Warum Employer Branding in der Verteidigungsindustrie eigene Regeln braucht
Die Unternehmen der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie suchen so viele Menschen wie seit Jahrzehnten nicht. Gleichzeitig gilt für sie fast nichts von dem, was in Ratgebern zum Employer Branding steht: Gesichter zeigen, Einblicke geben, offen erzählen, woran gearbeitet wird. Ein erheblicher Teil davon ist hier aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Wie baut man eine Arbeitgebermarke, wenn man über die eigene Arbeit kaum sprechen darf?
Darüber spreche ich in dieser Folge mit Christopher Schindler, Geschäftsführer der talentguns gGmbH, und Eugen Witte, Experte für strategische Kommunikation und früher stellvertretender Regierungssprecher.
Es geht um den Unterschied zwischen dem öffentlichen Image einer Branche und der Qualität ihrer Arbeitsplätze — zwei Dinge, die hier weit auseinanderliegen und ständig verwechselt werden. Um die Frage, warum hohe Bewerberzahlen das Problem nicht lösen. Warum ein Branchenbild niemandem gehört und deshalb auch niemand es allein verändert. Und um die Frage, für wen sich der ganze Aufwand ausdrücklich nicht lohnt.
Eine Offenlegung: Wir drei sind am Defence Future Summit beteiligt, der am 11. Februar 2027 in München stattfindet. Das Gespräch dreht sich um die Sache, nicht um die Veranstaltung — aber neutrale Beobachter sind wir nicht.