Was KI im Publishing wirklich kann – und was nicht
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Stephan hat zwei Wochen im Selbstversuch verbracht – nach eigener Aussage mehr mit Claude gesprochen als mit seiner Frau – und getestet, wie weit KI im Publishing tatsächlich kommt: eine komplette Website mit dem CMS Kirby, Blogbeiträge und Landingpages über den WordPress-MCP-Server, Design und Inhalte direkt aus dem Sprachmodell. Das Ergebnis ist überraschend unsexy. Bei einfachen Beiträgen ist ein Mensch mit Copy & Paste oft genauso schnell, und je komplexer das Layout-System wird, desto langsamer die Automatisierung. Interessant wird es erst, wo alte Contentbestände auf Daten treffen: etwa wenn Sistrix-Zahlen zeigen, dass sich eine französische Übersetzung mehr lohnt als eine englische.
Außerdem: warum Structured Data kein KI-Faktor ist und trotzdem wichtig bleibt, was das PROVE-Framework der Nielsen Norman Group untersucht, wie KI-Bücher bei Amazon ein Nischengeschäft zerlegen – und warum eine KI eine Bierbrauerei auf der schottischen Insel Barra erfunden hat, die es dort nie gab.
Am Ende steht die These, um die es in diesem Podcast immer gehen wird: KI produziert auf den ersten Blick Fantastisches und auf den zweiten Einheitsbrei. Was fehlt, ist der Mensch mit Erfahrung, Perspektive und Haltung.
KAPITEL
00:00 Kaltstart: „Es ist ein Einheitsbrei"
00:14 Wer hier spricht – und was der Podcast vorhat
00:37 Warum kritisch? Marketing-Weisheiten gehören hinterfragt
01:28 Journalistisches Handwerk gegen Guru-Weisheiten
02:01 Kritik ist keine Häme – und der „Dickbrettbohrer"
02:58 Das dicke Brett: LLMs, generative KI und der Selbstversuch
04:17 PROVE-Framework der Nielsen Norman Group
04:49 Wo der Mensch schneller bleibt: Copy & Paste
05:01 Publishing-Test 1: Kirby-Website komplett von Claude gebaut
05:35 Publishing-Test 2: WordPress über den MCP-Server
06:10 Wo es kippt: Gutenberg, Elementor, Avada und riesige Layout-Codes
07:51 Wenn der Connector aufgibt: Agent Mode wird langsam
08:20 „Ab sofort füllt Claude meinen Blog" – die Kundenfrage
08:47 Abrechnung der Zukunft: menschliche Arbeitszeit in Tokens?
09:20 Wann sich WordPress plus Claude wirklich lohnt
10:43 Der eigentliche Hebel: alte Contentbestände neu verwerten
11:16 Praxisfall: Übersetzung, Sistrix und Content-Cluster
12:05 Warum Frankreich statt England – Daten statt Bauchgefühl
13:16 Amazon voller KI-Bücher: Ist das nicht ein Widerspruch?
13:54 Einschub: Structured Data ist kein KI-Faktor
14:41 Die Bierbrauerei auf Barra, die es nicht gibt
16:24 Was nur Menschen liefern: Erfahrung, Perspektive, Haltung
18:03 Einheitsbrei: Warum KI-Websites alle gleich aussehen
18:49 Claude Design und der Mensch, der eingreift
19:34 Fazit
ERWÄHNTE QUELLEN UND TOOLS
PROVE-Framework der Nielsen Norman Group: https://www.nngroup.com/articles/prove-framework/
Kirby CMS: https://getkirby.com
Claude: https://claude.ai
Sistrix: https://www.sistrix.de
DeepL: https://www.deepl.com
Polylang: https://polylang.pro
Außerdem erwähnt: WordPress, Gutenberg, Elementor, Avada – und die Isle of Barra. Die Insel gibt es, die Brauerei nicht.
ÜBER DEN PODCAST
Karsten Lohmeyer und Stephan Goldmann arbeiten seit rund 20 Jahren zusammen – zuerst als Journalisten, dann als Blogger bei Lousy Pennies, heute im digitalen Marketing. The Critical Marketeer ist ihr Podcast über Marketing-Weisheiten, die eine zweite Prüfung verdienen.
Produziert von sayang GmbH: https://sayang.gmbh
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