エピソード

  • Johannes Stüttgen: Warum beginnt Gestaltung mit Unmöglichkeit?
    2026/02/06
    Über Freiheit, Erkenntnis und Gesellschaft als soziale Plastik

    Heute im Gespräch: Johannes Stüttgen

    Johannes ist freier Künstler und Gesellschafter des Omnibus für Direkte Demokratie. Er war Meisterschüler von Joseph Beuys, gründete 1971 gemeinsam mit ihm die Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung und führte ab 1980 die Free International University (FIU) fort – Beuys’ Bildungs- und Forschungsimpuls.

    Seit 1987 ist er eine der zentralen Stimmen hinter dem Omnibus für direkte Demokratie: einer Initiative, die mit einem fahrenden Bus als „soziale Skulptur“ durch Deutschland und Europa zieht, um direkt mit Menschen über Beteiligung, Verantwortung und Demokratie zu sprechen.

    Wir sprechen unter anderem über: – Soziale Plastik: Gesellschaft als gestaltbares Kunstwerk – Direkte Demokratie als Kultur- und Bildungsprozess – Freiheit zwischen Selbst- und Fremdbestimmung – Warum Gestaltung mit Unmöglichkeit beginnt – Demokratie nicht als Macht, sondern als gemeinsame Verantwortung

    Diese Folge ist eine Einladung, Gestaltung nicht an Expert:innen zu delegieren – sondern als soziale Praxis in das eigene Leben zu holen.

    MEHR ZU JOHANNES: https://www.omnibus.org/johannes-stuettgen

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: ⁠Joshua Conens-Freund, Michael von der Lohe Schnitt: Elias Ludwig

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    2 時間 36 分
  • Joerg Mitzlaff: Trauen wir uns Demokratie zu?
    2026/01/18
    Über Vertrauen, Beteiligung und das unerfüllte Versprechen der Demokratie

    Heute im Gespräch: Joerg Mitzlaff

    Joerg Mitzlaff ist Gründer der Petitionsplattform openPetition und Mitinitiator von Abstimmung21. Seit über 15 Jahren arbeitet er daran, demokratische Beteiligung zugänglicher, wirksamer und verantwortungsvoller zu machen – jenseits von Parteienlogik und Machtkonzentration.

    In dieser Folge von ZUKUNST sprechen wir über Demokratie nicht als abstraktes System, sondern als gelebte Praxis: über Vertrauen, Beteiligung, Machtverteilung und die Frage, warum viele Menschen sich selbst politische Urteilskraft zutrauen – aber ihren Mitmenschen oft nicht.

    Ausgehend von seiner Biografie – vom Aufwachsen in der DDR über den Systemwechsel bis zur Gründung von openPetition – erzählt Joerg, warum ihn das unerfüllte Versprechen der Demokratie antreibt. Es geht um Petitionen als Einstieg in politische Selbstwirksamkeit, um konkrete lokale Anliegen statt großer Scheindebatten, um direkte Demokratie auf Bundesebene und um die Angst vor dem „Volk“, die politische Reformen blockiert.

    Wir sprechen unter anderem über: – Warum Menschen konkrete Anliegen haben, aber kaum Räume, sie einzubringen – Die Erzählung vom „zu dummen Volk“ – und warum sie nicht trägt – Petitionen als Katalysator für Selbstwirksamkeit und politisches Lernen – Direkte Demokratie, Vetorechte und Machtbegrenzung – Beteiligung als Entlastung für Abgeordnete – Verantwortungseigentum als demokratische Organisationsform – Warum Demokratie nur stabil bleibt, wenn Macht geteilt wird

    Joerg denkt Demokratie ruhig, nüchtern und zugleich zutiefst zugewandt. Diese Folge ist eine Einladung, Beteiligung nicht zu delegieren – sondern sie sich zuzutrauen.

    MEHR ZU JOERG: https://www.openpetition.de https://www.vetokarte.de https://www.demokrative.de

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: ⁠Sabine Wandelt-Vogt Schnitt: Elias Ludwig

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    51 分
  • Sebastian 23: Gesellschaft gestalten wie ein Kunstwerk?
    2025/12/13
    Über Beteiligung, Verantwortung und demokratische Kultur

    Heute im Gespräch: Sebastian 23 (Sebastian Rabsahl)

    Sebastian ist Autor, Poet, Kabarettist – und jemand, der Sprache als Werkzeug für gesellschaftliche Gestaltung versteht. Bekannt von Bühnen, aus Büchern und dem Netz, spricht er über Kunst nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit.

    In ZUKUNST sprechen wir über: – Kreativität als etwas, das in allen Menschen steckt – Warum Angst der größte Feind von Veränderung ist – Gesellschaftliche Gestaltung als kollektive Kunst – Vertrauen, Kooperation und ein zu negatives Menschenbild – Demokratie, Jugendbeteiligung und Verantwortung über Generationen hinweg – Warum Hoffnung nicht naiv ist, sondern Voraussetzung fürs Handeln

    Sebastian erzählt von seinem Weg auf die Bühne, von Reichweite ohne Zynismus, von Ehrenamt, Nachbarschaft und Gemeinschaft – und davon, warum wir uns mehr als Teil eines Ganzen verstehen sollten. Eine Folge über Sprache, Vertrauen und die leise, aber wirksame Kraft von Kooperation.

    MEHR ZU SEBASTIAN: http://sebastian23.org https://www.instagram.com/mondschaf23/

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: ⁠Pablo Krappmann Schnitt: Elias Ludwig

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    53 分
  • San Jola: Wie gestalten wir den Frieden?
    2025/11/22
    Über den Nahen Osten, soziale Wärme und politische Verantwortung

    Heute im Gespräch: San Jola

    San ist 22 Jahre alt, studiert Wirtschaft, Politik und Recht, ist junger Sozial­demokrat – und jemand, der Politik nicht als Karriere, sondern als Dienst versteht.

    Geboren in Darmstadt, aufgewachsen in der kurdischen Autonomie im Irak, bewegt er sich heute zwischen zwei Heimaten – und bringt diese doppelte Perspektive in seine politische Arbeit ein.

    San spricht als jemand, der Krieg, Flucht, Hoffnung und Frieden nicht aus den Nachrichten kennt, sondern aus seinem eigenen Leben. Und als jemand, der glaubt, dass junge Menschen die Kraft haben, Hass zu heilen und Gesellschaften zu verändern.

    In ZUKUNST sprechen wir über: – Warum Politik für ihn kein Beruf ist, sondern eine Lebensaufgabe – Seine Politisierung: vom Einkaufsbummel in Dortmund zur Demonstration gegen chemische Angriffe – Die Frage, wie Frieden entstehen kann – und warum die Feinde von heute die Partner von morgen sein müssen – Die Kraft der Jugend: von 68 bis zum Arabischen Frühling – Demokratie als Lebensweise – und warum wir Deutschland nicht den Extremisten überlassen dürfen – Und darüber, was es heißt, sich zwischen zwei Kulturen zu bewegen und dennoch ganz bei sich zu bleiben

    San erzählt von sozialer Wärme im Nahen Osten, von Enttäuschungen in der Politik, von seinem Großvater als Vorbild – und davon, warum Liebe in der Politik ein radikaler Akt sein kann.

    Eine Folge über Mut, Verantwortung und die Frage, wie wir Frieden nicht nur fordern, sondern gestalten.

    MEHR ZU SAN: https://www.instagram.com/san_jola

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: ⁠Immanuel Kharuchab Schnitt: Elias Ludwig

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    1 時間 4 分
  • Maike Kratz: Warum rettest du Menschen aus dem Mittelmeer?
    2025/10/25
    Über zivile Seenotrettung, Solidarität und den Preis der Humanität.

    Heute im Gespräch: Maike Kratz

    Maike ist 27 Jahre alt, Studentin, Freiwillige und ehrenamtliches Crewmitglied bei SOS Humanity – einer NGO, die seit 2015 über 39.000 Menschen aus Seenot gerettet hat. SOS Humanity steht für Menschlichkeit auf dem Mittelmeer und schließt eine Lücke, die europäische Staaten hinterlassen haben.

    In ZUKUNST sprechen wir über: – Den Alltag auf dem Rettungsschiff: zwischen Routine, Ausnahmezustand und Verantwortung – Ohnmacht, Mut und die Kraft, weiterzumachen – auch gegen politischen Gegenwind – Wie man mit dem Erlebten weiterlebt und warum Hoffnung immer eine Entscheidung ist – Und über die Frage, was es heute heißt, Mensch zu bleiben, wenn andere wegsehen

    Maike erzählt, was sie auf dem Meer über Europa gelernt hat, wie sie mit Angst umgeht – und warum Seenotrettung kein Idealismus, sondern eine Pflicht der Menschlichkeit ist.

    MEHR ZU MAIKE & SOS HUMANITY: https://sos-humanity.org

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: Elias Ludwig Schnitt: Elias Ludwig

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    59 分
  • Daniel Häni: Wann kommt das bedingungslose Grundeinkommen?
    2025/10/08
    Über Freiheit, Verantwortung und das Haus für Nichts

    Heute im Gespräch: Daniel Häni

    Die Ton-Aufnahme ist diesmal leider nicht ideal. Wir haben uns dennoch für eine Veröffentlichung entschieden und hoffen ihr habt einen Gewinn von dem Gespräch.

    Daniel ist Unternehmer, Kulturraumschaffender und Mitgründer des unternehmen mitte – dem Kaffee- und Kulturhaus in Basel, das Gastfreundschaft ohne Konsumzwang mit gesellschaftlichen Impulsen verbindet. Außerdem ist er Mitinitiator der Schweizer Volksinitiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

    In ZUKUNST sprechen wir über: – Radikale Positivität und den Blick nach vorn – Freiheit & Verantwortung: Warum ein Einkommen ohne Bedingungen Mündigkeit stärkt – Direkte Demokratie & Selbstwirksamkeit – Zweifel als Ressource, Mut als Praxis – und das Bild vom „Haus für nichts“

    Daniel erzählt von biografischen Weichenstellungen, dem Motiv, das Unmögliche möglich zu machen, und dass er seinem jüngeren Ich noch mehr Mut wünscht.

    MEHR ZU DANIEL: https://mitte.ch/kulturimpuls/ https://www.grundeinkommen.ch/uber-uns/

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: Levin Schulze-Kofalcke Schnitt: Elias Ludwig

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    1 時間
  • Robin Alef: Wie verbindest du Politik und Kultur?
    2025/09/21
    Über Kindheit, Kulturwandel und die Kraft von Begegnung

    Heute im Gespräch: Robin Alef

    Er ist Menschenverbinder, ehemaliger Mitarbeiter des Bundestages bei Bündnis 90/Die Grünen, Gründer eines ThinkTanks zur Dekarbonisierung der Musikindustrie und ist „Voice of Economic Transformation“ bei der Bertelsmann Stiftung. Darüber hinaus ist er leidenschaftlicher Musikkritiker und -liebhaber.

    In ZUKUNST sprechen wir über: – seine Lebensphilosophie „ich bin ok, du bist ok“ – Authentizität und persönliche Erfahrungen in der Politik – was Klimaaktivismus mit seiner Kindheit zu tun hat – den gewünschten Kulturwandel

    Robin erzählt, warum er versucht Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen zu denken – und wie wir durch Begegnung und Dialog gemeinsam Zukunft gestalten können.

    MEHR ZU ROBIN: https://www.instagram.com/robineliasalef/ https://www.linkedin.com/in/robin-elias-alef-518a88a2/ https://polyton.de

    Podcast "Prinzipiell Unentschlossen": https://open.spotify.com/show/6tHZYcsmV5hkJsx5CVAXJ5?si=dhxacyEMTCC8HuOdBONaTQ

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera: Joshua Conens-Freund Schnitt: Elias Ludwig

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    1 時間 46 分
  • Magdalena Ries: Warum ist Verletzlichkeit eine Ressource?
    2025/09/06
    Wie persönliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel zusammenhängen

    Heute im Gespräch: Magdalena Ries

    Sie ist Politik- und Friedenswissenschaftlerin, Gestalttherapeutin und Seminarleiterin für Potentialentfaltung und eine neue Führungskultur. Magdalena hat in Friedensprojekten im Libanon, in Ägypten, Peru, Guatemala und Nepal gearbeitet, internationale Forschungsprojekte begleitet und Programme u. a. für das World Child Forum in Davos gestaltet.

    Ihre Frage, die sie durch die Welt trägt: „Wer bist du Mensch – und was ist dein Anliegen für die Welt?“

    In ZUKUNST sprechen wir über: – Verzeihen & die Dynamik von Opfer- und Täter-Sein – ihren Weg vom Berufswunsch „Auslandsspionage“ zu internationaler Projektarbeit – wie persönliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel zusammenhängen – Verletzlichkeit als Ressource

    Magdalena erzählt, wie sie Räume für echte Begegnung schafft und warum sie glaubt, dass wir nur gemeinsam unser Potential entfalten und Zukunft gestalten können.

    MEHR ZU MAGDALENA: https://www.magdalena-ries.eu/ https://world-child-forum.org/ https://www.verletzlichkeit.jetzt/wp-content/uploads/go-x/u/9fba9391-7683-4755-b7a5-b968e88f8b5c/BookletVerletzlichkeitDeutsch_1.pdf

    ZUKUNST: Redaktion: Franzi Schardt, Anne Stürmer Produktion: Jonah Artmann Kamera & Schnitt: Elias Ludwig

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