エピソード

  • BONUS: Die große FIFA-Abrechnung mit Kevin Kühnert: WM 26-Fallout, das Infantino-Beben und die Zukunft
    2026/08/05
    In dieser Bonus-Folge ziehen wir gemeinsam mit Kevin Kühnert Bilanz: Die größte und umstrittenste WM aller Zeiten ist vorbei. Doch die eigentliche FIFA-Geschichte beginnt erst danach.

    Denn während sich viele Fans noch von 48 Mannschaften, endlosen Spieltagen und einer WM zwischen Euphorie und Überforderung erholten, arbeitete Gianni Infantino offenbar bereits am nächsten Umbau des Weltfußballs: Die Weltmeisterschaft sollte aus der FIFA herausgelöst, für Investoren geöffnet und zu einem noch stärker profitorientierten Geschäft werden. Darüber sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit ihrem heutigen Gast: Kevin Kühnert.

    Kevin war als Fan und Groundhopper in Vancouver vor Ort. Er berichtet von Eventpublikum, absurden Ticketpreisen, kurzen Momenten echter Fußballbegeisterung – und einem Turnier, das trotz seiner Größe überraschend wenig nachwirkte.

    Doch die WM 2026 ist nur der Ausgangspunkt. Wir sprechen über Infantinos Investoren-WM und darüber, was passiert, wenn nicht mehr ein Verband, sondern eine auf Gewinn ausgerichtete Firma über die Zukunft der Weltmeisterschaft entscheidet. Findet das Turnier dann bald alle zwei Jahre statt? Wächst es auf 64 oder irgendwann sogar 211 Mannschaften? Werden TV-Rechte noch teurer? Und verliert die WM genau das, was sie bislang besonders gemacht hat: ihre Seltenheit?

    Infantino ist mit seinen Plänen vorerst auf ungewöhnlich geschlossenen Widerstand gestoßen. Doch Kevin glaubt nicht, dass die Sache damit erledigt ist. Zu groß sind die finanziellen Interessen. Zu mächtig sind mögliche Partner. Und zu gut funktioniert das FIFA-System, in dem sich mit Geld und Fördermitteln Mehrheiten organisieren lassen.

    Diese Folge ist deshalb nicht nur die Abrechnung mit einer umstrittenen WM. Sie ist der Blick auf einen Machtkampf, der darüber entscheidet, wem die Weltmeisterschaft künftig gehört – den Verbänden, den Fans oder den Investoren.

    Das sind die Themen dieser Episode:
    • Warum die WM 2026 trotz ihrer historischen Größe erstaunlich wenig nachwirkte
    • Wie Kevin Kühnert das Turnier als Fan und Groundhopper in Vancouver erlebt hat
    • Neue Fußballnationen, Eventpublikum und die Ambivalenz der XXL-WM
    • Warum 48 Mannschaften und das neue Gruppenformat die Spannung verändert haben
    • Wie Ticketpreise und Weiterverkauf den Stadionbesuch zum Spekulationsgeschäft machten
    • Warum eine volle Arena noch keine echte WM-Atmosphäre garantiert
    • Die Trump-Intervention und die Frage nach der sportlichen Integrität
    • Infantinos Plan, die Weltmeisterschaft aus der FIFA herauszulösen
    • Was hinter der Idee einer WM mit privaten Investoren steckt
    • Warum eine profitorientierte WM immer größer und häufiger werden könnte
    • Ob Weltmeisterschaften künftig alle zwei Jahre oder sogar jährlich stattfinden könnten
    • Warum 64 Mannschaften vermutlich erst der Anfang wären
    • Wie steigende Rechtekosten Fans und öffentlich-rechtliche Sender treffen würden
    • Warum sich UEFA und große Verbände gegen Infantino gestellt haben
    • Wie die FIFA mit Fördergeldern Mehrheiten unter den Verbänden organisiert
    • Warum Infantinos Niederlage noch lange nicht das Ende seiner Pläne sein muss
    • Ob Politik und Verbände der Kommerzialisierung überhaupt Grenzen setzen können
    • Und wem die Weltmeisterschaft der Zukunft eigentlich gehören soll

    Wenn dich Fußball jenseits von Taktik-Talk und Spieltagsanalyse interessiert, dann abonniere BRACE, den Fußball Culture und Business Podcast.

    Wichtige Durchsage: Das ist die letzte Folge unserer ersten Staffel – wir gehen in eine kurze Sommerpause und sind im September mit neuen Folgen zurück. Wenn wir dir BRACE bis hierher gefallen hat, freuen wir uns, wenn du uns auf der Podcast-Plattform deiner Wahl sowie auf Instagram, LinkedIn und BSky abonnierst!

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    1 時間 47 分
  • 013: Vom Fan zum Geschäftsführer: Niklas Müller und Fortuna Köln auf dem Weg nach oben
    2026/07/29
    Mit 27 Geschäftsführer eines Traditionsvereins. Vom Praktikanten zum Verantwortlichen für Verträge, Budgets und die Zukunft eines ganzen Clubs. Während andere in seinem Alter noch überlegen, ob sie ihr Studium dann doch mal langsam abschließen, führt Niklas Müller Fortuna Köln zurück in die 3. Liga. Und saugt kurz vor der Öffnung des VIP-Bereichs auch mal selbst den Teppich.

    In Episode 013 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Niklas darüber, wie aus einem Fußballfan ein Fußballunternehmer wurde. Warum er Sportmanagement bewusst nicht studiert hat. Wie er sich als junger Geschäftsführer Respekt verschaffen musste. Und was passiert, wenn bei Entscheidungen über Spieler und Mitarbeiter plötzlich Zahlen wichtiger werden als persönliche Sympathien.

    Wir sprechen über Fortuna Kölns Weg zurück in den Profifußball und über die Arbeit, die nach dem Aufstieg erst richtig beginnt. Neue Anforderungen. Neue Erlösmöglichkeiten. Mehr Sichtbarkeit. Aber auch höhere Kosten und größere Erwartungen. Denn ein Aufstieg löst nicht alle Probleme. Er vergrößert zunächst einmal das Spielfeld, auf dem ein Club wirtschaftlich bestehen muss.

    Das sind die Themen dieser Episode:
    • Wie Niklas Müller vom Praktikanten zum Geschäftsführer von Fortuna Köln wurde
    • Warum er sich mit 27 im Fußballgeschäft zunächst Respekt erarbeiten musste
    • Den Spagat zwischen Fußballfan und Fußballunternehmer
    • Wie Spielerbudgets, Verträge und wirtschaftliche Verantwortung bei Fortuna organisiert werden
    • Warum ein Geschäftsführer auch mal Absperrgitter aufbaut und den VIP-Teppich saugt
    • Den Aufstieg in die 3. Liga und die neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten für Fortuna Köln
    • Warum bundesweite Sichtbarkeit für Sponsoren und Vermarktung entscheidend ist
    • Erfolgsabhängige Vergütung und schlanke Strukturen auf der Geschäftsstelle
    • Wie Fortuna KI für Fan-Daten, Marktanalysen und Sponsoren-Pitches einsetzt
    • Warum ein vereinseigener Business-Podcast zum Vertriebsinstrument werden kann
    • Wie Köln drei Profifußballvereine verträgt – und wofür Fortuna neben dem 1. FC Köln und Viktoria steht
    • Wirtschaftliche Vernunft, sportliche Ambitionen und das Ziel, auch im Juni noch alle Rechnungen bezahlen zu können
    Wichtige Durchsage: Das ist die letzte Folge unserer ersten Staffel – wir gehen in eine kurze Sommerpause und sind im September mit neuen Folgen zurück. Wenn wir dir BRACE bis hierher gefallen hat, freuen wir uns, wenn du uns auf der Podcast-Plattform deiner Wahl sowie auf Instagram, LinkedIn und BSky abonnierst!

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    1 時間 1 分
  • 012: "Resilienz ist unsere Superkraft": Warum Christoph Pietsch den KFC Uerdingen nicht aufgibt
    2026/07/15
    Fünf Insolvenzen in 23 Jahren. Investorendrama. Absturz in die Oberliga. Ein Traditionsverein, bei dem man sich manchmal fragt: Ist das noch Leidenschaft oder schon lebenslanger Stresstest? Doch der harte Kern der Fans gibt nicht auf.

    Einer von ihnen ist Christoph Pietsch. Jugendspieler beim KFC, Fan seit Kindertagen, früher mit den Ultras Krefeld unterwegs, heute Chief Growth Officer DACH bei Publicis – und seit diesem Frühjahr ehrenamtlicher Verwaltungsrat beim KFC Uerdingen.

    In Episode 012 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Christoph darüber, warum man sich so etwas freiwillig antut. Warum er nach Jahren der Distanz wieder näher an den Verein gerückt ist. Und warum ein Satz für ihn zum Auslöser wurde: Wenn sich keiner engagiert, engagiert sich keiner.

    Wir rekonstruieren, wie ein Verein mit großer Vergangenheit immer wieder an sich selbst, an falschen Abhängigkeiten und an fehlender Kontinuität gescheitert ist. Aber wir sprechen auch darüber, was noch da ist: Restglut. Stadt. Stadion. Fans. Geschichte. Und die Chance, aus Chaos nicht nur Schaden, sondern neue Identität zu formen.

    Und wir reden über ein Thema, das weit über Uerdingen hinausgeht: Wie baut man einen Fußballverein neu auf, wenn Vertrauen kaputt ist? Was heißt “wirtschaftliche Vernunft vor sportlicher Fantasie” in der Praxis? Und kann Resilienz wirklich zur Superkraft einer Vereinsmarke werden?

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum Christoph Pietsch sich nach 35 Jahren KFC-Geschichte jetzt ehrenamtlich engagiert
    • Was ein Verwaltungsrat eigentlich macht
    • Fünf Insolvenzen, Investorendrama und die Frage, welche Muster Uerdingen immer wieder eingeholt haben
    • Warum wirtschaftliche Solidität beim KFC aktuell wichtiger ist als sportliche Träumerei
    • Kulturkapitalverlust: Was passiert, wenn ein Verein in der eigenen Stadtgesellschaft nicht mehr selbstverständlich vorkommt
    • Grotifant, Grotenburg und die 2.500 positiv Wahnsinnigen: Was vom KFC trotz allem geblieben ist
    • 50+1, Mäzenatentum, New-Football-Modelle und die schwierige Suche nach nachhaltigem Wachstum
    • Warum Krefeld einen soliden Fußballverein verdient und warum dieses Investment zuerst emotional ist
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Kurve, Popkultur und Milliarden-Business. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreib uns: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    1 時間 5 分
  • 011: ballesterer – ein Fußballmagazin zwischen Leidenschaft, Liebhaberei & Business (mit Nicole Selmer)
    2026/07/08
    1998 sagte Bill Gates, dass es im Jahr 2000 keine Printpublikationen mehr geben würde. Ausgerechnet im Jahr 2000 passierte im Fußball aber etwas anderes: In Berlin entstanden 11 Freunde, in Wien der ballesterer. Zwei Magazine, die Fußball nicht nur als Sport, sondern als Kultur verstanden haben. Mehr als 25 Jahre später gibt es beide noch.

    +++ Folge BRACE auf Instagram, LinkedIn und BSky +++

    In Episode 011 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Nicole Selmer, Co-Chefredakteurin des ballesterer. Der ballesterer erscheint zehnmal im Jahr, hat eine Auflage von 20.000 Exemplaren und wird vom Verein “Zur offensiven Erweiterung des Fußballhorizonts” herausgegeben. Ein Wiener Fußballmagazin, das aus einem ähnlichen Geist wie 11 Freunde entstanden ist, aber kleiner, nischiger und stärker vom Rand des Spielfelds auf die große Fußballwelt schaut.

    Wir sprechen darüber, warum es den ballesterer überhaupt noch gibt, obwohl Print seit Jahren unter Druck steht. Nicole erzählt von Qualität, Naivität, Selbstausbeutung und einem Projekt, das nie gegründet wurde, um damit reich zu werden. Es geht um einen Fußballjournalismus, der nicht von Anzeigen, Sponsoren oder staatlicher Förderung leben will, sondern vor allem von Leserinnen, Lesern, Abos und einem Supporters Club. Und es geht um die Frage, wo Leidenschaft aufhört und knallhartes Business anfängt.

    Im zweiten Teil geht es um Fankultur, Glaubwürdigkeit und die Rolle unabhängiger Fußballmedien. Nicole erklärt, warum Choreos, Haltungen, Kampagnen und Merch nicht bloß Begleiterscheinungen sind, sondern kulturelle Ausdrucksformen. Und warum ein kritischer Blick auf Kommerzialisierung nicht bedeutet, so zu tun, als stünde man selbst außerhalb des Fußballsystems.In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum der ballesterer mehr ist als "11 Freunde aus Österreich"
    • Was der Name ballesterer bedeutet
    • Warum Fußballmagazine oft als Fanzines starten und irgendwann professionalisiert werden müssen
    • Weshalb Qualität, Naivität und Selbstausbeutung manchmal näher beieinanderliegen, als man gern zugibt
    • Wie der ballesterer wirtschaftlich funktioniert: Abos, Supporters Club, wenige Anzeigen und sehr kleine Strukturen
    • Warum eine Rettungskampagne dem Magazin gezeigt hat, dass es weiterhin gebraucht wird
    • Was unabhängiger Fußballjournalismus leisten kann, wenn er Fankultur ernst nimmt
    • Wie man kritisch über Kommerzialisierung schreibt, ohne sich selbst moralisch aus dem Fußball herauszurechnen
    • Was Nicole Selmer Menschen, die 2026 ein Fußballprintmagazin gründen wollen, rät
    Wenn dich Fußball abseits der 90 Minuten interessiert: Abonnier BRACE und komm wöchentlich mit in die Schnittmenge aus Fußball, Culture & Business. Du findest uns natürlich auch auf Instagram, LinkedIn und kannst uns eine E-Mail schreiben: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    49 分
  • 010: So relauncht man einen Fußballclub: Der SK Rapid und die Kunst der Behutsamkeit (mit David Görges)
    2026/07/01
    Fußballclubs sind vielleicht die letzten echten Lovebrands. Menschen wechseln ihren Stromanbieter, ihre Sneaker-Marke oder ihr Smartphone. Aber kaum jemand sagt nach drei schlechten Spielen: Dann werde ich halt Fan vom Rivalen. Genau darin liegt die Kraft des Fußballs. Und genau darin liegt das Problem für alle, die Kommunikation, Werbung oder Branding für Clubs machen.

    In Episode 009 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit David Görges, Mitgründer der Agentur Beyer Görges. David und sein Team haben unter anderem für den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, Darmstadt 98, Arminia Bielefeld und den SK Rapid gearbeitet. Davor war David Creative Director bei SPORTFIVE. Kurz: Er kennt den Punkt, an dem aus einer schönen Kampagne sehr schnell ein Fan-Aufstand werden kann.

    Wir sprechen darüber, warum Werbung für Fußballclubs selten klassische Produktwerbung sein sollte, warum ein neues Trikot nicht über Stoff-Features verkauft wird, sondern über Bedeutung, und warum ein gutes kommunikatives Umfeld oft mehr auslöst als jede harte Sales-Kampagne. David bringt dafür ein schönes Bild mit: Wenn rund um einen Verein neue Fanlieder entstehen, ist das vielleicht der beste Indikator dafür, dass gerade sehr viel richtig läuft.

    Im zweiten Teil gehen wir tief in den Brand-Relaunch des SK Rapid. David erzählt, wie Beyer Görges sich Wien, Hütteldorf, die Geschichte des Vereins und die Wiener Secession erschlossen hat. Nicht als Design-Gimmick, sondern als vorhandene Geschichte, die man nicht erfinden musste, sondern finden konnte. Es geht um digitale Anwendbarkeit, Typografie, Muster, Submarken, historische Verantwortung und die Entscheidung, das Wappen unangetastet zu lassen.

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum Fußballclubs Lovebrands sind, aber trotzdem keine normalen Marken
    • Warum ein Wappen kein Logo ist, sondern ein emotional aufgeladenes Zeichen voller Geschichte
    • Weshalb Fans kein „Substitutionsgut“ haben und deshalb Kritik, Druck und Loyalität gleichzeitig entstehen
    • Fans als wichtigste Stakeholder: Wann Kommunikation wirklich in der Fanszene ankommt
    • „Echte Liebe“ als Beispiel dafür, wie ein Abbinder erst durch Fans richtig groß wird
    • Den Brand-Relaunch des SK Rapid: Wien, Hütteldorf, Secession, Typografie, digitale Kanäle und behutsame Evolution
    • Warum Beyer Görges das Rapid-Wappen nicht angefasst hat und warum genau das die richtige Entscheidung war
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Kurve, Popkultur und Milliarden-Business. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreib uns: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    59 分
  • 009: Swoosh statt Stripes: Das letzte adidas x DFB-Trikot – mehr als nur ein Ausrüsterwechsel?
    2026/06/24
    “Nichts ist sicher außer Tod, Steuern und drei Streifen auf dem Deutschland-Trikot.” Seit dem 21. März 2024 stimmt zumindest Letzteres nicht mehr: Der DFB beendet die jahrzehntelange Partnerschaft mit adidas. Ab 2027 spielt Deutschland mit Swoosh statt Stripes. Die derzeit laufende WM ist die letzte in adidas.

    Was nach der Bekanntgabe passierte, war bemerkenswert: Politiker:innen sprechen von “gnadenloser Fehlentscheidung”, fehlendem “Standortpatriotismus” und “Tradition, die vom Kommerz vernichtet wird“. Natürlich ist es das Ende einer Ära – aber machen wir das Ganze emotional größer, als es historisch ist?

    In Episode 009 nehmen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke die Nostalgiebrille kurz ab und schauen sich die Fakten an. Seit wann spielt Deutschland überhaupt in adidas-Trikots? Wie lange geht die Partnerschaft? Und gibt es Summen, bei denen man schwach werden muss? Und wir stellen die Frage, die für BRACE spannend ist: Was geht kulturell wirklich verloren und was ist Projektion? Wenn von der Politik die Erzählung “adidas = Heimat” und “Nike = Kommerz“ verbreitet wird – ist das nur unfreiwillig komisch oder glatt weltfremd?

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum dieser Ausrüsterwechsel so emotional aufgeladen ist und was davon Erinnerungspolitik
    • Die Fakten: Start 2027, Laufzeit bis 2034, alle DFB-Teams betroffen
    • Der große Irrtum im Kopf: So lang ging die Partnerschaft wirklich
    • Geld vs. Tradition: Was die Summen in der Realität bedeuten (und warum das kaum auszuhebeln ist)
    • Nike als Statement: Warum der Deal auch Symbolkraft hat, gerade weil adidas und DFB so verwoben wirkten
    • Trikot-Debatten als Stellvertreterkrieg
    • Was wir von Nike sportkulturell erwarten dürfen: Storytelling, Design, “wie erzählt man Deutschland ohne drei Streifen?“
    Ausgewählte Quellen/Referenzen zur Folge findest du hier: brace.fm/shownotes/009.html

    Wenn dich Fußball abseits der 90 Minuten interessiert: Abonniere BRACE und komm wöchentlich mit in die Schnittmenge aus Fußball, Culture & Business. Du findest uns natürlich auch auf LinkedIn, Instagram und kannst uns eine E-Mail schreiben: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    32 分
  • 008: Namechecks & Nordkurve, Rap & Fußball: Die Geschichte hinter der Love Story (mit Davide Bortot)
    2026/06/17
    Drake im Juve-Trikot. Dave rappt über Thiago Silva. Capital Bra namecheckt Neymar. Die Gegenwart wirkt so, als wäre Rap schon immer Teil der Fußballkultur gewesen, als wäre ein Rapper namens Haaland936 genauso normal wie Liam Gallagher im City-Trikot. Nur: Eine Love Story war’s nicht immer.

    In Episode 008 gehen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Davide Bortot (Ex-JUICE-Chefredakteur, Co-Autor von "Könnt ihr uns hören" mit Jan Wehn, Ex-Head of Media & Communication der Red Bull Music Academy, Co-Founder der Agentur A Color Bright) zurück an den Anfang.

    Davide beschreibt die 90er als Phase, in der Hip-Hop in Deutschland im Paket aus US kam, inklusive der Sport-Ästhetik. Man trug Raiders, Hornets, Starterjacke, weil man das eben so machte, nicht, weil man der glühendste LA Kings-Anhänger war. Und gleichzeitig waren viele aus der Szene längst Fußballfans (Werder, VfB, Köln, Hertha, St. Pauli), nur eben ohne, dass sich das visuell und sprachlich im Rap durchgesetzt hätte.

    Wir rekonstruieren, wie sich das langsam verschoben hat: vom reinen Fashion-Statement hin zu Fußball als Marker für Herkunft, Milieu, Geschmack, Status, und warum Namechecks im Rap so gut funktionieren.

    Und wir besprechen den Unterschied, der für diese Love Story alles ist: Was ist gelebte Kultur, was ist nur Oberfläche, und warum man das manchmal erst im Rückblick sauber trennen kann.In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Wie Fußball im Rap zur Identitäts- und Statussprache wurde, und warum das nicht “schon immer so” war
    • Starterjacken, USA-Playbook und die späte “eigene Identität” im Deutschrap
    • Namechecks als Handwerk: Reimtechnik, “Hashtag-Flow“, schnelle Bilder und warum Themen-Songs oft kippen
    • Player Brand vs. Club: Warum Spieler für viele Jüngere “größer” sind und wann Clubs trotzdem gewinnen können
    • PSG als Sonderfall: Ultras, Fashion-Branding und Figuren, die Welten glaubwürdig bridgen
    • Brand-Kollabs ohne Cringe: natürlicher Fit, Kultur ernst nehmen, geben statt nur nehmen
    • Red Bull: Warum es in Musik als “von innen verstehen” funktioniert hat und im Fußball viel brachialer wirkte
    • Moralische Widersprüche aushalten: Kommerz, Sportswashing, Doppelmoral und warum Liebe trotzdem bleibt
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Kurve, Popkultur und Milliarden-Business. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreib uns: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    1 時間 6 分
  • 007: WM 2026: Begeisterung oder nur Business? Stimmungsbild, Zahlen, Prognosen
    2026/06/10
    Stell dir vor, es ist Fußball-Weltmeisterschaft und niemand ist so richtig drin. Kein kollektiver Hype, weniger Panini-Sammel-Wut als sonst, keine “14/18/21 Uhr”-Routine. Stattdessen: 48 Teams, 104 Spiele, gefühlt 15 verschiedene Anstoßzeiten und ein Turnier, das sich eher wie ein politisches Dilemma als wie ein Sommermärchen anfühlt.

    In Episode 007 nehmen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke genau dieses Bauchgefühl ernst und legen die WM 2026 unter die Zahlenlupe: Was passiert, wenn das größte Fußball-Event der Welt größer wird, aber die Begeisterung kleiner? Wenn “Weltmeisterschaft” kulturell mal Heimat war und heute nach Business Case klingt?

    Dafür haben wir nicht nur auf uns selbst gehört, sondern auch auf euch: Die BRACE-Community hat uns ein Stimmungsbild gegeben. Ergebnis: Die Mehrheit freut sich eher nicht oder gar nicht auf die WM. Hauptgründe: die politische Lage und das gesellschaftliche Umfeld, FIFA-Müdigkeit und Vergabe & Governance, Kommerzialisierung. Und selbst bei denen, die “trotzdem” schauen: Viele planen nur K.O.-Spiele oder Highlights.

    Und dann geht’s in die Zahlen: Fernsehgeld-Logik, WM-Kosten-Logik, Profiteur-Logik. Tim rechnet vor, was die FIFA pro Spiel über TV-Rechte kassiert (Katar vs. USA) und warum die Masse an Spielen am Ende trotzdem mehr Geld “am Sockel” lässt.

    Misha schaut auf die Kosten-Seite: vier Töpfe (Eventbetrieb, Stadien, Mobilität/Transport, öffentliche Dienste) und das alte Muster: Risiko bei der öffentlichen Hand, Profit eher bei FIFA und privatem Sektor.

    Dazu: Hot Takes. Wir legen uns fest, u.a. mit einer TV-Quote, die historisch niedrig werden könnte (unter 5 Mio. Zuschauende im Schnitt pro Spiel in Deutschland), und mit dem Verdacht, dass diese WM uns mehr “Nebenkriegsschauplätze” liefert als gemeinsame Sommerabende.

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Stimmungscheck aus der BRACE-Community
    • Boykott: Haltung vs. Wirkung: warum viele ihn unterstützen würden – und warum “Verbände boykottieren” komplizierter ist als es klingt
    • 48 Teams, 104 Spiele, 15 Anstoßzeiten: wie die WM ihre eigene Ritualkraft zerlegt
    • WM als Geschäftsmodell: TV-Gelder, Spielanzahl, neue Märkte und warum die FIFA dabei immer gewinnt
    • Wer zahlt die Party? Vier Kosten-Töpfe und warum die Rechnung oft nicht bei denen landet, die den Gewinn einstreichen
    • Host Cities & “wenig vom Ticketkuchen”: was Investigativ-Recherchen nahelegen und warum manche Städte schon vorab aussteigen
    • Prognose TV-Quoten: warum es (trotz WM) in Deutschland noch weniger werden könnte als Katar
    Hier findest du die Shownotes: brace.fm/shownotes/007.html

    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Turnierkultur, FIFA-Ökonomie und der Frage, was Fußball “morgen” kostet (und wem). Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram, Bluesky oder schreib uns eine Mail: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    続きを読む 一部表示
    55 分