• Mehr Sicherheit, mehr Beteiligung, mehr Lebensqualität – wie eine App die Kinderkrebsbehandlung verbessert
    2026/06/11
    „Wie geht es dir heute?“ Mehr Sicherheit im Alltag schwerkranker KinderDie App „ePROtect“ der Medizinischen Universität Innsbruck vernetzt Familien, Kliniken und Kinderärzt:innen

    Jeden Morgen melden Kinder und Jugendliche der Innsbrucker Kinderonkologie per App, wie es ihnen geht – zuhause genauso wie in der Klinik. Das digitale Patient:innenmanagementsystem ePROtect begleitet sie während ihrer Krebstherapie, vernetzt Familien und Behandelnde und hilft dabei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen. Nun hat ePROtect den Lohfert-Preis 2026 gewonnen.

    Projektleiter ist Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman Crazzolara. Er leitet den Bereich „Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation“ der Medizinischen Universität Innsbruck und lehrt dort seit 2019. Wir haben mit ihm im Podcast-Interview über das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder"gesprochen:

    02:36 – Vom Überleben zum besser leben

    05:26 – Die Perspektive der Patient:innen wird Teil der Therapie

    08:40 – Wenn die App Alarm schlägt

    12:04 – Telemedizin statt langer Anfahrtswege

    17:36 – Mehr Sicherheit durch unmittelbare Reaktion

    21:51 – Von Innsbruck in den deutschsprachigen Raum

    29:40 – 42 Sekunden täglich für den Fragebogen: "schneller als Zähneputzen"

    37:06 – Digitalisierung als Chance für eine bessere Versorgung

    Fragen und AntwortenWas ist ePROtect?

    ePROtect ist ein digitales Begleitprogramm für krebskranke Kinder und Jugendliche. Über eine speziell entwickelte App erfassen die Patient:innen oder ihre Eltern täglich ihr aktuelles Befinden. Die Informationen stehen dem Behandlungsteam unmittelbar zur Verfügung und fließen direkt in die Versorgung ein.

    Warum wurde ePROtect entwickelt?

    Die Heilungschancen bei Kinderkrebs sind heute so hoch wie nie zuvor. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie Kinder die oft belastende Therapie erleben. ePROtect hilft dabei, Nebenwirkungen, Beschwerden und die Lebensqualität der Patient:innen kontinuierlich zu erfassen und frühzeitig darauf zu reagieren.

    Welchen Nutzen haben Familien von ePROtect?

    Die Familien erfahren in der Zeit zwischen den Klinikbesuchen ein stärkeres Gefühl von Sicherheit. Beschwerden werden früh erkannt, auch wenn sich ihr krankes Kind gerade zu Hause befindet. Gleichzeitig bleiben den Familien die oft langen Anfahrtswege espart, da ein Teil der Betreuung digital und in Zusammenarbeit mit wohnortnahen Kinderarztpraxen erfolgen kann.

    Wie funktioniert die App im Alltag?

    Die Kinder oder ihre Eltern beantworten täglich einen kurzen digitalen Fragebogen. Die Eingabe dauert meist weniger als eine Minute. Werden belastende Symptome gemeldet, erhält das Behandlungsteam eine Benachrichtigung und kann bei Bedarf Kontakt aufnehmen oder weitere Schritte einleiten.

    Ersetzt ePROtect den direkten Kontakt zur Klinik?

    Nein. ePROtect ergänzt die medizinische Betreuung, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Problemen – vor allem bei Fieber – müssen die Familien weiterhin unmittelbar Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Die App dient der täglichen Begleitung und unterstützt die Kommunikation zwischen Familien und Behandlungsteam.

    Wer steht hinter ePROtect?

    ePROtect entstand in Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Pädiatrie I, der Universitätsklinik für Psychiatrie II der Medizinischen Universität Innsbruck und dem Softwarepartner EvaluationSoftware Development (ESD). Das Projekt wird gefördert von der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg, Kinderhilfe Regenbogen Südtirol und dem Land Tirol.

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    42 分
  • Bertram Solcher: Welche Rolle spielt Fotografie in der Medizin?
    2026/05/07
    Medizinfotograf Bertram Solcher über Fotografie im Klinikalltag, visuelle Empathie und warum echte Bilder mehr erzählen als jede KI

    Seit dem ersten Lohfert-Preis begleitet Bertram Solcher innovative Projekte im Gesundheitswesen mit der Kamera. Im Podcast erzählt der Mediziner und Fotograf, wie aus der Beobachtung medizinischer und pflegerischer Prozesse bewegende Bildgeschichten entstehen, welche Begegnungen ihn besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Patientenorientierung fotografisch sichtbar machen kann.

    "Mir geht es darum, wie im Mikrokosmos Medizin Menschen miteinander interagieren."

    01:43 –Vom ersten Lichtbild 1826 zum Digital-Bild 2026: Was ist Medizinfotografie? Was macht Bertram Solcher?

    03:52 – „Die goldenen 90er“: Der Weg zur Fotografie und Medizin

    08:36 – Der Mensch im Mittelpunkt der Bilder

    09:37 – Mit Kamera im Klinikalltag

    „Ich habe auch kein Problem, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in für sie problematischen Situationen sind – und im Bedarfsfall lasse ich auch erstmal die Kamera liegen und unterhalte mich oder bin einfach erstmal nur da."

    11:04 – Über die depressive Erkrankung seiner Tochter und wie das Lockdown-Fototagebuch zu einer Ausstellung mit der Fürstenberg Foundation führte

    17:13 – Fotografieren im OP: Beobachten, nicht inszenieren

    „Man kann das als Vorteil oder auch als Nachteil sehen: Ich kann mir keine Bilder bauen... Was ich aber kann, ist, Leute arbeiten lassen, und zwar so, wie sie normal agieren und sie dabei zu beobachten. Und das funktioniert.“

    21:40 – Über die Kunst der Vorbereitung und prägende Projekte: Von Frühgeborenen und Demenzkranken

    „Ich möchte Klischees vermeiden und eine Perspektive bieten, die es so noch nicht gegeben hat. Oder zumindest in diesem Zusammenhang noch nicht gegeben hat.“

    26:27 – Der Lohfert-Preis wirkt! Über nachhaltige Erfolge und schwierige Bedingungen

    30:24 – Was unterscheidet Fotografie von KI-generierten Bildern?

    38:11 – Nicht alles, was das Foto spannend macht, ist auch für die Medizin spannend - und umgekehrt - über die Wirklichkeit als kreativer Moment und die Schönheit der Aortenklappe

    „Die Wirklichkeit ist häufig so viel spannender als alles, was wir uns am grünen Tisch ausdenken können.“

    42:24 - Wünsche für die Zukunft, unser Zusammenleben und die KI als Zeitgeber für mehr Patientenorientierung

    Hamburg, 28.04.2026

    Zur Person

    Bertram Solcher ist Fotograf und Mediziner. Seit mehr als 25 Jahren fotografiert er, angefangen mit Arbeiten für Tageszeitungen, nationale und internationale Magazine wie Stern, GEO oder SPIEGEL. Seit den frühen 2000er-Jahren widmet sich Bertram Solcher der Corporate Fotografie mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Technik. Bertram Solcher wird von der Agentur Laif vertreten.

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    44 分
  • Sven Goldbach, wie gelingt ambulante Notfallversorgung für schwerstkranke Menschen?
    2026/04/16
    "Zu Hause ist zu Hause" – Sven Goldbach ist Co-Projektleiter des Notfall Palliativ Care Team Hamburg, eines Modellprojekts, das schwerstkranke Menschen auch in einem akuten Notfall zu Hause betreuen will.Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?

    In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation.

    Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) übernehmen.

    Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    [02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?

    [03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?

    [08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen

    [16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?

    [22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen

    [27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?

    [33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?

    [36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?

    [40:30] Was ist PalliativQuartier?

    Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können

    [44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?

    Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/

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    49 分
  • Wie wir medizinische Versorgung besser koordinieren: Ursula Hahn über Patient Journey und integrierte Versorgung
    2026/01/27
    "Diese Idee der Zusammenarbeit, die muss in die Köpfe."

    PD Dr. Ursula Hahn kennt die Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Gesundheitsversorgung aus der eigenen Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der OcuNet GmbH & Co. KG, eines fachärztlichen Verbunds, in dem ambulant und stationär vollversorgende sowie filialisierende Facharztzentren für Augenheilkunde zusammenarbeiten.

    Als Wissenschaftlerin ist ihr zudem der systemische Blick – die „Adlerperspektive“ – vertraut. Diese nutzt sie auch als stellvertretende Vorsitzende des Bundesverband Managed Care (BMC), um Konzepte der integrierten, intersektoralen Versorgung voranzutreiben.

    Die Ausschreibung des diesjährigen Lohfert-Preises zur „Patient Journey“ gefällt ihr da natürlich besonders gut, denn, so sagt sie: „Es gibt ganz viele, die aufeinander zugehen und miteinander bessere, koordinierte Verzahnung hinbekommen wollen. Aber es gibt auch ganz schön viele Widerstände. Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, sich damit besser zu befassen. Diese Vereinzelung im Gesundheitswesen … besser in den Griff zu kriegen und sich einem übergeordneten Steuerungskonzept oder übergeordneten Steuerungsideen anzunähern.“

    Im Überblick:

    [01:37] Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verzahnung im Gesundheitswesen

    [02:43] Interdisziplinärer Blick: Ökonomie, Medizin und Versorgungspraxis aus der "Adlerperspektive"

    [04:01] Patient Journey: Ein Marketingkonzept als Zukunftsthema für die medizinische Versorgung?

    [04:48] Patient Journey: Vom Analyseinstrument zum Gestaltungsprinzip

    [07:09] Viele Stationen, viele Übergänge, viele Brüche: Herausforderungen entlang der Patient Journey

    [11:25] Primärversorgung ist mehr als hausarztzentrierte Versorgung: Steuerung entlang des tatsächlichen Bedarfs

    [15:28] Kritische Übergänge und die Rolle der Digitalisierung

    [19:51] Elektronische Patientenakte als Steuerungsinstrument

    [21:21] Digitalisierung, Selbstverwaltung und häusliche Versorgung

    [22:54] Best Practices: aus dem Innovationsausschuss in die Regelversorgung?

    [25:02] Die Zukunft integrierter Versorgung: Koordination und Verantwortung

    Links:

    Direkt zur Bewerbungsplattform: https://www.christophlohfert-stiftung.de/lohfert-preis/ausschreibung-2026/

    Zum Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2026: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/lohfert-preis-2026-ausschreibung-zu-patient-journey-gestartet/

    Bundesverband Managed Care: https://www.bmcev.de/

    Studie: 17 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung, AOK Baden-Württemberg: https://www.aok.de/pp/bw/pm/primaerversorgungsmodell/

    STROKE OWL - Stiftung Schlaganfallhilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/projekt-stroke-owl/

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    36 分
  • Viola Sinirlioğlu und Marcus Rall über Mehr-Patientensicherheit.de
    2025/09/30

    Aus Fehlern lernen – darum geht es bei mehr-patientensicherheit.de. Auf der Plattform können Patient:innen anonym ihre Erfahrungen im Gesundheitssystem teilen. Expert:innen werten die Berichte aus und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit. Wie funktioniert das in der Praxis? Wer nutzt das Portal bislang – und bringt es wirklich Verbesserungen? Darüber sprechen Dr. Markus Rall, Gründer der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit, und Dr. Viola Sinirlioğlu, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK.

    Interview im Überblick

    [00:01:53] Aktionen am Welttag für Patientensicherheit: Vom „Room of Horror“ im Krankenhaus bis zu Online-Postings zur Kindergesundheit.

    [00:04:19] Dr. Marcus Rall, Rettungssanitäter & Arzt, seit 25 Jahren für Patientensicherheit aktiv: Fehler entstehen selten aus Unwissen, sondern meist durch fehlendes Training oder Probleme in der Teamarbeit. „70 bis 80 % der Ursachen liegen in den menschlichen Faktoren.“

    [00:05:43] Dr. Viola Sinirlioğlu, Ärztin & Gesundheitsökonomin, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK: „Patientensicherheit war immer mein Herzblut-Thema. Ich möchte Brücken bauen zwischen den Bereichen im Gesundheitssystem – da gibt es noch zu viele Barrieren.“

    [00:08:15] Idee hinter mehr-patientensicherheit.de: Patient:innen können ihre Erfahrungen anonym melden. „Wir bekommen eine Perspektive, die in Klinik und Praxis oft nicht vorhanden ist.“ (Rall)

    [10:18] Über 1.600 Fälle in zwei Jahren: Wie sie analysiert, ausgewertet und in konkrete Tipps übersetzt werden.

    [11:58] Ziel: Erkenntnisse auch für Gesundheitsprofis nutzbar machen. „Wir wollen zeigen, was Patient:innen berichten – und wie Fachpersonal reagieren kann.“ (Rall)

    [13:26] Kommunikations-Challenge: Wie erfahren Patient:innen und Profis gleichermaßen von der Plattform? „Aus Fehlern lernen ist das eine. Das andere ist, vorbeugend aktiv zu werden.“ (Sinirlioğlu)

    [18:16] Krankenkassen könnten Fälle nutzen, um Patient:innen vorzubereiten – z. B. bei Entlassung aus der Klinik oder beim Umgang mit Delir. Social Media spielt eine wachsende Rolle.

    [20:15] Vom Pilotprojekt zur kassenübergreifenden Plattform: „Wir haben den Nerv getroffen.“ (Rall)

    [24:34] Anonymität bleibt gewahrt – 90 % der Nutzer:innen füllen den langen Fragebogen vollständig aus.

    [26:00] Kliniken lernen voneinander: „Die Fehler ähneln sich überall, besonders Kommunikationsfehler. Ein Datenschatz.“ (Sinirlioğlu)

    [27:08] Portal als Frühwarnsystem: „Wir können aus hundert kritischen Ereignissen lernen, bevor ein Patient zu Schaden kommt.“ (Rall)

    [28:31] Melden dürfen alle – unabhängig von der Krankenkasse.

    [30:35] Evaluation zeigt: In 50 % der Fälle kam es zu Schaden. Allein die Prävention einzelner Sepsis-Fälle kann Millionen sparen.

    [35:17] Dringend nötig: Mehr Gesundheitskompetenz – besonders bei Kindern. (Sinirlioğlu)

    [37:38] Wie erreicht das Portal die Menschen? Über Magazine, Websites, Apps und Social Media.

    [40:25] Aufgabe der Patientensicherheitsbeauftragten: „Patientensicherheit heißt, den Patienten von A bis Z sicher zu begleiten.“ (Sinirlioğlu)

    [43:04] Fehleroffenheit: „Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern zu lernen.“ (Sinirlioğlu)

    [46:30] Vision 2045: Mehr Mut für Veränderungen. „20.000 Tote und Hunderttausende vermeidbare Schäden sind eine riesige Last – ethisch und finanziell.“ (Rall)

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    49 分
  • „Dicke Bretter bohren“ – Heinz Lohmann über Wandel, Weitsicht und die Rolle der Christoph Lohfert Stiftung für mehr Patientenorientierung
    2025/09/02

    👉 Warum braucht man im Gesundheitswesen manchmal dicke Bretter – und was haben Patient:innen davon?
    👉 Welche Rolle spielen Stiftungen, wenn es darum geht, echte Veränderungen anzustoßen?
    👉 Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen?

    Prof. Heinz Lohmann erzählt im Gespräch, warum Patient:innen heute die Chance haben, zu Co-Therapeuten zu werden – und was die Christoph Lohfert Stiftung seit 15 Jahren dazu beiträgt.

    Im Einzelnen:

    [01:32] Der gemeinsame Antrieb von Prof. Heinz Lohmann und dem Stifter Dr. Christoph Lohfert: Die Rolle der Patientinnen und Patienten stärken

    [03:16] Ob mit Flyer oder Handy: Das Ziel bleibt gleich – die Menschen auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem stärken

    [05:27] Ein persönliches Anliegen zum Wohle der Gesellschaft verstetigen - zur Zusammensetzung der Stiftungsgremien und die Funktion eines Förderpreises für langfristige Sichtbarkeit

    [10:55] „Dicke Bretter bohren“ - wie sich das Wissensgefälle auf die Beziehung zwischen Patient:in und Arzt auswirkt

    [14:52] Wie der medizinische Fortschritt die Rolle der Patientinnen und Patienten verändert und die Digitalisierung Patient:innen auf ihrem Weg zwischen ambulanter und stationärer Behandlung hilft

    [16:46] Angebot und Nachfrage: Warum auch das Gesundheitswesen als Wirtschaft zu begreifen ist, der Lohfert-Preis zum Gesundheitswirtschaftskongress gehört - und warum die Akteure in der Gesundheitswirtschaft in einer besonderen Beziehung zueinander stehen

    [23:28] Über die prämierten Projekte des Lohfert-Preises

    [25:19] Über Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen, warum Patient.innen durch den medizinischen Fortschritt eine aktivere Rolle im Gesundungsprozess einnehmen, wie Patientenmanagement die Patient:innen dabei begleiten kann und was die sogenannte „Patientenreise“ für die Christoph Lohfert Stiftung zum Thema macht

    [29:31] Je spezialisierter, desto enger der Blick – wie Kunst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress Perspektivwechsel und Weitsicht ermöglicht und warum Heinz Lohmann experimentelle Kunstwerke besonders schätzt

    [33:57] Über den Mail Art Künstler Hans Braumüller und die Heinz und Ulla Lohmann Stiftung für experimentelle Kunst

    [38:18] Öffentlichkeitsarbeit für experimentelle Kunst und die Frage „Was soll das?“

    [40:45] Was macht eigentlich Stiftungen so attraktiv? Über die Rolle der Stiftungen in unserer Gesellschaft

    [44:48] Über ehrenamtliches Engagement und das eigene Stiftungsengagement – und warum es gut ist, auch die kleinen „Off“-Orte zu besuchen

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    48 分
  • Uwe Platzbecker, Patrick Emmerlich: Wie funktioniert das Nachhaltigkeitsmanagement am UK Dresden
    2025/07/08
    Das Potenzial ist da! Wie die Mitarbeitendeninitiative CARUS GREEN Nachhaltigkeit zum Topthema macht

    Das Projekt „Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit“ am Universitätsklinikum Dresden hat den Lohfert-Preis 2025 gewonnen – und steht für über 50 konkrete Maßnahmen, die den Klinikalltag umweltfreundlicher machen. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Dr. Uwe Platzbecker, medizinischer Vorstand, und Projektkoordinator Patrick Emmerlich über den Weg vom Trainee-Projekt zur Klinikbewegung.

    Das Interview im Überblick:

    1:49 – Ist das Carus Green Team Ihr Dreamteam?

    „Also ich würde das absolut bejahen. Wir brauchen aber, um in diesem Bereich die Zukunft zu gestalten, noch weitere Dreamteam-Mitglieder.“ (Prof. Platzbecker)

    03:08 – Inwiefern begleitet Sie das Thema Nachhaltigkeit als Klinikleitung – und warum ist es so wichtig?

    „Auch die kleinen Dinge können am Ende dann Großes bewirken. Das ist zumindest unser Credo.“ (Prof. Platzbecker)

    „Wir wollen ein atmendes System der Nachhaltigkeit am Klinikum formieren.“

    05: 48 - Was bedeutet „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ im Kontext eines Krankenhauses?

    „Beide Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und essenziell für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.“ (Prof. Platzbecker)

    07: 48 - Wie wurde aus einem interdisziplinären Traineeprojekt das Carus Green Team?

    „Wie können wir ressourcenschonend im Kontext von Spitzenmedizin und Spitzenforschung agieren?“ (Patrick Emmerlich)

    10:18 – Wie ist die Arbeit des Carus Green Teams heute organisiert?

    „Energieeinsparungen über die gesamten OPs hin gerechnet von 40 MWh pro Jahr, einige 10.000 Euro an Stromkosten, die man spart, aber natürlich auch CO2-Emissionen in Höhe von circa zwölf Tonnen pro Jahr.“ (Patrick Emmerlich)

    12:35 – Was motiviert die Mitarbeitenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen?

    14:00 – Wie sieht nachhaltiges Handeln konkret im Klinikalltag aus?

    „Ideal ist es, wenn die Leute aus ihrem Fachbereich selbst heraus Potenziale erkennen und diese dann innerhalb ihres Arbeitsumfelds umsetzen.“

    16:13 – Kann ein nachhaltiges Krankenhaus auch Patient:innen zu nachhaltigerem, gesünderem Verhalten bewegen?

    19:13 – Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in der Führungskräfteentwicklung?

    20:49 – Gibt es Unterschiede zwischen den Generationen beim Thema Nachhaltigkeit?

    „Das Entscheidende ist aber, dass „die Alten“ jetzt nicht auch plötzlich zu Aktivisten werden, sondern dass sie die, die Aktivisten sind und die besten Ideen haben, nämlich „die Jungen“, machen lassen.“ (Prof. Platzbecker)

    22:12 - Beispiele für nachhaltige Maßnahmen am UKD

    28:18 – Grüner Campus als Lernort für Biodiversität

    „... das ist ja unser Ansatz: Wir leben vor, wir zeigen, dass wir auch innerstädtisch Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bieten können.“ (P. Emmerlich)

    30:29 – Wo liegen die größten Herausforderungen? Was können andere Kliniken lernen?

    „Es ist großes Potenzial da, und zwar unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und dieses Potenzial, gerade im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das gilt es zu heben.“ (Prof. Platzbecker)

    36:56 – Wie gehen Sie mit Widerständen um?

    43:17 – Vision für 2045?

    "... das schaffen wir nur gesamtgesellschaftlich, alle zusammen. … da können wir im besten Fall als großes Unternehmen mit Vorbildwirkung aktiv sein“ (Patrick Emmerlich)

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    46 分
  • Gesundheitsförderung an Schulen: Mia Schafmeister im Interview
    2025/05/15
    Wie frühe Prävention gelingt - über das Projekt "Gesunde Schule" der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung

    Resilienz aufbauen, gesunde Ernährung lernen, Bewegungsfreude entwickeln – effektive Gesundheitsbildung bei Kindern legt den Grundstein für lebenslange gesunde Verhaltensweisen. Schulen sind zentrale Orte, an denen genau dies unterstützt werden kann. Hier setzt die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit dem Projekt "Gesunde Schule" an.

    Das Interview im Überblick

    Was ist die HAG?

    [01:59] Mia Schafmeister über die Arbeit der HAG als landesweites, unabhängiges und gemeinnütziges Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Hamburg; finanziert aus Mitteln der Sozialbehörde, aus Projektmitteln der gesetzlichen Krankenkassen, von anderen Trägern und durch Mitgliedsbeiträge

    Seit wie viel Jahren gibt es das Projekt und wie entstand die Idee dazu?

    [04:01] Mia Schafmeister über das Projekt „Gesunde Schule“; gegründet 1998 in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI); gefördert durch die Sozialbehörde und durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen.

    Welche Handlungsfelder gibt es in diesem Projekt für die Schulen?

    [05:11]

    1. Bewegungsförderung

    2. Sicherheit

    3. Schulverpflegung und Ernährungsbildung

    4. Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung

    5. Gewaltprävention

    6. Stressprävention

    7. Suchtprävention

    8. Gestaltung des Schulgeländes

    9. Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals.

    [06:13] Konkrete Projekte wie die Einführung von Streitschlichter:innen im Handlungsfeld Gewaltprävention

    Wie können Schulen teilnehmen?

    [08:25 ] Mia Schafmeister darüber, wie viele Schulen bereits in ganz unterschiedlicher Form gesundheitsfördernde Projekte umsetzen und welche Voraussetzugen dafür nötig sind

    Wie sieht die Unterstützung durch die HAG aus?

    [10:05] Mia Schafmeister über die Netzwerk-Arbeit der HAG in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

    Was die Projekte ausmacht

    [11:31 ] Mia Schafmeister über Partizipation

    Über Gesundheitskompetenz im Besonderen und frühe Förderung

    [12:47] Mia Schafmeister über die Frage, warum das Thema Gesundheitskompetenz so wichtig ist und wie Kinder als Multiplikator:innen in die Familien wirken

    Über die Anforderungen für eine Auszeichnung als "Gesunde Schule"

    [14:39] Mia Schafmeister zu der Dokumentation, die von den Schulen erstellt wird.

    [17:22] Über 60 angemeldete Schulen

    Über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und den Vergabeprozess

    [18:13] Mia Schafmeister über die beratende Funktion der HAG bei Fragen der finanziellen Unterstützung

    Spielt der Klimawandel oder die Anpassung an den Klimawandel eine Rolle?

    [21:56 ] Mia Schafmeister über Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und entsprechende Projekte zur Umgestaltung des Schulhofs oder vegetarische Speisen

    [23:23 ] Das Projekt Tellerreste-Messaktion.

    Wie gehen Sie auf die Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals ein?

    [26:42] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Gesundheit der Lehrkräfte und den "Personal-Gesundheitstag"

    In welchen Handlungsfeldern sind die Schulen am aktivsten?

    [20:21] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Bewegungsförderung am Beispiel von Bewegungscoaches

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    28 分