Kaum ein Raum bündelt Sommer, Erinnerung und gesellschaftliches Leben so stark wie das Freibad. In dieser Folge schauen wir auf seine Geschichte – vor allem auf jene des Marzilis, laut Stadt Bern das grösste und meistbesuchte Flussbad der Schweiz. Wir sprechen über das erste Baden in der Aare, über Hygienevorstellungen, Schwimmunterricht und Volksgesundheit sowie über Geschlechterordnung, Badebekleidung und öffentliche Moral. Es geht um Seife im Wasser, getrennte Badebereiche, konservative Empörung über Gemeinschaftsbäder, oben-ohne-Debatten und demokratische Badeideale – und darum, weshalb die Badi zugleich Freiraum, Konfliktzone und Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen ist. Oder anders gesagt: Im Freibad wird nicht nur gebadet – dort wird seit Jahrhunderten auch verhandelt, wer wie sichtbar sein darf.
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