エピソード

  • Zwischen Hafenmoscheen und Oasenstädten: Die Geschichte des Islam in China
    2026/09/18
    Die Geschichte des Islam in China begann nicht an einem einzigen Ort, sondern entwickelte sich über verschiedene Handelswege, Hafenstädte, Karawanenrouten und Oasenregionen. Seit der Tang-Zeit gelangten arabische und persische Kaufleute, Diplomaten und Gelehrte nach China. Unter den Song wurden ausländische Handelsgemeinschaften zunehmend dauerhaft ansässig, während die Yuan-Zeit durch mongolische Umsiedlungen viele Menschen aus Zentral- und Westasien ins Reich brachte. Aus diesen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen entwickelten sich unter Ming und Qing vielfältige muslimische Gemeinschaften, darunter insbesondere die chinesischsprachigen Hui. Zugleich verlief die Islamisierung der turksprachigen Oasenbevölkerungen in Xinjiang deutlich später und auf eigene Weise. Der Podcast zeigt, dass Hui, Uiguren, Kasachen und andere muslimische Gruppen nicht zu einer einheitlichen Geschichte zusammengefasst werden können. Ihre religiösen Traditionen verbanden sich mit unterschiedlichen Sprachen, Lebensweisen und regionalen Erfahrungen. Über Jahrhunderte entstanden chinesisch-islamische Architektur, theologische Werke wie der Han Kitab und Sufi-Netzwerke. Gleichzeitig waren muslimische Gemeinschaften immer wieder staatlicher Kontrolle, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Besonders die heutige Politik der Sinisierung und die dokumentierten Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang verdeutlichen die Spannung zwischen staatlich zugelassener Religionsausübung und umfassender politischer Überwachung.
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    1 時間 7 分
  • Verboten, vergessen, verehrt: Rocky Horror in China
    2026/09/05
    Die Rocky Horror Picture Show ist in China offiziell verboten, da die Behörden queere Inhalte systematisch zensieren. Doch das provokative Werk überlebt hartnäckig durch das Internet in heimlichen Communities. Tim Curry, der legendäre Frank-N-Furter-Darsteller, starb kürzlich. Sein unsterbliches Vermächtnis – „Don't dream it, be it" – bleibt unerreichbar für jede Zensur.
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    4 分
  • Sanktionen, Gegensanktionen, Eskalation: Wie der Ukraine-Krieg zum Handelskrieg zwischen Europa und China wird
    2026/09/03
    Die EU listete am 23. Juli 2026 14 chinesische Unternehmen wegen Unterstützung Russlands, speziell als Umschlagplatz für kontrollierte Technologie. China antwortete einen Tag später mit der Listung von 14 europäischen Unternehmen – darunter Rheinmetall und Tech-Spezialisten – auf seiner eigenen Exportkontrollliste. Dies zeigt eine neue Eskalation: Der Ukraine-Krieg führt zu einem Handelskrieg zwischen Europa und China. Während die EU präventiv handelt, nutzt China wirtschaftliche Gegenpressur – mit dem größeren Drohpotenzial durch Kontrolle strategischer Rohstoffe wie Wolfram und Magnesium.
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    13 分
  • Zhongnanhai - Das verborgene Machtzentrum Chinas und seine historische Entwicklung
    2026/08/28
    Zhongnanhai ist das politische Machtzentrum der Volksrepublik China hinter den Mauern Pekings. Das Gelände entwickelte sich aus künstlichen Seen und Gärten, die bereits unter frühen Dynastien (Jin, Yuan, Ming) angelegt wurden. In der chinesischen Kultur verkörperten diese Gärten philosophische Vorstellungen von Harmonie. Sie waren nicht bloß Dekoration, sondern Ausdruck imperialer Ordnung. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs 1911 behielt Zhongnanhai seine zentrale Bedeutung für die politische Macht, egal ob unter der Republik oder später unter der Volksrepublik. Nach 1949 wurde der Ort zum Zentrum des kommunistischen Staates. Unter Mao Zedong entstanden hier epochale Entscheidungen wie der Große Sprung und die Kulturrevolution. Nachfolgende Führer wie Deng Xiaoping leiteten von hier aus Chinas wirtschaftliche Reformen und Aufstieg ein. Heute ist Zhongnanhai unter Xi Jinping der Sitz der Kommunistischen Parteiführung und Zentrum aller Schlüsselentscheidungen. Der Ort verkörpert eine bemerkenswerte historische Kontinuität, kaiserliche Tradition, revolutionäre Vergangenheit und moderne Großmachtpolitik überlagern sich an diesem einen Ort von globaler Bedeutung.
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    13 分
  • Bonität, Rechtsformen, Vollstreckung, Insolvenz und Social Credit – eine vertiefte rechtliche Einordnung
    2026/08/20
    Eine Bonitätsprüfung in China sollte sich nicht auf Finanzkennzahlen oder einen Bonitätsindex beschränken. Wichtig sind auch die tatsächliche Aktivität des Unternehmens, seine Rechtsform, Kapitalausstattung, Vertretungsbefugnisse sowie Steuer-, Compliance-, Gerichts- und Vollstreckungsrisiken. Die Rechtsform entscheidet dabei wesentlich über die Haftung: LLCs haften grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen, während bei Partnerschaften und Einzelunternehmen persönliche Haftung möglich ist. WFOE und Joint Ventures sind hingegen meist Beteiligungs- beziehungsweise Investitionsstrukturen und keine eigenständigen Rechtsformen. Ein gerichtlicher Titel garantiert noch keine Zahlung, wenn kein verwertbares Vermögen vorhanden ist. Deshalb sind korrekte Vertragspartner, wirksame Vertretung, lückenlose Dokumentation und geeignete Sicherheiten wie Vorkasse, Garantien oder Akkreditive entscheidend. Das Social-Credit-System ergänzt die klassische Bonitätsprüfung durch behördliche Register und Compliance-Informationen, ersetzt sie aber nicht. Chinesische Bonität umfasst somit finanzielle Leistungsfähigkeit, rechtliche Haftung, regulatorische Zuverlässigkeit und tatsächliche Vollstreckbarkeit.
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    18 分
  • Zhu Rongji (1928–2026): Der Reformer, der China in die Welt öffnete und seine Widersprüche
    2026/08/16
    Zhu Rongji, früherer chinesischer Premierminister, starb im Alter von 97 Jahren. Er gilt als einer der Architekten von Chinas Modernisierung: Er bekämpfte erfolgreich die Hyperinflation der 1990er Jahre, führte eine Steuerreform durch, stabilisierte den Renminbi während der Asienkrise und trieb Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation 2001 voran. Als Bürgermeister von Shanghai war er bekannt für Verwaltungsreformen und Direktheit – sein Spitzname „Ein-Stempel-Zhu" bezog sich auf seine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren. Doch sein Vermächtnis ist widersprüchlich. Die Umstrukturierung der Staatsunternehmen kostete 25–40 Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze und Sozialleistungen. Kritiker argumentieren, dass er China zwar effizienter machte, aber wirtschaftlich zu abhängig von Exporten und ausländischem Kapital ließ. Zudem war er kein politischer Reformer – während Tiananmen 1989 deeskalierte er lokal, distanzierte sich aber nicht vom Massaker in Peking. Mit seinem letzten Wunsch, nur als „sauberer Beamter" erinnert zu werden, machte er eine implizite Kritik an der grassierenden Korruption im heutigen China. In der Bevölkerung wird er verehrt, während die Partei mit der politischen Bewertung ringt.
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    18 分
  • Chinas geplante „Superbotschaft“ in London: Architekturprojekt, Sicherheitsfrage und Symbol eines schwierigen Verhältnis
    2026/08/10
    Dieser Podcast analysiert den Streit um die geplante chinesische Botschaft auf dem Gelände des Royal Mint Court in London. Das Vorhaben wird nicht nur als Bauprojekt, sondern als Brennpunkt sicherheitspolitischer, diplomatischer, menschenrechtlicher und stadtplanerischer Interessen dargestellt. Kritiker befürchten, dass die Nähe zu sensibler Kommunikationsinfrastruktur, die Größe des Komplexes und der besondere Schutz diplomatischer Räumlichkeiten chinesische Einflussnahme oder Nachrichtengewinnung erleichtern könnten. China weist diese Vorwürfe zurück und bezeichnet das Projekt als legitimen, notwendigen Umzug. Die britische Regierung versucht, zwischen Sicherheitsbedenken, internationalen Verpflichtungen und der Aufrechterhaltung funktionsfähiger Beziehungen zu Peking abzuwägen. Für Anwohner und Exilgruppen steht der Standort zudem symbolisch für Überwachung, Einschüchterung und den Umgang Großbritanniens mit autoritärem Einfluss.
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    19 分
  • Chinas neues Gesetz zur „ethnischen Einheit“: Ein Bauplan für die nationale Identität
    2026/07/30
    Chinas im März 2026 verabschiedetes Gesetz zur ethnischen Einheit verpflichtet staatliche und private Akteure, eine nationale Einheitskultur aktiv herzustellen. Es schreibt Mandarin als Pflichtsprache bereits ab dem Vorschulalter fest, integriert die Förderung nationaler Identität in alle Lehrpläne und verpflichtet Medien sowie Kultureinrichtungen zur Verbreitung des „Einheits-Narrativs". Religiöse Praktiken müssen „sinisiert" werden. Internationale Beobachter sehen darin eine staatlich verordnete Zwangsassimilation der 55 ethnischen Minderheiten. Im Vergleich zur bisherigen Rechtslage, die auf „Einheit in der Vielfalt" setzte, markiert das Gesetz einen Paradigmenwechsel, von Schutzrechten zu Pflichten, von Autonomie zu kollektiver nationaler Identität. Fraglich bleibt, ob das Gesetz tatsächlich neue Politik schafft, da vieles bereits umgesetzt ist und Verstöße nur im Rahmen bestehender Strafgesetze geahndet werden.
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    8 分