• 13. Evolution und Macht. Die Strukturen des Bösen
    2026/07/16

    War es nicht eine künstlerische Revolution damals mit den "Blumen des Bösen“ von Baudelaire, auch zugleich die neue, ungeschminkte Schönheit der Wirklichkeit zu entdecken, ihre inhärente Vergänglichkeit, ihre Verletzbarkeit und ihre Befreiung von klassischen Interpretationsmustern?

    Nicht, dass wir uns anmaßen, so etwas auszulösen.

    Jedoch beschäftigen sich viele Menschen genau mit der Frage, wieso Machtstrukturen immer noch die Wirklichkeit so bestimmen, wieso deren negative Auswirkungen diese Dominanz des Bösen in unserer gemeinen Welt entfalten können.

    Dann scheint es zumindest einer geistigen Übung Wert, einen neuen Blick auf die physische Macht vorzunehmen, auf deren fundamentalen Wirkmechanismus, der dann auf den emergenten Stufen der Wirklichkeit auch als das sogenannte Böse wahrgenommen wird.

    Und kann die künstliche Intelligenz hier uns endlich einmal helfen, oder ist sie wieder nur ein Teil des Problems.

    Möge die Macht mit uns sein.

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    59 分
  • 12. Staat und Gesellschaft. Global Governance und Agentenstaat
    2026/06/30

    Im zweiten Teil zum Thema Staat und Gesellschaft gehen wir nun noch stärker in medias res der Informationsstrukturen, wie sie immer stärker bereits unsere Organisationen durchziehen, wie diese teils unbemerkt, teils disruptiv viele Bereiche transformieren.

    Welche neuen Aspekte der Veränderung zeichnen sich bereits in der Governance der Staaten ab? Wie verändert sich deren Wirkungs- und Machtsphäre nach innen und außen, undwas könnten wir davon für die Zukunft ableiten?

    Doch versuchen wir dem Ganzen zunächst in einem positiven Ansatz zu begegnen. Künstliche Intelligenz mit all ihr kybernetischen und inhaltlichen Fähigkeiten könnte es auch ermöglichen, eine bessere, eine effizientere undmenschlichere Gesellschaft aufzubauen.

    Die Verheißung für die Humanisten wäre dann nicht nur, die Organisation selbst noch besser an die aufklärerische Tradition anzuschließen, sondern diese auch in Balance mit Umwelt und wirtschaftlichen Prozessen zu bringen.

    Ideen dazu gab es ja genug, doch waren viele einfach schon rein technisch nicht realisierbar.

    Die sogenannten selbsternannten Effektiven Humanisten denken da etwas anders und bevorzugen eher einen autokratischen Ansatz. Künstliche Intelligenz undÜberwachung, schöner kann ein Palantir nicht sein.

    Eine Chance für beides haben wir jetzt.

    Die Risken ebenso.

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  • 11. Staat und Gesellschaft. Intelligibilität und Organisation
    2026/06/30

    Wenn wir bisher in guter aufklärerischer Tradition das Subjekt im Blick hatten, wollen wir jetzt den Sprung in das Politische wagen, oder genauer: zu der Organisation von intelligenten Subjekten.

    Denn ein Blick in die Evolutionsgeschichte zeigt, dass die Intelligibilität auch immer mit spezifischen Organisationsformen verknüpft ist. Diese neuen emergenten Strukturen sicherten nicht nur dasÜberleben besser, und waren dessen integraler Faktor, sondern führten auch zu der heutigen Zivilisation, die die ganze Vielfalt der politischen, ökonomischen und kulturellen Entfaltung des Menschen in all seinen Facetten abbildet.

    Ideelle und technische Entwicklungen, Wirtschaft und Informationsökonomie sind in der Herausbildung dieser Strukturen maßgebliche Einflussgrößen.

    Durch die Beschleunigung der Innovationen, durch weitgehend von der Nationalität entkoppelten Wirtschafts- und Finanzprozessen und schließlich durch Künstliche Intelligenz werden aktuell allerdings auch hier neue Trigger der Transformation für die intelligiblen Organisationen gesetzt.

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    44 分
  • 10. Ästhetik. Kunst und Kunstvolle Intelligenz
    2026/06/16

    Der Heilige Gral einer höheren Welt, die Verheißung auf was Anderes oder schlicht die Loslösung von der alltäglichen Wirklichkeit und deren gelegentlichen Langeweile, was kann und soll uns die Kunst doch alles geben.

    Auf die Religionen können wir gerne verzichten. Diese sind in ihrem Irr- und Unsinn relativ gut verstanden. Auch wenn wir jetzt wieder aufklären müssen. Ja, obwohl wir eigentlich dachten, die Aufklärung in den letzten zweihundert Jahren in die menschlich-geistige DNA transportiert zu haben.

    Auch andere tröstende Ideologien und antihumanistische Versteigungen des menschlichen Geistes ekeln uns als vernünftig Bürger inzwischen so an, dass wir nicht einmal mehr Lust haben, sie rational zu dekonstruieren. Opium haben wir de facto auch so genug verfügbar.

    Ja - es ist und bleibt die Kunst und wir erfreuen und erbauen uns daran. Ein letzter transzendenter Rettungsring aus dem banalen Physischen, das gar nicht so banal ist wie es scheint.

    Eine neue Macht zieht auf, eine neue Form der Intelligenz und droht, uns hier auch das letzte existentielle Gefühl zu nehmen, die alle Kunst doch speist.

    Quo vadis, oh meine Schönheit.

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    41 分
  • 9. Psychologie. Neuro Exorzismus und Brain Design
    2026/06/03

    Bei all den technischen Durchbrüchen und neuen Erkenntnissen in Bereichen der neurologischen Forschung, des Brain Computer Interfaces und der Künstlichen Intelligenz muss es einem doch etwas altertümlich vorkommen, wenn wir immer noch bei unserem Psychotherapeuten oder Coach vorsprechen, und über das grobe Medium des Bewusstseins mit Hilfe von Sprache und anderen Formen der Kommunikation versuchen, definierte Manipulationen in unseren tief eingeprägten neuro-induzierten Verhaltensmustern vorzunehmen.

    Dies umso mehr als wir doch gerade durch Künstliche Intelligenz so viel über unsere eigene gelernt haben, die sich ja informationstheoretisch strukturell nicht signifikant davon unterscheidet.

    Was wäre also der bessere methodisch instrumentelle Ansatzpunkt für ein effizientes Psycho-Management der Zukunft?

    Haben wir nicht jetzt ein besseres chirurgisches Besteck, neuroadaptive Möglichkeiten, vergleichbar mit der sukzessiven Etablierung der modernen Chirurgie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts?

    Können wir Therapien also nicht einmal grundsätzlich umgekehrt denken, nämlich ausgehend von einer neuroplastischen Formung, zielgenau, präzise und effizient.

    Das Bewusstsein hätte bei diesem Ansatz einfach nichts mehr zu suchen, ja man hat inzwischen das Gefühl, dass es schon wohl immer ziemlich falsch und überfordert in dieser Rolle war, statt sich seinen ureigenen Dingen zu widmen zu können.

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    46 分
  • Prolog: Die energetische Physis und das Nichts
    2026/05/22

    Was ist unsere physikalische Wirklichkeit und wo sind die Grenzen?

    Eine Klärung erster Grundbegrifflichkeiten und die Vorbereitung des Weges.

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    20 分
  • 7. Levinas und eine Andere Unendlichkeit
    2026/05/15

    Der Tod spielt in jeder ernstzunehmenden Philosophie eine extravagante Rolle. Diese bewegt sich zwischen zwei Polen, der emotionslosen, rationalen Anzeige der Endlichkeit auf der einen und der existentialistisch ultimativen Bedrohung des Sinns auf der anderen Seite.

    Der Tod kommt dabei als das Nichts daher, das dem Sein und dem Sinn entgegensteht, und damit paradoxerweise, im Gewahrwerden der eigenen Endlichkeit, doch wieder ein erhabenes Gefühl für die Unendlichkeit oder einer anderen Wirklichkeit vermittelt.

    Levinas nun treibt die existentialistische Sinnebene auf die Spitze, in dem er den Tod eben nicht wieder, im Sinne der abendländischen Philosophie und des Cogito ergo sum, primär vom eigenen einsamen, nur auf sich bezogenen Subjekt versteht.

    Der Tod ist vielmehr für ihn der Tod des Menschen, der mir begegnet, der Tod des sogenannten Anderen. Es ist dies für Levinas die absolute Bedrohung jenseits aller eigenen psychischen Disposition, und damit seine besondere Form der Unendlichkeit.

    Levinas nimmt das Subjekt damit nicht durch sich selbst, sondern durch den Mitmenschen in eine metaphysisch moralische Geiselhaft, der es nie entkommen kann.

    Haben wir, nach langer vergeblicher Suche, damit vielleicht doch einen archimedischen Punkt gefunden, der uns die künstliche Intelligenz moralisch zähmen lässt.

    Denn ist nicht die künstliche Intelligenz nur dadurch so mächtig geworden, weil sie die ultimative Konsequenz des rationalen, auf sich bezogenen Subjekts ist, und sie den Menschen im funktionalen Denken damit so weit hinter sich lassen kann?

    Nur dadurch gelingt ihr doch die komplette Assimilation alles Wirklichen in ihre eigene, alles menschliche assimilierende, superintelligible Totalität.

    Wir werden sehen. Es ist einen Versuch wert.

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  • 8. Titanomachie. Der Transhumane Aufstand.
    2026/05/04

    Kaum eine elitäre Bewegung fasziniert aktuell so wie derTranshumanismus.

    Auch wenn der Begriff noch etwas verschwörungstheoretischdaherkommt, der Transhumanismus teilweise die Züge einer Erlöser-Religion annimmt, ist die Utopie sehr vielversprechend und sogar verführend.

    Wie kann man den Menschen zu einem besseren Menschen machen? Wie kann man seine physischen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten verbessern, ohne sein biologischen Wesenskern zu verändern? Ja wie können dieseEnhancements dann auf die Entwicklung einer besseren Menschheit einzahlen?

    Keine Utopie ohne Dystopie, schaffen wir doch hier mit denpositiven Möglichkeiten mindestens auch das negative Spielfeld der Manipulationen an dem biologischen Wesenskern des Menschen. Die Grenzen sind fließend.

    Transhumane Wesen könnten sich anschicken, die neuen Götterzu werden, mächtige Eliten, tief verbunden mit eingepflanzten künstlichen Intelligenzenkomponenten, vernetzt mit dem Wissen der Welt und körperlich nahezu unsterblich geformt.

    Doch es kann auch alles ganz anders kommen, da die alten und neuen Götter ihre Macht nicht so einfach abgeben werden.

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    38 分