BONUS: Die große FIFA-Abrechnung mit Kevin Kühnert: WM 26-Fallout, das Infantino-Beben und die Zukunft
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Denn während sich viele Fans noch von 48 Mannschaften, endlosen Spieltagen und einer WM zwischen Euphorie und Überforderung erholten, arbeitete Gianni Infantino offenbar bereits am nächsten Umbau des Weltfußballs: Die Weltmeisterschaft sollte aus der FIFA herausgelöst, für Investoren geöffnet und zu einem noch stärker profitorientierten Geschäft werden. Darüber sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit ihrem heutigen Gast: Kevin Kühnert.
Kevin war als Fan und Groundhopper in Vancouver vor Ort. Er berichtet von Eventpublikum, absurden Ticketpreisen, kurzen Momenten echter Fußballbegeisterung – und einem Turnier, das trotz seiner Größe überraschend wenig nachwirkte.
Doch die WM 2026 ist nur der Ausgangspunkt. Wir sprechen über Infantinos Investoren-WM und darüber, was passiert, wenn nicht mehr ein Verband, sondern eine auf Gewinn ausgerichtete Firma über die Zukunft der Weltmeisterschaft entscheidet. Findet das Turnier dann bald alle zwei Jahre statt? Wächst es auf 64 oder irgendwann sogar 211 Mannschaften? Werden TV-Rechte noch teurer? Und verliert die WM genau das, was sie bislang besonders gemacht hat: ihre Seltenheit?
Infantino ist mit seinen Plänen vorerst auf ungewöhnlich geschlossenen Widerstand gestoßen. Doch Kevin glaubt nicht, dass die Sache damit erledigt ist. Zu groß sind die finanziellen Interessen. Zu mächtig sind mögliche Partner. Und zu gut funktioniert das FIFA-System, in dem sich mit Geld und Fördermitteln Mehrheiten organisieren lassen.
Diese Folge ist deshalb nicht nur die Abrechnung mit einer umstrittenen WM. Sie ist der Blick auf einen Machtkampf, der darüber entscheidet, wem die Weltmeisterschaft künftig gehört – den Verbänden, den Fans oder den Investoren.
Das sind die Themen dieser Episode:
- Warum die WM 2026 trotz ihrer historischen Größe erstaunlich wenig nachwirkte
- Wie Kevin Kühnert das Turnier als Fan und Groundhopper in Vancouver erlebt hat
- Neue Fußballnationen, Eventpublikum und die Ambivalenz der XXL-WM
- Warum 48 Mannschaften und das neue Gruppenformat die Spannung verändert haben
- Wie Ticketpreise und Weiterverkauf den Stadionbesuch zum Spekulationsgeschäft machten
- Warum eine volle Arena noch keine echte WM-Atmosphäre garantiert
- Die Trump-Intervention und die Frage nach der sportlichen Integrität
- Infantinos Plan, die Weltmeisterschaft aus der FIFA herauszulösen
- Was hinter der Idee einer WM mit privaten Investoren steckt
- Warum eine profitorientierte WM immer größer und häufiger werden könnte
- Ob Weltmeisterschaften künftig alle zwei Jahre oder sogar jährlich stattfinden könnten
- Warum 64 Mannschaften vermutlich erst der Anfang wären
- Wie steigende Rechtekosten Fans und öffentlich-rechtliche Sender treffen würden
- Warum sich UEFA und große Verbände gegen Infantino gestellt haben
- Wie die FIFA mit Fördergeldern Mehrheiten unter den Verbänden organisiert
- Warum Infantinos Niederlage noch lange nicht das Ende seiner Pläne sein muss
- Ob Politik und Verbände der Kommerzialisierung überhaupt Grenzen setzen können
- Und wem die Weltmeisterschaft der Zukunft eigentlich gehören soll
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