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あらすじ・解説

In einer komplizierten Welt wünschen sich viele einfache Antworten. Die gibt es aber nicht. Wenn man als Christ, die Welt besser machen will, muss man die richtigen Fragen stellen. Das tut Pfarrer, Moderator und Kolumnist Günter Mahler in seinem täglichen KolumnenPodcast! www.podcast-eins.de

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エピソード
  • Rechtsextreme gehören nicht ins Parlament!
    2026/10/08

    261009PC Die schleichende Normalisierung der Rechtsextremen

    Mensch Mahler am 09.10.2026


    Vorgestern war ein schrecklicher Tag. Zum ersten Mal seit 1945 hat ein Rechtsextremer das Sagen in einem Landesparlament. 48 Abgeordnete gaben Tobias Rausch ihre Stimme, die AfD hat 39 Mandate. Das muss uns auch mit Blick auf die im Dezember anstehende Wahl des Ministerpräsidenten mit großer Sorge erfüllen. Was wir hier sehen, ist die schleichende Normalisierung einer rechtsextremen Partei. Doch wir werden alles dagegen tun. Mit den Worten unser Fraktionsvorsitzenden Suse Sziborra-Seidlitz, die direkt nach der Wahl sehr deutlich war:


    »Wir werden eingreifen, wenn Sachsen-Anhalt zu ihrer Beute werden soll!«


    Aus den letzten Monaten wissen wir bereits, was gemeinsam möglich ist. Durch den starken Wahlkampf, den wir in Sachsen-Anhalt geführt haben, konnten wir verhindern, dass die AfD eine absolute Mehrheit im Landtag bekommen hat. Jetzt muss es vor Ort weitergehen. Wir schaffen jetzt Schutzräume für die Zivilgesellschaft, sorgen für lautstarken Protest auf der Straße und ein aktives, wachsames Parlament.


    Die Erfolge in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommer werden den Rechtsextremen nicht genügen. Umso wichtiger ist, es das wir jetzt weiter zusammenstehen. Gemeinsam sind wir stärker als der Hass der Rechtsextremen. Die AfD hat sich vielleicht in die Mitte des Plenarsaals in Magdeburg gesetzt, aber das bedeutet nicht, dass sie die Mitte der Gesellschaft repräsentiert. Was jetzt zählt, ist, dass wir aktiv bleiben. Wir überlassen den Rechtsextremen nicht kampflos das Feld. Wir stehen zusammen für Demokratie!


    Denken wir an die Worte von Pastor Martin Niemöller, der sich ab 1933 stark gegen die Machtausbreitung der NSDAP in allen gesellschaftlichen Bereichen wehrte. Am bekanntesten sind diese Worte Niemöllers:


    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

    Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.


    Geschichte wiederholt sich nur, wenn wir schweigen. Lasst uns laut werden.

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    2 分
  • Israel muss aufhören, zu hassen ....
    2026/10/07

    261007PC Israels Politik spaltet die Welt

    Mensch Mahler am 07.10.2026


    Um es gleich vorweg zu sagen: ich bin weder Antisemit noch Hamas-Freund. Ich bin ein Freund Israels. Und genau deshalb mache ich mir Sorgen um das Image von und die Solidarität mit Israel in der gesamten Welt. Zwei Anlässe aus der jüngsten Zeit veranlassen mich, einen kritischen Kommentar zu versenden.


    1. Die Spiele in der Conference League zwischen Israel und Irland fanden auf neutralem Boden in Serbien statt. Zur ersten Begegnung trat der irische Nationaltorhüter aus Protest gegen Netanjahus Politik Gaza betreffend nicht an. Die irischen Spieler verweigerten den Israelis den Handschlag. Beim Abspielen der israelischen Hymne senkten sie kollektiv ihre Köpfe.


    Beim Rückspiel kam es zu einem Vorfall, der noch genauer untersucht werden muss. Nach Angaben irischer Medien hat der Fitnesstrainer der Nationalmannschaft behauptet, in der Halbzeit auf dem Weg zur Kabine von israelischer Seite angespuckt worden zu sein. Der irische Trainer Hallgrimsson sagte, er wünsche sich in Zukunft keine Länderspiele zwischen Irland und Israel mehr.


    1. Liedermacher Wolf Biermann wendet sich anlässlich der Veröffentlichung seiner Tagebücher mit scharfer Kritik an die israelische Regierung. „Was sie jetzt in Israel im Gazastreifen machen, ist ein Kriegsverbrechen – ohne Wenn und Aber! Biermann hat jüdische Wurzeln. Seine Familie wurde im Holocaust ermordet. „Die schlimmsten und gefährlichsten Antisemiten“ lebten „im Momen t in Israel“, sagte Biermann im Blick auf den israelischen Regierungschef Benjamin Netnajahu und dessen Regierung. Sie seien dabei, das Land in einen reaktionären, brutalen Unterdrückerstaat zu verwandeln. Seine Hoffnung auf ein demokratisches, menschliches Israel sei dahin. Mit Bezug auf Goethe sprach Biermann von „Lemuren“ in Israel. Lemuren sind in Johann Wolfgang von Goethes „Faust II“ Totengeister, die dem Teufel dienen. Topaussage in Biermanns Tagebüchern in Bezug auf Israel: „Ihr löscht das Feuer mit Benzin“.


    Armes Israel. Selbst die wohlgesonnensten Freunde und Freundinnen wenden sich ab. Wie lange lässt sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Israels es sich gefallen, dass Netanjahu, die radikalen Siedler und die orthodoxen Juden das Land immer weiter aus der Weltgemeinschaft wegführen, indem sie jegliche humanitäre Grundregeln missachten? Das darf nicht sein – um Israels willen. Diese Kräfte müssen endlich entmachtet werden, um einer Regierung Platz zu machen, die nicht in blindem Hass agiert, sondern mit Augenmaß und Diplomatie den Platz Israels in der solidarischen Weltgemeinschaft zurückerobert.

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    3 分
  • Die Berge zerbröseln
    2026/10/06

    261006PC Die Berge zerbröseln

    Mensch Mahler am 06.10.2026


    Wir gehen sehr gerne in die Berge. Zum Wandern, zum Skilaufen, zum Radeln. Klar, Nepal hat uns erschreckt. Michel, einer unserer Freunde, hat drei Menschen verloren durch den Gletscherabbruch. Mit ihnen hatte er sich in einem NGO-Schulprojekt engagiert, war mehrere Male mit ihnen vor Ort. Die Fluten brachten rund 1.400 Menschen den Tod, 5.000 werden noch vermisst. Unter ihnen die drei Freundinnen von Michel.

    Ein ähnliches Unglück ereignete sich im schweizerischen Blatten. Ein massiver Gletscher- und Bergsturz zerstörte das Bergdorf zu 90%. Die Einwohner wurden rechtzeitig evakuiert – niemand kam unmittelbar zu Schaden an Leib und Leben.

    Vor einigen Jahren bin ich noch vom Montafon über die Silvretta-Hochalpenstraße nach Tirol geradelt. Jetzt ist die Straße dicht. Sie muss bis 2030 verlegt werden. Die alte Streckenführung wurde immer wieder von Erdrutschen und Felsstürzen verschüttet.

    Wenn wir durch unsere geliebten Berge wandern, gibt es schon mal das Hinweisschild: den nächsten Streckabschnitt zugig durchqueren. Es drohen Felsstürze.

    Natürlich macht das Angst. Wir als Urlauber trifft es ja nicht so hart, wir müssen ja nicht in die gefährdeten Gebiete reisen. Die Anwohner werden damit leben müssen, dass die Gletscher und der Permafrost sich zurückziehen. Platt gesagt könnte man sagen. Die Berge zerbröseln, weil ihnen der Kitt fehlt. Es ist schlicht zu warm.

    Anstatt wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, sollte man wissenschaftlich erhärtete Fakten zur Kenntnis nehmen.

    Wir befinden uns geologisch gesehen seit etwa 2,6 Millionen Jahren im Quartären Eiszeitalter. Dieses Zeitalter ist durch einen ständigen Wechsel zweier Phasen geprägt:

    • Glaziale (Kaltzeiten):
    • Große Teile der Kontinente verschwinden unter dicken Eisschilden.
    • Der Meeresspiegel sinkt drastisch (um bis zu 120 Meter), weil das Wasser im Eis gebunden ist.
    • Diese Phasen dauern meist recht lange, oft rund 90.000 bis 100.000 Jahre.
    • Interglaziale (Warmzeiten):
    • Die Gletscher ziehen sich weitgehend in die Polarregionen und Hochgebirge zurück.
    • Der Meeresspiegel steigt wieder an.
    • Diese Phasen sind deutlich kürzer und dauern meist nur etwa 10.000 bis 30.000 Jahre.

    Wo befinden wir uns heute?

    Wir leben derzeit in einer Warmzeit, dem Holozän. Diese Phase begann vor etwa 11.700 Jahren mit dem Ende der letzten Kaltzeit.

    Wichtiger Unterschied zur Gegenwart: Während die natürlichen Zyklen extrem langsam über Jahrtausende ablaufen, führt der menschengemachte Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen aktuell zu einer extrem beschleunigten Erwärmung. Diese überlagert und verzögert die natürlichen astronomischen Rhythmen, die uns langfristig (in vielen Jahrtausenden) eigentlich wieder in eine nächste Kaltzeit führen würden.

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    3 分
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