エピソード

  • #16 Unser paradoxe Umgang mit der Natur
    2026/04/30

    In dieser Folge spreche ich mit Sandro Jenni über unsere Beziehung zu Tieren und die Frage, warum uns manche Schicksale tief berühren, während andere kaum Beachtung finden.

    Im Alltag zeigt sich ein spannendes Muster: Einzelne Tiere, etwa ein gestrandeter Wal oder ein bekanntes Zootier, können grosse Emotionen und Mitgefühl auslösen. Gleichzeitig bleibt das Leid vieler anderer Tiere oft abstrakt und fern. Wir gehen diesem Phänomen auf den Grund und sprechen darüber, wie Nähe, Geschichten und Identifikation unsere Wahrnehmung prägen.

    Ein zentraler Aspekt ist die Frage, wie wir Tieren Leidensfähigkeit zuschreiben. Diese Einschätzung ist selten objektiv, sondern stark von unserem Kontext abhängig. Tiere, die wir beobachten, kennenlernen oder emotional zuordnen können, erscheinen uns oft „näher“. Während andere weniger stark wahrgenommen werden.

    Dabei spielen auch kulturelle Unterschiede eine wichtige Rolle. Je nach Gesellschaft werden Tiere unterschiedlich bewertet, geschützt oder genutzt. Diese Normen beeinflussen unser Denken stärker, als uns oft bewusst ist.

    Wir sprechen zudem darüber, wie unser Gehirn mit inneren Widersprüchen umgeht. Menschen mögen keine Konflikte und versuchen, sie möglichst schnell aufzulösen. Das führt oft dazu, dass wir einfache Erklärungen oder Rechtfertigungen suchen, anstatt uns mit der ganzen Komplexität auseinanderzusetzen.

    Gerade in einer Zeit, in der viele Themen emotional aufgeladen sind, wird dieser Mechanismus besonders sichtbar. Medien und Gesellschaft greifen häufig einzelne, gut erzählbare Geschichten auf, während grössere Zusammenhänge schwieriger greifbar bleiben.

    Link: Buch

    続きを読む 一部表示
    46 分
  • #15 Lernen mit allen Sinnen. Die Naturpädagogik als Schlüssel zur Bildung
    2026/04/23

    In dieser Folge spreche ich mit Natalie Oberholzer von Ecoviva über Naturpädagogik und warum sie ein zentraler Schlüssel ist, um Kindern einen echten Zugang zur Natur und zu Umweltthemen zu ermöglichen.

    Natalie zeigt, wie gut sich Naturpädagogik in den Lehrplan 21 integrieren lässt. Insbesondere im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“. Denn Lernen draussen ist nicht nur möglich, sondern bietet enormes Potenzial für verschiedenste Fachbereiche.

    Natalie staunt zudem immer wieder über die Kinder und wie offen, neugierig und anders sie die Natur wahrnehmen und wie viel sie dabei entdecken. Sie empfiehlt Lehrpersonen, unter anderem, direkt vor dem Schulhaus zu starten. Dort lassen sich alle fünf Sinne ohne grosse Planung oder Reisen einfach einsetzen und gezielt fördern.

    Wir sprechen darüber, was einen guten Naturlernort ausmacht und welche Vorteile solche Lernumgebungen bieten (auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen wie ADHS). Gleichzeitig zeigt Natalie, wie ihre Module Lehrpersonen entlasten und Themen wie Mathematik oder sogar Finanzbildung integrieren können.

    Auch mögliche Risiken kommen zur Sprache: Zecken, Fuchsbandwurm oder Verletzungen und wie man damit in der Praxis sinnvoll umgeht, ohne die Kinder von Naturerfahrungen abzuhalten.

    Zum Schluss erzählt Natalie von ihrer Lieblingspflanze, der Brennnessel, und warum sie so viel mehr kann, als man denkt.

    Ecoviva

    Joseph Cornell

    続きを読む 一部表示
    52 分
  • #14 Totholz. Wichtiger und praktischer als man denkt
    2026/04/16

    In dieser Folge spreche ich mit Etienne von Speisepilze.ch über die zentrale Rolle von Totholz in der Natur. Was oft als „Abfall“ wahrgenommen wird, ist in Wirklichkeit ein wichtiger Baustein für funktionierende Ökosysteme. Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig ein natürlicher Wasserspeicher, der Feuchtigkeit aufnimmt und langsam wieder abgibt.

    Die Zersetzung von Holz ist nicht einfach. Pilze gehören dabei zu den wichtigsten Verwertern und schaffen die Grundlage dafür, dass andere Arten wie der Hirschkäfer profitieren können. Dabei wird auch deutlich, warum stehendes Totholz ökologisch oft wertvoller ist als liegendes.

    Wir sprechen darüber, wie einfach sich Totholz in den Alltag integrieren lässt. Sei es im Garten, in Form von Asthaufen, Baumstümpfen oder unbehandeltem Holz in Zäunen und Beeteinfassungen. Selbst kleine Strukturen können bereits einen grossen Beitrag zur Förderung seltener Arten wie Wildbienen oder Hirschkäfer leisten.

    Auch Gemeinden können erstaunlich viel machen: Sie können Totholz und andere organische Materialien gezielt vor Ort einsetzen und Pilze können bei der Beschleunigung von Zersetzungsprozessen super helfen

    Etienne teilt also spannende Beobachtungen aus seiner Arbeit und gibt konkrete Tipps für den Aufbau eines funktionierenden Holzhaufens. Zum Schluss wird es nochmals persönlich. Er erzählt von seinem Lieblingstier, dem Hirschkäfer, und wie man ihn mit etwas Glück selbst entdecken kann.


    Schau mal bei Etienne vorbei: Speisepilze.ch

    続きを読む 一部表示
    51 分
  • #13 Es war noch nie so einfach, lokale Gartenpflanzen zu finden
    2026/04/09

    In dieser Folge spreche ich mit Olivier Magnin von Regioflora über die Bedeutung einheimischer Pflanzen und warum die richtige Herkunft entscheidend ist. Im Zentrum stehen regionale Pflanzen und ihre Ökotypen, die eng mit biogeografischen Zonen verknüpft sind. Olivier erklärt, was in den Übergangszonen passiert und wie damit umgegangen wird.

    Wir sprechen über verschiedene Methoden der Saatgutsammlung, ihre Vor- und Nachteile sowie über die wachsende Zahl an Gärtnereien, die sich auf die Vermehrung einheimischer Pflanzen spezialisiert haben. Ein wichtiges Thema ist dabei auch die sogenannte Outbreeding Depression und wie sie vermieden werden kann.

    Olivier gibt zudem praktische Tipps für den eigenen Garten. Worauf sollte man beim Pflanzenkauf achten? Warum sind Biogärtnereien oft die bessere Wahl? Und wie erkennt man mit einer einfachen Frage, ob man beim richtigen Anbieter ist?

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Potenzial einheimischer Pflanzen in Siedlungen. Ganze Grünflächen könnten damit gestaltet werden. Die sind ökologisch sinnvoller und oft kostengünstiger für Gemeinden.

    Im Hinblick auf den Klimawandel plädiert Olivier dafür, einheimischen Pflanzen zuerst eine Chance zur Anpassung zu geben, statt vorschnell auf mediterrane Arten zu setzen.

    Zum Schluss stellt er den Pflanzenfinder von Regioflore vor. Ein praktisches Werkzeug, um passende Arten für den eigenen Standort zu finden.

    Pflanzenfinder

    Regioflora

    Mission B

    Bioterra

    Bio Suisse

    続きを読む 一部表示
    1 時間
  • # 12 Schwimmen ohne Chlor. Warum sind unsere Pools nicht längst natürlicher?
    2026/04/02

    In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt der Wasserflächen im Garten. Gemeinsam mit Michael Gut von Salamander Naturgarten sprechen wir über Biopools, Schwimmteiche und deren spannende Kombinationen.

    Welche Systeme fördern die Biodiversität und welche nicht? Michael zeigt, warum Schwimmteiche eine hohe Biodiversität haben und erzählt von Lösungen, damit Pflanzen und Tiere nicht durch Wellen gestört werden, und erklärt, welche Rolle durchdachte Gestaltung dabei spielt.

    Ein spannendes Thema ist der Biofilm. Ein oft unterschätztes, aber enorm leistungsfähiges System, das Wasser auf natürliche Weise reinigt. Sowohl in unseren Gewässern als auch in Biopools. Umso mehr stellt sich die Frage, warum klassische Pools noch immer mit Chlor betrieben werden, obwohl es mit dem Biofilm funktionierende natürliche Alternativen gibt.

    Wir sprechen darüber, ob bestehende Pools in Biopools umgebaut werden können und welche Vorteile für Menschen und für Amphibienbestehen.

    Auch typische Missverständnisse kommen zur Sprache: Sind naturnahe Gärten wirklich aufwändiger? Warum sind Algen kein Problem, sondern Teil der Lösung? Und warm ein Wildbienenhotel selten die Biodiversität fördert.

    Ein weiterer Fokus liegt auf sogenannten Tierfallen. Wir klären, welche Gefahren im Garten oft unterschätzt werden. Z.B. durch Mähroboter oder falsch gestaltete Teiche und wie sich diese vermeiden lassen.


    Salamander Naturgarten

    続きを読む 一部表示
    1 時間 4 分
  • #11 Weg zurück nach draussen - Natur einfach erleben
    2026/03/26

    In dieser Folge spreche ich mit Vera Knecht von der SKW AG über ein Phänomen, das immer häufiger wird: Die zunehmende Distanz zur Natur die bis zu einer sogenannten Biophobie führen kann.

    Vera beobachtet im Alltag, wie viele Menschen die Natur kaum noch bewusst wahrnehmen. Sei es im Zug, wo der Blick selten nach draussen geht, oder draussen selbst, wo sich viele unsicher und ungeübt bewegen. Natur wird oft nur noch betrachtet, statt erlebt.

    Können also Dokumentarfilme das Gegenteil bewirken, indem die Menschen, die ein Film schauen, scheinbar Natur erlebt haben und nicht mehr hinausgehen? Eine spannende Frage von Vera.

    Darum sprechen wir weiter darüber, warum es sich lohnt, wieder aktiv in die Natur zu gehen. Denn wer draussen ist, nimmt Veränderungen wahr, erlebt die Jahreszeiten intensiver und entwickelt ein tieferes Verständnis für die Umwelt.

    Dabei spielt die eigene Faszination und Begeisterung eine zentrale Rolle. Sie sind entscheidend, um andere Menschen für die Natur zu gewinnen.

    Vera erklärt, wie einfach der Einstieg in die Natur sein kann: Durch kleine Rituale, regelmässige Aufenthalte draussen und den bewussten Verzicht auf Reizüberflutung den wir im Alltag haben. Zudem wollen wir Mut machen, denn die Natur in der Schweiz ist vergleichsweise sicher und gut zugänglich.


    SKW AG

    続きを読む 一部表示
    55 分
  • #10 Die Arbeit der Ranger und wie sie auf die Schweizer Natur Blicken
    2026/03/19

    In dieser Folge spreche ich mit Sara Sidler vom Berufsverband Swiss Rangers über den Rangerberuf und darüber, warum diese Arbeit heute wichtiger ist denn je.

    Was genau macht ein Ranger? Sara erklärt, warum Ranger echte Generalisten sind: Sie arbeiten draussen in der Natur, kümmern sich um Schutzgebiete, beobachten Veränderungen in den Lebensräumen und übernehmen gleichzeitig eine zentrale Rolle in der Kommunikation und Sensibilisierung der Besucherinnen und Besucher.

    Wir sprechen darüber, warum es Ranger überhaupt braucht, wie man Ranger werden kann und weshalb eine grosse Leidenschaft für die Natur die wichtigste Voraussetzung ist.

    Da Ranger täglich draussen unterwegs sind, erleben sie die Veränderungen der Natur aus nächster Nähe. Gleichzeitig beobachten sie eine zunehmende Entfremdung vieler Menschen von ihrer Umwelt. Der Bedarf an Aufklärung und Sensibilisierung wächst. Besonders seit der Corona-Pandemie, als deutlich mehr Menschen ihre Freizeit in der Natur verbringen.

    Ein weiteres Thema sind Wildcamper: Wie gehen Ranger damit um, wenn Menschen an Orten übernachten, an denen es nicht erlaubt ist? Und welche Alternativen gibt es? Zudem sprechen wir über Renaturierungsprojekte und darüber, warum diese Flächen schnell zu Freizeitorten werden können. Mit Folgen für die Natur. Sara gibt Hinweise, wie solche Projekte geplant werden können, damit sowohl Mensch als auch Natur ihren Platz finden.

    Zum Schluss geht es um die häufigsten Fehler, die Menschen in der Natur machen und wie sie sich ganz einfach vermeiden lassen.


    swiss-rangers.ch

    Mehr zur Ausbildung: BZW Lyss

    Details zur Hasenpest: BAG

    Zecken für die Forschung einsenden: Uni Zürich

    続きを読む 一部表示
    43 分
  • #9 Schlüsselrolle bei Raumplanung und Biodiversität - Die Ökologische Infrastruktur
    2026/03/12

    *Links ganz am Ende

    In dieser Folge spreche ich mit Franziska Wloka über die ökologische Infrastruktur und warum sie weit mehr ist als nur die Vernetzung einzelner Lebensräume. Sie erklärt, wie Bund und Kantone die Umsetzung angehen, weshalb bewirtschaftete Flächen wie Hochstamm-Obstgärten ein zentraler Bestandteil sind und warum die Implementierung auf nationaler und kantonaler Ebene Zeit braucht.

    Ein zentrales Thema ist die Umsetzung in den Gemeinden. Raumplanung spielt dabei eine Schlüsselrolle. Franziska zeigt auf, wie die örtliche Nutzungsplanung zugunsten der ökologischen Infrastruktur gestaltet werden kann und warum das richtige Timing bei Revisionen entscheidend ist. Ebenso sprechen wir darüber, wie Unternehmen mit ihren Flächen oder durch Freiwilligenarbeit einen Beitrag leisten können.

    Wir hören auch, dass Biodiversität nicht nur in Schutzgebieten notwendig ist. Auch Balkone, Gärten und Siedlungsräume sind wichtige Trittsteine. Grundsätzlich gilt: Jede Fläche in der Schweiz kann zur ökologischen Infrastruktur beitragen und verbessert werden.

    Wir diskutieren zudem, wie jede und jeder konkret mithelfen kann und warum Naturschutzvereine oft besonders wirksam sind. Z.B. Da sie regionale Besonderheiten und wertvolle Gebiete am besten kennen und gezielt pflegen können.

    Eine funktionierende ökologische Infrastruktur spart langfristig Steuergelder, erhöht die Lebensqualität und schafft stabile Lebensräume. Denn eine gesunde Umwelt ist kein Luxus sie ist Grundlage unseres Lebens und gemäss den Vereinten Nationen ein Menschenrecht.

    Mehr zur Ökologischen Infrastruktur

    Zur Kursanmeldung

    Aufleben-Natur

    続きを読む 一部表示
    47 分