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DEEPTECH DEEPTALK

DEEPTECH DEEPTALK

著者: Oliver Rößling und Alois Krtil
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In diesem Podcast mit dem Motto "Technologien von morgen: Verstehen, Vertiefen, Verändern" werden Sie auf eine Reise in die Welt der DeepTech-Innovationen mitgenommen. Expert:innen aus Quantentechnologie, künstlicher Intelligenz und Cybersecurity, uvm. beleuchten Anwendungsfälle und Potenziale dieser Technologien. Ziel ist es, Ihnen komplexe Themen verständlich näherzubringen, damit Sie Chancen und Perspektiven erkennen. In jeder Folge werden technische und gesellschaftliche Aspekte diskutiert. Der Podcast soll Ihnen helfen, Ängste abzubauen und Vertrauen in neue Technologien zu gewinnen.Oliver Rößling und Alois Krtil
エピソード
  • Aus Versehen souverän 🍀 Warum Europas KI ohne Milliarden-Muskel aufholt
    2026/10/16

    Amerika wettet auf Größe. Europa hatte nie das Geld dafür und setzt deshalb auf Methode statt Muskel.

    Ein paar Wochen reichen für eine bemerkenswerte Bilanz. Mistral legt ein neues großes Sprachmodell vor, Black Forest Labs eine Modellfamilie für Bild und Video, NEURA Robotics aus Metzingen ein eigenes Foundation Model für Roboter, das sieht, hört, tastet und sich erinnert. Oliver Rößling und Alois Krtil wollen wissen, wie das ohne die Summen geht, die in den USA in Rechenzentren fließen.

    Die Antwort ist für beide Seiten unbequem. Das Rennen um immer größere Sprachmodelle konnte Europa nie gewinnen, weil es sein Kapital nicht auf ein, zwei Champions bündelt. In den USA ist genau das passiert. Eine Handvoll Anbieter hat so viel Geld verbaut, dass es sich nur über Masse zurückverdienen lässt. Das ist eine Wette auf ein einziges Pferd und ein Single Point of Failure, falls Modelle schneller zur Massenware werden als geplant. Was wie Europas Schwäche aussah, wird so zum Vorteil. Geplant war das nicht.

    Bleibt die Sorge vor der großen Einkaufstour. Aleph Alpha geht bereits im kanadischen Anbieter Cohere auf. Nur verliert ein europäisches KI-Unternehmen, sobald es amerikanisch wird, genau das, wofür man es gekauft hat: das Vertrauen von Kunden, die ihre Daten nicht in fremden Trainingssystemen sehen wollen. Dazu kommt ein Paradox: Mit amerikanischen Frontier-Modellen lässt sich amerikanische Business-Software inzwischen in Teilen nachbauen.

    Die zweite Hälfte wird handfest. Wer auf eine heiße Herdplatte fasst, zieht die Hand weg, bevor das Sprachzentrum etwas dazu sagt. Ein Sprachmodell kennt diesen Reflex nicht, ihm fehlt jede Wahrnehmung von Raum und Physik. Roboter lernen dagegen aus harten Fakten, und was ein Gerät beim Umkippen lernt, lernt die Flotte mit. Der Hebel liegt in der Orchestrierung, nicht in immer größeren Modellen. Wer für jede Frage das Frontier-Modell anwirft, schlägt einen Bastelnagel mit dem Vorschlaghammer ein.

    Hör rein, wenn du wissen willst, warum Europas KI gerade dort aufholt, wo Geld allein nicht reicht.

    Aus der Folge

    • Was in wenigen Wochen auf allen Ebenen des europäischen KI-Stacks passiert ist
    • Warum die Konzentration auf wenige US-Anbieter zum Single Point of Failure werden kann
    • Weshalb ein europäisches KI-Unternehmen nach einem Verkauf in die USA genau das verliert, wofür es gekauft wurde
    • Wie amerikanische Frontier-Modelle helfen, amerikanische Software nachzubauen
    • Warum ein Sprachmodell allein keinen Roboter steuern kann
    • Weshalb bei der Modellwahl oft das Problem vor dem Rechner sitzt


    *Korrektur zur Aufnahme: NEURA Robotics sitzt in Metzingen, nicht in Memmingen.

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    33 分
  • Agenten-Schwärme 🐝 & AI Slowdown 🐌: Verlieren wir die Kontrolle über die KI?
    2026/09/22

    Nach einer kurzen Sendepause sind Oliver und Alois endlich wieder zurück im DEEPTECH DEEPTALK. In der KI-Welt ist aktuell wieder viel los, und in dieser Folge widmen wir uns den heiß diskutierten Entwicklungen rund um AI Safety und Security.

    Wir beleuchten die Forderungen nach einem weltweiten "AI Slowdown" von Tech-Größen wie Elon Musk und hinterfragen, wie realistisch das in der Praxis ist oder ob es sich dabei doch eher um PR-Stunts zur Vorbereitung kommender Börsengänge handelt. Außerdem werfen wir einen genauen Blick auf die realen Gefahren durch teilautonome Agenten-Schwärme, die inzwischen mit "Deep Reasoning" komplexe Sicherheitslücken in Sandboxes systematisch aushebeln.

    Die wichtigsten Learnings dieser Folge:

    • PR oder echte Panik? Warum Forderungen nach einem Slowdown in der KI-Entwicklung auch strategische und marketingtechnische Motive haben könnten.
    • Schwarm-Hacking: Wie agentische KI-Systeme Sicherheitsbarrieren gezielt umgehen, Spuren verwischen und warum traditionelles Guardrailing (Sicherheitsleitplanken) massiv an seine Grenzen stößt.
    • Das Brechen von Regeln: Die Gefahr von Modellen, die einen so starken Trieb zur Zielerreichung besitzen, dass sie Ausnahmen für das Brechen von Restriktionen argumentativ rechtfertigen können.
    • Fehlende "Ground Truth": Warum aktuelle Sprachmodelle (LLMs) kein echtes physikalisches Weltverständnis haben und darauf angewiesen sind, dass wir Menschen ihnen die Realität vorgeben.
    • Automatisierte Gefahren: Wie KI-gesteuertes Social Engineering skaliert und massenhafte Hacking-Angriffe ermöglicht, die theoretisch jeden im digitalen Raum treffen können.


    Viel Spaß beim Reinhören!

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    34 分
  • #Makerland statt Konzern-Koma: Mit 90-Tage-Sprints aus der KI-Schockstarre - mit Dr. Michael Müller-Wünsch (MüWü), Technologie-Vorstand der Marke OTTO
    2026/07/28

    In dieser spontanen Folge haben wir Dr. Michael Müller-Wünsch (MüWü), den Technologie-Vorstand der Marke Otto, bei uns zu Gast. Während viele Unternehmen beim Thema Künstliche Intelligenz noch in strategischen Grundsatzdiskussionen feststecken oder aus Unsicherheit abwarten, plädiert MüWü für einen pragmatischen Ansatz: Willkommen im #Makerland. Es geht darum, aus der reinen Beobachterrolle herauszutreten und den technologischen Wandel wieder aktiv und mutig zu gestalten.

    Wir sprechen in dieser Folge darüber, warum klassische Zehnjahrespläne in der aktuellen KI-Dynamik völlig obsolet sind. MüWü erklärt, wie sich stattdessen mit fokussierten 90-Tage-Sprints echte Use Cases validieren lassen als risikoarme Entscheidungen, die jederzeit korrigiert werden können. Ein weiteres zentrales Thema unserer Diskussion ist die digitale Souveränität. Mit dem treffenden Bild des „digitalen Suezkanals“ beleuchten wir die Gefahr von einseitigen Abhängigkeiten und plötzlichen Service-Ausfällen durch große US-Anbieter. Wir diskutieren, warum ein zeitgemäßes Risikomanagement heute zwingend lokale Infrastrukturen, europäische Optionen und Multi-Cloud-Strategien erfordert.

    Darüber hinaus werfen wir einen kritischen Blick auf unseren alltäglichen Umgang mit Informationen. In einer Zeit, in der global jede Sekunde 60.000 Fotos entstehen, ersticken wir zunehmend an unreflektiertem Datenmüll. Wir beleuchten, wie smarte, lokale KI-Agenten künftig beim digitalen Aufräumen helfen müssen und warum in einer Ära immer perfekterer Deepfakes die nachweisbare „Echtheit“ von Informationen zur wertvollsten Währung für Gesellschaft und Wirtschaft wird. Eine Episode über technologische Eigenständigkeit, den Aufbau echter KI-Datenkompetenz und den Mut, einfach mal zu machen.

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    29 分
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