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Hirnzigartig - ADHS und Neurodiversität im Business

Hirnzigartig - ADHS und Neurodiversität im Business

著者: Julie Simstich Walter Marinelli
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ADHS und Neurodiversität im BusinessJulie Simstich, Walter Marinelli 衛生・健康的な生活
エピソード
  • Nach fast einem Jahr Podcast springen Julie und Walter auf die Metaebene
    2026/08/25
    Nach fast einem Jahr Podcast springen Julie und Walter auf die Metaebene: Was hat sich in zwölf Monaten „Hirnzigartig" verändert, was ist am Anspruch gescheitert – und was hat sich als tragfähig erwiesen? Es geht um die Rahmenbedingungen eines Freizeitprojekts von zwei Menschen mit ADHS, um die Frage „Darf dieses Projekt scheitern?" und um eine Öffentlichkeit, in der Neurodivergenz zunehmend als Superkraft und Verkaufsargument vermarktet wird. Zum Abschluss: eine kurze Sommerpause und ein sehr konkreter Wunsch nach Feedback. Takeaways Ein Jahr Podcast heißt vor allem: Learning by Doing. Inhaltlich sind Julie und Walter näher an ihrer Mission als am Anfang – bei Technik und Reichweite gibt es weiter Luft nach oben. Transparenz gehört dazu: schwankende Audioqualität, unterschiedliche Technik bei Gästen, begrenzte Zeit. Der Podcast ist ein Herzensprojekt neben dem Beruf, keine Studioproduktion. „Darf das Projekt scheitern?" ist die zentrale Frage bei fast jedem Vorhaben – denn die Antwort verändert, wie man arbeitet. Hier lautet sie: ja. Genau deshalb macht es Spaß, weiterzumachen. Der Podcast wirkt zurück in Beruf und Netzwerk: neue Kundenprojekte, Begegnungen mit ehemaligen Gästen, Hörer:innen, die einzelne Folgen besser erinnern als die Hosts selbst. Das Superkraft-Narrativ greift zu kurz. Hinter ADHS und Autismus steht reales Leiden – Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf stehen nicht auf Bühnen und geben keine Interviews. Prominente Diagnose-Bekenntnisse sind ambivalent: Sie erhöhen Sichtbarkeit, verstärken aber gleichzeitig die Verharmlosung. In der Praxis wird es komplexer, nicht einfacher: Differenzialdiagnostik (ADHS vs. Borderline, PTBS u. a.) braucht Sorgfalt, und im Arbeitskontext entstehen für Führungskräfte und HR reale Spannungsfelder. Vorsicht bei „Selbstständig mit ADHS"-Coaching-Versprechen: Selbstständigkeit löst weder Struktur- noch Zeitprobleme – für viele endet der Weg teuer. Wissenschaftlich denken heißt, auch die eigene Hypothese fallen zu lassen – wie in der Fidget-Spinner-Folge, in der die erhoffte Evidenz schlicht nicht existierte. Chapters 00:00 – Warum diese Folge anders ist: Recap und Metaebene 00:20 – Urlaub, Erholungsdruck und ein unterbrochener Song 01:50 – Ein Jahr Hirnzigartig: Wo stehen wir wirklich? 02:15 – Learning by Doing: Technik, Qualität und ehrliche Rahmenbedingungen 03:55 – Ein Freizeitprojekt von zwei Menschen mit ADHS 04:54 – Die wichtigste Frage: Darf das Projekt scheitern? 06:00 – Was der Podcast zurückgibt: Begegnungen, Beziehungen, neue Projekte 07:28 – Neurodiversität im Hype: Vermarktung, Prominenz und Superkraft-Mythos 09:27 – Aus der Praxis: Differenzialdiagnostik und Spannungsfelder im Unternehmen 10:50 – Wenn ADHS und Autismus keine Superkraft sind 11:32 – „Selbstständig mit ADHS": Coaching-Versprechen und ihre Kosten 12:32 – Imposter-Gefühle und die Fidget-Spinner-Folge als Lernmoment 13:52 – Ausblick: neue Gäste, bessere Technik, Business-Perspektive 15:07 – Aufruf: Feedback, Fragen und Gästevorschläge statt Like-Bitten 16:10 – Sommerpause bis Ende September – und schöne Grüße in den Sommer Mehr zu den Hosts Julie Simstich (Psychologin & Organisationsexpertin): hirnzigartig.at 
Walter Marinelli (Kreativ-Profi & persönlicher Experte): marinelli.de ADHS, Neurodiversität, Neurodivergenz, Autismus, AuDHS, Superkraft-Mythos, Arbeitspsychologie, Differenzialdiagnostik, Führung, HR, New Work, Coaching-Markt, Selbstständigkeit mit ADHS, Podcast-Rückblick, Neuroaffirmativ
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    18 分
  • Wie kommt Neuro-Biodiversität eigentlich in den Unternehmensalltag?
    2026/08/11
    Wie kommt Neuro-Biodiversität eigentlich in den Unternehmensalltag? Im zweiten Teil des Gesprächs mit Markus Götz wird es konkret: Julie und Walter nehmen ihn in die Pflicht, aus dem philosophischen Überbau von Teil 1 handfeste erste Schritte für Führungskräfte und HR abzuleiten. Herausgekommen ist eine Folge über psychologische Sicherheit, Führungshaltung und die Frage, warum gute Führung für neurodivergente Menschen am Ende gute Führung für alle bedeutet. Wer Teil 1 noch nicht gehört hat: unbedingt nachholen – auch wegen der Outtakes. Takeaways – Vor jeder Maßnahme steht das Why: Warum wollen wir das eigentlich? Ohne echte Haltung dahinter bleibt Neurodiversität ein PR-Strohfeuer, das Mitarbeitende sofort durchschauen.
 – Neuroinklusion ist kein Change-Projekt mit Enddatum. Wer am 1. Juli startet und am 31.12. „fertig" sein will, hat das Prinzip nicht verstanden.
 – Auch ohne CEO-Mandat lässt sich anfangen: Der eigene Handlungsspielraum ist oft kleiner als gewünscht, aber größer als gedacht – erst Mitstreiter suchen, dann skalieren.
 – Kleine Unternehmen kommen häufig über den konkreten Menschen dorthin, nicht übers Menschenbild: Da sitzt jemand auf einer schwer ersetzbaren Position, also baut man den Arbeitsplatz um ihn herum.
 – Psychologische Sicherheit zeigt sich an den Fragen, die gestellt werden dürfen: „Arbeitest du gerne hier?" oder „Darf dieses Projekt scheitern?" – beides wird meist vermieden, weil man die Antwort fürchtet.
 – Schwächen zuzugeben kostet keine Autorität, sondern schafft sie. Voraussetzung ist allerdings, dass die Führungskraft ihre eigene Führungslegitimation geklärt hat.
 – Freiräume zahlen sich wirtschaftlich aus: Walter erzählt, wie aus einem abgelehnten Kundenanruf ein komplett neues Geschäftsfeld entstanden ist. Markus ergänzt Beispiele von Harley-Davidson und einem Ingenieurbüro, das Mitarbeiter-Ideen fördert, statt sie zu binden.
 – Nicht alles ist messbar – und der Versuch, es trotzdem zu tun, erzeugt Scheinsicherheit. Erst loslaufen, dann gemeinsam mit dem Team überlegen, woran man Verbesserung erkennt.
 – Führung als Dienstleistung: „Ich bin die Ressource meiner Mitarbeiter, nicht umgekehrt." Wo das gilt, braucht niemand ein Outing, um zu sagen, was er oder sie zum Arbeiten braucht. Chapters 00:00 Rückblick auf Teil 1 – von Homo economicus zur Neuro-Biodiversität
 02:13 Der erste Schritt: Was ist es uns wert und warum machen wir das?
 04:22 Unterschiedliche Auslöser – vom Gründer-Why bis zu hohen Krankenständen
 06:08 Handlungsspielraum ausloten, ohne sich die Finger zu verbrennen
 08:56 Walters Einwurf: Wie kleine Unternehmen es angehen
 11:32 Die Fragen, die nie gestellt werden – „Arbeitest du gerne hier?"
 13:07 „Darf dieses Projekt scheitern?"
 13:44 Praxisbeispiel: Zweierbüro für einen autistischen Mitarbeiter
 14:41 Konkret gefragt: Was rätst du einer Führungskraft mit 20 Leuten?
 17:20 Die Insel im Unternehmen – psychologische Sicherheit im Team schaffen
 19:23 Fehler und Schwächen zugeben als Führungskraft
 23:00 Stärken statt Kompetenzen: Positive Leadership in der Praxis
 25:50 Walters Beispiel: Wie aus einem abgelehnten Anruf die Kimma-App wurde
 29:21 Harley-Davidson und ein Ingenieurbüro, das Ideen seiner Leute finanziert
34:31 Warum Ehrlichkeit nach oben Kommunikationskompetenz braucht
 38:35 Loslaufen ohne Metriken – und erst danach über Messbarkeit reden
 42:30 „Epic Shit" statt Verwaltung: Vision im Kleinen
 43:53 Führungslegitimation, Antreiber und eigene Denkverzerrungen
 45:16 Loslassen lernen – Markus über den eigenen Start als Führungskraft
 47:50 Servant Leadership: Führung als Dienstleistung am Team
 50:17 Reibflächen im Team moderieren statt Druck erzeugen
 51:37 Zusammenfassung: Was Führungskräfte konkret mitnehmen
 55:56 Warum es in diesem Modell kein Outing braucht Mehr zu unserem Gast Markus Götz – systemisch denkender Generalist sowie Innovations- und Transformationsbegleiter, der über Neurocatalyst und die EUPONS-Initiative wissenschaftliche und unternehmerische Perspektiven auf Neurodiversität zusammenführt. LinkedIn: linkedin.com/in/markuskarlgötz Mehr zu den Hosts Julie Simstich (Psychologin & Organisationsexpertin): hirnzigartig.at
 Walter Marinelli (Kreativ-Profi & persönlicher Experte): marinelli.de Keywords Neurodiversität, Neuro-Biodiversität, ADHS im Beruf, psychologische Sicherheit, Führungskräfteentwicklung, Servant Leadership, Positive Leadership, Stärkenorientierung, Unternehmenskultur, Change Management, Fehlerkultur, HR, Neuroinklusion, Menschenbild, Vertrauensführung
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    57 分
  • Neuro-Biodiversität: Warum Vielfalt der Normalzustand ist - im Gespräch mit Markus Götz
    2026/07/22
    Neuro-Biodiversität: Warum Vielfalt der Normalzustand ist - im Gespräch mit Markus Götz In dieser Folge ist Markus Götz zu Gast – systemisch denkender Generalist, Innovations- und Transformationsbegleiter, der über Neurocatalyst und die EUPONS-Initiative wissenschaftliche und unternehmerische Perspektiven auf Neurodiversität verbindet. Statt einzelne Diagnosen in den Mittelpunkt zu stellen, fragt er, was Führung, Organisationen und unser Menschenbild aus dem Thema Neurodivergenz lernen können. Seine These: Neuroinklusion ist nicht das Ziel, sondern der erste sichtbare Ausdruck eines viel größeren gesellschaftlichen Paradigmenwechsels. Julie, Walter und Markus machen daraus ein bewusst großes, philosophisches Fass – und verabreden sich am Ende auf einen zweiten, konkreteren Teil. Takeaways Neuro-Biodiversität statt Defizit: Die Vielfalt der Gehirne ist – wie die Biodiversität in der Natur – kein Sonderfall, sondern die eigentliche Stärke: ein Baukasten aus Varianz und Varietäten für Lösungen und Rekombination. Das Menschenbild hinkt hinterher: Vom „Rädchen im Zahnwerk" über den Homo economicus bis heute – unser Bild vom Menschen hat sich mit jeder Evolutionsstufe der Arbeitswelt verändert, bleibt aber an vielen Stellen im Alten verhaftet. Schablonen schließen aus: Leistungs- und Bewertungsraster (Bild: Bundesjugendspiele) unterdrücken viele Menschen, ohne dass es je so gewollt war. Erkennt man große Varianz als Normalzustand, braucht es keine ständigen „Sonderregeln" mehr. Keine Randgruppe, kein Bittsteller: Neurodivergente sind kein Nischenphänomen, sondern betreffen einen erheblichen Teil der Bevölkerung – quer durch alle Gesellschaftsschichten bis in die Vorstandsetage. Es geht um Rechte, nicht um Bitten. Dienen die Systeme dem Menschen – oder umgekehrt? Viele gewachsene Strukturen wurden ursprünglich gebaut, um wenigen zu dienen, nicht um Wohlbefinden für alle zu erzeugen. Diese Frage neu zu stellen ist Kern des Wandels. Kein Erkenntnis-, ein Umsetzungsproblem: Studienlage und Fakten liegen auf dem Tisch – höheres Wohlbefinden, mehr Kreativität, weniger Krankheitstage zahlen sich wirtschaftlich aus. Es scheitert an der Umsetzung, nicht am Wissen. Caring Community als Leitbild: Ein Selbstverständnis, in dem Menschen Teil einer Vision sind und auch in schweren Lebensphasen getragen werden – und danach umso mehr einbringen. Menschengerecht, hirngerecht, nervensystemgerecht: Nicht immer schneller, höher, mehr. Christina Kochs Gedanke – „such dir das, was du möglichst lange und langsam tun kannst und dabei glücklich bist" – als Gegenentwurf zum Selbstoptimierungswahn. Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft, nicht umgekehrt: Arbeit ist essenzieller Bestandteil unseres sozialen Gefüges – nicht die Parallelwelt, der sich alles unterordnen muss. Neuroinklusion muss deshalb auch gesellschaftlich und politisch gedacht werden. Chapters 00:00 Begrüßung & Einordnung: Neuroinklusion als Ausdruck eines Paradigmenwechsels 01:24 Das aktuelle Menschenbild – vom Rädchen im Zahnwerk zur Individualisierung 02:40 Bildung, Führung und die Reibungsflächen jeder Evolutionsstufe 05:00 Homo economicus am Ende: Neuro-Biodiversität als Normalzustand 07:15 Warum Leistungsraster und Schablonen Menschen ausschließen 09:18 Keine Randgruppe, kein Bittsteller – es geht um Rechte 11:27 Dienen die Systeme dem Menschen oder der Mensch dem System? 12:34 Veränderung, Merger und das Gefühl der Entwurzelung 14:23 Vom Erkenntnis- zum Umsetzungsproblem: Caring Community als Leitbild 17:50 Psychologische Sicherheit, KPIs und die Frage nach dem Wie 18:27 Corona als Zäsur und eine neue demokratische Strömung 21:14 Gesellschaft & Politik: die Gegenbewegung zu Diversität und Inklusion 23:18 In-Group, Out-Group und die Grenzen der Akzeptanz 26:35 Mut, Radikalität und die besondere Stärke der Neurodivergenten 28:06 Selbstkritik: Wenn die Community der eigenen Sache schadet 31:24 Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft – nicht umgekehrt 33:24 Anthropologie, Grenzen der Leistungsfähigkeit, Selbstoptimierungswahn 34:47 „Etwas, das du möglichst langsam tun kannst" – menschengerecht, hirngerecht 36:33 Ausblick: die offene Frage nach dem Wie – und die Verabredung zu Teil 2 Mehr zu unserem Gast Markus Götz – systemisch denkender Generalist sowie Innovations- und Transformationsbegleiter, der über Neurocatalyst und die EUPONS-Initiative wissenschaftliche und unternehmerische Perspektiven auf Neurodiversität zusammenführt. LinkedIn: linkedin.com/in/markuskarlgötz Mehr zu den Hosts Julie Simstich (Psychologin & Organisationsexpertin): hirnzigartig.at Walter Marinelli (Kreativ-Profi & persönlicher Experte): marinelli.de Keywords Neurodiversität, Neurodivergenz, Neuroinklusion, Neuro-Biodiversität, Menschenbild, Paradigmenwechsel, Führung, Organisationsentwicklung, Homo economicus, Caring Community, psychologische Sicherheit, New Work, ADHS, Transformation, ...
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    41 分
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