エピソード

  • Krisztina Rozgonyi, Juristin und Medienwissenschaftlerin
    2026/08/28

    Wer bis zum Sommer 2026 in Ungarn das Radio eingeschaltet hat, hat vielerorts dieselben Nachrichten gehört. Die Gleichschaltung der ungarischen Medienlandschaft war eine der Folgen von 16 Jahren Viktor Orbán Regierung. Und diese hat die Medienwissenschaftlerin Krisztina Rozgonyi hautnah miterlebt. Anfang der 2000er Jahre hat sie die ungarische Medienregulierungsbehörde geleitet. Als 2010 zahlreiche Medienunternehmen umstrukturiert worden sind oder von regierungsnahen Eigentümern übernommen wurden und die Pressefreiheit sukzessive eingeschränkt wurde, hat Krisztina Rozgonyi, wie viele andere, Ungarn verlassen. Sie ist mit ihrer Familie nach Österreich ausgewandert. Die studierte Juristin ist hier nun als Wissenschaftlerin an verschiedene Institutionen tätig.
    Mit Mari Lang spricht sie über die Hoffnungen, die sie seit dem Machtwechsel in Ungarn für das dortige Mediensystem hegt, und welche Stolpersteine und Gefahren es beim schnellen Rückbau eines autoritären Systems geben könnte.

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    53 分
  • Barbara Horejs, Archäologin
    2026/08/21

    Die antike Stadt Ephesos ist vermutlich Vielen ein Begriff. Nicht ganz so bekannt ist eine deutlich ältere Siedlung im Süden von Ephesos. Schon vor über 8000 Jahren haben dort Menschen in Häusern gelebt. Ans Tageslicht gebracht hat das alles die Archäologin Barbara Horejs mit ihrem Team in den letzten knapp 20 Jahren. Barbara Horejs leitet das Archäologische Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sie ist Spezialistin für die frühe Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Halbmonds, also jener Länder in Südwestasien, die auf der Landkarte zusammen die Form eines Halbmonds einnehmen. Dieser fruchtbare Halbmond gilt als die Wiege der Landwirtschaft in unseren Breiten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer geht es um den Beginn der Sesshaftwerdung, darum, wie sich diese Lebensweise aus dem Osten kommend über Europa verbreitet hat, um Grabungsglück, neue Funde, die alte Erkenntnisse auf den Kopf stellen, und um die Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. (WH v. 12.12.2025)

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    54 分
  • Engin Çatik, Schulleiter Berlin
    2026/08/27

    Vor zwei Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ und als „Schule der Schande“ in die Schlagzeilen. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-Jährige führte die Schule bis zum Ende des vergangenen Schuljahres mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter Autorität“, wie er es nennt. Das Milieu und die Probleme seiner Schülerinnen und Schüler kennt der türkischstämmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im Gefängnis saß. Immer wieder sagte Engin Çatik in Interviews von sich: „Ich kann Krise“. Dann wurde im Frühjahr überraschend bekannt, dass er die Bergius-Schule mit Beginn der Sommerferien schon wieder verlassen wird, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorüber“, sagte er dazu gegenüber Armin Wolf, der Engin Catik Ende März in der Nähe seiner Berliner Schule zum Gespräch getroffen hat. (WH von 3.4.2026)

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    54 分
  • Barbara Horejs - Langversion
    2026/08/21

    Die antike Stadt Ephesos ist vermutlich Vielen ein Begriff. Nicht ganz so bekannt ist eine deutlich ältere Siedlung im Süden von Ephesos. Schon vor über 8000 Jahren haben dort Menschen in Häusern gelebt. Ans Tageslicht gebracht hat das alles die Archäologin Barbara Horejs mit ihrem Team in den letzten knapp 20 Jahren. Barbara Horejs leitet das Archäologische Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sie ist Spezialistin für die frühe Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Halbmonds, also jener Länder in Südwestasien, die auf der Landkarte zusammen die Form eines Halbmonds einnehmen. Dieser fruchtbare Halbmond gilt als die Wiege der Landwirtschaft in unseren Breiten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer geht es um den Beginn der Sesshaftwerdung, darum, wie sich diese Lebensweise aus dem Osten kommend über Europa verbreitet hat, um Grabungsglück, neue Funde, die alte Erkenntnisse auf den Kopf stellen, und um die Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. (WH v. 12.12.2025)

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    1 時間 13 分
  • Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Autor
    2026/07/31

    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)

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    53 分
  • Yoko Tawada, japanisch-deutsche Schriftstellerin und Sprachkünstlerin
    2026/08/14

    „Yoko Tawada beschreibt die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig träumen und hellwach sein“, hat eine Rezensentin über die japanisch-deutsche Schriftstellerin gesagt. Alles scheint in Tawadas Büchern möglich: Da wird eine Liebesgeschichte aus der Perspektive von Gegenständen erzählt; eine Frau verwandelt sich in ein Schuppentier und reist durch Traumsequenzen; oder drei Eisbären erzählen ihre Geschichte von Emigration und Wanderschaft, einer davon der Berliner Zoobär Knut. Mit Humor, genauem Blick, leichtfüßig kommen Tawadas Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke daher, und behandeln doch gewichtige Themen wie Fremdheit, Identität, Sprache oder die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Yoko Tawada, geboren 1960 in Tokyo, reiste in jungen Jahren nach Europa – und blieb. Erst in Hamburg, dann in Berlin, wo sie bis jetzt lebt und arbeitet. Dort hat Judith Brandner, selbst Japanologin und Japankennerin, sie zum Gespräch getroffen. (WH von 19.12.2025)

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    54 分
  • Bernhard Pörksen - Langversion
    2026/07/31

    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)

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    1 時間 14 分
  • Sonia Kleindorfer - Langversion
    2026/08/13

    Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann. (WH von 24.4.2026)

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    1 時間 21 分