das Wort Kraft. Wer Entscheidungen trifft, Menschen führt und ein Unternehmen durch Veränderung steuert, braucht Ressourcen, auf die er zuverlässig zugreifen kann. Christian Kaya spricht mit dem Arzt Dr. Abraham Goitom darüber, was passiert, wenn diese Ressourcen leerlaufen – und warum der Satz "Ihre Werte sind alle im Normbereich" darüber nichts aussagt. Es geht um überlastete Entscheider, die gereizt reagieren, um Stress als kulturelles Statussymbol und um die Frage, wo die Verantwortung einer Führungskraft für die eigene Belastbarkeit beginnt und wo sie in die Verantwortung für das Team übergeht. Ein Gespräch über Selbstführung als Voraussetzung dafür, dass Transformation überhaupt gelingen kann.
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    1 時間 2 分
  • #013 Psychologie der Führung: Stress, Feindbilder im Team und Geschäftsführer, die nicht loslassen
    2026/07/28
    Viele Geschäftsführer in Architektur-, Ingenieurbüros und Bau-KMU arbeiten weiterhin inhaltlich im Tagesgeschäft mit, obwohl ihr eigentlicher Job längst ein anderer geworden ist: Führung. Der Psychologe Alexander Deppner ordnet in dieser Folge ein, warum das kein Zeichen von Überforderung ist, sondern ein bewusstes oder unbewusstes Festhalten an der eigenen fachlichen Identität – und was das kostet, wenn Führungsverantwortung dadurch zu kurz kommt. Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine grundlegende psychologische These: Verhalten erscheint der handelnden Person immer logisch, auch wenn es von außen unverständlich oder sogar schädlich wirkt. Christian Kaya und Alexander Deppner sprechen darüber, was das für Führungsalltag und Konflikte bedeutet – warum es so schwerfällt, Widerstand von Mitarbeitenden zu akzeptieren, und warum unser Gehirn dabei keinen Unterschied zwischen echter Gefahr und einem unbequemen Gespräch macht. Ein zentraler Faktor dabei ist Stress: Je höher die Belastung, desto geringer die Fähigkeit, das eigene Verhalten bewusst zu reflektieren. Deppner erklärt, warum gerade in Drucksituationen Konflikte eskalieren – und was das für den Umgang mit Belastung in Führungsrollen bedeutet. Daraus entwickeln die beiden den Bezug zur eigenen Verantwortung von Führungskräften: Wer als Fachexperte in Architektur-, Ingenieurbüros oder Bau-KMU in die Geschäftsführung hineingewachsen ist, trifft die Entscheidung, weiter operativ mitzuarbeiten, meist selbst – auch wenn sie sich zunächst nicht wie eine Entscheidung anfühlt. Deppner zeigt, welchen Nutzen dieses Verhalten kurzfristig hat, welche Kosten es langfristig verursacht, und was es bedeutet, Führung tatsächlich als eigenes Fach zu begreifen. Ein weiterer Schwerpunkt: Feindbilder als Führungsinstrument. Warum ein gemeinsamer Gegner Teams zuverlässig zusammenschweißt, welchen Preis Organisationen dafür zahlen – und welche Alternative es gibt, ohne auf dieses Prinzip zurückzugreifen. Und schließlich die praktische Frage: Woran erkennt man, ob eine zunächst unverständlich wirkende Entscheidung tatsächlich klug ist – oder einfach nur schlecht? Deppner liefert ein konkretes Kriterium, das sich auf jede Führungsebene übertragen lässt. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum Menschen – auch Führungskräfte selbst – sich so verhalten, wie sie es tun, und wie daraus bewusste Entscheidungen statt unbewusster Muster werden.
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    1 時間 22 分
  • #012 Wie Innovationskultur im Bau entsteht
    2026/07/21
    Was passiert, wenn Bauwerksdynamik-Forschung, Startup-Erfahrung und Venture-Building aufeinandertreffen? In dieser Folge spricht Christian Kaya mit Dr. Máté Péntek, Director Built Environment bei den TUM Venture Labs, über seinen Weg von der Erforschung von Windwirkung und Erdbebendynamik an Bauwerken über eine frühe Station beim Münchner LCA-Softwareanbieter CAALA und sein Engagement bei Nokera im seriellen Holzhybridbau bis zu seiner heutigen Aufgabe, technologieintensive Ausgründungen aus der TU München zu begleiten. Ein roter Faden zieht sich durch sein gesamtes Wirken: Freiräume ermöglichen Innovation – ob in der Forschung, im Startup oder im Unternehmen. Die beiden sprechen darüber, wie Führungskräfte diese Offenheit im eigenen Unternehmen schaffen können, welche Rolle dabei der Mut zur Selbsterneuerung spielt und welche Technologiewellen die Baubranche in den kommenden Jahren prägen werden, von automatisierten Baumaschinen bis zu neuen Materialansätzen. Zum Abschluss liefert Máté Péntek ein Führungsprinzip, das sich jeder Entscheider stellen sollte: Wer oder was könnte das eigene Unternehmen überflüssig machen – und wie lässt sich dieser Wandel selbst gestalten, statt ihn zu erleiden? Die TUM Venture Labs sind eine gemeinsame Initiative von UnternehmerTUM, Europas größtem Entrepreneurship-Center, und der Technischen Universität München, einer der führenden Ausgründungsuniversitäten Deutschlands. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Zukunftsfähigkeit und Innovationskultur entstehen – und was das für Führung im Mittelstand bedeutet.
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    1 時間 14 分
  • #011 Hire and Fire - oder Familie? Zwei Extreme der Einstellungsmentalität
    2026/07/14
    In der aktuellen Solo-Folge beschäftigt sich Christian Kaya mit zwei entgegengesetzten Haltungen, die ihm in seiner Arbeit als Personalberater immer wieder begegnen: dem familiären Selbstverständnis vieler Unternehmen – gerade auch echter Familienunternehmen in der Baubranche – und der sogenannten Hire-and-Fire-Mentalität. Er zeigt anhand eigener Beobachtungen aus der Praxis, was beide Seiten auszeichnet. Ein starkes Familiengefühl fördert Loyalität und Engagement für das große Ganze, kann aber auch dazu führen, dass Personalentscheidungen über Jahre hinausgezögert werden, weil man unbewusst nach einem Familienmitglied sucht, statt nach der passenden Person für eine Rolle. Eine ausgeprägte Hire-and-Fire-Mentalität wiederum erlaubt schnelle, korrigierbare Entscheidungen, birgt aber das Risiko von Verunsicherung, internem Konkurrenzdenken und verschwiegenen Fehlern. Christian Kaya ordnet ein, wodurch eine gesunde Form von Hire and Fire von der destruktiven Variante zu unterscheiden ist, und formuliert am Ende einen konkreten Impuls für beide Unternehmenstypen: sich bewusst an der jeweils anderen Seite zu orientieren, um die eigenen blinden Flecken zu erkennen.
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    22 分
  • #010 – Generalist oder Experte: Wer gehört an die Spitze der Geschäftsführung?
    2026/07/07
    Ein Architekturbüro mit rund 50 Mitarbeitenden verschiebt einen ersten Beratungstermin fünfmal in Folge. Nicht aus Desinteresse, sondern weil die Geschäftsführung selbst kalkuliert, Projekte leitet und Kundengespräche führt – für strategische Fragen bleibt keine Zeit. In dieser Folge nimmt Christian Kaya Sie mit in zwei Praxisfälle aus seiner Executive-Search-Arbeit, die auf dieselbe Frage hinauslaufen: Muss die Geschäftsführung eines Ingenieur- oder Architekturbüros oder einer mittelständischen Baufirma zwingend der fachliche Leuchtturm sein – oder braucht es ab einer gewissen Größe etwas anderes? Im ersten Fall entsteht aus einem festgefahrenen Akquiseprozess ein gemeinsamer Workshop – und daraus eine neue Rolle im Unternehmen: ein erfahrener Projektsteuerer von außen als interner Mentor für Projektleitung. Er baut die fehlende Professionalität auf und schaufelt der Geschäftsführung den Rücken für unternehmerische Themen frei. Im zweiten Fall geht es um Nachfolge in Holding-Strukturen: Wenn ein fachlich profilierter Geschäftsführer ausscheidet, stellt sich die Frage, ob die Nachbesetzung wieder denselben Weg geht – oder ob ein generalistisch aufgestellter Manager die bessere Wahl ist, während sich Fachexpertise im Team aufbaut. Christian Kaya ordnet ein, warum diese Entscheidung selten strategisch getroffen wird – und warum sie es sein sollte.
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    12 分
  • #009 Latente Unzufriedenheit – Wann ein Jobwechsel hilft und wann er das Problem nur verlagert
    2026/06/30
    Wer seinen Job aktiv kündigt, ist sichtbar. Wer vollkommen zufrieden ist, auch. Dazwischen liegt die größte Gruppe: die latent Unzufriedenen. Menschen, die nicht aktiv suchen – aber offen wären, wenn das Richtige kommt. Für Headhunter und Personalberater ist genau das die entscheidende Zielgruppe. Denn keine Stellenanzeige der Welt erreicht jemanden, der sie nicht liest. In dieser Solo-Folge teilt Christian Kaya seine Beobachtungen aus der täglichen Praxis – für beide Seiten: Wer als Führungskraft über einen Wechsel nachdenkt, findet hier Fragen zur Selbstreflexion, die helfen einzuschätzen, ob ein Wechsel das eigentliche Problem wirklich löst. Wer als Entscheider Positionen zu besetzen hat, bekommt einen ehrlichen Blick darauf, warum viele Vakanzen schon bei der Positionsdefinition scheitern – und was man dagegen tun kann.
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    21 分