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Wie sichtbar bin ich in der KI?

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„Wie oft komme ich als Marke in der KI vor?" Diese Frage hören wir fast täglich. Die ehrliche Antwort lautet: Wissen wir nicht. Und das ist keine Bequemlichkeit, sondern der Stand der Technik.Denn praktisch alle Tools messen auf dieselbe Weise. Sie formulieren ein Set von Beispiel-Prompts rund um eine Marke, feuern sie auf die KI ab und zählen, wie oft die Marke in den Antworten auftaucht. Das ist die beste Methode, die es derzeit gibt – aber sie hat drei Löcher.Erstens ist es nur ein Prompt. Wir kommen von Keywords und denken deshalb in einzelnen Fragen, während echte Nutzung längst ein langer Dialog ist. Der gesamte Vorkontext einer Unterhaltung fehlt in jeder Messung, und genau dieser Vorkontext kann eine Marke von vornherein ausschließen – zum Beispiel, wenn zu Beginn ein Preisrahmen gesetzt wurde.Zweitens ist die Antwort nicht reproduzierbar. Derselbe Prompt, zwei verschiedene Fenster, zwei verschiedene Ergebnisse. Das ist keine Panne, sondern das Prinzip von Sprachmodellen – und ein grundlegender Unterschied zu klassischen Suchergebnisseiten, die zwar auch schwankten, aber deutlich einheitlicher blieben.Drittens geben die Anbieter ihre Daten nicht frei. Es wäre ein Datenschatz, aber er ist verschlossen. Und es ist noch nicht einmal klar, ob diese Daten in dieser Form überhaupt irgendwo dauerhaft gespeichert werden.Was bleibt, sind Umwege – und die sind besser als nichts. Die Google Search Console zeigt in ihrer KI-Performance-Beta, welche Seiten von AI Overviews und teilweise Gemini herangezogen wurden. Das ist kein Traffic im Sinne von Nutzern, sondern die Information, welche Inhalte die KI zum Bauen einer Antwort benutzt hat. Welche Fragen dahinter standen, bleibt verborgen.Die Bing Webmaster Tools zeigen mehr. Dort stehen die Grounding Queries im Klartext – die Anfragen, mit denen Copilot seine Antworten auf Quellen stützt – samt automatisch zugeordnetem Intent und Themengebiet. Die Datenbasis ist kleiner als bei Google, das Werkzeug aber deutlich brauchbarer. Für B2B ist es sogar wichtiger als der Marktanteil vermuten lässt, weil Copilot in vielen Konzernen der einzige freigegebene Assistent ist – während im B2C-Umfeld ChatGPT dominiert. Und dann gibt es noch Shadow IT: Was die Firmen-IT verbietet, läuft eben auf dem privaten Telefon.Dazu in der Folge: warum Reddit und Bewertungsplattformen plötzlich wieder zählen, warum PR im Sinne von Public Relations zurückkommt, wo der Pferdefuß eigener Prompt-Sets liegt – wer sie nachträglich ändert, verliert die Vergleichbarkeit – und warum die falsche Reaktion auf all das wäre, es einfach gar nicht zu messen.KAPITEL00:00 Kaltstart: Wie wird über mich in der KI gesprochen?00:29 Was Kunden wollen: wo komme ich in der KI vor?00:39 Tools dafür: Sistrix, Meltwater und viele andere00:54 „Nette Theorie" – in der Praxis sieht es anders aus01:19 Wie alle Tools messen: Prompt-Set abfeuern, Erwähnungen zählen01:57 Loch eins: Ein Prompt ist kein Dialog02:40 Der fehlende Vorkontext – und wie er Marken ausschließt03:16 Was Marken wirklich wissen wollen: Kontext und Sentiment03:39 Die ehrliche Antwort: gar nicht, im Augenblick03:54 Warum Agenturen und Toolanbieter das selten sagen04:18 Selbst mit Anbieterdaten: ein Datenschatz hinter Schloss05:16 Loch zwei: Derselbe Prompt, zwei verschiedene Antworten06:19 Google Search Console und die KI-Performance-Beta06:38 Welche Seiten die KI benutzt hat – kein Traffic07:47 Bing Webmaster Tools: Grounding Queries im Klartext08:12 Mit Intent und Themengebiet – damit kann man arbeiten08:53 Stand 21. August 2026: Bing besser, Datenbasis kleiner09:37 Warum Copilot für B2B die entscheidende Größe ist10:45 Shadow IT: Was Mitarbeiter trotzdem nutzen11:32 Was also tun? Viele Quellen zu einem Lagebild12:18 Der Reddit-Run und was dahintersteckt13:22 PR kommt zurück – als Public Relations14:50 Der Pferdefuß: Prompts ändern heißt Messung ändern16:02 Fazit: Eine direkte Messung gibt es nicht16:32 Prompt-Sets schlau bauen – nicht aus eigener Perspektive17:55 W-Fragen-Tools, Answer the Public und Neil Patel19:20 Lagebild verschaffen und schlau nachdenkenBEGRIFFE AUS DER FOLGEGrounding Queries – die Suchanfragen, mit denen ein Sprachmodell seine Antwort auf Quellen stützt.Prompt-Set – die feste Liste von Beispielfragen, mit der ein Tool die Sichtbarkeit einer Marke misst.Shadow IT – Software, die Mitarbeiter ohne Freigabe der IT nutzen.ERWÄHNTE TOOLSGoogle Search Console: https://search.google.com/search-consoleBing Webmaster Tools: https://www.bing.com/webmastersSistrix: https://www.sistrix.deMeltwater: https://www.meltwater.comAnswer the Public: https://answerthepublic.comÜBER DEN PODCASTKarsten Lohmeyer und Stephan Goldmann arbeiten seit rund 20 Jahren zusammen – zuerst als Journalisten, dann als Blogger bei Lousy Pennies, heute im digitalen Marketing. The Critical Marketeer ist ihr Podcast über Marketing-Weisheiten, die eine zweite Prüfung verdienen.Produziert ...
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