• Lines Vermächtnis - wie wir aus Behandlungsfehlern lernen
    2026/10/22
    Ist ein Kind krank, kann es seine Symptome oft nur unklar äußern. Eltern und Sorgeberechtigte übernehmen dann eine Übersetzerrolle zwischen Behandlungsteam und Kind. Kritische Veränderungen beim Kind nehmen sie häufig früher wahr als das medizinische Personal. Aber wie können sie so kommunizieren, dass die Behandelnden ihre Sorgen ernst nehmen? Und wie können Behandlungsteams die Beobachtungen der Eltern systematisch in die Behandlung einbeziehen?

    Das Projekt „Lines Vermächtnis“ will Eltern darin bestärken, ihre Sorgen anzusprechen – und Behandlungsteams dabei unterstützen, diese Hinweise systematisch in die Versorgung einzubeziehen.

    Konkret bedeutet das:

    1. Eltern sollen ermutigt werden, ihre Beobachtungen und Sorgen anzusprechen - wie zum Beispiel in einem "Elterncoaching", das in Zusammenarbeit mit der DAK, dem Kinder-UKE und der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS) erstmals am 11.1112026 stattfinden wird..

    2. Kliniken müssen Strukturen schaffen, die es ihren Mitarbeitenden ermöglichen, diese Hinweise systematisch aufzunehmen, zu dokumentieren und in die weitere Behandlung einzubeziehen. Hierzu gibt es ebenfalls am Kinder-UKE ein Pilotprojekt.

    Über all das sprechen wir mit Michelle Bayona, Initiatorin von „Lines Vermächtnis“ und Gründerin und Vorsitzende des Vereins Fokus Behandlungsfehler e. V., und mit Prof. Dr. Dr. Irwin Reiss, Ärztlicher Leiter der Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    Ausgewählte Links:

    Lines Vermächtnis - https://patientensicherheit.de/line/

    11.11.26: DAK Elterncoaching: https://www.dak.de/dak/unternehmen/patientensicherheit/elterncoaching-gemeinsam-fuer-mehr-patientensicherheit_155900

    Fokus Behandlungsfehler e.V.: https://www.fokus-behandlungsfehler.de/

    DAK - Safety Card für Eltern: https://caas.content.dak.de/caas/v1/media/220582/data/0e6bf8d7d88503aa5b7de6118112f501/patient-safety-card.pdf

    Ryan's Rule, Australien: https://www.qld.gov.au/health/support/shared-decision-making/ryans-rule

    Martha's Rule, England: https://www.england.nhs.uk/patient-safety/marthas-rule/

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    44 分
  • Medizinische Universität Wien/Psychosoziale Dienste Wien: Wie gelingt der Übergang aus der Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie?
    2026/09/04
    Anselm Bründlmayer und Christian Häusler über die Transition aus der Kinder- und Jugend- in die ErwachsenenpsychiatrieDer 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche der herbeigesehnte Stichtag. Ab jetzt sind sie erwachsen! Für chronisch oder schwer Kranke wie für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen ist dieses Datum jedoch mehr als ein Schritt ins Erwachsenenleben: Er markiert den Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie. Gerade hier brechen Behandlungen häufig ab – mit schweren Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Ein Wiener Pilotprojekt, das die Jury des Lohfert-Preises 2026 lobend erwähnt hat, begleitet die Heranwachsenden in dieser sensiblen Phase und sorgt dafür, dass sie in der Erwachsenenpsychiatrie gut zurechtkommen.

    Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt "Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie" gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    (01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?

    (03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?

    (04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?

    (06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?

    (08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?

    (10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?

    (14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    (16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?

    (18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?

    (19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?

    (19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?

    Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info

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    21 分
  • Von der Intensivstation zurück ins Leben: Nicolas Paul über die PICS-Ambulanz an der Charité
    2026/09/02
    Wie sektorenübergreifende Kontinuität für Überlebende einer intensivmedizinischen Therapie gelingen kann

    Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.

    Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.

    Das Interview im Überblick

    (02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)

    "Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert." (N. Paul)

    (12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?

    (17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?

    (19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?

    (22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?

    (24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?

    (26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?

    (29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?

    (33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?

    (33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?

    (34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

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    37 分
  • Maximilian Roederstein von OnkoPass: Wie eine digitale Begleitung ambulante Krebstherapien sicherer macht
    2026/07/09
    Kein Fax, kein langes Warten am Telefon, sondern alles auf einen Blick: Digitale Therapiebegleitung schafft Sicherheit für Patient:innen und entlastet BehandlungsteamsDas Interview im Überblick

    01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?

    05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?

    "Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen."

    07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?

    09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?

    "Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`"

    15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?

    "Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden."

    23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?

    24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?

    27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?

    29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?

    Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/

    Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.

    Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.

    Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder" der Medizinischen Universität Innsbruck.

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    31 分
  • Patient Journey sichtbar machen: Visuelle Therapiepläne in der Krebsmedizin
    2026/06/25
    Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe

    Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.

    „Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)

    Das Interview im Einzelnen

    2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne - und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit

    4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden

    8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten - der Therapieplan ist immer dabei

    „Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)

    10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden

    16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung

    19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency - ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation

    21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei - und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal

    22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile

    25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?

    Interessante Links

    JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834

    PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen

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    30 分
  • Mehr Sicherheit, mehr Beteiligung, mehr Lebensqualität – wie eine App die Kinderkrebsbehandlung verbessert
    2026/06/11
    „Wie geht es dir heute?“ Mehr Sicherheit im Alltag schwerkranker KinderDie App „ePROtect“ der Medizinischen Universität Innsbruck vernetzt Familien, Kliniken und Kinderärzt:innen

    Jeden Morgen melden Kinder und Jugendliche der Innsbrucker Kinderonkologie per App, wie es ihnen geht – zuhause genauso wie in der Klinik. Das digitale Patient:innenmanagementsystem ePROtect begleitet sie während ihrer Krebstherapie, vernetzt Familien und Behandelnde und hilft dabei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen. Nun hat ePROtect den Lohfert-Preis 2026 gewonnen.

    Projektleiter ist Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman Crazzolara. Er leitet den Bereich „Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation“ der Medizinischen Universität Innsbruck und lehrt dort seit 2019. Wir haben mit ihm im Podcast-Interview über das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder"gesprochen:

    02:36 – Vom Überleben zum besser leben

    05:26 – Die Perspektive der Patient:innen wird Teil der Therapie

    08:40 – Wenn die App Alarm schlägt

    12:04 – Telemedizin statt langer Anfahrtswege

    17:36 – Mehr Sicherheit durch unmittelbare Reaktion

    21:51 – Von Innsbruck in den deutschsprachigen Raum

    29:40 – 42 Sekunden täglich für den Fragebogen: "schneller als Zähneputzen"

    37:06 – Digitalisierung als Chance für eine bessere Versorgung

    Fragen und AntwortenWas ist ePROtect?

    ePROtect ist ein digitales Begleitprogramm für krebskranke Kinder und Jugendliche. Über eine speziell entwickelte App erfassen die Patient:innen oder ihre Eltern täglich ihr aktuelles Befinden. Die Informationen stehen dem Behandlungsteam unmittelbar zur Verfügung und fließen direkt in die Versorgung ein.

    Warum wurde ePROtect entwickelt?

    Die Heilungschancen bei Kinderkrebs sind heute so hoch wie nie zuvor. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie Kinder die oft belastende Therapie erleben. ePROtect hilft dabei, Nebenwirkungen, Beschwerden und die Lebensqualität der Patient:innen kontinuierlich zu erfassen und frühzeitig darauf zu reagieren.

    Welchen Nutzen haben Familien von ePROtect?

    Die Familien erfahren in der Zeit zwischen den Klinikbesuchen ein stärkeres Gefühl von Sicherheit. Beschwerden werden früh erkannt, auch wenn sich ihr krankes Kind gerade zu Hause befindet. Gleichzeitig bleiben den Familien die oft langen Anfahrtswege espart, da ein Teil der Betreuung digital und in Zusammenarbeit mit wohnortnahen Kinderarztpraxen erfolgen kann.

    Wie funktioniert die App im Alltag?

    Die Kinder oder ihre Eltern beantworten täglich einen kurzen digitalen Fragebogen. Die Eingabe dauert meist weniger als eine Minute. Werden belastende Symptome gemeldet, erhält das Behandlungsteam eine Benachrichtigung und kann bei Bedarf Kontakt aufnehmen oder weitere Schritte einleiten.

    Ersetzt ePROtect den direkten Kontakt zur Klinik?

    Nein. ePROtect ergänzt die medizinische Betreuung, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Problemen – vor allem bei Fieber – müssen die Familien weiterhin unmittelbar Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Die App dient der täglichen Begleitung und unterstützt die Kommunikation zwischen Familien und Behandlungsteam.

    Wer steht hinter ePROtect?

    ePROtect entstand in Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Pädiatrie I, der Universitätsklinik für Psychiatrie II der Medizinischen Universität Innsbruck und dem Softwarepartner EvaluationSoftware Development (ESD). Das Projekt wird gefördert von der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg, Kinderhilfe Regenbogen Südtirol und dem Land Tirol.

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    42 分
  • Bertram Solcher: Welche Rolle spielt Fotografie in der Medizin?
    2026/05/07
    Medizinfotograf Bertram Solcher über Fotografie im Klinikalltag, visuelle Empathie und warum echte Bilder mehr erzählen als jede KI

    Seit dem ersten Lohfert-Preis begleitet Bertram Solcher innovative Projekte im Gesundheitswesen mit der Kamera. Im Podcast erzählt der Mediziner und Fotograf, wie aus der Beobachtung medizinischer und pflegerischer Prozesse bewegende Bildgeschichten entstehen, welche Begegnungen ihn besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Patientenorientierung fotografisch sichtbar machen kann.

    "Mir geht es darum, wie im Mikrokosmos Medizin Menschen miteinander interagieren."

    01:43 –Vom ersten Lichtbild 1826 zum Digital-Bild 2026: Was ist Medizinfotografie? Was macht Bertram Solcher?

    03:52 – „Die goldenen 90er“: Der Weg zur Fotografie und Medizin

    08:36 – Der Mensch im Mittelpunkt der Bilder

    09:37 – Mit Kamera im Klinikalltag

    „Ich habe auch kein Problem, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in für sie problematischen Situationen sind – und im Bedarfsfall lasse ich auch erstmal die Kamera liegen und unterhalte mich oder bin einfach erstmal nur da."

    11:04 – Über die depressive Erkrankung seiner Tochter und wie das Lockdown-Fototagebuch zu einer Ausstellung mit der Fürstenberg Foundation führte

    17:13 – Fotografieren im OP: Beobachten, nicht inszenieren

    „Man kann das als Vorteil oder auch als Nachteil sehen: Ich kann mir keine Bilder bauen... Was ich aber kann, ist, Leute arbeiten lassen, und zwar so, wie sie normal agieren und sie dabei zu beobachten. Und das funktioniert.“

    21:40 – Über die Kunst der Vorbereitung und prägende Projekte: Von Frühgeborenen und Demenzkranken

    „Ich möchte Klischees vermeiden und eine Perspektive bieten, die es so noch nicht gegeben hat. Oder zumindest in diesem Zusammenhang noch nicht gegeben hat.“

    26:27 – Der Lohfert-Preis wirkt! Über nachhaltige Erfolge und schwierige Bedingungen

    30:24 – Was unterscheidet Fotografie von KI-generierten Bildern?

    38:11 – Nicht alles, was das Foto spannend macht, ist auch für die Medizin spannend - und umgekehrt - über die Wirklichkeit als kreativer Moment und die Schönheit der Aortenklappe

    „Die Wirklichkeit ist häufig so viel spannender als alles, was wir uns am grünen Tisch ausdenken können.“

    42:24 - Wünsche für die Zukunft, unser Zusammenleben und die KI als Zeitgeber für mehr Patientenorientierung

    Hamburg, 28.04.2026

    Zur Person

    Bertram Solcher ist Fotograf und Mediziner. Seit mehr als 25 Jahren fotografiert er, angefangen mit Arbeiten für Tageszeitungen, nationale und internationale Magazine wie Stern, GEO oder SPIEGEL. Seit den frühen 2000er-Jahren widmet sich Bertram Solcher der Corporate Fotografie mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Technik. Bertram Solcher wird von der Agentur Laif vertreten.

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    44 分
  • Sven Goldbach, wie gelingt ambulante Notfallversorgung für schwerstkranke Menschen?
    2026/04/16
    "Zu Hause ist zu Hause" – Sven Goldbach ist Co-Projektleiter des Notfall Palliativ Care Team Hamburg, eines Modellprojekts, das schwerstkranke Menschen auch in einem akuten Notfall zu Hause betreuen will.Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?

    In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation.

    Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) übernehmen.

    Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    [02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?

    [03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?

    [08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen

    [16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?

    [22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen

    [27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?

    [33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?

    [36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?

    [40:30] Was ist PalliativQuartier?

    Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können

    [44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?

    Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/

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    49 分