エピソード

  • Maria Kalesnikava, Flötistin und Bürgerrechtlerin aus Belarus
    2026/10/16

    Als Sicherheitskräfte versuchten, sie 2020 gegen ihren Willen aus Belarus abzuschieben, zerriss die Bürgerrechtlerin an der ukrainischen Grenze ihren Pass – eine Aktion, die weltweit zum Symbol des Widerstands wurde. Kurz darauf wurde sie verhaftet und in einem Scheinprozess zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Nach fünf Jahren Haft, zweieinhalb davon in Einzelhaft, kam die Flötistin Maria Kalesnikava überraschend frei – es war das Ergebnis diplomatischer Verhandlungen, an denen die US-Regierung beteiligt war. Heute lebt die 1982 in Minsk geborene Maria Kalesnikava im Exil, setzt sich jedoch weiterhin für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie in ihrer Heimat ein und erinnert an das Schicksal der zahlreichen weiteren politischen Gefangenen in Belarus. Vergangene Woche trat die Flötistin beim ORF Musikprotokoll in Graz im Rahmen des Steirischen Herbst auf, zusammen mit dem Radiosymphonieorchester. Marlene Nowotny hat Maria Kalesnikava dort im Proberaum der Kunstuniversität getroffen.

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  • Susanne Weigelin-Schwiedrzik - Langfassung
    2026/10/09

    Bis zum Jahr 2049, dem 100. Geburtstag der Volksrepublik China, will Staatschef Xi Jinping den "chinesischen Traum" verwirklichen und sein Land zur führenden Weltmacht des 21. Jahrhunderts machen. Doch das wirtschaftliche Erfolgsmodell ist fragiler als es scheint. Und politisch ist auch das moderne China eine brutale Diktatur. Wie stabil ist dieses System? Wie wahrscheinlich ist ein Krieg um Taiwan? Und was sind unsere größten Irrtümer über China?
    Über all das hat Armin Wolf mit einer der besten deutschsprachigen Kennerinnen des Landes gesprochen: mit Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Sie war fast 20 Jahre lang Professorin für Sinologie an der Universität Wien und hat dieser Tage eine aktualisierte Neuauflage ihres Bestsellers "China und die Neuordnung der Welt" im Brandstätter Verlag veröffentlicht.

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    1 時間 45 分
  • Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Sinologin
    2026/10/09

    Bis zum Jahr 2049, dem 100. Geburtstag der Volksrepublik China, will Staatschef Xi Jinping den "chinesischen Traum" verwirklichen und sein Land zur führenden Weltmacht des 21. Jahrhunderts machen. Doch das wirtschaftliche Erfolgsmodell ist fragiler als es scheint. Und politisch ist auch das moderne China eine brutale Diktatur. Wie stabil ist dieses System? Wie wahrscheinlich ist ein Krieg um Taiwan? Und was sind unsere größten Irrtümer über China?
    Über all das hat Armin Wolf mit einer der besten deutschsprachigen Kennerinnen des Landes gesprochen: mit Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Sie war fast 20 Jahre lang Professorin für Sinologie an der Universität Wien und hat dieser Tage eine aktualisierte Neuauflage ihres Bestsellers "China und die Neuordnung der Welt" im Brandstätter Verlag veröffentlicht.

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    53 分
  • Claudia Rapp, Byzantinistin
    2026/10/02

    Heiligenikonen, schillernde Mosaike, viel Gold und üppig dekorierte Kirchen - das verbinden wahrscheinlich viele mit dem Namen Byzanz. 1000 Jahre bestand das byzantinische Kaiserreich, für das Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner abseits des Kaiserhofs interessiert sich Claudia Rapp. Schon in der Schule begeisterte sie sich für alt-Griechisch und die Geschichte Ostroms. Nach fast zwei Jahrzehnten Forschung und Lehre in den USA kam Claudia Rapp 2011 als Professorin für Byzantinistik an die Universität Wien. Wien ist für sie das „Schlaraffenland“ ihres Forschungsgebiets: Wegen des wissenschaftlichen Umfelds einerseits, und wegen des riesigen Schatzes an alten Handschriften in der Nationalbibliothek andererseits. Birgit Dalheimer hat mit ihr über das Leben im byzantinischen Kaiserreich gesprochen, über Verbrüderungsrituale, die Rolle von Frauen, über alte Sprachen und Schriften, die mit modernsten Methoden untersucht werden.

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  • Mazda Memarsadeghi, iranischer Arzt
    2026/09/25

    Mazda Memarsadeghi,1967 im Iran geboren, wurde er mit 16 Jahren gemeinsam mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder nach Wien geschickt, um nicht „Kanonenfutter“ zu werden. Die Zeit in Österreich sollte eine kurze sein, doch der Irak-Iran-Krieg zog sich von 1980 bis 1988. „Wir mussten schwimmen lernen im Ozean“, nennt Mazda Memarsadeghi diese Zeit heute. Radiologe wollte er werden, „um das Unsichtbare sichtbar zu machen“. Nun arbeitet er als Standortleiter eines Radiologieinstituts in St. Gallen. Seit 2012 lebt Mazda Memarsadeghi mit seiner Frau und den gemeinsamen beiden Kindern in der Schweiz. Und er lebt mit seiner Familie in Teheran mit; sein Bruder ist zurückgekehrt, die Eltern sind geblieben. Es ist nicht immer leicht, Kontakt zu halten. Mit ORF-Iran-Korrespondentin Rosa Lyon (mit der er seit einem Jahr regen schriftlichen Austausch führt) spricht darüber, wie die Menschen im Iran leben und was Alltag mit so viel Ungewissheit, Gewalt und Repression bedeutet.

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    54 分
  • Thaddaeus Ropac, Galerist
    2026/09/18

    "London, Paris, Salzburg, Mailand, Seoul" steht ganz oben auf der Website des Galeristen Thaddaeus Ropac. Der 66-jährige Kärntner, der mit Anfang zwanzig eine winzige Galerie in Salzburg aufgesperrt hat, zählt seit vielen Jahren zu den einflussreichsten Galeristen der Welt. Ropac vertritt globale Superstars wie Anselm Kiefer, Axel Katz oder Joan Snyder und die Nachlässe von Joseph Beuys oder Robert Rauschenberg. Aus Österreich hat er Erwin Wurm, VALIE EXPORT oder Martha Jungwirth in seinem Programm – und seit kurzem auch Florentina Holzinger. Aber was tut ein Mega-Galerist eigentlich? „Wir verkaufen nicht einfach Kunst. Wir platzieren Kunst“, hat Ropac einmal gesagt. Armin Wolf hat mit Thaddaeus Ropac darüber gesprochen, was was heißt, "Kunst zu platzieren“, wie er gute von schlechter Kunst unterscheidet, über den globalen Kunstmarkt und seine Exzesse, über die Macht von Galeristen und über sein Bild von Österreich, wo der Wahl-Pariser Ropac seit vielen Jahren nur mehr zeitweise lebt.

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    53 分
  • Thaddaeus Ropac - Langversion
    2026/09/18

    "London, Paris, Salzburg, Mailand, Seoul" steht ganz oben auf der Website des Galeristen Thaddaeus Ropac. Der 66-jährige Kärntner, der mit Anfang zwanzig eine winzige Galerie in Salzburg aufgesperrt hat, zählt seit vielen Jahren zu den einflussreichsten Galeristen der Welt. Ropac vertritt globale Superstars wie Anselm Kiefer, Axel Katz oder Joan Snyder und die Nachlässe von Joseph Beuys oder Robert Rauschenberg. Aus Österreich hat er Erwin Wurm, VALIE EXPORT oder Martha Jungwirth in seinem Programm – und seit kurzem auch Florentina Holzinger. Aber was tut ein Mega-Galerist eigentlich? „Wir verkaufen nicht einfach Kunst. Wir platzieren Kunst“, hat Ropac einmal gesagt. Armin Wolf hat mit Thaddaeus Ropac darüber gesprochen, was was heißt, "Kunst zu platzieren“, wie er gute von schlechter Kunst unterscheidet, über den globalen Kunstmarkt und seine Exzesse, über die Macht von Galeristen und über sein Bild von Österreich, wo der Wahl-Pariser Ropac seit vielen Jahren nur mehr zeitweise lebt.

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  • Ruth Beckermann, Filmemacherin und Autorin
    2026/09/11

    Die Filmemacherin Ruth Beckermann dreht in unterschiedlichsten Kulturen und sozialen Zusammenhängen. So vielfältig die Themen ihrer Filme sind – immer interessiert sie der Blick hinter die Fassade, die Gedanken und Geschichten der Menschen, die soziale Wirklichkeit gestalten. Seit ihrem Filmdebüt „Arena“, in dem die damals 24-Jährige die Besetzung des Auslandsschlachthofes in Wien dokumentarisch verarbeitet hat, sind 21 Filme entstanden. Ruth Beckermann, die in Wien und Tel Aviv Publizistik und Kunstgeschichte, so wie in New York Fotografie studiert hat, will in ihren Dokumentarfilmen soziale Wirklichkeit nicht objektiv abbilden, sondern sie lässt ihren subjektiven Blick auf das Geschehen die Geschichten hinter den Bildern erzählen. Andreas Obrecht spricht mit ihr über ihren aktuellen Film „Wax & Gold“, in dem sie sich der äthiopischen Geschichte und Gegenwart zwischen Tradition und Modernisierung annähert. Haile Selassie, 1930 bis 1974 letzter Kaiser von Äthiopien, war für sie in ihr

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