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Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast

Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast

著者: Paul & Hinrich
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概要

Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast Ungefährliches Halbwissen ist der Laberpodcast de luxe, bei dem Abschweifen zur Königsdisziplin erhoben wird. Das Halbwissen der Hosts basiert auf einer Mischung aus Gedächtniskramen und flüchtigen Internetrecherchen – völlig ungefährlich, aber umso unterhaltsamer. Hier gibt es weder einen festen Themenkanon noch ein klares Ziel oder einen stringenten Ablaufplan. Paul und Hinrich, die beiden Hosts, sprechen über alles, was ihnen vor der eigenen Haustür, in Presse, Funk und Fernsehen oder auf Reisen begegnet. Dabei werfen sie sich gegenseitig regelmäßig Themen zu, stets in der bangen Hoffnung, dass das Gegenüber darauf anspringt. An guten Tagen ist das Hören von Ungefährliches Halbwissen wie das Belauschen eines unterhaltsamen, bisweilen anspruchsvollen, fast immer respektvollen und gelegentlich sogar informativen Gesprächs auf einer Party. Die beiden haben zwar versucht, das für sie heikle Thema Fußball zu meiden – scheitern daran aber mit schöner Regelmäßigkeit. Dieser „last missing podcast“ richtet sich an alle, die sich in irgendeiner Zielgruppe zugehörig fühlen. 世界 社会科学
エピソード
  • UGHW: Eigentlich Untragbar
    1 時間 32 分
  • UGHW: Abgefahren
    2026/01/21
    Menschen zu beleidigen ist keine Kunst – und selten sinnvoll. Oft ist es sogar strafbar. Wenn man, wie jüngst der Grünling Luis Bogba, Herrn Söder zwar nicht zur Bratwurst, aber immerhin zum „Hurensohn“ erklärt, ist das vor allem unklug. Bei Licht betrachtet richtet sich die Invektive gegen den angeblichen Broterwerb von Frau Söder senior. Nach allem, was man weiß, war Renate Söder jedoch Bankkauffrau. Entweder fehlte Bogba also Wissen – oder er ist noch etwas parteifarbig hinter den Ohren. Beleidigungen funktionieren wie Kunst: schlecht vorgetragen sind sie plump, virtuos vorgetragen zumindest unterhaltsam. Florett statt Keule. In der Politik, besonders im Bundestag, wird der Ton rauer. Die Wahlperiode 2021–2025 brachte 135 Ordnungsrufe hervor – historisch Platz zwei. Unangefochtener Rekordhalter bleibt Herbert Wehner mit 75 Rügen. Seine Spezialität: das Persönliche. Brandt „lauwarm badend“, Journalisten zu „Lüg“ umdeutend, Todenhöfer zum „Hodentöter“ machend. Perfide, weil es an etwas rührt, das man nicht ändern kann: den eigenen Namen. Ähnlich heikel ist die Herkunft. Wer aus Sachsen, Niederbayern oder Schwaben kommt, kennt das. Herkunftsbezogene Beleidigungen sind meist unangebracht, oft rassistisch. Wer aus Orten, Henstedt-Ulzburg oder Bottenhorn kommt, hat es leichter. Denn diese Flecken sind vollkommen unbekannt. Ganz anders bei Orten wie Edam, Eschede oder Nokia. Manche Namen tragen ein Schicksal, das größer ist als der Ort selbst. Schengen etwa: 5.212 Einwohner, aber ein Leben lang nur ein Thema. Apropos: Werbung an Autobahnen ist verboten – außer in Form der braunen „Touristischen Unterrichtungstafeln“. Verkehrszeichen 386.3, streng geregelt, aber horizonterweiternd. Ohne sie wüssten wir nichts vom Deutschen Erdölmuseum Wietze, der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz oder dem Irrgarten Kleinwelka. Über 3.400 solcher Schilder gibt es. Laut Hochschule Harz nehmen 96 % der Autofahrenden sie wahr, jeder Sechste ist schon einmal spontan abgefahren. Effektives Regionalmarketing. Erfolgreicher ist nur Waterloo: 50.000 Tote – und alle singen ABBA. Dies – und vieles mehr – in Folge 46 von: Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast.
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    1 時間 29 分
  • UGHW: Der einzigste perfekteste Podcast
    2026/01/14
    Ave Caesar, morituri te salutant. So sollen Gladiatoren den Kaiser begrüßt haben – fühlt sich passend an für die Tage vor Tief Elli, als Deutschland sich schon im Überlebenskampf sah. Eis, Schnee, Wind – Wahnsinn, zumindest laut Unwetterwarnungen und Sondersendungen. Historisch stimmt der Spruch natürlich nicht. Cassius Dio berichtet nur von einem Schaukampf 52 n. Chr., bei dem 20.000 Sträflinge Claudius mit „Ave imperator, morituri te salutant!“ begrüßten. Claudius antwortete trocken: „Aut non.“ Diese Gelassenheit hätten wir bei Elli gut gebrauchen können. Stattdessen Dauerpanik. Immerhin hat es Jack Wolfskin und Strauss Workwear an die Grenzen gebracht. Wir leben im Zeitalter des Superlativs: am höchsten, am schnellsten, am schlimmsten. Nachrichten wie aus der Raucherecke des Schulhofs – Macker-News, nix für die MINT-Nerds. Trump liefert das passende Vokabular: der klügste Präsident, der dümmste Vorgänger, der korrupteste davor. Alles „ever“. Und hierzulande? Die schlechteste Regierung aller Zeiten, die höchste Neuverschuldung ever – heißt jetzt Sondervermögen. BTW: Glückwunsch zum Unwort des Jahres. Aber irgendwas muss ja passieren. Nichts passiert geht nicht. Was sollen Bild, Miosga, Klammroth oder Riewa sagen, wenn mal Ruhe ist? Keine Sorge: Die Jahresuhr steht niemals still. Jeden Tag ein größtes, schlimmstes, atemberaubendes Ereignis. Deswegen sind wir ständig außer Atem. Die Übertreibung hat Tradition: Marktschreier, Wundertinkturen, Reklame – „Die Menschheit will betrogen werden.“ Heute: SAT.1-Bälle runter, dann wird gelogen. Problematisch wird’s, wenn ohne Bälle gelogen wird. Dazu Konkurrenzdruck, moderne Übertragungstechnik und eine Aufmerksamkeitsspanne wie die Geschlechtsreife einer Eintagsfliege. Infotainment hat uns weichgekocht: Jumbo Schreiner, XXL-Schnitzel, das 41-Meter-Sandwich von Gießen. Das brauchen wir täglich. Und am Wochenende Galileo Big Picture. So sind wir bestens vorbereitet auf Skandale nonstop und Jahrhundertsturm Elli. War rutschig da draußen. Bilder werden hochgeladen. Dies – und vieles mehr – in Folge 45 von: Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast.
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    1 時間 25 分
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