#Makerland statt Konzern-Koma: Mit 90-Tage-Sprints aus der KI-Schockstarre - mit Dr. Michael Müller-Wünsch (MüWü), Technologie-Vorstand der Marke OTTO
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In dieser spontanen Folge haben wir Dr. Michael Müller-Wünsch (MüWü), den Technologie-Vorstand der Marke Otto, bei uns zu Gast. Während viele Unternehmen beim Thema Künstliche Intelligenz noch in strategischen Grundsatzdiskussionen feststecken oder aus Unsicherheit abwarten, plädiert MüWü für einen pragmatischen Ansatz: Willkommen im #Makerland. Es geht darum, aus der reinen Beobachterrolle herauszutreten und den technologischen Wandel wieder aktiv und mutig zu gestalten.
Wir sprechen in dieser Folge darüber, warum klassische Zehnjahrespläne in der aktuellen KI-Dynamik völlig obsolet sind. MüWü erklärt, wie sich stattdessen mit fokussierten 90-Tage-Sprints echte Use Cases validieren lassen als risikoarme Entscheidungen, die jederzeit korrigiert werden können. Ein weiteres zentrales Thema unserer Diskussion ist die digitale Souveränität. Mit dem treffenden Bild des „digitalen Suezkanals“ beleuchten wir die Gefahr von einseitigen Abhängigkeiten und plötzlichen Service-Ausfällen durch große US-Anbieter. Wir diskutieren, warum ein zeitgemäßes Risikomanagement heute zwingend lokale Infrastrukturen, europäische Optionen und Multi-Cloud-Strategien erfordert.
Darüber hinaus werfen wir einen kritischen Blick auf unseren alltäglichen Umgang mit Informationen. In einer Zeit, in der global jede Sekunde 60.000 Fotos entstehen, ersticken wir zunehmend an unreflektiertem Datenmüll. Wir beleuchten, wie smarte, lokale KI-Agenten künftig beim digitalen Aufräumen helfen müssen und warum in einer Ära immer perfekterer Deepfakes die nachweisbare „Echtheit“ von Informationen zur wertvollsten Währung für Gesellschaft und Wirtschaft wird. Eine Episode über technologische Eigenständigkeit, den Aufbau echter KI-Datenkompetenz und den Mut, einfach mal zu machen.