Wie lässt sich der Verlust der Biodiversität stoppen, und was kann ein Forschungsprogramm dazu beitragen? Darum geht es in der ersten Folge von «biodivers», dem Podcast zum Nationalen Forschungsprogramm «Biodiversität und Ökosystemleistungen» (NFP 82). Im Gespräch sind der Pflanzenökologe Markus Fischer von der Universität Bern und die Biologin Daniela Pauli von BirdLife Schweiz. Er präsidiert die Leitungsgruppe des NFP 82, sie ist Mitglied. Gemeinsam haben sie das Programm angestossen. Es gibt immer mehr Schutzgebiete, Umweltabkommen und Studien, und doch nimmt die biologische Vielfalt weiter ab. «Business as usual geht nicht», sagt Markus Fischer. Wenn man schon so viel weiss, fragt er, warum wird dann weitergemacht wie bisher? Welche Hindernisse stehen da im Weg? Diesen Fragen geht das Programm in 15 Projekten nach. Das NFP 82 soll zwar neues Wissen über die Biodiversität schaffen, will aber in erster Linie besser verstehen, was es braucht, um den Verlust an Biodiversität zu stoppen, und wie wir als Gesellschaft ihre Leistungen nachhaltig nutzen können. Dabei stützt sich das Programm auf zwei Begriffe: Transdisziplinarität und Transformation. Transdisziplinär heisst, dass Forschende und Praxisakteure von Anfang an zusammenarbeiten. Wer die Ergebnisse später nutzen soll, formuliert schon die Forschungsfragen mit und bringt eigenes Wissen und eigene Erfahrung ein. Transformation geht einen Schritt weiter. Schutzgebiete und eine nachhaltige Nutzung bleiben nötig, das Ziel ist aber eine Veränderung des ganzen Systems, damit die planetaren Grenzen eingehalten werden. Dazu gehört, die Wertvorstellungen zu überprüfen, die unserem Verhalten zugrunde liegen, und in der Folge Verhalten und Strukturen zu ändern. Patricia Michaud und Christian Heuss begleiten das Programm über die nächsten Jahre und berichten, wie die 15 Forschungsprojekte des NFP 82 diesen Anspruch umsetzen.
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