In dieser Folge von EmpowerMigra geht es um eine Frage, die vieleunterschätzen:
Warum haben Jugendliche mit Migrationshintergrund schlechtere Chancen auf einenAusbildungsplatz – selbst bei gleichen Noten und Qualifikationen?
Wir schauen uns eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung an, diegenau dieses Problem untersucht. Die Ergebnisse zeigen klar:
Die Hürden beginnen nicht erst im Job, sondern schon beim Einstieg in dieAusbildung.
Selbst bei vergleichbaren schulischen Leistungen haben Jugendliche mitMigrationshintergrund geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Vielelanden zunächst im sogenannten Übergangssystem. Netzwerke und soziale Herkunftspielen eine Rolle – erklären die Unterschiede aber nicht vollständig.
Was bleibt, ist eine unbequeme Erkenntnis:
Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist nicht nur eine Frage von Leistung, sondern auchvon Strukturen und Chancen.
Diese Folge erklärt die Studie verständlich – und stellt am Ende diezentrale Frage:
Wenn nicht alle die gleichen Chancen haben – wie fair ist das System wirklich?
EmpowerMigra – verstehen beginnt mit Zuhören.
Quelle:Beicht, U., & Granato, M. (2011). Prekäre Übergänge vermeiden –Potenziale nutzen. Junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund an derSchwelle von der Schule zur Ausbildung. Friedrich-Ebert-Stiftung.