Wie erklärt eine Regierung fünf Milliarden Konsolidierung, wenn die Hälfte davon gar keine Einsparung ist? Und wie berichtet Journalismus über ein Problem, das die Politik seit zwanzig Jahren kennt und nicht lösen will?
Peter Stadlmüller ist Wirtschaftsredakteur der Kronen Zeitung und seit zehn Jahren einer der jüngsten Stimmen im österreichischen Wirtschaftsjournalismus. In dieser Folge sprechen wir über die Kommunikationslücke zwischen dem, was Regierungen ankündigen, und dem, was sie tatsächlich umsetzen und darüber, was der Job des Journalismus in unserem System eigentlich ist.
Wir reden über die unterschiedlichen Budgetzahlen von Fiskalrat und Finanzministerium, darüber wie Think Tanks wie Agenda Austria oder das Momentum Institut einzuordnen sind, und warum das Pensionssystem das zentrale Budgetproblem Österreichs ist, obwohl die Lösung seit Jahrzehnten auf dem Tisch liegt. Und wir fragen: Warum macht eine Regierung die notwendigen Reformen nicht, wenn sie weiß, dass sie notwendig sind?
Die Antwort, die Peter Stadlmüller gibt, ist so einfach wie unbefriedigend und erklärt gleichzeitig, warum die Freiheitliche Partei dort abholt, wo andere Parteien seit Jahren versagen.
„So sind wir - Zwischen Bognergasse und Ballhausplatz" ist der Podcast über die Strukturen hinter der österreichischen Politik und Wirtschaft.
Kapitel:
00:00:00 Intro
00:00:18 Mit 19 in die Krone
00:03:47 Arbeitsalltag in der Redaktion
00:06:10 Journalismus für Krone-Leser
00:10:20 Fiskalrat vs. Finanzministerium
00:14:35 Think Tanks und Einordnung
00:16:26 Ankündigungspolitik und Vertrauen
00:22:30 Milliarden ohne Wirkungsmessung
00:27:10 Leaks: Wenn Journalisten zu früh wissen
00:31:25 Ressortgrenzen in der Redaktion
00:32:35 Pensionen als Budgettreiber
00:38:13 Pensionsreform und Wahlangst
00:42:49 Vertrauen als politische Ressource
00:44:31 Kickl und der Feuermelder
00:49:29 Ausblick