エピソード

  • Frau im Handwerk: „Man muss sich doppelt beweisen“ – mit Tischlerin Emma Reichold
    2026/08/28

    Emma Reichold habe ich bei einer Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Groß-Gerau kennengelernt. Dort bekam sie ihren Gesellenbrief als Tischlerin – und schon bei unserem kurzen Gespräch auf der Bühne war klar: Mit ihr möchte ich mich noch einmal ausführlicher unterhalten.

    Denn Emma hat sich für einen Beruf entschieden, der noch immer stark von Männern geprägt ist. Im Gespräch erzählt sie mir, warum Frauen im Handwerk ihrer Erfahrung nach längst nicht überall selbstverständlich akzeptiert werden. Es geht um Kollegen, die ihr körperliche Arbeiten nicht zutrauen, Situationen, in denen sie sich unterschätzt fühlt, und um das Gefühl, sich als Frau manchmal stärker beweisen zu müssen als männliche Kollegen.

    Dabei spricht Emma sehr offen über ihre Ausbildung: über einen Betrieb, in dem sie viel lernen und ausprobieren konnte, über klassisches Schreinerhandwerk, ihren Plattenspielerschrank als Gesellenstück und die Überzeugung, die ihr während der Ausbildung mitgegeben wurde: Für fast jedes handwerkliche Problem gibt es eine Lösung.

    Und dann steht bei Emma gerade eine ziemlich große Veränderung an. Wenige Tage nach unserem Gespräch macht sie sich auf den Weg nach Bergen. Fünf Monate lang wird sie im Rahmen eines Erasmus-Auslandspraktikums in einer norwegischen Schreinerei arbeiten. Mit dem VW-Bus geht es Richtung Norden – raus aus dem vertrauten Umfeld und hinein in einen neuen Betrieb, eine andere Kultur und ein Land, dessen Sprache sie nicht spricht.

    Wir sprechen darüber, wie viel Mut es braucht, für mehrere Monate alleine ins Ausland zu gehen, warum Emma sich trotzdem bewusst für diesen Schritt entschieden hat und weshalb für sie der Satz „Risk no Fun“ ganz gut passt. Sie möchte später nicht sagen: „Hätte ich mal“, sondern lieber: „Habe ich gemacht.“

    Außerdem geht es um Meister Eder und klassisches Handwerk, um analoge Musik auf Vinyl, um Möbel, die man niemals verkaufen würde, um alte Fahrräder, die wieder flottgemacht werden, und um die Frage, warum es eigentlich immer weniger Menschen gibt, die traditionelle Handwerksberufe erlernen.

    Eine Folge über Handwerk, Gleichberechtigung, Selbstvertrauen und den Mut, mit 19 Jahren einfach mal fünf Monate nach Norwegen aufzubrechen.

    Druckreif – Das Redaktionsgespräch mit Tischlerin Emma Reichold.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast

    Website: www.showpaket.com/druckreif


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch am 28.07.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com


    続きを読む 一部表示
    56 分
  • Eine Smartwatch ist keine Uhr – mit Uhrmacher Jörg Leinekugel
    2026/08/15

    Mein heutiger Gast ist Uhrmachermeister, Unternehmer, Netzwerker, Ehrenamtler – und seit Kurzem auch Kommunalpolitiker: Jörg Leinekugel aus Groß-Gerau.

    Mehr als fünf Jahrzehnte war der Name Leinekugel mit dem Uhren- und Schmuckgeschäft in der Groß-Gerauer Innenstadt verbunden. Jörg Leinekugel selbst lernte das Uhrmacherhandwerk im Schwarzwald, übernahm später den Familienbetrieb und hat inzwischen einen Nachfolger gefunden. Ganz loslassen kann und will er das Handwerk trotzdem nicht.

    Ich spreche mit ihm darüber, was eine mechanische Uhr für einen Uhrmacher von einer Smartwatch unterscheidet, warum eine Rolex ihren Preis wert sein kann und weshalb Leinekugel seine eigene Uhr am Handgelenk trägt. Und wir erfahren, dass ein Uhrmacher nicht nur winzige Armbanduhren reparieren kann: Jörg Leinekugel hat jahrelang auch die Turmuhr des Groß-Gerauer Rathauses gewartet und zweimal im Jahr umgestellt.

    Doch Uhren sind nur ein Teil dieser Folge. Jörg Leinekugel engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und ist Vorsitzender des Gewerbevereins Groß-Gerau. Deshalb sprechen wir ausführlich über die Zukunft der Innenstadt, den Wegfall großer Veranstaltungen und die Frage, was Gewerbetreibende, Vereine und Bürger selbst auf die Beine stellen können, wenn einer Stadt das Geld fehlt.

    Ganz konkret geht es um den Weihnachtsmarkt 2026: Der soll unter Federführung des Gewerbevereins wieder auf dem Sandböhlplatz stattfinden – gemeinsam mit weiteren Vereinen und Unterstützern. Und auch für 2027 gibt es bereits Pläne: Dann steht das 100-jährige Jubiläum der Gewerbeschau Groß-Gerau an.

    Spannend finde ich auch Jörg Leinekugels noch ganz frischen Blick auf die Kommunalpolitik. Bei der Kommunalwahl ist er auf der CDU-Liste überraschend weit nach vorne gewählt worden und sitzt nun in der Stadtverordnetenversammlung. Dort stellt er fest, dass Politik anders funktioniert, wenn man plötzlich selbst Teil einer Fraktion ist. Wir sprechen über Fraktionspositionen, Opposition, den schwierigen Groß-Gerauer Haushalt und darüber, warum die lösungsorientierte Sicht eines Unternehmers in der Politik manchmal an Grenzen stößt.

    Außerdem geht es um die Zukunft des Handwerks, fehlenden Nachwuchs und ein Vorurteil, mit dem Leinekugel deutlich aufräumt: Handwerk ist keineswegs die Alternative für diejenigen, die es in der Schule nicht geschafft haben. Viele Berufe sind heute technisch anspruchsvoll und bieten hervorragende Perspektiven. Und sie haben einen Vorteil, den Leinekugel auf einen einfachen Satz bringt: Am Ende des Tages sieht man, was man geschafft hat.

    Eine Folge über Uhren und Smartwatches, Handwerk und Unternehmertum, Ehrenamt und Innenstadt – und über einen Menschen, der eigentlich längst etwas kürzertreten könnte, aber offenbar viel zu gerne mitmischt.

    Mein Gast bei „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“: Jörg Leinekugel.

    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast

    Website: www.showpaket.com/druckreif


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 06.09.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    続きを読む 一部表示
    56 分
  • Warum Festivals Menschen verbinden - mit Jochen Melchior
    2026/08/06

    In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ treffe ich Jochen Melchior – Kulturamtsleiter des Kreises Groß-Gerau, Festivalmacher und leidenschaftlichen Musikfotografen.

    Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg vom Beamten zum Kulturmanager, über legendäre Festivalfotos von Bruce Springsteen bis zu den Toten Hosen und darüber, warum er überzeugt ist, dass Kultur weit mehr ist als ein freiwilliger Posten im Haushalt.

    Im Mittelpunkt steht natürlich „Volk im Schloss“ – das Festival im Schloss Dornberg (Groß-Gerau), das Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen will. Jochen erzählt, wie die Idee entstand, warum der Eintritt bewusst frei ist, wie viel Arbeit hinter drei Festivaltagen steckt und weshalb ein gutes Festival nicht nur organisiert, sondern vor allem finanziert werden muss.

    Außerdem geht es um Wertschätzung, Teamarbeit, Krisenmanagement, die Herausforderungen durch Wetter, Sicherheit und knappe öffentliche Kassen sowie um die Frage, warum Kultur und Ehrenamt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind.

    Ein Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung, Zusammenhalt – und darüber, weshalb manchmal ein einfaches Schulterklopfen genauso wichtig sein kann wie ein großer Applaus.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast

    Website: www.showpaket.com/druckreif


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch am 28.07.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    続きを読む 一部表示
    1 時間 2 分
  • Warum ein Wahlsieger nicht in den Bundestag einzog - mit Marcus Kretschmann
    2026/07/29

    In dieser Folge spreche ich mit Marcus Kretschmann über Politik, Verantwortung und persönliche Enttäuschungen. Wir blicken auf seinen Weg vom Polizeibeamten über den Ordnungsamtsleiter bis ins Bürgermeisteramt von Riedstadt und sprechen darüber, warum er diesen Beruf bis heute als seinen Traumjob bezeichnet.

    Natürlich geht es auch um die Bundestagswahl: Marcus Kretschmann hat den Wahlkreis Groß-Gerau direkt gewonnen – und durfte dennoch nicht in den Bundestag einziehen. Er schildert offen, wie sich dieser Moment angefühlt hat, warum ihn das Wahlrecht bis heute beschäftigt und weshalb ihn diese Erfahrung zunächst in ein persönliches Loch fallen ließ.

    Außerdem sprechen wir über die schwierige finanzielle Lage der Kommunen, die Rekord-Grundsteuer in Riedstadt, den Umgang mit Kritik und Hass in den sozialen Medien sowie die Frage, wie Politik heute besser erklärt werden kann. Dabei wird deutlich, wie sehr ihn die kommunale Ebene geprägt hat und warum er überzeugt ist, dass Veränderungen dort beginnen, wo Entscheidungen unmittelbar bei den Menschen ankommen.

    Zum Schluss werfen wir einen Blick nach vorne: Welche politischen Ziele hat Marcus Kretschmann noch? Könnte er sich eine Kandidatur als Landrat vorstellen? Und warum ist das Bürgermeisteramt für ihn trotz aller Herausforderungen noch immer der schönste Beruf?

    Eine Folge über politische Verantwortung, persönliche Rückschläge und die Frage, wie viel Leidenschaft nötig ist, um Politik auch in schwierigen Zeiten mit Überzeugung zu gestalten.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast

    Website: www.showpaket.com/druckreif


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch am 14.07.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova + Lena Finkenauer | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com


    続きを読む 一部表示
    1 時間 19 分
  • Handwerk statt Hörsaal? Warum wir umdenken müssen – mit Susanne Haus
    2026/07/23

    In dieser Folge von Druckreif – Das Redaktionsgespräch treffe ich auf eine Frau, die gefühlt mehr Lebenshüte trägt als die meisten von uns: Susanne Haus – Malermeisterin, Unternehmerin und Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

    Wir sprechen darüber, wie man Verantwortung übernimmt, wenn andere längst Feierabend haben. Über die Herausforderung, Familie, Unternehmen, Ehrenamt und das eigene Leben unter einen Hut zu bringen. Und darüber, warum Perfektion manchmal Fluch und Segen zugleich ist.

    Susanne erzählt offen von den Höhen und Tiefen ihres Weges: vom Familienbetrieb, den sie weiterführt, vom Fachkräftemangel im Handwerk, von der Pflege ihrer Eltern, dem Verlust ihres Bruders und den Momenten, in denen selbst eine starke Persönlichkeit an ihre Grenzen kommt.

    Gleichzeitig wird deutlich, warum sie sich mit so viel Leidenschaft für das Handwerk engagiert. Für sie geht es nicht nur um Berufe, sondern um Menschen, Talente und die Frage, wie wir junge Menschen wieder für das Arbeiten mit den Händen begeistern können.

    Ein Gespräch über Verantwortung, Resilienz, gesellschaftliches Engagement und die Erkenntnis, dass Stärke nicht bedeutet, niemals zu zweifeln – sondern immer wieder aufzustehen.

    Ich wünsche euch viel Freude beim Zuhören.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast

    Website: www.showpaket.com/druckreif


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 04.06.2026

    Technik: Timo Dorn | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    続きを読む 一部表示
    1 時間 15 分
  • Klimaschutz zum Selbermachen: Was jeder Hausbesitzer tun kann - mit Prof. Dr. Benjamin Krick
    2026/07/16

    Beim Tag der Sanierung in Groß-Gerau habe ich Prof. Dr. Benjamin Krick kennengelernt – und schon nach wenigen Minuten war mir klar: Mit diesem Menschen möchte ich länger sprechen.

    Benjamin ist Architekt, Professor, Sanierungsmanager und vor allem jemand, der Wissenschaft und Praxis auf beeindruckende Weise verbindet. Er hat nicht nur über nachhaltiges Bauen promoviert, sondern lebt seine Überzeugungen auch selbst – in einem Haus aus Holz, Stroh und Lehm, das er nach den Erkenntnissen seiner eigenen Doktorarbeit gebaut hat.

    Wir sprechen darüber, warum eine gute Dämmung oft wichtiger ist als die nächste technische Innovation, weshalb ein Dachboden manchmal der beste Startpunkt für die Energiewende ist und warum Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig teuer sein muss. Benjamin erklärt verständlich, wie Gebäude im Sommer kühl bleiben, welche Rolle Photovoltaik, Wärmepumpen und Lüftungsanlagen spielen und warum Behaglichkeit weit mehr bedeutet als nur die richtige Raumtemperatur.

    Mindestens genauso spannend fand ich aber den Menschen hinter dem Professorentitel. Benjamin erzählt, wie ihn bereits als Jugendlicher ein Buch über Solarenergie geprägt hat, warum ihn das Basteln bis heute antreibt und weshalb er davon überzeugt ist, dass die Energiewende nur gelingt, wenn möglichst viele Menschen selbst aktiv werden – freiwillig, mit Begeisterung und ohne erhobenen Zeigefinger.

    Außerdem sprechen wir über den Klimawandel, darüber, wie wir als Gesellschaft mit den Herausforderungen umgehen können, warum er lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt als ins Flugzeug steigt und weshalb für ihn Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind.

    Ein Gespräch über Häuser, die Zukunft unserer Energieversorgung und die Frage, wie jeder Einzelne einen Unterschied machen kann.

    Ich wünsche euch viel Freude beim Hören.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 06.08.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com


    続きを読む 一部表示
    1 時間 4 分
  • Kann man zu viel Struktur haben? - mit Thomas Will
    2026/07/09

    Für diese Folge von Druckreif – Das Redaktionsgespräch habe ich einen Menschen eingeladen, den ich schon seit vielen Jahren kenne – zumindest beruflich. Seit Thomas Will Landrat des Kreises Groß-Gerau ist, begegnen wir uns immer wieder. Aber wer ist der Mensch hinter dem Amt?

    Genau das wollte ich herausfinden.

    Wir sprechen darüber, wie Thomas überhaupt in die Kommunalpolitik gekommen ist, warum ausgerechnet die SPD seine politische Heimat wurde und weshalb Struktur für ihn weit mehr ist als nur ein gut gepflegter Terminkalender. Sein Alltag ist bis auf wenige Minuten durchgeplant – vom Krisenmanagement im Landratsamt bis zur Laufeinheit oder Fahrradtour. Ich wollte wissen, woher diese Energie kommt und ob es überhaupt Momente gibt, in denen er einfach mal nichts tut.

    Natürlich geht es auch um Politik: um Wahlergebnisse, Koalitionen, den Zustand der Demokratie, die Herausforderungen für Kommunen und die Frage, warum politische Arbeit heute oft lauter und schneller geworden ist. Thomas erklärt, warum ihm das direkte Gestalten vor Ort wichtiger ist als eine Karriere in Wiesbaden oder Berlin und weshalb er trotz aller Konflikte davon überzeugt ist, dass Kommunalpolitik der Ort ist, an dem Demokratie für die Menschen am unmittelbarsten erlebbar wird.

    Mich hat besonders beeindruckt, wie offen Thomas über Zweifel, Verantwortung und die Endlichkeit eines politischen Amtes spricht – und warum ihm der Gedanke, irgendwann aufzuhören, gar nicht so leichtfällt.

    Ein Gespräch über Struktur und Spontaneität, über Tempo und Verantwortung, über Politik und Persönlichkeit.

    Ich wünsche euch viel Freude beim Zuhören.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

    » Überall, wo es Podcasts gibt!


    Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif

    YouTube: YouTube.com/@druckreif

    Instagram: instagram.com/druckreif_podcast


    Impressum:

    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 30.06.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    続きを読む 一部表示
    1 時間 15 分
  • Macht, Verantwortung und Niederlagen – Ein Ex-Bürgermeister spricht Klartext – mit Thies Puttnins- von Trotha
    2026/07/02

    In dieser Folge von Druckreif – Das Redaktionsgespräch treffe ich Thies Puttnins-von Trotha an einem Ort, der kaum besser zu ihm passen könnte: draußen in der Natur, am Silbersee, bei über 30 Grad im Schatten und mit Fluglärm über uns. Wer Thies kennt, weiß: Natur und er – das gehört zusammen.

    Wir sprechen über seinen Weg vom Polizisten zum Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg, über seinen überraschenden Wahlsieg 2015 gegen jahrzehntelang etablierte politische Strukturen und darüber, was ihn damals angetrieben hat. Warum wollte er Bürgermeister werden? Ging es um Macht, Verantwortung oder schlicht darum, Dinge vor Ort zu verändern?

    Natürlich reden wir auch über die großen Themen seiner Amtszeit: den Naturkindergarten, die Diskussionen um die Sport- und Kulturhalle, die Ortsumgehungsstraße und die Herausforderungen kommunaler Politik. Thies spricht offen darüber, welche Entscheidungen er heute anders treffen würde – vor allem beim Thema Kommunikation.

    Ein zentraler Teil unseres Gesprächs dreht sich um seinen politischen Einschnitt: die Kandidatur als Landrat, die verlorene Wahl und das Ende seiner Bürgermeisterzeit. Wir sprechen darüber, wie es sich anfühlt, ein großes Ziel nicht zu erreichen – und wie man mit Niederlagen umgeht, ohne daran zu zerbrechen.

    Besonders spannend fand ich den Blick hinter die Fassade: Thies erzählt sehr ehrlich von der Zeit nach seiner politischen Karriere, von beruflicher Unsicherheit, geplatzten Perspektiven und der Frage, wie es weitergeht, wenn ein geplanter Weg plötzlich endet. Gleichzeitig wird deutlich, was ihn auszeichnet: seine Fähigkeit, wieder aufzustehen, weiterzugehen und nach vorne zu schauen.

    Wir sprechen außerdem über sein Leben auf der Nonnenau – direkt am Rhein, mitten in der Natur. Über Füchse am Morgen, Schwimmen im Rhein am Abend, Jagd, Familienleben und die Realität hinter der oft romantischen Vorstellung vom Leben auf dem Land.

    Auch privat wird dieses Gespräch sehr persönlich: Thies erzählt von seiner Frau Johanna, davon, wie sie sich kennengelernt haben, von seinen drei Kindern und von einem schweren familiären Verlust – dem Tod seiner Mutter während seiner Amtszeit. Ein sehr bewegender Teil unseres Gesprächs.

    Am Ende geht es um Grundsätzliches: Verantwortung, Frustration, Vergebung, politisches Engagement und die Frage, was Bürger über Verwaltung und politische Entscheidungen besser verstehen müssten.

    Eine Folge über Politik – aber vor allem über Haltung, Resilienz und die Kunst, auch nach schwierigen Phasen wieder nach vorne zu schauen.


    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 02.07.2026

    Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de

    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    続きを読む 一部表示
    52 分