『Chlorgesänge』のカバーアート

Chlorgesänge

Chlorgesänge

著者: Ute Zill Martina Schrey
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Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!Ute Zill, Martina Schrey ウォータースポーツ 水泳・ダイビング
エピソード
  • Bestimmt verpasst: Gerettet!
    2026/10/28

    Wenn wir in Not geraten, hoffen wir, dass wir gerettet werden. Immer. Deshalb wiederholen wir heute eine Folge aus dem Sommer. Denn auf der Unteren Havel in Berlin, direkt am Wannsee, sorgen Ehrenamtliche der ⁠Berliner DLRG⁠ dann jedes Wochenende dafür, dass kein Unglück unbeobachtet bleibt. Deswegen beginnt die Folge auch mit einer Fahrt im Rettungsboot: Lene, Sven und Patrick bringen uns damit zu ihrer Wasserrettungsstation, die man ansonsten nur schwimmend erreichen könnte. Macht schon Spaß, so eine kleine Spritztour! Und auch die drei sind bester Dinge. Zum Glück gab es an diesem Tag noch keinen Einsatz, und so zeigen sie uns voller Begeisterung ihre Station. Alle drei sind anderweitig voll berufstätig, für die DLRG arbeiten sie ehrenamtlich - und verbringen hier an den Sommerwochenenden nicht nur ihre Tage, sondern übernachten auch in dreistöckigen Etagenbetten. Denn auch nachts können sie per Funk jederzeit alarmiert werden.

    Man muss sich schon sehr gut verstehen, um es auf diesem engen Raum miteinander auszuhalten, aber das tun die drei offenbar. Oft haben sie zudem Verstärkung und das ist auch gut so: 13 Menschen sind in diesem Jahr ⁠bereits in Berliner Gewässern ertrunken⁠, zum Glück keiner in ihrem Einsatzgebiet.

    Aber natürlich kann jederzeit was passieren. Doch während wir ganz aufgeregt auf die Surfer deuten, die bereits minutenlang im Wasser liegen, bleiben die drei völlig cool. Sie haben mittlerweile ein Auge dafür, wann jemand tatsächlich in Not ist oder im Wasser einfach mal eine Pause braucht. Patrick kennen wir ja schon aus ⁠unserem Rettungsschwimmerkurs⁠, er hat seit vielen Jahren Erfahrung in der DLRG und ist zudem Ausbildungs-Rettungsschwimmer. Sven ist der Leiter Einsatz und Lene die Jugendvorsitzende der DLRG Friedrichshain-Kreuzberg.

    Sie hatte gerade erst am letzten Wochenende einen Einsatz, da wurde eine Person am Ufer vermisst, die dann aber glücklicherweise wieder aufgetaucht ist. Das sei schon immer aufregend, aber noch dramatischer findet Lene es, wenn im Wasser Personen vermisst werden, dann zählt wirklich jede Sekunde.

    Sven ist als Leiter Einsatz dafür verantwortlich, dass die Technik funktioniert, veranlasst entsprechende Reparaturen und sorgt dafür, dass die Wasserrettungsstation immer mit genügend Menschen besetzt ist. Das ist nicht immer einfach, leider zeigt sich auch hier ziemlich deutlich der ⁠Nachwuchsmangel.⁠ Da ist es schon praktisch, dass alle gut befreundet sind und gern ihre Zeit miteinander verbringen. Außerdem finden hier regelmäßig ⁠Jugendeinsatzteam⁠-Tage statt, um Jugendliche für die DLRG zu begeistern - da kommt auch schon mal jede Menge Kunstblut zum Einsatz!

    Was an so einem Wochenende los sein wird, ist nie wirklich abzusehen. Bei viel Wind gibt es mehr Segelboot-Unfälle, an heißen Tagen eher vermisste Personen, erzählen die drei.

    Schließlich ist die Crew auf der Wasserrettungsstation Rettungsdienst, Feuerwehr und ADAC zugleich. Von Personensuche, medizinischen Notfällen bis hin zum Motorschaden ist alles möglich. Koordiniert werden die Einsätze von der DLRG-Leitstelle. Die wiederum wird von der Feuerwehr informiert wird, wenn die DLRG mit dem Boot einfach schneller vor Ort sein kann, beispielsweise an der Pfaueninsel, wo kein Auto hinkommt.

    Um hier im Einsatz zu sein, braucht einen Rettungsschwimmerschein und eine Zusatzausbildung für offene Gewässer. Außerdem muss immer ein ausgebildeter Bootsführer dabei sein, der dann auch den Einsatz vor Ort koordiniert. Und es braucht Leidenschaft: Fürs Schwimmen, für Menschen und vor allem dafür, ehrenamtlich für andere da zu sein!

    Transparenzhinweis: Auch wir sind (passive) Mitglieder der DLRG. Wir sind eingetreten, als wir den Rettungsschwimmer-Kurs gemacht haben, anders wäre das nicht gegangen. Aber wir sind Mitglieder geblieben - weil wir es ausgesprochen wichtig finden, dass es diese Organisation gibt!

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    38 分
  • Bestimmt verpasst: Held der Meere
    2026/10/21

    Der Sommerurlaub ist schon eine Weile vorbei, aber auch in den Herbstferien zieht es viele nochmal ans Meer. Deshalb wiederholen wir hier eine Folge, in der es nicht um Chlor- sondern um Salzwasser geht! Denn das Meer lädt ein zum schwimmen, tauchen oder surfen und es gibt wohl wenige Menschen, die sich der Faszination der Ozeane entziehen können. Wenn da nicht dieses kleine „aber“ wäre … Auch wenn wir es nur zu gern verdrängen: Natürlich ist uns allen klar, dass es den Meeren und somit auch den darin schwimmenden Lebewesen nicht wirklich gut geht. Nicht nur wegen der zunehmenden Erwärmung der Meere, sondern auch wegen des ganzen Unrats, der darin herumschwirrt, allem voran das viele Plastik.

    Unser ⁠Gesprächspartner⁠ ist deshalb der Speaker und Podcaster Christian Weigand, der das Konzept „⁠Blue Awareness⁠“ entwickelt hat, was mittlerweile ein gemeinnütziger Verein geworden ist. Er ist professioneller Redner für Unternehmen und Veranstaltungen und spricht über Nachhaltigkeit, Meere und Selbstwirksamkeit.

    Das Tolle an ihm: Er läuft nicht etwa den ganzen Tag mit erhobenem Zeigefinger herum und fordert dazu auf, ab sofort asketisch zu leben, sein Motto ist vielmehr: „take three for the sea“. Heißt: Wenn wir beispielsweise im Urlaub am Strand entlang gehen und nur drei Plastikteile aufheben, haben wir schon was getan. Denn das sind drei Teile weniger, die von den Meeresbewohnern mit wertvoller Nahrung verwechselt werden können, drei Teile weniger, an denen ein Wesen im Wasser ersticken oder sich damit strangulieren kann.

    Diese Haltung spürt man auch in seinem erfolgreichen Podcast „⁠Helden der Meere⁠“. Auch ⁠hier⁠ geht es nicht darum, moralinsauer aufzuzählen, dass vermutlich rund fünf Trillionen Plastikteile in den Ozeanen schwimmen oder um wieviel Grad die Meerestemperatur mal wieder gestiegen ist - stattdessen hat er alle 14 Tage Gäste, die von der Faszination des Meeres erzählen.

    Wie sie mit Haien schwimmen oder Orcas filmen, abenteuerliche Expeditionen machen, von steilen Klippen springen, als Tankerkapitän arbeiten oder ein mexikanisches Drogenkartell verfolgen, das illegal in einem Naturschutzgebiet fischt.

    Aufregende und faszinierende Geschichten, die einem auf ihre ganz eigene Art bewusst machen, was sich für eine wunderbare und besondere, mitunter aber auch ganz schön unheimliche Welt da unter Wasser auftut. Auch für Christian selbst ist das ein großer Spaß - selbst wenn es sehr häufig gar nichts mit Meeresschutz zu tun hat.

    Wir können nicht anders - wir müssen ihn auch danach fragen, wie er die Aktion rund um den Wal in der Ostsee erlebt hat. An dieser Stelle nur so viel: Begeistert hat ihn diese ganze Sache nicht.

    Christian ist nicht nur Redner und Podcaster - und leidenschaftlicher Surfer - er hat zusammen mit dem ⁠Journalisten Florian Sturm⁠ auch ein Buch gemacht: „⁠Ein Leben für den Ozean⁠“ heißt es und eine von uns hat es natürlich zuhause im Regal stehen und ist im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig begeistert! Umso größer die Freude, dass im November 2026 die zweite Ausgabe erscheinen wird. Während es im ersten Band um Ostsee, Nordsee und Nordatlantik geht, dreht sich der zweite Band um den Europäischen Atlantik. Und wer nicht nur lesen, sondern auch schauen will, bekommt außerordentlich schöne Bilder zu sehen - aus den Tiefen der Ozeane. Das Weihnachtsgeschenk ist safe!







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    45 分
  • Folge 175: Auf Pedalen durchs Wasser
    2026/10/14

    Fahrrad fahren - das machen viele gern. Aber Fahrrad fahren im Wasser? Klingt erstmal komisch. Ist es aber nicht. Aquacycling hält nicht nur fit, sondern ist auch im Reha-Sport eine wirksame Bewegungstherapie.

    Als wir das erste Mal davon gehört haben, waren wir gleich neugierig. Allerdings - so einfach ist es nicht, einen Aquacycling-Kurs zu finden. In Berlin wird so etwas gar nicht angeboten. Aber immerhin in Falkensee, am westlichen Stadtrand. Normalerweise bucht man hier einen mehrtägigen Kurs - das mussten wir nicht, sondern durften bei einer Stunde aktiv dabei sein.

    Denn natürlich wollten wir nicht nur zuschauen, sondern selber mitmachen. Die Trainerin Claudia Seischab-Liedtke zeigt uns erstmal, wie man das speziell für den Wassereinsatz gebaute Fahrrad-Ergometer einstellt - dann hieven wir es gemeinsam ins Wasser. Das ist herrliche 30 Grad warm, also nichts wie los!

    Allerdings - so flott wie an Land geht es im Wasser nicht. Der Widerstand beim Treten ist 12mal höher als in der Luft. Bis zu 800 Kalorien kann man in so einer Stunde verbrauchen - das haben wir aber ganz sicher nicht geschafft. Dafür waren wir zu sehr damit beschäftigt, in den Pedalen zu stehen und gleichzeitig die Balance zu halten. Ohne Bauchspannung geht hier nichts! Denn genauso wie beim Spinning im Fitnessstudio muss man auch beim Aquacycling nicht nur die ganze Zeit in die Pedale treten, sondern auch im Stehen fahren, während die Arme seitlich mit Hanteln durchs Wasser pflügen, man muss Sprints hinlegen oder sich wie ein Rodeo übers Rad schwingen. Und nicht zu vergessen: Intervalltraining!

    Aber eins ist sicher: Aquacycling ist gesund, bei entsprechender Indikation werden die Kursgebühren sogar zum Teil von der Krankenkasse übernommen. Im Rehasport werden Aquacycling-Kurse gerne für Menschen nach Hüft-OPs oder mit Adipositas angeboten. Der Sport ist ausgesprochen gelenkschonend, der Wasserdruck wirkt wie eine Lymphdrainage, außerdem verliert der Körper 90 Prozent des Gewichts im Wasser (nimmt es an Land aber leider direkt wieder zu). Angeblich bekommt man vom Aquacycling auch noch eine glattere und festere Haut - klingt verlockend. Kurz und krumm: Aquacycling ist für jeden und jede gut.

    Einziger Nachteil: Fürs Aquacycling braucht man festes Schuhwerk, denn wie beim Spinning werden auch hier die Füße an den Pedalen festgeschnallt. Wir hatten Badeschuhe dabei, die sind aber eigentlich zu dünn und deshalb nicht wirklich gut geeignet. Besser wären feste - und saubere! - Turnschuhe, mit denen man vorher natürlich nicht auf der Straße unterwegs gewesen sein darf.

    Claudia jedenfalls leitet ihre Kurse mit Begeisterung. Und freut sich, dass die Leute in den Kursen immer besser werden. Normalerweise dirigiert sie die Kurse vom Rand aus. Wenn die Kurse nicht allzu voll sind, setzt sie sich aber auch selber mit aufs Rad. So hat für sie auch alles angefangen: Am Anfang hat sie einfach nur teilgenommen und dann einen Trainerschein gemacht.

    Wettbewerbe im Aquacycling gibt es übrigens nicht. Was vermutlich auch daran liegt, dass sich die Räder natürlich nicht bewegen, sondern fest auf dem Beckenboden stehen. Der bei diesem Sport übrigens auch gut trainiert wird!



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    20 分
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