『Chlorgesänge』のカバーアート

Chlorgesänge

Chlorgesänge

著者: Ute Zill Martina Schrey
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Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!Ute Zill, Martina Schrey ウォータースポーツ 水泳・ダイビング
エピソード
  • Folge 170: Ein Euro pro Bein
    2026/09/09
    In der Schwimmgemeinde geht die Trauer um: Nach und nach schließt ein Freibad nach dem anderen, die Sommersaison neigt sich dem Ende zu. Ausgerechnet jetzt bieten Bäder in Deutschland Hundeschwimmen an. Doch worauf sich die einen schon das ganze Jahr freuen, sorgt bei anderen für großen Missmut: Hunde? Euer Ernst? Lasst doch lieber die Menschen länger schwimmen! Wir sind für diese Folge ins Sommerbad Staaken-West gefahren, denn zum zweiten Mal überhaupt bieten auch die Berliner Bäderbetriebe Hundeschwimmen an. Doch während eine von uns sich bereits am Eingang vor Begeisterung kaum einkriegt, bleibt die andere erstmal skeptisch. Was nicht nur, aber auch mit ihrer latenten Angst vor Hunden zu tun hat.Zurück zum Eingang - hier wird erstmal kontrolliert, ob für den mitgebrachten Hund ein aktueller Impfausweis und eine gültige Haftpflichtversicherung vorliegt, sonst kommt der Vierbeiner gar nicht erst rein. Der Eintritt wird nach der Anzahl der Beine berechnet: Hunde kosten vier, Menschen zwei Euro. Auf der großen Liegewiese dann ein einziges Gerenne und Gejage - aber alles total spielerisch, kein Hund bellt, alle tollen munter umeinander herum. Was sicher auch daran liegt, dass hier kein Hund an die Leine muss. Freie Bahn!Die beiden Schwimmbecken dahinter sind ebenfalls ungeleint, hier passt kein Rettungsschwimmer drauf auf, dass niemand untergeht. Dafür müssen Frauchen und Herrchen schon selber sorgen. Die Hunde reagieren sehr unterschiedlich auf dieses ungewohnte Event: Während sich die eine mit gewagtem Sprung direkt ins Wasser stürzen, umrunden andere erstmal skeptisch mehrfach das Becken und halten allenfalls eine Pfote ins Wasser. Vizsla-Besitzerin Moni hat sich schon lange auf das Hundeschwimmen gefreut. Sie geht mit ihrem Hund Kalle zwar auch sonst regelmäßg in den See, aber hier habe er einfach noch sehr viel mehr Spaß, vor allem wegen der vielen anderen Hunde. Und in der Tat: Während sie erzählt, stürzt sich Kalle zusammen mit seinem Hundefreund Balou ein ums andere Mal ins Wasser, apportiert Spielzeug oder Bälle und man hat fast den Eindruck, er würde vor Freude strahlen.Hundeschwimmen-Organisatorin und Meisterin für Bäderbetriebe Jennifer Heide freut sich darüber, dass das Event so großen Anklang findet. Sie versteht aber auch die Skeptiker. Umso wichtiger ist es ihr, klarzustellen, dass niemand wegen des Hundeschwimmens auf einen Freibadbesuch verzichten muss. Das Badpersonal sei schon längst mit der so genannten Auswinterung beschäftigt und stünde als Aufsicht gar nicht mehr zur Verfügung. Das Wasser ist zudem nicht mehr gechlort, sonst wäre es auch für die Hunde gar nicht verträglich. Auch sei es überhaupt nicht eklig, wenn Hunde ins Beckenwasser gehen: Das wird nämlich nach dem Hundeschwimmen komplett abgelassen und die Fliesen gründlich gereinigt - ein Vorgang, der am Ende der Saison ohnehin fällig wird. Außerdem: „Auch Hundebesitzer:innen sind unsere Kunden. Und wir freuen uns, dass wir ihnen einmal im Jahr ein ganz spezielles Angebot machen können.“ In Berlin dieses Jahr übrigens noch dreimal: am 12., 13. und 19. September.In deutschlandweit über 70 Orten wird mittlerweile Hundeschwimmen am Ende des Sommers angeboten, Berlin ist da absolut kein Vorreiter. Oft wird in den Bädern dann die Gelegenheit genutzt, Spenden für das regionale Tierheim zu sammeln. Auch in Ländern wie der Schweiz oder in Großbritannien findet am Ende der Sommersaison Hundeschwimmen in öffentlichen Bädern statt. Spanien, Italien oder Belgien gehen noch ein Stück weiter: Hier gibt es sogar spezialisierte Hunde-Wasserparks oder ganzjährige Doggy-Pools.Die Skeptikerin von uns beiden findet das Hundeschwimmen im Sommerbad Staaken-West am Ende auch ganz amüsant. Ja, sicher - den Geruch von nassem Hund muss man mögen. Aber die Toiletten sind beim Hundeschwimmen deutlich sauberer, als wenn Menschen im Bad ihre Bahnen ziehen!
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    31 分
  • Folge 169: Zu tun gibts immer was!
    2026/09/02
    Liebesbriefe hat er in diesem Sommer jetzt nicht bekommen, der Betriebsleiter der Berliner Bäderbetriebe, Ricardo Haas. Aber nichts gesagt ist bekanntlich genug gelobt und so kann man davon ausgehen, dass die Mindesttemperaturen von 22 Grad in den Berliner Freibädern überall Anklang gefunden haben. Mit Schaudern erinnern wir uns noch an letztes Jahr: Damals lag die Wassertemperatur im Olympiabad um diese Zeit bei 17 (!) Grad. Dieses Jahr waren es auch zum Schluss noch wohlige 24 Grad. Wir haben die angenehmen Temperaturen genossen und tun das immer noch - denn sieben Freibäder sind mindestens bis Mitte September geöffnet. Mehr war nicht drin, sagt Ricardo Haas: Die Hallen müssen wieder in Betrieb genommen werden, das Schulschwimmen startet und die Vereine legen auch wieder richtig los. Dafür brauche es Personal, was bis jetzt in den Freibädern eingesetzt war. Insgesamt war die Sommersaison aber auch für die Bäderbetriebe zufriedenstellend, rund 1, 6 Millionen Menschen sind gekommen. Allein am letzten Juni-Wochenende tummelten sich bei rund 40 Grad Außentemperatur über 120.000 Menschen in den Berliner Freibädern. Und vor allem: Es gab den ganzen Sommer keine besonderen Vorkommnisse, keine Schlägereien, keine Übergriffe - allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz.Ein bisschen enttäuscht sind wir allerdings davon, wie wenig die Berliner Bäderbetriebe aus ihrem 30jährigem Jubiläum dieses Jahr gemacht haben. Es gab ein paar Kinder- und Familienparties, eine Ticket-Verlosung - aber das war´s dann auch schon. Das eigentlich geplante 24-Stunden-Schwimmen Ende Oktober in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) muss auf nächstes Jahr verschoben werden, die electronic pool session im Neuköllner Columbiabad fand gar nicht erst statt. Die Gründe dafür sind vielfältig, wir hoffen aber, dass es nächstes Jahr dann umso schöner wird! Aber ein Ereignis in diesem Sommer wollen wir nicht unerwähnt lassen: Das Mittsommerschwimmen im Insulaner am 21. Juni. Bereits zum Start um 4:30 Uhr waren viele begeisterte Menschen da, bis 21:30 war das Bad geöffnet. Mehr davon!Ein paar gute Nachrichten hat Ricardo Haas auch noch im Gepäck: Das Paracelsusbad in Reinickendorf soll nun endlich im April 2027 wieder eröffnet werden! Und das Stadtbad Schöneberg macht hoffentlich auch in diesen Tagen wieder auf. Hier erwartet die Besucher:innen dann auch in absehbarer Zeit etwas berlinweit Einzigartiges: Der Einsatz von KI, zur Unterstützung des Bäderpersonals bei der Überwachung der Wasserflächen - im fachdeutsch: Anti-Ertrinkungssysteme. Allerdings noch nicht gleich, die Kameras hängen zwar schon, aber erst muss noch der Personalrat zustimmen.Die Sanierung der Neuen Halle in Charlottenburg nimmt ebenfalls Formen an, die Fertigstellung ist für 2031 geplant. Weniger gute Nachrichten leider aus Spandau Süd: Es gibt Komplikationen, mit der Sanierung des Freibads konnte noch gar nicht begonnen werden, das passiert erst 2027. Und dann muss dort auch noch eine zusätzliche Halle gebaut werden. Ist die fertig, können die Wassersport-Vereine vom Sachsendamm dahin umziehen - denn auch dort muss dringend saniert werden.Zu Mariendorf wagt Ricardo Haas heute noch gar keine Prognose, aber das Kreuzberger Spreewaldbad wird hoffentlich Anfang 2028 fertig sein. Und an der Holzmarktstraße hat gerade der Spatenstich stattgefunden. Haas ist froh, dass die Berliner Bäderbetriebe im Rahmen des Klima-Pakts bis 2023 rund 204 Millionen Euro zusätzlich bekommen: 170 Millionen sollen in die (energetische) Grund- und Teilsanierung von Hallenbädern gehen, 34 Millionen sind für spezifische Einzelmaßnahmen geplant. Solarbetriebene Heizsysteme beispielsweise oder der Austausch alter Pumpensysteme. Insgesamt wollen die Bäderbetriebe bis 2030 Bauvorhaben im Wert von mehr als 600 Millionen Euro umsetzen. Eins ist Ricardo Haas aber trotzdem klar: „Fertig werden wir nie werden. Bei über 60 Bädern gibt es auch danach noch viel zu tun!“ Und man sieht ihm an, dass er Spaß daran hat.
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    34 分
  • Folge 168: Gerettet!
    2026/08/26

    Wenn wir in Not geraten, hoffen wir, dass wir gerettet werden. Auf der Unteren Havel in Berlin, direkt am Wannsee, sorgen Ehrenamtliche der Berliner DLRG im Sommer jedes Wochenende dafür, dass kein Unglück unbeobachtet bleibt. Deswegen beginnt unsere heutige Folge auch mit einer Fahrt im Rettungsboot: Lene, Sven und Patrick bringen uns damit zu ihrer Wasserrettungsstation, die man ansonsten nur schwimmend erreichen könnte. Macht schon Spaß, so eine kleine Spritztour! Und auch die drei sind bester Dinge. Zum Glück gab es heute noch keinen Einsatz, und so zeigen sie uns voller Begeisterung ihre Station. Alle drei sind anderweitig voll berufstätig, für die DLRG arbeiten sie ehrenamtlich - und verbringen hier an den Sommerwochenenden nicht nur ihre Tage, sondern übernachten auch in dreistöckigen Etagenbetten. Denn auch nachts können sie per Funk jederzeit alarmiert werden.

    Man muss sich schon sehr gut verstehen, um es auf diesem engen Raum miteinander auszuhalten, aber das tun die drei offenbar. Oft haben sie zudem Verstärkung und das ist auch gut so: 13 Menschen sind in diesem Jahr bereits in Berliner Gewässern ertrunken, zum Glück keiner in ihrem Einsatzgebiet.

    Aber natürlich kann jederzeit was passieren. Doch während wir ganz aufgeregt auf die Surfer deuten, die bereits minutenlang im Wasser liegen, bleiben die drei völlig cool. Sie haben mittlerweile ein Auge dafür, wann jemand tatsächlich in Not ist oder im Wasser einfach mal eine Pause braucht. Patrick kennen wir ja schon aus unserem Rettungsschwimmerkurs, er hat seit vielen Jahren Erfahrung in der DLRG und ist zudem Ausbildungs-Rettungsschwimmer. Sven ist der Leiter Einsatz und Lene die Jugendvorsitzende der DLRG Friedrichshain-Kreuzberg.

    Sie hatte gerade erst am letzten Wochenende einen Einsatz, da wurde eine Person am Ufer vermisst, die dann aber glücklicherweise wieder aufgetaucht ist. Das sei schon immer aufregend, aber noch dramatischer findet Lene es, wenn im Wasser Personen vermisst werden, dann zählt wirklich jede Sekunde.

    Sven ist als Leiter Einsatz dafür verantwortlich, dass die Technik funktioniert, veranlasst entsprechende Reparaturen und sorgt dafür, dass die Wasserrettungsstation immer mit genügend Menschen besetzt ist. Das ist nicht immer einfach, leider zeigt sich auch hier ziemlich deutlich der Nachwuchsmangel. Da ist es schon praktisch, dass alle gut befreundet sind und gern ihre Zeit miteinander verbringen. Außerdem finden hier regelmäßig Jugendeinsatzteam-Tage statt, um Jugendliche für die DLRG zu begeistern - da kommt auch schon mal jede Menge Kunstblut zum Einsatz!

    Was an so einem Wochenende los sein wird, ist nie wirklich abzusehen. Bei viel Wind gibt es mehr Segelboot-Unfälle, an heißen Tagen eher vermisste Personen, erzählen die drei.

    Schließlich ist die Crew auf der Wasserrettungsstation Rettungsdienst, Feuerwehr und ADAC zugleich. Von Personensuche, medizinischen Notfällen bis hin zum Motorschaden ist alles möglich. Koordiniert werden die Einsätze von der DLRG-Leitstelle. Die wiederum wird von der Feuerwehr informiert wird, wenn die DLRG mit dem Boot einfach schneller vor Ort sein kann, beispielsweise an der Pfaueninsel, wo kein Auto hinkommt.

    Um hier im Einsatz zu sein, braucht einen Rettungsschwimmerschein und eine Zusatzausbildung für offene Gewässer. Außerdem muss immer ein ausgebildeter Bootsführer dabei sein, der dann auch den Einsatz vor Ort koordiniert. Und es braucht Leidenschaft: Fürs Schwimmen, für Menschen und vor allem dafür, ehrenamtlich für andere da zu sein!

    Transparenzhinweis: Auch wir sind (passive) Mitglieder der DLRG. Wir sind eingetreten, als wir den Rettungsschwimmer-Kurs gemacht haben, anders wäre das nicht gegangen. Aber wir sind Mitglieder geblieben - weil wir es ausgesprochen wichtig finden, dass es diese Organisation gibt!

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    38 分
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