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Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde

Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde

著者: EBC Waiblingen - Bibeltreue evangelische Baptisten Gemeinde für Jesus Christus
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Die Evangelisch-Baptistische Christusgemeinde ist eine junge Gemeinde, um den Menschen im Remstal bei Stuttgart den Anschluss an eine bibeltreue Gemeinde zu ermöglichen und Gottes Wort zu verkündigen. Unser höchstes Ziel als Gemeinschaft ist es, für Gott zu leben, und Ihm durch unser Leben und durch unsere Gottesdienste die höchste Ehre zu bringen. Besuchen Sie gerne unseren Gottesdienst! Weitere Infos auf unserer Homepage: ebc-waiblingen.deEBC Waiblingen キリスト教 スピリチュアリティ 聖職・福音主義
エピソード
  • Die Vorrangstellung von Jesus Christus über der ganzen Schöpfung (Epheser 1,21-23) - Richard Friesen
    2026/10/25
    #### Zusammenfassung


    Christus ist auferweckt, zur Rechten Gottes erhöht und herrscht jetzt und ewig über alle sichtbaren und unsichtbaren Mächte – als Haupt seiner Gemeinde, die er mit seiner Fülle erfüllt.


    #### Details


    Epheser 1,21-23 beschreibt die Vorrangstellung Jesu Christi über die ganze Schöpfung. Paulus betet darum, dass Gott den Ephesern durch den Geist die Augen des Herzens öffnet – auch dafür, Christi Herrlichkeit und Herrschaft zu erkennen. Denn der Mensch sieht von Natur aus nur das Sichtbare und übersieht die unsichtbare geistliche Realität: Christus sitzt bereits auf dem Thron und besitzt nach Matthäus 28,18 alle Gewalt im Himmel und auf der Erde.


    Der Bereich dieser Vorrangstellung umfasst zuerst die unsichtbare Welt: Fürstentümer, Gewalten, Kräfte und Herrschaften. Die Schrift zeigt Rangstufen sowohl unter den Engeln (Michael, Gabriel, die Seraphim) als auch unter den Dämonen. Über allen steht Christus – als Schöpfer dieser Wesen (Kolosser 1,16) und als der, der sie am Kreuz entwaffnete und öffentlich zur Schau stellte (Kolosser 2,15). Kein Name, auch kein okkult angerufener, ist mächtiger als sein Name (Philipper 2,9; Apostelgeschichte 4,12).


    Diese Herrschaft gilt nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch im zukünftigen – einem realen Ort, der mit der Wiederkunft Christi anbricht, wenn er Gerechte und Ungerechte scheidet. Die Art seiner Herrschaft erklärt Psalm 8,7: Dem Menschen war alles zu Füßen gelegt, doch der erste Adam fiel. Der zweite Adam, Christus, erniedrigte sich, triumphierte und herrscht nun als vollkommener Gott-Mensch. Noch rebelliert die gefallene Schöpfung, doch nach 1. Korinther 15 wird ein Feind nach dem anderen unterworfen, zuletzt der Tod.


    Die Krönung ist Christus als Haupt der Gemeinde, die sein Leib ist. Als Haupt gibt er nicht nur Autorität und Richtung, sondern lebensspendende Kraft in jedes Glied – Kraft, um Sünde zu töten und bis zum Ende auszuhalten. Die Glieder sind untereinander verbunden, kein loser Zusammenschluss. Weil die Gemeinde zu seinem Leib gehört, liegt auch ihr alles zu Füßen; und sie ist erfüllt mit seiner Fülle, sodass die Welt an ihr Gottes Herrlichkeit erkennt. Daraus folgt dreifache Anwendung: Unterordnung, Anbetung und Ehrfurcht vor dem König; Ruhe und Frieden angesichts von Tyrannei, Krise und Angst, weil alles unter seinen Füßen liegt; und Wertschätzung und Hingabe für die Gemeinde, die zu lieben, rein zu bewahren und zu schützen heißt, wie Christus selbst es tut.

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    56 分
  • In der Liebe zu Gott zunehmen (Lukas 7,36-47) - Daniel Janzen
    2026/10/18
    Wem viel vergeben ist, der liebt viel: Wer die eigene Sündhaftigkeit im Licht der Heiligkeit Gottes und des Kreuzes tiefer erkennt, wächst in Dankbarkeit und Liebe zu Gott.


    #### Details


    Ausgangspunkt ist die ehrliche Frage, wie sehr wir Jesus wirklich lieben. Gemessen an seiner Größe muss jeder bekennen: zu wenig. Gebet allein ist dabei nicht der einzige Weg zum Wachstum – Lukas 7,36-47 zeigt einen weiteren. Die Sünderin salbt Jesus unter Tränen die Füße, während der Pharisäer Simon ihm nicht einmal die üblichen Gastgeberzeichen erweist. Jesus deutet das im Gleichnis der zwei Schuldner: Wem die größere Schuld erlassen wird, der liebt mehr.


    Entscheidend ist nicht die Menge der Sünden, sondern die Sündenerkenntnis. Simon lebte vorbildlich und hielt sich daher für kaum vergebungsbedürftig – doch gerade diese Selbstgerechtigkeit war Auflehnung gegen Gott. Paulus zeigt den Gegenentwurf: nach dem Gesetz untadelig, nannte er sich nach echter Erkenntnis den größten Sünder. Darum gilt: Wer sich mit Menschen vergleicht, nährt Stolz; wer sich mit dem heiligen Gott vergleicht, erkennt die Wahrheit. Wie der Höhenunterschied zwischen Mount Everest und Totem Meer gegenüber der Entfernung zur Sonne verschwindet, so bedeuten unsere Unterschiede vor Gottes Heiligkeit nichts.


    Gott ist Licht, in ihm ist keine Finsternis (1. Johannes 1,5); er ist zu rein von Augen, um Böses anzusehen (Habakuk 1,13). Jakobus 2,8-11 macht deutlich: Wer in einem Punkt strauchelt – schon durch das Ansehen der Person –, ist des ganzen Gesetzes schuldig. Jede noch so kleine Sünde trennt vom heiligen Gott und hat das Kreuz notwendig gemacht. Dort trug Jesus die Schuld, und der Vater musste sich von seinem Sohn abwenden, weil er das Böse nicht anblicken kann.


    Diese Erkenntnis braucht Zeit und beständiges Nachsinnen über Gottes Wort, seine Heiligkeit und das Kreuz – sie ist nicht mit der Bekehrung abgeschlossen, sondern soll zunehmen. Je dunkler die eigene Schuld erscheint, desto heller leuchtet die Gnade, und desto mehr wird Jesus zum Gegenstand der Anbetung, ausgedrückt in Wort und Tat. Unabhängig von der Herkunft kann jeder darin wachsen: Wer aus schweren Verhältnissen gerettet wurde, kann die erste Liebe verlieren, und wer früh zum Glauben kam, kann sich durch Nachsinnen als größter Sünder erkennen. Besonders das Mahl des Herrn bietet die Gelegenheit, sich neu zu erinnern, dass Jesus an unserer Stelle starb – und so in der Liebe zu ihm zu wachsen.

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    28 分
  • Ein Gebet für geistliches Wachstum Teil 2 (Epheser 1,18-20) - Richard Friesen
    2026/10/18
    Gott muss uns die Augen des Herzens durch seinen Geist öffnen, damit wir Heilsgewissheit, das herrliche Erbe im Himmel und seine allmächtige Kraft in uns erkennen.


    #### Details


    Paulus betet in Epheser 1,15–20 nicht um irdische Erleichterung, sondern darum, dass die Christen in Ephesus tief verwurzelt werden. Niemand kann die Wahrheiten des Evangeliums aus eigener Intelligenz begreifen: Gott muss den Geist der Weisheit geben, damit die „Augen des Herzens" erleuchtet werden. Das Herz ist das Zentrum von Denken, Fühlen, Wollen und Handeln – vor der Wiedergeburt liegt ein Schleier der Sünde darüber, wie bei einem Auge mit Katarakt. Der geistlich Blinde braucht kein neues Organ, sondern die Beseitigung der Trübung. Genau das geschieht in der Wiedergeburt: „Der Gott, der sprach: Aus Finsternis leuchte Licht, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat" (2. Korinther 4,6).


    Die erste Auswirkung erleuchteter Augen ist Gewissheit über die Hoffnung der Berufung. Berufung meint Gottes ewige Erwählung (2. Timotheus 1,9; Römer 8,30), und darum ruht die Heilsgewissheit nicht auf eigener Leistung, sondern auf Gottes Wesen: Er kann nicht lügen (Titus 1,2), er schließt einen ewigen Bund und legt seine Furcht ins Herz, damit niemand abfällt (Jeremia 32,40), und niemand kann die Seinen aus seiner Hand reißen (Johannes 10,28–30). Zweifel am Heil machen schwach und ängstlich; Gewissheit führt zu einem Wandel, der der Berufung würdig ist.


    Zweitens öffnen sich die Augen für den Reichtum der Herrlichkeit des Erbes. Was die Gläubigen erwartet, übersteigt jede Sprache – Paulus hörte im Paradies unaussprechliche Worte (2. Korinther 12,4), und kein Auge hat gesehen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben (1. Korinther 2,9). Ein Ort ohne Tod, Leid und Sünde, durchdrungen von der Herrlichkeit Christi, der selbst darum bittet, dass die Seinen bei ihm sind (Johannes 17,24). Wer den Blick nur auf Nachrichten und Gesellschaft richtet, verzagt; wer nach dem sucht, was droben ist (Kolosser 3,1–2), kann wie Paulus jede Trübsal leicht nennen (2. Korinther 4,17) – so wie Christus um der vor ihm liegenden Freude das Kreuz erduldete.


    Drittens erkennen erleuchtete Augen die überragende Größe seiner Kraft. Dieselbe Allmacht, die Christus aus den Toten auferweckte und zur Rechten Gottes über jede Gewalt setzte, wirkt in den Glaubenden: Sie macht geistlich Tote lebendig und versetzt sie mit Christus in die himmlischen Örter (Epheser 2,5–6). Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil (Römer 1,16). Darum braucht niemand okkulte, politische oder dämonische Mächte zu fürchten – auch nicht den Tod, dessen Wehen Gott aufgelöst hat. Praktisch heißt das: täglich die Bibel lesen, dabei um geöffnete Augen beten, über den Himmel nachsinnen und sich mit Gottes Allmacht beschäftigen, bis diese Wahrheiten das Leben verändern.

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