• „Wir müssen die Stadt und das Land der Freiheit bleiben!“
    2026/08/12
    Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD steht die Gesellschaft zusammen und zeigt Haltung gegen den Terror. Am 25. Juli fand der 48. Berliner CSD (Christopher Street Day) statt, eine der größten Demonstrationen Deutschlands mit Hunderttausenden Gästen aus aller Welt. Doch die Demonstration wurde am Abend durch einen brutalen Terrorangriff beendet: Ein 21-jähriger Islamist fuhr im Tiergarten mit einem Auto in die Menschenmenge, tötete eine Frau aus Polen und verletzte mehr als 30 weitere Personen, zum Teil schwer. René Powilleit leitet den Landesverband der LSU Berlin, der Interessenvertretung für LSBTIQ+-Personen innerhalb der CDU/CSU. Er befand sich inmitten der Demonstrierenden am Brandenburger Tor, als unmittelbar nach dem Attentat die Evakuierung des gesamten Areals durch den Veranstalter und die Polizei Berlin angeordnet wurde. Mit ihm haben wir in Folge 101 unseres Podcasts „Menschenrechte nachgefragt“ der Politischen Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung über den Anschlag und seine Folgen gesprochen: für die Betroffenen, für die LSBTIQ+-Community und ihre Freunde, aber auch für die Mehrheitsgesellschaft. Wie hat er den Einsatz der Veranstalter und der Polizei erlebt? Wie die engagierte Notfall- und Krisenseelsorge, die noch in der Tatnacht die Betroffenen am Tatort unterstützte? Wie bewertet er die Angriffe aus verschiedenen extremistischen Milieus? Aufgrund der massiven Gefährdung der LSBTIQ+-Community steht die Uhr für ihn bereits auf „zwei vor zwölf“, sagt René Powilleit im Podcast. Hört rein in eine Podcastfolge, die emotionaler ist als die 100 Folgen davor. Eine Folge, die wir in Solidarität mit den betroffenen Menschen aufgenommen haben, damit wir die Opfer nicht vergessen, sondern als Gesellschaft geschlossen an ihrer Seite stehen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung liegt in unmittelbarer Nähe zum Tatort. Die Flaggen vor der Akademie in der Tiergartenstraße wurden mit Trauerflor versehen und eine Trauerbekundung veröffentlicht. Statement der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Anschlag auf den Berliner CSD „Mit großer Bestürzung haben wir die Ereignisse am Rande des Berliner Christopher Street Day verfolgt, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Konrad-Adenauer-Stiftung zugetragen haben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien, Freunden sowie allen, die durch diese schreckliche Tat Leid erfahren haben. Gerade in Zeiten, in denen Freiheit und Zusammenhalt in ungeahntem Maße herausgefordert werden, ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Als Konrad-Adenauer-Stiftung setzen wir uns für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein, die von Respekt und gegenseitiger Achtung geprägt ist. Hass, Extremismus und Gewalt widersprechen den Werten, die uns als Stiftung leiten. Das christliche Menschenbild erinnert uns daran, dass die Würde jedes Menschen unantastbar ist und dass Toleranz und Nächstenliebe die Grundlagen unseres politischen Denkens und Handelns bilden. Deshalb treten wir entschlossen für ein respektvolles Miteinander und eine Kultur der Freiheit und des Rechts ein.“
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    38 分
  • „Durch die junge Generation wird ein freiheitlich-demokratischer Iran entstehen“
    2026/07/14
    In der 100. Folge unseres Podcasts „Menschenrechte nachgefragt“ der Politischen Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen wir über die Menschenrechte in Iran, die durch die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen allzu sehr in den Hintergrund getreten sind. Unser Gast, der Iran-stämmige Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Reza Asghari. Mit 17 Jahren war Prof. Dr. Reza Asghari Teil der iranischen Revolution. Das aus dieser Bewegung das heutige islamistische Regime hervorging, bedauert er zutiefst und bezeichnet seine damalige Unterstützung der Revolution als den vielleicht größten Fehler seines Lebens. 1983 wurde er von den Revolutionsgarden verhaftet. 1987 gelang ihm die Flucht über die Türkei und Ostberlin in die Bundesrepublik Deutschland, wo er Asyl erhielt. Wir sprechen mit ihm über die jüngsten Proteste, die im Januar 2026 Zehntausende – überwiegend sehr junge Menschen – das Leben gekostet hat. Einem 22-jährigen Rap-Musiker aus Reza Asgharis Geburtsstadt Isfahan droht derzeit wegen regimefeindlicher Proteste die Todesstrafe. Wie ist der Professor für Innovation und Entrepreneurship an der FU Braunschweig vom iranischen Sozialisten zum deutschen Christdemokraten geworden? Und warum bezeichnet er heute die Unterstützung der Revolution als vielleicht größten Fehler seines Lebens? Wie blickt er heute auf seine alte Heimat, die unter Diktatur, Wirtschaftskrise und Krieg leidet? Und welche Chancen sieht er für einen tiefgreifenden, politischen Wandel in Iran? Hören Sie rein in eine Podcastfolge, die die Geschichte des Iran der letzten 50 Jahre – aus der Perspektive eines bis heute politisch engagierten Zeitzeugen – Revue passieren lässt.
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    47 分
  • „In Afghanistan gefährdete Wissenschaftlerinnen leisten heute bei uns Spitzenforschung“
    2026/07/02
    Als der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) im vergangenen Jahr sein 100. Jubiläum feierte, hob Außenminister Wadephul zwei Programme besonders hervor: die Philipp Schwartz-Initiative und das Hilde Domin-Programm. Wir sprechen im 99. Podcast „Menschenrechte: nachgefragt“ der Zeitschrift „Die Politische Meinung“ und der Konrad-Adenauer-Stiftung über das Hilde Domin-Programm. Unser Gast: Philipp Effertz; er ist der Leiter des Referats Sonderprojekte und Programme für gefährdete Studierende und Forschende im DAAD. Die Antragsteller für das seit fünf Jahren bestehende Hilde Domin-Programm kommen aus Afghanistan, Belarus, aus dem Iran, dem Sudan und aus Syrien. Die Mund-zu-Mund-Propaganda im akademischen Raum und die Gefährdungslage vieler Wissenschaftler in ihren autoritär regierten Heimatländern sorgen für das große Interesse. Eine Direktbewerbung ist allerdings nicht möglich. Die Wissenschaftler müssen von einer in Deutschland ansässigen Hochschule oder Menschenrechtsorganisation vorgeschlagen werden. Von den etwa 2.600 nominierten Wissenschaftlern wurden bisher 285 in die Förderung des Schutzprogramms aufgenommen. Und zum Schluss: Philipp Effertz über das europäische Schutzprogramm SAFE, an dem auch italienische und französische Bildungsinstitutionen beteiligt sind. Hört rein! Überall, wo es Podcasts gibt.
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    39 分
  • „Der Kampf gegen Antisemitismus ist ein Lackmustest für den Zustand unserer Gesellschaft“
    2026/06/11
    Seit Mai 2018 hat Dr. Felix Klein das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus inne. Es ist im Bundesministerium des Innern angesiedelt. Der Beauftragte koordiniert ressortübergreifend die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Antisemitismus. Er ist Ansprechpartner für jüdische Mitbürger und gesellschaftliche Organisationen und sensibilisiert die Gesellschaft für aktuelle und historische Formen des Antisemitismus. Nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist der Antisemitismus in Deutschland, Europa und weltweit besonders aggressiv zutage getreten. Die angespannte Lage in Nahost und der stärker werdende Rechtspopulismus heizen antisemitische Gewalt gleichermaßen an. Der Diplomat Felix Klein gibt sein Amt im August 2026 auf und geht zurück ins Auswärtige Amt. Er übernimmt in Paris die Leitung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Doch vorher ist er noch im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Zeitschrift Die Politische Meinung zu Gast. Er zieht Bilanz über die vergangenen acht Jahre und spricht über die Herausforderungen, vor denen er seinen Nachfolger im Amt sieht.
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    57 分
  • "Im Sudan brauchen wir humanitären Zugang für die Versorgung der Menschen"
    2026/05/21
    Weltweit nehmen Krisen und Notlagen zu. Zugleich haben viele Länder ihre humanitären Zuwendungen drastisch gekürzt. So auch Deutschland: von rund drei Milliarden Euro auf eine Milliarde Euro. Wir sprechen im Podcast Menschenrechte: nachgefragt mit Helena Lüer vom International Rescue Committee Deutschland. Sie berichtet, welche Auswirkungen diese Mittelkürzungen für die Menschen in Krisengebieten haben. 1933 initiierte Albert Einstein die Gründung des International Rescue Committee (IRC), um Menschen zu helfen, die vor dem Nationalsozialismus fliehen mussten. Er selbst war von einer Reise in die USA nicht nach Nazideutschland zurückgekehrt und entging so der Verfolgung. Heute unterstützt das IRC in mehr als 40 Ländern Menschen, die vor Klimakrisen, Krieg und Verfolgung fliehen. Sie stellen in den Aufnahmegesellschaften Nahrungsmittel, sauberes Wasser und Notunterkünfte zur Verfügung, kümmern sich um die Gesundheitsversorgung und machen Bildungsangebote. Seit 2016 ist IRC auch in Deutschland vertreten, mit etwa 200 Mitarbeitende in allen Bundesländern. Mit Helena Lüer haben wir ausführlich über die Lage im Sudan gesprochen. Dort spielt sich derzeit eine riesige humanitäre Katastrophe ab, die international immer noch zu wenig Beachtung findet. Das International Rescue Committee setzt den Sudan seit drei Jahren auf Platz eins seiner jährlich veröffentlichten Watchlist. Nicht zuletzt deswegen hat man dem Land auf der im April in Berlin stattgefundenen Sudankonferenz erhebliche Mittel zugesagt. Hört rein – überall wo es Podcasts gibt.
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    41 分
  • „Authentische Orte sind etwas ganz anderes als bedrucktes Papier“
    2026/05/07
    Zu Gast in unserem Livepodcast Menschenrechte: nachgefragt anlässlich des 35 Jahrestages der deutschen Einheit und 50 Jahre nach Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki: Dr. Volker Höffer. Er ist Lehrer, Historiker und seit 2009 Leiter der Außenstelle Rostock des Stasi-Unterlagen-Archivs. Volker Höffer hat die friedliche Revolution als 26-Jähriger erlebt. Er weiß, warum im Sommer und im Herbst 1989 so viele junge Menschen den Mut fanden, in Oppositionsgruppen und auf der Straße gegen das DDR-Unrechtsregime zu protestieren: Der Generationenwechsel mobilisierte Zehntausende, die weniger traumatisiert und angstgetrieben waren als ihre Eltern. Viele Menschen waren der totalen Überwachung und der Repressionen überdrüssig. Ihre Hoffnungen auf eine erleichterte Ausreise und eine Stärkung der Menschenrechte hatten sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Herrschenden hatten nie die Absicht gehabt, sich an die Regeln aus der Schlussakte von Helsinki zu halten, zu deren Unterzeichnern im August 1975 auch die DDR gehört hatte. Die Staatssicherheit trieb ihre Zersetzungsmaßnahmen voran, und machte auch vor dem Einsatz im Westen nicht halt: so wurden Menschenrechtsorganisationen wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und Amnesty International gezielt unterwandert. Stützen konnte sich die Staatssicherheit auf Zehntausende Inoffizielle Mitarbeiter. Höffer schildert erschreckende Beispiele von Verrat im engsten Freundeskreis. Jahr für Jahr beantragen immer noch Tausende Einsicht in „ihre Akte“. Manche zum wiederholten Mal, manche trauen sich erst nach Jahrzehnten, die Belege für ihre Bespitzelung durch Freunde, Kollegen, sogar Familienmitglieder einzusehen. Die Kenntnisse darüber, wie ein Inlandgeheimdienst wie die Staatssicherheit arbeitet, waren während des Arabischen Frühlings sehr gefragt. Deutsche Experten unterstützten die ägyptischen Behörden bei der Aufarbeitung der Mubarak-Diktatur. Heute bemühen sich Syrier um deutsche Expertise, von der sie sich versprechen die Erbschaft von zwölf Geheimdiensten und ihrer ungezählten Folterhöllen aufzuarbeiten. Vorabinfo: In der nächsten Folge sprechen wir mit Helena Lüer vom International Rescue Committee, 1933 von Albert Einstein gegründet, über die weltweite humanitäre Hilfe.
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    32 分
  • Das Thema Religionsfreiheit bekommt jetzt eine größere Sichtbarkeit
    2026/04/01
    Zu Gast in der Karwoche 2026 im Podcast Menschenrechte: nachgefragt: Thomas Rachel MdB, der neue Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Das Amt gibt es seit 2018. In dieser Legislaturperiode ist es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Auswärtigen Amt gewechselt. Über die Gründe dafür und welchen Stellenwert die deutsche Außenpolitik der Religions- und Weltanschauungsfreiheit beimisst, haben wir mit Thomas Rachel gesprochen. Thomas Rachel setzt sich für die Fortführung des bilateralen Dialogs mit dem Vatikan und für eine verstärkte Zusammenarbeit im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ein. Er berichtet über sein Engagement für die Baha’i und die Christen im Iran und über die Lage der Tibeter und Uiguren in China. Sein Fazit: „Die Anzahl der Länder, in denen es Unterdrückung von Gläubigen gibt, nimmt leider zu.“ Sein eindringlicher Appell: „Wenn Menschen ihrer Religions- und Weltanschauungsfreiheit beraubt werden, dann muss uns das alle angehen!“
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    32 分
  • „Der Iran geht inzwischen den nordkoreanischen Weg“
    2026/03/18
    Der Sozialwissenschaftler, Publizist und Dolmetscher Dr. Wahied Wahdat-Hagh ist seit Jahrzehnten ein kritischer Beobachter des Iran. Er publiziert regelmäßig über die Entwicklungen in dem krisengeschüttelten Land. Im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Politischen Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen wir mit ihm über den Krieg zwischen Iran, Israel und den USA. Die Operation, die am 28. Februar 2026 begann, wird in den USA Epic Fury und in Israel Rising Lion genannt. Tötung von Chamenei Eine Woche nach der Tötung des obersten Religionsführers Ali Chamenei durch einen gezielten Angriff ernannte der 88-köpfige Expertenrat seinen Sohn Mojtaba Chamenei zum neuen Oberhaupt. Wir haben Wahdat-Hagh gefragt, wie sich die Enthauptung der politischen, klerikalen und militärischen Führung des Iran auf die Stabilität des Regimes und auf die Machtbalance zwischen Klerus und den Revolutionsgarden auswirkt. Iran-Massaker 2026 Im Januar sind Zehntausende friedliche Demonstranten vom Regime verhaftet, schwer verletzt und getötet worden. Wir wollten von Wahdat-Hagh wissen, ob der Krieg – trotz der Massaker an der eigenen Bevölkerung – dazu führen könnte, dass sich die Iraner hinter das Regime stellen. Transnationale Repression in Deutschland Deutsche Sicherheitsbehörden sind derzeit sehr wachsam: Man befürchtet, dass die iranischen Repressivorgane ihre Aktivitäten ausweiten und auch in Deutschland Regimegegner verfolgen und bedrohen. Wie können die etwa 400.000 Deutsch-Iraner, Israelis und jüdische Menschen vor der transnationalen Repression und dem Terror des Mullah-Regimes geschützt werden?
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    22 分