Ein Mann tritt durch eine Tür. Er trägt ein Schwert. Im Raum vor ihm ruht ein König.
Am 21. Juni 1208 wird der römisch-deutsche König Philipp von Schwaben in der Bamberger Bischofspfalz ermordet. Der Täter ist kein unbekannter Attentäter, sondern Otto von Wittelsbach – Pfalzgraf von Bayern und einstiger Gefolgsmann des Königs.
Was trieb ihn zu dieser Tat? War es verletzte Ehre, ein gebrochenes Heiratsversprechen oder Teil einer größeren Verschwörung? Die mittelalterlichen Chronisten sind sich nicht einig. Selbst über den genauen Ablauf des Mordes existieren widersprüchliche Berichte.
Diese Folge führt mitten in den jahrzehntelangen Kampf um die Krone, in die politischen Machtspiele des Heiligen Römischen Reiches und in jenes dunkle Gemach in Bamberg, in dem ein einziger Schwertschlag die Machtverhältnisse Europas veränderte.
In dieser Folge:
– Der Thronstreit zwischen Staufern und Welfen
– Otto von Wittelsbach und das gelöste Heiratsversprechen
– Der Mord in der Bamberger Bischofspfalz
– Reichsacht, Flucht und Tod des Täters
– Die politischen Folgen für Otto IV. und Friedrich II.
– Die Spuren des Mordes in Bamberg und Speyer
Hinweis: Die Folge behandelt einen historischen Mord, enthält aber keine explizite Gewaltdarstellung.
Zeitspuren – Geschichte, die nachwirkt.
Geschichte hören. Spuren lesen. Vergangenheit verstehen.